Das Ende einer öffentlichen Romanze

GeschichteDrama, Romanze / P16
der Alcalde DeSoto Don Alejandro Felipe Mendoza Victoria Zorro
05.10.2017
06.08.2019
19
35105
1
Alle Kapitel
5 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
Die beiden Männer gingen Richtung Taverne.

„Erinnerst du dich als Recento dich gerade erschießen wollte, sagte er, dass er nicht nur dich töten wollte, sondern auch…. Nun weiter kam er nicht. Was meinst du was er sagen wollte, Diego?“

Diego schaute seinen Vater an und schüttelte den Kopf. „Nein Vater.  Ich habe keine Ahnung was er meinte“.

„Aber woher kannst du so gut fechten mein Sohn?“ Don Alejandro schaute nachdenklich zu seinem Sohn und musterte ihn genau.

Diego zögerte und blickte unbehaglich zu seinem Vater. „Nun ja ich denke ich hatte wohl doch die eine oder andere Fechtstunde. Ich wollte nicht dazu gedrängt werden so zu kämpfen und das hättest du. Das mit meinem Bruder war eine Ausnahme und ich werde keinen Degen mehr in die Hände nehmen“

Sein Vater starrte ihn an und schüttelte fassungslos den Kopf.  

„Nun gut reden wir ein anderes Mal.  Wir sollten froh darüber sein, dass alles so gut ausgegangen ist“.

Zu seiner großen Erleichterung kam sein Vater nicht mehr auf das Thema zu sprechen. Diego verhielt sich wie zuvor und wie es aussah hatte er seinen Vater in all den Jahren so von seiner „Feigheit“ überzeugt, dass dieser einmalige Anwandlung von Mut nichts an dem Bild zerstören konnte, welches sein Vater von ihm hatte.

Dafür kam Don Alejandro einige Tage später auf ein anderes Thema zu sprechen.

„Du solltest dir langsam überlegen zu heiraten, Diego“

„Aber Vater es gibt keine Frau die an mir interessiert ist oder mit der ich mich gut genug verstehe“

„Und was ist mit Victoria ?“

„Was soll mit ihr sein ? Wir sind Freunde, mehr nicht“

„Liebe hat auch viel mit Freundschaft zu tun. Ihr kennt euch schon so lange und Viktoria ist wie eine Tochter für mich. Ich würde mich freuen, Sie als meine Schwiegertochter in unsere Familie aufnehmen zu können „

„Aber Vater ihre Liebe gehört einzig Zorro“

„Zorro, Zorro“ rief der alte Patron ärgerlich. „Wie lange soll sie noch warten? Bis sie alt und grau ist und keine Kinder mehr kriegen kann ?!“

„Aber Vater.“.

„Ich wünschte, Zorro würde sie endlich freigeben. Für ihn gibt es keine Zukunft.“ Er seufzte. „Und ich wünschte du würdest ihr endlich den Hof machen, mein Sohn“.

Diego schluckte, als er den traurigen Blick seines Vaters sah.

Don Alejandro ließ einen nachdenklichen Mann im Kaminzimmer zurück.

Diego war ratlos. Hatte sein Vater recht? Konnte, durfte oder musste Zorro Viktoria loslassen? Und wenn er das tat würde er auch einen Teil von sich aufgeben. Er war nicht nur Diego, sondern auch Zorro, Zorro war ein Teil von ihm. Diesen Anteil musste Diego in der Öffentlichkeit verleugnen, aber es war die Wahrheit.  Er war beides, Wissenschaftler und Champion, friedlich und kämpferisch. Was für einen Sinn hatte Zorro noch, wenn er seine Liebe nicht haben konnte? Sie an Diego abgeben damit dieser mit Viktoria eine keusche Ehe führte?

Denn eines wusste er, zwingen würde er sie niemals. Weder als Zorro noch als Don Diego.

Er überlegte noch eine Woche, bis er zu einem Entschluss gekommen war.
Review schreiben