Unsterbliche Gefühle

von 97maomao
GeschichteRomanze, Fantasy / P18 Slash
Aaron "Hotch" Hotchner Derek Morgan Dr. Spencer Reid
03.10.2017
23.05.2019
16
42734
12
Alle Kapitel
49 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
Als Floyd mit quietschenden Reifen in die Einfahrt bog, öffnete sich bereits die Haustüre und Alex eilte in ihre Richtung. Gerade als der Wagen anhielt kam bereits Hotch mit seinem Team um die Ecke, aber weder Floyd noch Alex beachteten diese wirklich.
„Ich habe oben alles soweit fertig gemacht. Wir sollten ihn so schnell wie möglich nach oben bringen.“, meinte Alex an Floyd gewand.
Dieser nickte nur und bückte sich, um den schlaffen Körper Spencers von der Rücksitzbank des Wagens zu holen. Ganz vorsichtig, damit er nicht dessen verletzte Schulter zu sehr beanspruchte hob er ihn sich auf die Arme und zusammen mit Alex, welcher immer dicht neben ihm lief, machte er sich auf den Weg zu der Haustüre. An dieser angekommen, stellte er ganz nebenbei fest, dass die Menschen in dieser Runde ihm mit gebührendem Abstand folgten.
Da die Türe nur angelehnt war, konnten sie ohne große Probleme in die Eingangshalle eintreten, ehe er mit seiner leichten Last auf dem Arm anfing die Treppe zu erklimmen, welche einem direkt ins Auge sprang.
Alex, der dem Dunkelhaarigen bis dahin schweigend gefolgt war, beschloss sich zu allererst um die menschlichen Gäste zu kümmern, bevor er sich ebenfalls zu seinem Herrn begab.
Er übernahm diese Aufgabe teils aus Pflichtgefühl, als auch Neugier.
Wieso ließ sich sein Herr nur so schwer verletzen? Etwa wegen eines dieser Menschlein? Auch verstand er nicht, wieso sich der junge Lord mit diesen abgab. Immerhin hätte er auch diesen Fall alleine mit Leichtigkeit lösen können und so hätten Floyd und er ihn immerhin die ganze Zeit begleiten können. Wie gesagt er war nun sehr neugierig, weshalb dieser so ein Risiko eingegangen ist.
„Sie müssen die Agents vom FBI sein? Bitte folgen Sie mir, ich bringe Sie in den Wartebereich. Dort können Sie sich aufhalten, bis sich der junge Herr im Stande fühlt sie zu empfangen.“, mit diesen Worten führte er die kleine Gruppe den langen Gang, welcher von der Treppe wegführte entlang, bis er vor einer großen, stabil wirkende Türe stehen blieb und diese nun öffnete.
Der Raum dahinter war sehr gemütlich eingerichtet. Überall standen die verschiedensten Sitzgelegenheiten, welche zum verweilen einluden. In einer Ecke des Raumes stand ein kleiner Tisch, auf welchem man Getränke und Speisen für die wartenden Gäste platzieren konnte. Des Weiteren stand hier ein Fernseher mit Kabelanschluss und diverse Regale mit verschiedenen Lektüren standen an den Wänden verteilt. Da es manchmal vorkam, dass Gäste etwas länger warten mussten, legte sein Meister großen wert darauf, den Wartenden die Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten. Da Alex dies wusste, wollte er den Herren des Hauses keine Schande bereiten und setzte eine freundliche Miene auf, als er sich wieder an die Anderen wandte.
„Ich bitte Sie hier zu warten. Kann ich Ihnen vielleicht etwas zu trinken  oder einen Kaffee anbieten? Ich werde versuchen Ihnen ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.“
„Was ist mit dem Kleinen? Wäre es nicht besser mit ihm in ein Krankenhaus zu fahren? Seine Verletzung sieht richtig schlimm aus und ich denke er hat sich vorhin mehrere Rippen geprellt, wenn nicht sogar gebrochen.“, konnte Morgan nicht anders und musste sich nach dem Jüngeren erkundigen.
Alex sah den dunkelhäutigen Agent kalt an, ehe er antwortete.
„Sie scheinen ja gut informiert zu sein. Kann es sein, dass Sie derjenige sind, der meinen Herrn dort unten behindert hat? Aber ich kann Sie beruhigen. Wir wissen, was wir tun und er wird hoffentlich bald wieder auf den Beinen sein. Auch, wenn er noch nicht voll einsatzfähig sein wird. Also kann ich euch etwas bringen?“
Hotch trat nach vorne und lenkte so die Aufmerksamkeit des Blonden auf sich.
„Wenn es möglich wäre, hätten wir gerne Kaffee, bitte.“
„Natürlich.“, mit diesen Worten verließ der Bedienstete den Raum.

„Aaron, was zum Teufel soll der Scheiß? Der Kleine gehört definitiv in ein Krankenhaus. Ich habe das Knacken gehört und er hatte auch starke Schmerzen gehabt. Auch wenn er sich nichts gebrochen hat, so hat er doch noch diese Stichwunde und die sah schon ziemlich aus. Ein weiterer Punkt ist, dass er schon, wo er am Tatort angekommen war etwas getaumelt ist. Ich habe ihn sogar schon dort einmal stützen müssen, ansonsten wäre er schon dort zusammengebrochen.“
„Morgan, ich verstehe ja, dass du dir Sorgen machst, aber bitte tue mir einen Gefallen und pass auf was du sagst, solange Spencer nicht hier ist. Sei höflich und das wichtigste ist, dass du hier aufpasst, was du sagst. Keine deiner Kommentare und wenn du auf dein Handy schaust pass auf, dass die nicht das Bild sehen, welches du seit heute Mittag als Hintergrund hast.“, antwortete Hotch.
Derek schaute diesen nun peinlich berührt an.
„Woher weißt du…“, weiter kam Derek nicht, da die Türe wieder geöffnet wurde und Alex mit einem Tablett herein kam. Außer den fünf Tassen hatte er auch noch eine Kanne mit frischen Kaffee, ein Kännchen mit Milch und ein Schüsselchen mit Zuckerwürfeln. Dieser stellte seine Last auf den kleinen Tisch ab, ehe er sich an das Team wandte.
„Ihr könnt den Fernseher benutzen oder euch eine der Lektüren zur Hand nehmen. Ich bitte Sie, dass sie nicht durch das Haus streunen. Solltet ihr irgendetwas benötigen, so ruft einfach, ich werde es mitbekommen und zu euch kommen. Bevor ich es vergesse, dort hinter dem Vorhang befindet sich eine Tür, welche zu dem angrenzenden Bad führt. Also wenn ihr mich nun entschuldigen würdet, ich möchte gerne hinauf zu meinem Herren und nachsehen, wie es ihm geht.“
„Natürlich, wir hoffen, dass es ihm bald besser geht.“, antwortete diesmal Dave.
Mit einem Nicken wandte sich der Blonde ab und verließ das Zimmer. Bevor dir Tür ins Schloss fiel konnten die Agents vernehmen, wie der Blonde etwas sagte und nämlich: „Das hoffe ich auch.“


„Morgan, um auf deine Frage von vorhin zurück zukommen. Du vergisst, dass wir hier alle Profiler sind. Wir haben uns zwar versprochen keine Profile untereinander zu erstellen, aber deine Blicke auf dein Handy waren selbst für einen Laien gut erkennbar. Mich würde aber schon interessieren, wann du ihn fotografiert hast.“, erklärte Aaron, als er sicher sein konnte, dass ihnen niemand zuhörte.
Derek, der den letzten Teil als Aufforderung verstand, holte sein Handy heraus und zeigte es Hotch. Der Rest des Teams war ebenfalls neugierig und schaute es sich ebenfalls an.
„Oh, mein Gott. Das sieht so goldig aus.“, entfuhr es JJ als Erstes.
„Du hast Recht. Er wirkt wie eine Puppe. Ich bin voll neidisch auf seine Haut. Denkt ihr, er verrät mir, was er für Pflegeprodukte nimmt?“, stimmte Emily JJ zu.
„Morgan heute Morgen hast du noch so getan, als könntest du ihn nicht riechen und jetzt machst du Fotos von ihm?“, fragte Rossi nun.
„Ich habe nie gesagt, ich könne ihn nicht riechen. Er riecht nämlich ganz angenehm, irgendwie einzigartig.“
Nun wurde Derek fassungslos angesehen.
„Hast du etwa an ihm gerochen? Was ist denn mit dir falsch gelaufen? Dir ist aber schon klar, dass er erst fünfzehn ist und selbst wenn er Volljährig wäre, denke ich nicht, dass er nur jemand für eine Nacht ist. Also schlag es dir aus dem Kopf.“
„Prentiss! Für wen hältst du mich eigentlich? Mir ist durchaus bewusst, dass er nicht volljährig ist und selbst wenn, wer sagt, dass ich auf diese Art an dem Kleinen interessiert bin. Es stimmt, ich finde ihn interessant, aber das war es auch schon.“, versuchte sich Derek zu verteidigen
„Derek, mich würde es schon interessieren, wie Spencer riecht. Er muss ja einen recht angenehmen Duft haben, wenn du so schwärmst.“, stichelte JJ weiter.
„Nun ja, er hat einen süßlich, angenehmen Duft. Irgendwie eine Mischung aus Vanille und Kakao. Aber da ist noch etwas Anderes, etwas, was ich nicht beschreiben kann. Aber er ist sehr angenehm, ich mag den Geruch jedenfalls und jetzt hört auf mich aufzuziehen.“, antworte Derek, ehe er sein Handy wieder wegsteckte.



Währenddessen bei Spencer im Zimmer:

Nachdem Floyd mit seinem Meister die Treppe hinaufgegangen war hatte er direkt das Schlafzimmer des Jüngeren angesteuert. In dem Zimmer ging er auf große, schwarze Boxspringbett zu und legte den leichten Körper auf das seidene Lacken. Spencers blasse Gestalt hob sich stark von dem dunklen Hintergrund ab und mit einem lauten Seufzen begann Floyd damit dem jüngeren das Oberteil zu entfernen. Da er ihm nicht unnötig Schmerzen bereiten wollte, nahm er sich die Schere, welche Alex wohlweislich schon bereit gelegt hatte, zur Hand und schnitt vorsichtig das Shirt auf. Als er dies bewerkstelligt hatte, hob er dessen Oberkörper vorsichtig an und entfernte das nun kaputte Oberteil, welches er nun achtlos in die nächste Ecke beförderte. Mit einem kurzen Blick besah er sich die tiefe Fleischwunde, konnte aber wegen dem ganzen Blut nichts erkennen. Also legte er Spencer wieder zurück auf die Matratze und nahm sich den Lappen, welcher in einer Schüssel auf dem Nachttisch stand und begann vorsichtig damit das Blut vom Körper zu waschen. Zuerst kümmerte er sich um das getrocknete Blut, welches fast den ganzen Oberkörper einnahm. Gerade war er dabei vorsichtig die Wunde abzutupfen, als die Türe aufging.
„Alex hast du dich um die Anderen gekümmert?“
„Ja das habe ich. Warum hast du die Menschen mitgebracht?“
„Ganz einfach. Der  junge Lord möchte mit ihnen reden.“
„Ich verstehe. Wie sieht es mit der Wunde aus?“, fragte Alex nun und beugte sich über den Bewusstlosen.
„Es scheint irgendetwas zu verhindern, dass sich die Wunde schließt, aber sie blutet nicht mehr so stark.“, antwortete Floyd, während er damit weiter machte die Wunde zu säubern.
Der Oberkörper war mittlerweile von jeglichem Blut gereinigt und man konnte schon jetzt erkennen, dass die Arterien der kompletten rechten Schulter dunkelblau, fast schwarz heraus stachen.
„Es sieht nach einer Vergiftung aus. Floyd hast du das Messer mitgebracht? Wir müssen raus finden, mit was sich die Wunde infiziert hat.“
Dieser schüttelte nur den Kopf.
„Ich hatte andere Dinge im Sinn, immerhin musste ich mich um einen Abtrünnigen, Agent Morgan und nicht zu vergessen den jungen Lord kümmern.“
„Hey, das war kein Vorwurf gewesen. Ich dachte nur, dass du es vielleicht mitgenommen hast. Ich gehe in die Küche und wärme etwas Blut für ihn auf, er muss sich etwas stärken und ich werde Eric anrufen. Er soll uns das Messer holen, vielleicht kann er es auch direkt untersuchen.“, mit diesen Worten drehte sich der Blonde wieder um und verließ eiligst das Zimmer.
Floyd begann währenddessen damit Spencer zu verbinden. Ganz vorsichtig legte er eine Kompresse über die Schnittwunde und befestigte diese mit einem Verband, welchen er auch ein paar Mal über die Brust wickelte, um diesen zu stabilisieren. Gerade als Floyd damit fertig wurde ging die Tür auf und Alex kam mit zwei Blutkonserven wieder.
Gemeinsam flößten die Beiden Spencer das Blut ein.
„Alex hast du Eric erreicht?“
„Ja, das habe ich und er sagt, dass er sich um alles kümmern würde. Er will vorbei kommen, sobald er Ergebnisse hat.“
„Was ist mit den Agents? Geht es ihnen gut?“, kam es leise von unten her.
Die beiden Männer schauten gleichzeitig nach unten und sahen nun, dass Spencer zu sich gekommen ist.
„Herr, wie fühlt ihr euch?“, fragte Floyd besorgt.
Spencer brauchte einen Moment, ehe er antwortete.
„Es geht. Meine rechte Schulter und der Arm fühlen sich taub an, aber die Schnittwunde brennt wie die Hölle. Das ist aber nicht wichtig. Wo ist Aaron mit seinem Team? Ich muss unbedingt mit ihnen reden.“
„Sie sind unten im Warteraum. Ich habe sie versorgt.“, antwortete Alex auf die Frage hin.
„Ich verstehe. Alex bringe sie bitte in den kleinen Konferenzsaal. Ich werde gleich zu ihnen stoßen.“
„Mein Herr, ich denke, es wäre besser, wenn ihr euch noch etwas ausruhen würdet.“, versuchte Floyd seinem Herrn gut zuzureden.
„Meine Entscheidung steht fest und wir können es uns nicht leisten, noch mehr Zeit zu verlieren. Alex tue jetzt, das was ich sage. Es ist ein Befehl.“, damit war für Spencer das Thema erledigt. Während Alex das Zimmer verließ um die Anweisungen zu befolgen, versuchte Spencer sich aufzurichten. Floyd half ihm dabei, als er sah, dass dieser gewisse Probleme dabei hatte. Als Spencer nun aufrecht in seinem Bett saß sah er seinem Vertrauten direkt ins Gesicht.
„Floyd, kannst du mir bitte ein Oberteil raussuchen, welches ich jetzt gut anziehen kann.“
Angesprochener drehte sich sogleich um und ging auf den größeren Schrank zu, ehe ihm etwas einfiel.
„Auch wenn ihr jetzt ein wichtiges Gespräch habt, würde ich ihnen davon abraten etwas Engeres zu tragen. Das heißt ihnen bleibt fast nichts, aber ich könnte aus meinem Zimmer eine Sweatjacke holen. Da ich größer als ihr seid, hättet ihr mehr Bewegungsfreiheit und der Stoff würde nicht die ganze Zeit an der Wunde liegen. So könntet ihr eventuelle Schmerzen vermeiden.“, schlug er vor.
Spencer überlegte kurze Zeit, ehe er mit einem Nicken zustimmte. Floyd, der dies registrierte, verließ so gleich das Schlafzimmer des jungen Lords, um das Gewünschte zu holen.
Kurze Zeit später kehrte er mit einer hellgrauen Sportjacke wieder zurück.
Spencer musste feststellen, dass er mit seiner rechten Seite nicht wirklich etwas anfangen konnte, da das Bewegen dieses Armes für ihn momentan nicht möglich war.
„Floyd könntest du mir vielleicht helfen? Ich kann meinen Arm nicht bewegen.“, bat er so um Hilfe.
Ohne zu protestieren trat Floyd wieder nach vorne und nahm die Jacke, um seinem Herrn zu helfen diese überzustreifen. Den rechten Arm konnte er trotzdem nicht in den Ärmel stecken, da jede Bewegung einen heißen Schmerz in Spencers Schulter jagen ließ. Nun war Spencers rechter Arm in Höhe seiner Brust in einer Schlinge, welcher Floyd aus einem leichten Schal gebastelt hatte, befestigt. Dieser Arm war jedoch unter der Jacke gut versteckt. Spencer musste feststellen, dass trotz die Jacke geschlossen war, er genug Platz hatte. Floyd hatte Recht gehabt, durch dieses Kleidungsstück hatte er keine zusätzlichen Schmerzen.
„Floyd könntest du mir vielleicht auch helfen in den Konferenzsaal zu kommen? Ich weiß nicht, ob ich es alleine schaffe.“
„Natürlich.“
Mit Floyds Hilfe machte er sich auf den Weg zu dem gewünschten Raum und da Spencer alles andere als fitt war, brauchte er auch dementsprechend länger. Zu Spencers Glück war der kleine Konferenzsaal auf gleicher Ebene, wie sein Schlafzimmer. Vor der Türe angekommen atmete Spencer noch einmal tief durch, ehe er Floyd bedeutete diese zu öffnen und er anschließend hindurch trat.
Review schreiben