Mysophobia - Story of a broken Soul

von -mivi-
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Ruki
03.10.2017
13.08.2019
39
86026
3
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Ein herzliches Hallo an alle, die sich hier her verirrt haben.
Mein neuester Meister streich. :D
Kleiner Scherz, ich will gleich zu beginn ein paar Kleinigkeiten erklären, also haltet euch fest xD

Matsumoto, Takanori (Ruki, Voc. The GazettE): wird im Verlauf der Geschichte meist mit "Matsumoto" angesprochen.

Ishihara, Takamasa (Miyavi) : wird im Verlauf der Geschichte mit "Ishihara" angesprochen.

Suzuki, Akira (Reita, Bass, The GazettE): wird im Verlauf "Suzuki" genannt.

Yutaka, Uke (Kai, Drums, The GazettE) : wird im Verlauf "Uke" oder "Kai" genannt.

Andere Charaktere werden soweit möglich erklärt. Aber zum Verständnis wollte ich die Namen erstmal erwähnt haben.

So nun genug geredet und viel Spaß

ENJOY
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1. Prolog

Vorsichtig streifte ich mir die Handschuhe über, betrachtete mich im Spiegel und strich mir eine Haarsträhne hinters Ohr.
Ich verlies das Badezimmer, griff nach meiner Tasche und überprüfte, ob ich auch alles Wichtige dabei hatte.
Zwei paar Handschuhe, sowie Desinfektionsmittel und Tücher, Schlüssel und Handy.
Leicht nickte ich, nahm die Tasche und streifte mir meine Schuhe über und stellte mich dann vor die Tür.
„Es sind nur vier Stunden.“ Murmelte ich. „Du schaffst das.“
Ich atmete tief ein und aus, sammelte mich kurz, ehe ich die Türklinke nach unten drückte und mein sicheres Zuhause fürs Erste verlies.

Ich ging ein paar Schritte, wurde immer langsamer.
Heute war wieder so einer dieser Tage.
Tage, an denen ich Angst hatte, so schreckliche Angst.
Tage, an denen die Ansteckungsgefahr am höchsten war.
Ich atmete tief ein und aus, lief weiter.
Ich würde das schon irgendwie schaffen.

Ich verließ auch das Wohnhaus, ging die Straße entlang.
Es war recht kühl draußen, aber nicht zu kalt, gerade angenehm.
Als plötzlich ein Auto an mir vorbei fuhr, zuckte ich zusammen, rückte meinen Mundschutz zurecht.
Verpestete Luft.
Überall.
Nur Zuhause, da war ich sicher.
Beschützt vor dem Schmutz.
Vor den Keimen und Bakterien.
Vor all diesen Menschen hier.

Zügig lief ich die Straße entlang, vorbei an all diesen schmutzigen Leuten.
Dann bog ich rechts ab und sah schon das Gebäude.
Der Suzuki Verlag, bei dem ich seit 2 Jahren angestellt war.
Der Einzige, der mir eine Chance gab.
Ich war Redakteur in der Manga Abteilung, Bereich Shonen-Ai.
War nicht unbedingt mein Traum einmal so genannte „Boys love“-Mangas zu produzieren, aber man konnte sich ja nicht alles aussuchen.
Die Arbeit mit den Autoren war manchmal zermürbend, manchmal entspannt.
Aber das war in jeder Abteilung so, schätzte ich.
Ich war auch nicht Vollzeit angestellt und daher waren meine Chancen sehr gering, einen Autor mit großem Namen zu bekommen.
Aber mein Chefredakteur, Akira Suzuki, wollte mir auch nicht zu viel Arbeit zumuten.
Suzuki-san war schon ein Fall für sich, ein meist gut gelaunter Kerl, der alles und jedem eine Chance gab, denn er sagte meist: „Wenn du willst, kannst du und ich kann dir dabei helfen.“

Ich lächelte leicht, betrat das Gebäude und ging auf den Empfang zu.
„Guten Morgen, Matsumoto-kun.“ Hörte ich Miakis, die Empfangsdame sagen, was ich erwiderte.
„Suzuki-san möchte sich mit ihnen im Konferenzraum treffen. Er hat einen neuen Autor für Sie.“ Sie sah kurz auf ihr Blatt, musterte mich dann mit hochgezogenen Augenbrauen.
„Einen echten Augenschmaus, wenn ich das so sagen darf.“ Ich nickte leicht, deutete eine Verbeugung an und lief dann auf den Aufzug zu.
Schwerfällig drückte ich den Knopf, seufzte dann.
Jetzt musste ich mit dem Aufzug in die 8te Etage.
Das war immer sehr ärgerlich.
Da war die 3te Etage nichts dagegen und ich war so schnell aus dem Aufzug, wie ich innen war.
Aber gut, man konnte ja nicht alles haben.
Geduldig stand ich vor der Tür, als sich dessen Tore öffneten und mir ein Schwall Menschen entgegen kam.
Ich riss die Augen auf, machte einen Satz zur Seite und lies alle aussteigen, ehe ich erleichtert ausatmete und einstieg.
Das war knapp.
Ich musste mir oben erstmal die Hände waschen.
Ich drückte auf den Knopf und sah, wie sich die Türen schlossen, als sich schon ein Fuß dazwischen drängte.
Ich zuckte zusammen, musterte den jungen Mann, welcher den Aufzug lächelnd betrat, erschrocken.
„Alles in Ordnung?“ fragte er und kam mir einen Schritt näher, weshalb ich instinktiv zurück wich.
„J-ja, alles gut.“ Sagte ich hastig, hob eine Hand, deutete ihm an, mir nicht näher zu kommen und er legte den Kopf schief, lächelte dennoch.
„Verzeihung, ich wollte Sie nicht erschrecken.“ Ich winkte ab.
Ein letztes Mal sah er mir lächelnd in die Augen, ehe er sich umdrehe.
Oh man.
Ich kramte in meiner Tasche, holte das Desinfektionsspray raus, streifte meine Handschuhe ab und machte meine Hände notdürftig sauber.
Waschen musste ich sie trotzdem noch.

Diese Musik in diesem Aufzug machte mich langsam verrückt und in der nächsten Etage stiegen noch Leute hinzu.
Mittlerweile waren wir 5 Mann und ich wusste, es durfte nur noch einer zusteigen.
Und doch fiel mir das Atmen schwer.
Der Kerl aus dem Erdgeschoss trat einen Schritt zur Seite, stand nun direkt vor mir und mir war, als würde er sich etwas breiter machen.
Was tat er da?
Ich musste hier raus.
Mein Herz raste, ich schnappte nach Luft.
4te Etage, die Leute stiegen aus, ich versuchte mich zu beruhigen, musterte den Rucksack des Mannes, der vor mir stand.
Die Türen schlossen sich, der Aufzug fuhr weiter.
„Alles in Ordnung?“ fragte er, drehte sich zu mir und ich nickte hastig.
Nicht, dass er mir an die Schulter fassen wollte.
Er legte wieder den Kopf schief, sah mir in die Augen.
7te Etage, wieder hielt der Aufzug an und ich konnte es nicht länger ertragen, schob mich an ihm vorbei und stürmte aus dem Aufzug.
Ich musste… Mir so dringend die Hände waschen.
Und die paar Stufen konnte ich auch zu Fuß gehen.
Ich lief zügig in die Toilette, warf meine Handschuhe weg und begann, mich zu säubern.

Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich fast keine Zeit mehr hatte, weshalb ich es unterbrach, meine Hände trocknete und desinfizierte, ein neues paar Handschuhe anzog.
Es war so ein schrecklicher Tag.
Leicht schüttelte ich den Kopf, ehe ich das Badezimmer wieder verlies, diesmal die Treppe nach oben nahm.

Als ich oben ankam, steuerte ich direkt den Raum an, klopfte zwei Mal und öffnete dann die Tür.
„Ahh, Mastumoto, heute so früh?“ fragte Suzuki und ich nickte leicht.
„Ich bin wohl etwas zeitig los.“ Er lächelte, deutete mir an, mich zu setzen.
Ich hasste Konferenzräume.
Alles war so schmutzig.
Aber ich musste stark bleiben, der erste Eindruck zählte.
Ich blickte den neuen Autor an und stockte.
Der Kerl aus dem Aufzug.
Ich versuchte, mir nichts anmerkten zu lassen, schob den Stuhl ein Stück vom Tisch weg und setzte mich, faltete die Hände locker im Schoß.
„Matsumoto, das ist Yutaka Uke oder auch Kai Matsukawa.“ Er stand auf, lächelte mich an und ich schluckte schwer, denn ich wusste, was nun passieren würde.
Ich stand ebenfalls auf und er verbeugte sich lediglich, was ich erwiderte, ehe er sich setzte.
Wusste er… Wusste er was los war?
„Dann macht euch mal miteinander vertraut.“ Fing Suzuki an, legte mir einen USB-Stick auf den Tisch. „Hier ist alles Wichtige. Ich muss dann mal weiter, falls es Probleme mit dem Skript gibt, was ich nicht hoffe, könnt ihr euch bei mir ausweinen.“ Mit diesen Worten verließ er lachend den Raum und ich war mit ihm alleine.
Er schien mich mit seinem Blick zu durchbohren, ehe er die Frage stellte, die ich am Meisten verabscheute.
„Sie leiden an Mysophobie, richtig?“
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