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MonsterHunter: Zerbrochene Freundschaft

GeschichteDrama, Fantasy / P16 / Gen
03.10.2017
17.08.2020
43
53.713
2
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24.09.2019 1.520
 
In Markos ganzem bisherigen Leben gab es nie so jemanden besonderen wie Annie. Es war als wäre sie nicht von dieser Welt. So viel die drei bisher auch unternommen hatten, so fehlte Marko auch der Mut sie direkt an zu sprechen, klar n kleiner Smaltalk war schon drinne. Aber mehr auch nicht.  „Hörst du mir zu Marko?“ Der angesprochene schreckte hoch, sah hastig nach links und rechts, ehe er realisierte das er mit Jacob im Gespräch  war. Ertappt brachte Marko keinen Ton heraus. Für das Gespräch fehlte Marko sichtlich die Interesse,  auch wenn es mit seinem besten Freund war. Andere Dinge waren im Moment interessanter. Jacob folgte Markos Block unauffällig und grinste. „Weißt du Annie hat es gar nicht gern wenn man sie so plump und auffällig anstarrt.“ „Tu ich doch gar nicht.“ Gab er wenig überzeugend von sich. „Ach und warum bist du dann so abwesend?“ „Also… ich ähh..“ „Jaaaa?“ Beschämt sah Marko zu Boden. „Also gut… vielleicht mag ich sie ja… ein wenig.“ „Ich glaube ein wenig viel,  nich? Hör mal das ist doch richtig toll, sie mag dich doch auch.“ Marko wandte sich wieder seinem Tasse Tee zu. „Ach wo… die mag mich kein Stück… Was soll sie denn schon an mir toll finden…“ „Deine freundliche Art?  Das du so einfühlsam bist.“ Überlegte Jacob. „Frag sie einfach selbst.“ „Häää?? Neiiin.“ Marko verschluckte sich beinahe. „Na komm. Gib dir n Ruck.“ „Sagt bloß ihr habt mir nichts mit bestellt.“ Marko blickte starr zu Boden. Natürlich hatten sie Annie nichts bestellt…. Wieso auch. Wer sollte ahnen das sie so plötzlich das Interesse an ihren Aktivitäten verlor und gerade wegs zu ihnen stieß. „Marko wollte nicht.“ Entgeistert sah Marko Jacob an. Was hatte er da gesagt? Marko zischte ihm ein kleines „Lügner“ zu, ehe Annie ihn ansprach. „Warum guckst du mich so an?“ „Ich… ich hab…. Nicht angeguckt..“ stotterte Marko kläglich. Grinsend half Jacob ein wenig nach. „Er hat nur überlegt wann du zu uns kommst. Deswegen hat er so oft zu dir geschaut.“ „Gar nicht..“ schmollte Marko, da er aber nichts besseres wusste beließ er es auch dabei. „Mach mal Platz da Marko, dann kann Annie auch noch zu dir.“ Marko errötete dabei sichtlich, was sowohl Jacob als auch Annie bemerkten. Während Annie nichts sagte grinste Jacob umso mehr. Irgendwie hatte Jacob schon ein wenig Mitleid mit seinem Freund, der da so unsicher da saß. „Ich… ich will nicht…. Lass uns gehen..“ murmelte Marko so leise das es nur Jacob hören konnte. Verständnisvoll wie er wahr, nickte er. „Du Annie, Marko geht’s grad nicht so gut. Glaube er hat ein wenig zu viel getrunken..“ Annie zuckte kurzerhand mit den Schultern und machte sich daran zu gehen. „Danke…“ Murmelte Marko beschämt. „Sprich doch einmal mit ihr, du siehst doch selbst das sie auch ein wenig Interesse hat.“ „Ich trau mich nicht…“ „Versuch es doch einmal. Wenn du magst kann ich ja mitkommen.“ Markos Miene hellte sich auf. „Würdest du wirklich?“  Jacob nickte. „Klar komme ich mit.“  Gerade bei Annie brachte Marko kein vernünftiges Wort heraus. Jacob half zwar aber trotzdem ging es nicht so recht voran. „Wir denken uns was schönes aus,  sodass du dich endlich mal traust sie anzusprechen.“  

Marko traute sich nie Annie anzusprechen. Es blieb wie bisher,  obwohl Jacob sein bestes gab die beiden einander näher zu bringen. Vielleicht sollte es einfach nicht sein. Tag für Tag nahm Marko es sich vor,  aber daraus wurde nichts. Erst recht nicht als sich Annie begann sich mit Jacob zu verstehen. Da war Marko klar das er nicht mehr mitzureden hatte. Also nahm er es so hin wie es war. Beide kamen sich ein wenig näher, wobei Jacob aber deutlich darauf achtete das eine gewisse Linie nicht überschritten  wurde.  Vergeblich.

Immer wieder durchlebte er schmerzliche Erfahrung und bittere Niederlagen, ohne etwas dagegen tun zu können. Alles was ihm bisher geblieben war, war Viserion. Auch er war nicht immer alleine gewesen. Auch er hatte Verluste durchlebt. Drachen waren so unglaublich sensibel und empfindsam wie sonst kaum ein Wesen. Gerade deswegen bereute Marko es so das er Valkia damals geholfen hatte zu fliehen. Denn hätte er damals abgelehnt… ..

Unter den Wolken erstreckte sich ein wahres Blutbad. Eins das seine roten Klauen unter die kämpfenden grub ohne das es auffiel. Alles was auffiel war der Lärm,  bestehend aus Schreien, Kampfgesängen und das Klirren aufeinander treffender Schwertschneiden. Die Luft war durch den vielen Rauch völlig verdreckt und giftig. Um sie herum blubberte die Lava,  welche nur ein kleines Stück Land ließ. Und inmitten dieser Umgebung stand sie. Ganz alleine nur mit ihrem Partner. Um wenigstens noch etwas gutes zu bewirken. Und nun war sie in feindlichen Gebiet gefangen, ohne Hoffnung auf Rettung. Hätte sie noch gewartet, wäre sie jetzt nicht in dieser Situation. Alles nur um eine zum Untergang verdammte Art zu retten. Vergeblich wie es schien. Der Kreis zog sich immer enger und enger. Innerlich hatte sie sich bereits damit abgefunden Vallhalla zu erreichen. Sie kamen näher, Panzer auf Ketten,  Geschütze und Soldaten. „Ergeb dich endlich. Es ist aus.“ Von wegen. Solange auch nur eine kleine Flamme leuchtet wird das Licht niemals ganz erlöschen. „Es tut mir leid… ihr alle. Aber wenigstens werde ich dich wieder sehen… Dich und die anderen…“ Dachte sie ihren letzten Gedanken hier auf Erden. Genau in dem Moment als die Panzer und Soldaten näher kamen drang ein Brüllen, gepaart mit einer Feuerwalze durch die Wolken, erschütterte den Himmel und den Boden. Gigantische Flügel wirbelten noch hoch über der Erde Staub und Asche auf,  ließen die Lava spritzen. Viserion zog eine brennende Spur der Zerstörung durch die Truppen. Selbst der Boden gab nach. Damit war es aber noch nicht vorbei. Ein zweiter, noch größerer Drache flog über die nahenden Panzer und zerstörte sie. Augenblicklich richteten sich die Waffen auf die beiden Drachen,  versuchten sie vom Himmel zu holen. Die kleinen Pfeile prallten an der Panzerung an der Brust ab. „Was zum…?!“  „Na los, holen wir sie da raus.“ Während der größere die Truppen und Panzer auf Abstand hielt suchte Viserion nach einer Möglichkeit zu landen. Ein paar mal kreiste er um das Schlachtfeld. Dann bot sich eine Gelegenheit,  er stürzte sich herab ehe es zu spät war. Mit seinem Feuerstößen gab er Valkia die Deckung die sie benötigte. Marko streckte panisch seine Hand herunter. „Wir können ihn nicht zurücklassen!“ „Es ist bereits zu spät,  jetzt komm ehe wir auch noch drauf gehen! Na los!!“ Panisch versuchte er sie zur Eile zu bewegen. Über ihnen hielt Drogon ihnen noch die Panzer und Truppen vom Leib. „Holen sie endlich dieses Mistvieh vom Himmel!“ „Wir arbeiten dran.. wir müssen noch die Kreuzbögen ausrichten… das dauert..“ Während Valkia und Marko sich nicht einig wurden. Während um sie herum das Feuer wütete brachte Valkia es doch tatsächlich fertig sich zu streiten. „Wir können ihn nicht einfach hier zurück lassen…“ Gemeint war jener sterbender Akantor,  welcher langsam von der Lava verschluckt wurde. „Du kannst nicht immer jeden retten, ich weiß das es weh tut. Aber so ist es nun mal…. Jetzt komm..-" Die Sehne schleuderte den Eisenpfeil hoch in die Luft,  so schnell das man nur das Geräusch hörte. Mit einem Mal jagte eine kleine Flammenwelle an Drogons Hals entlang, gefolgt von einer Welle aus dunklhem Blut. Danach die kläglichen Schreie eines Drachen der getroffen zu Boden stürzte. Felsen zersplitterten und Lava spritzte als der massive Körper des Drachens zu Boden stürzte, gefolgt von einer Blutspur. Viserion stieß ein lautes Heulen aus, als er mit ansah wie Drogon sterbend auf den Boden aufschlug. Ebenso konnte Marlo nur zusehen. „Wir gehen jetzt!!“ Valkia schwang sich mit Markos Hilfe auf Viserion. „Na los, schneller!“ Der zweite Pfeil wurde bereits geladen. Mit kräftigen Schlägen seiner Schwingen begann Viserion den Boden langsam hinter sich zu lassen. Erschüttert sah Valkia noch einmal zurück. War das gerade wirklich passiert? Sie spürte wie unruhig Viserion unter ihnen war. Und Marko erst. „Marko.. ich…“ Er beachtete ihren Versuch mit ihm zu reden gar nicht. Weder redete er mit ihr noch beachtete er sie in irgendeiner Weise.  Wieso stritt man sich in so einer Situation überhaupt,  wo doch so viel auf den Spiel stand? Ist es nur mir so ergangen, oder auch.. na klar ist es auch anderen so ergangen.  Ob es Jacob immer noch gut geht,  oder Helix..?  

All die Momente die er Helix gemeinsam mit Jacob begleitet hatte, all die kleinen Schritte und Entdeckungen. Tagtäglich war er mit dem kleinen zusammen gewesen, hatte mit ihm gelesen und die ersten Buchstaben geübt,  danach die ersten Wörter. Sie hatten zu dritt  und manchmal zu viert,  zusammen mit Annie und Reiner Spaß gehabt. Und das war jetzt alles in Scherben…
„Sag mir eins Marko, was wolltest du damit erreichen kleiner? Weshalb der Ärger, etwa wegen den Schlägen? Oder warst du einfach nur enttäuscht das Jacob Helix nicht beschützt hat?“

Im Bett drehte sich Marko extrem unruhig hin und her, schmiss dabei die Decke aus dem Bett auf den dunkel braunen Boden.
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