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MonsterHunter: Zerbrochene Freundschaft

GeschichteDrama, Fantasy / P16 / Gen
03.10.2017
17.08.2020
43
53.713
2
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Dieses Kapitel
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27.03.2019 1.219
 
Es waren nur ein paar Worte gewesen, die doch sehr viel bewirkten. In beiden. Beide sahen sich weniger, Marko weil er anderer Meinung war und Jacob wohl um seinen kleinen Bruder zu schützen. Und doch passte Marko weiter aus der ferne auf Helix auf, so gut er konnte. Während Marko sich hinter all die Verschwörungen und Theorien hinter den Machenschaften der Gilde hing, sorgte Jacob umso mehr für Helix. Immerhin hatte er es versprochen. So oft Helix auch nach Marko fragte, so oft versicherte Jacob ihm, dass er irgendwann wieder zurück kommen würde, wenn er ihn denn wirklich brauchen würde. Mit der Zeit erzählte er Helix immer wieder mal ein paar kleinere Geschichten aus seinem Leben.  Mal wie sie beide Späße gemacht hatten und dazu passend lachten. Und mal ein wenig ernstere Geschichten aus dem Leben eines Kriegers.  Denn das war er im Grunde. Ein Krieger der seine eigenen Ziele verfolgte, jemand der sich nicht um die Politik seines Landes kümmerte. Ein Deserteur und Held zugleich.  Naja desertiert hat er erst in jener schicksalshaften Mission, als er nicht zurück kehrte.  Aber ein Held ganz sicher. Damit ist Helix eben aufgewachsen, mit Helden aber auch der dunkeln Realität. „Mhh… du… kommt er wirklich irgendwann zurück?“ Wie fast jeden Abend stellte Jacob sich dieser Frage seines Bruders. Er setzte sich zu Helix ans Bett und deckte ihn damit zu, danach sah er zum Fenster. „Ganz sicher.“ Was er wohl gerade macht? Ob wir das hätten anders regeln können? Marko… was auch immer du tust, sei in Sicherheit. Ich bitte dich.. Auf der anderen Seite im Hauptsitz der Gilde wuselten Mitarbeiter von allen Seiten durch die große Halle. Papier stapelte sich, ebenso mit Berichten und Proben die die Jagt gebracht hatte. Abgetrennte Panzerung, Klauen und Gewebe. Marko hatte dafür keine Augen, angewidert blickte er zu den armen Seelen hinüber, welche die Aufgabe hatten all jenes Material zu studieren und den größten Nutzen daraus zu erzielen. Klar, ein wenig Mitleid hatte er. Aber es hielt sich in Grenzen. So hatten sie ihren Pfad selbst gewählt. Ebenso wie er selbst.  Wie gern wäre er jetzt bei Jacob und Helix.. oder bei Annie. Rasch verdrängte er den Gedanken wieder. Das würde niemals funktionieren, Annie war...Sie hatte was besseres verdient. „Trägst du diesen Hut immer noch?“ Seine Frage war an jenen Mann gerichtet, welcher anscheinend eine Vorliebe für grässliche Kleidung hatte, so scheint es zumindest. „Ich finde er steht mir. Von dir wollen wir mal lieber nicht anfangen Mr Ich tue alles für die Gilde.“ Es stimmte. Unter den Soldaten der Gilde war Marko als jemand bekannt der eben alles für seine geliebte Gilde tun würde. Alleine bei dem Gedanke kam ihm die Galle hoch. Solange sie Jacob und Helix nicht ins Auge fassen würden..

„Pünktlich wie immer. Na das lobe ich mir.“ Jemand kam auf ihn zugeeilt. Derjenige trug ein etwas gemütlicheres Gewand, welches zu einem Boten oder Forscher passte. Marko hingegen hatte sich für seine Standardkleidung entschieden. Eine Braune Jacke, mitsamt einer Armbinde, welche das Emblem der Gilde in Rot-gold zeigte. Dazu passende graue Hosen mit dazu abgestimmten Stiefeln. Die Armbinde hatte er erhalten, nachdem klar wurde das er jene gepanzerte Rüstung tragen sollte, als Zeichen der Ehre und des Respekts. „Und wie fühlst du dich? Jetzt wo du einer der ganz großen bist.“  „Es ist mir eine… unbeschreibliche Ehre. Etwas größeres gibt es nicht Sir.“ „Ach lass das Sir weg, das passt nicht zu dir Marko.“ Kumpelhaft legte die Person ihn einen Arm um die Schulter und drückte ihn damit ein wenig zu  Boden. „Du bist nicht wirklich gut im Lügen.“ „Das war ich nie weil ich mich danach immer so mies gefühlt habe.“ „Da bist du nicht der einzige, tut mir leid das ich dich mit hinein gezogen habe..“ „Ach… ist schon ok.“ Sein Freund sah nicht überzeugt aus. „Wenn sie das wirklich herausfinden, dann bist nicht nur du und ich in Gefahr. Deine Familie...“ „Da kommen sie zu spät. Meine Eltern kamen bei Fatalis Angriff ums Leben, mein Bruder ein paar Jahre danach.“ Murmelte er schwach lächelnd. „Deine Gesichtszüge kommen mir recht bekannt vor.. Wer war dein Bruder?“ Marko antwortete nichts, sondern sah stattdessen zu Boden. „Er… war der beste...Ohne ihn wäre ich heute nicht hier. Hätten wir nur-nein hätte ich nicht darauf bestanden mit ihm auf eine seiner Reisen zu gehen hätte er mich nicht retten müssen. Er hätte nicht auf mich achten müssen.“ Marko merkte wie ihm die Tränen kamen, stumm und leise glitten sie ihm über die Wangen. Energisch wischte er sie sich weg. „Es ist  okay zu weinen, glaub mir. Das ist menschlich.“ „Ich bin schuld daran dass er jetzt nicht hier ist. Ich allein...“ Er spürte wie sich ein Arm um ihn legte, ihn sachte über den Rücken strich.  „Du konntest das unmöglich wissen. Noch dazu hattest du doch keinerlei Erfahrung.“ „Trotzdem...“ „Nein nicht trotzdem. Du warst damals jung und wahrscheinlich auch naiv. Außerdem hast du mir noch nicht seinen Namen verraten.“ Grinste er. „Marcel.“ „...Weißt du, er war wirklich besonders. Er wollte unbedingt in diese Einheit, aber weißt du was?“ „Was?“ Er sah ihn tief in die Augen, schien zu warten, bis Marko auch wirklich zuhörte. „Ich denke der wahre Grund dafür bist du.“ „wieso ich..?“ „Er hat oft von seinem kleinen Bruder gesprochen, der ihn manchmal bis zur Weißglut trieb..“ Marko blickte betreten und beschämt zu Boden als er diese Worte hörte. „Und der ihn jeden Morgen ein Lächeln auf die Lippen zauberte.“

„Genau der bin ich. Der anderen Menschen weh tut und sie verletzt. Völlig ohne Grund und einfach so.“ Erwiderte Marko, und wischte sich die Tränen aus den Augenwinkeln.  „Menschen sind ziemlich gut darin anderen weh zu tun, auch ohne jeden Grund. Manchmal für das größere Wohl und selten für jemanden den wir schätzen.“ „Ist es in Ordnung Menschen zu verletzen die man liebt, unter dem Vorwand sie schützen zu wollen?“ Damals hatte er keine Antwort erhalten sondern selbst eine gefunden. Viserion tauchte knapp unter dem Feuerstrahl hinunter. Ihr Schiff kam endlich in Sicht, endlich haben sie es geschafft! Ur noch ein paar Meter trennten sie vom Rettenden Schiff. Plötzlich brüllte Viserion auf, geplagt von Angst und Schmerz. Panisch sah Marko nach hinten und erblickte den Grund dafür. Eine fast einen Meter lange Eisenstange ragte aus der Hüfte des Drachens hervor, lies dunkles Blut austreten. Die Schmerzen waren unerträglich für seinen Drachen.. „Halte durch, noch ein Stück!“ Es klang mehr nach einem Flehen als einem Ausruf.Langsam sank der Drache ab. „Nur noch ein Stück!!“ Unsanft kamen beide auf dem Deck auf, Viserion schrammte dabei über den Boden und hinterließ eine Blutspur. Jannik kam gemeinsam mit ein paar Helfern panisch angerannt, während Marko den Befehl zum Aufbruch gab. Die feindlichen Schiffe glitten aus dem Sichtfeld als sich ihr Schiff in Bewegung setzte und endlich zur Flucht ansetzte. Mehrere Sanitäter kamen eiligs aufs Deck in der Annahme das Marko irgendwas passiert sei. „Sir…? Ist das ihr Blut? Wo sind sie verletzt?“ „D-das ist nicht meins, das ist Drachenblut.“ „Warte mal Marko, Drachen dürften doch eigentlich nicht durch solche Waffen verletzt werden dürfen..“ Murmelte die Dame neben Jannik. „Das ist kein normaler Speer beziehungsweise Harpune. Warte.. die hab ich doch schon mal gesehen, nur wo..“ Fragte Jannik sich.
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