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MonsterHunter: Zerbrochene Freundschaft

GeschichteDrama, Fantasy / P16 / Gen
03.10.2017
17.08.2020
43
53.713
2
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02.03.2019 1.079
 
Danach sahen sie sich nicht mehr oft. Eher ziemlich selten was in Anbetracht der Situation kein großes Wunder war. Markos Interesse sank danach. Zu enttäuscht war er darüber wie Jacob sich verhielt, gegenüber Helix, der ihn so dringend brauchte. Alles was Jacob dazu zu sagen hatte war ein läppisches „rede gefälligst ordentlich“. Während Helix unter den extremen verbalen Angriffen litt schien es Jacob  nicht wirklich zu interessieren. „Ach komm, Jacob ist doch noch so unerfahren. Außerdem glaube ich nicht das Jacob da nichts zu sagen würde.“ Erwiderte Reiner nach einiger Zeit des Überlegens. Ihm gegenüber saß Marko, welcher sich stumm über etwas zu essen her machte. „Findest du nicht das du etwas überreagiert hast?“ fragte Reine vorsichtig. Marko sah kurz auf, schüttelte dann aber den Kopf. „Hat Marcel sich jemals so verhalten?“ „Marko, Marcel war erstens älter, zweitens hatte er mehr Erfahrung und drittens war er eine andere Person. Du kannst Jacob doch nicht mit Marcel vergleichen.“ „Hat er oder hat er nicht?“ Reiner verneinte. „Aber wenn du dich wie jetzt benommen hast, hast du auch von ihm mal ne Ansage bekommen. Auch mal n Klaps.“ „Haha..“ erwiderte Marko. „Geh dich entschuldigen.“ Reiners Worte waren deutlich und klar. Unsicher sah Marko zu ihm hoch, in seinen Augen sah Reiner jedoch keine Reue sondern viel mehr das Recht, was Marko zu haben glaubt. „Wieso sollte ich…“ „Weil es das richtige ist Loni.“ Antwortete Reiner etwas enttäuscht darüber das Marko sowas fragen konnte.  Er stand auf und setzte sich zu ihm. „Loni wir sind alle nur Menschen, das heißt  das uns auch mal Fehler  passieren. Wir sind einfach nicht perfekt,  keiner von uns. Deswegen ist es auch in Ordnung Fehler zu machen, wenn man denn aus ihnen lernt.“ Stumm  machte er sich  weiter über sein Essen her,  welches Reiner ihnen beiden besorgt hatte. „Warum nennst du mich manchmal Loni?“ „Weil das der Name ist den Marcel eigentlich für dich hatte. Stattdessen haben sie dich aber dann Marko genannt.“ Verriet ihm Reiner mit einem leichten Lächeln. „Alsooo Loni. Du isst jetzt erst mal auf und danach entschuldigst du dich. Danach zeig ich dir was.“ Schlug Reiner ihm vor.“  „Meinetwegen.“  Gab Marko endlich nach.

Je länger Marko drüber nachdachte desto dümmer kam er sich deswegen vor. Nicht nur das sein damaliges Ich nicht ganz ehrlich mit Reiner gewesen war, dazu hatte er auch die Bedeutung von dem was Reiner ihm gesagt hatte nicht verstanden. Die Schiffe der Gilde wurden nicht weniger, sondern immer mehr. Aber irgendwo musste sich doch ein Schlupfloch finden lassen. Immerhin war ihr Schiff auch schon dabei vom Wasser ab zu heben.  „Nur noch ein bisschen..“ murmelte Marko. Viserion knurrte. Da!  Jetzt aber schnell!  Ohne das Marko etwas tun konnte stürzte sich der Drache durch die Wolken und den Rauch auf ihr Schiff. „Warte doch!“  Zwecklos. Auf den Deck angekommen rannten ihn Jannik und jene Dame entgegen, welche sich so um ihn gesorgt hatte. „Bist Du verletzt? Marko zeig mal her!“ Genervt riss er seinen Arm los. „Sag ihnen das wir uns zurück ziehen.“ „J-ja..“ Er wandte sich nun Jannik zu. „Entschuldige bitte. Nimm es ihr nicht übel, sie kennt es nur nicht anders.“ „Schon gut..“ antwortete Jannik.  „Sie hat Angst das zu verlieren was ihr am wichtigsten ist, der Rest der ihr bleibt.“ „Du hast sie gerettet, nicht wahr?“ Marko nickte. Gemeinsam gingen sie ins Schiff. „Ja. Vor einigen Jahren lebte sie noch bei ihrer Familie. Mutter und Vater, sowie zwei kleine Geschwister,  welche in der Seuche des Shagaru ihr Leben ließen. Ich war gerade zufällig in der Nähe.  Seit dem hab ich sie an meiner Seite, wohl auch weil sie mich einfach nicht verlieren möchte.“   „Wir alle haben jemanden den wir nicht verlieren möchten. Ist wohl normal.“ „Und alles was wir beschützen wollen geht irgendwann zugrunde.“ „Hm.“ „Glaubst du wirklich das du Helix beschützen kannst wie vor dir Jacob?“ Diese Frage kam nun so unerwartet das Jannik da erst mal überlegen musste was er sagte. „Glaubst du du beschützt ihn wenn du dich nur verstellst. Glaub mir auch wenn du Jacob nacheiferst hilf das weder Helix noch dir.“ „Woher..!?“

„Marko warte!“ Er ging jedoch weiter seinen Weg. Er sah nicht zurück.  „Bitte Marko! Warte..!“ Er seufzte und blieb dann doch stehen. Während er inne hielt kam Jacob hinter ihm zum stehen. „Marko… du hast recht..“ „Recht womit. Damit das du dich mehr anstrengen solltest oder das dieses System so falsch und verräterisch wie noch nie zuvor ist? Was von beiden.“ „Das ich mich mehr anstrengen sollte… als Bruder..“ gab Jacob zurück. Enttäuscht wandte Marko sich bereits zum gehen als Jacob ihn zurück hielt. „Aber das andere… du warst früher doch noch so glühend und ergebens.. warum also?“  „Siehst du das Unrecht und Elend um dich herum nicht Jacob? Bist du so blind.. oder haben sie dich geblendet?“ „Marko… sei bitte nicht so laut.. man kann und immer noch hören. Oder willst du uns hinter Gitter bringen? Dich, mich  und Annie am besten noch dazu. Ganz zu schweigen von Helix.“ „Vorher foltern sie uns, danach… wenn wir unseren Nutzen verloren haben töten sie uns.“ „Die Gilde würde niemals..!!“ Jacob konnte und wollte das einfach nicht glauben. „Glaubst du das wirklich oder sollst du es glauben?“ fragte Marko völlig kalt. „Wenn ich damit meine Familie schützen kann dann bitte. Du kannst sowas ja eh nicht mehr behaupten.“ Marko lies das völlig kalt. „Solltest… wenn du auch nur irgendwas tust oder sagst was Helix gefährden kann.. dann..“ Ehe Jacob reagieren konnte packte Marko ihn am Kragen und drängte ihn gewaltsam gegen die Wand. „Dann was. Du kommst ja nicht mal gegen mich an, wenn ich Helix etwas böses wollte. Wie kannst du da behaupten ihn beschützen zu können?“  „…Weist du er fragt jeden Tag nach dir… jeden Morgen..“ Markos Griff verstärkte sich. „Er fragt ob er daran Schuld ist das du nicht mehr kommst..“ So sehr Marko das auch mitnahm, so sehr bemühte er sich nichts anmerken zu lassen. Und doch bemerkte Jacob die Trauer in dessen Augen ganz genau. „Marko.. ich weiß doch wie du wirklich bist.  Verstell dich bitte nicht. Ich weiß wie viel Helix dir bedeutet. Marko… auch wenn wir uns für einige Zeit voneinander abwenden, versprich mir das du auf Helix acht gibst..“ Was auch passiert.

Jacob,  egal was passiert ich verspreche dir das ich auf unseren kleinen Bruder aufpassen werde.
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