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MonsterHunter: Zerbrochene Freundschaft

GeschichteDrama, Fantasy / P16 / Gen
03.10.2017
17.08.2020
43
53.713
2
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06.01.2019 926
 
„Drachen gibt es doch nicht.“ „Tja das dachte ich auch, aber schließlich wurde ich etwas besserem belehrt.“ Mit der Erinnerung kam jene Schuld, welche sie an diesem Tage zusätzlich auf sich geladen hatte. „Bist du schon mal einem begegnet?“ Helix war jetzt wirklich interessiert. „Einmal ja. Ist aber schon etwas her..“ Antwortete sie ihrem Sohn. „Darüber möchte ich aber nicht.. nicht jetzt reden. Vielleicht ein andern mal.“ Fügte sie hinzu. „Ach komm bitte.“ Bettelte Helix. „Tut mir leid.“ Mit diesen Worten wandte sie sich langsam ab, und ließ Helix mit Ratlosigkeit zurück.  „Ist es so schlimm?“ Fragte Helix mitfühlend. „Ich denke schon. Weißt du, hätte ich mich nicht von meinem Stolz leiten lassen würden wir jetzt noch mehr als einen Drachen auf dieser Welt haben.“  „Ich… jeder hat mal solche Momente.“ „ich weiß. Nut hätten wir mehr Verbündete, und die Gilde hätten wir vielleicht schneller besiegen können.“ Während Funken sich mit dem Wyvern von seiner Mutter anscheinend anfreundete beschloss sie Helix doch etwas mehr zu erzählen.  „Vor ein paar Jahren habe ich versucht den Akantor doch noch vor dem endgültigen Tod zu bewahren. Nahe des Feuerrings, welcher wegen den vielen aktiven Vulkanen jenen Namen bekommen hat.“ „Wie waren sie? Also die..der.. Akantor halt..“ Einen kurzen Moment schmunzelte sein Gegenüber ehe die bekannte Verbitterung und Schuld zurück kehrte. „Riesengroß, mit dicken Panzerplatten bedeckt. Und furchteinflößend.“ „Ist es dann nicht besser...“ Verrate mir was du gefühlt hast als du Funken das erste mal begegnet bist.“ Helix brauchte nicht lange zu überlegen. „Ich hatte Angst. Er war so… groß.. und..“ Plötzlich erkannte er was seine Mutter ihm damit sagen wollte. „Tut mir leid.“  „Jedenfalls war die Gilde daran interessiert jene Feuergötter komplett aus zu löschen.“

Jener Moment war schrecklich, die Umgebung brannte und bestand nur aus Rauch und Schwefel, welcher die meisten Soldaten der Gilde dahin gerafft hatte. Die anderen waren den Flammen zum Opfer gefallen. Und wieder welche eben jenem Akantor. Der Akantor überragte die Panzer mit Leichtigkeit, eben mit dieser Leichtigkeit riss er sie in Stücke. Jedoch wurde er von den größeren Geschützen unter Beschuss genommen, neben bei sank er immer mehr in dem flüssigen Boden ein. Das schadete ihm zwar nicht, hinderte ihn aber daran sich frei zu bewegen. Mit aller Macht verteidigte Valkia ihn, sich in Gedanken rufend das er womöglich der letzte seiner Art ist. Jener Akantor hatte schon erheblich einstecken müssen, mehr als er konnte. Die Schiffe der Gilde waren über ihnen, schnitten dabei jeden Fluchtweg ab. Geschwächt und blutend sank sie an dem Akantor entlang zu Boden. Sein Kopf war zu Boden gesunken, nun schnaufte er schwer. Wahrscheinlich spürte er das es zu Ende war.  Das Blut versickerte an den Seiten langsam im Boden. In seinen Augen konnte sie deutlich Angst und Verzweiflung erkennen. „Ich habe alles versucht um ihn doch noch zu schützen.“  Die Schuld sprach aus ihr, ebenso wie ihre Reue.  „Wir hatten zwar Hilfe aber auch das war völlig egal.“ „Hilfe von Drachen?“ Kam es von Helix. Valkia nickte. „Was ich nicht ahnen konnte war das selbst Drachen nicht unbesiegbar waren. Ich nicht und er auch nicht, weder ich noch Marko konnten etwas tun. Wir konnten nur zusehen wie einer der Drachen vom Himmel geholt wurde. Seit dem Tag hasst er mich bis aufs Blut.“ „Oh.. tut mir leid..“ Einmal mehr bewies sich die Bösartigkeit der Gilde. Erneut.

„Und am Ende fand der kleine Drache sein Zuhause wieder.“ Beendete Marko die Geschichte. Helix hatte ihn bis jetzt sehr genau zugehört. „Noch eine! Bitte!“ „Da hast du dir ja was eingebrockt.“ Kicherte Jacob, welcher gerade wieder hinzu kam. „Bütte!“ Bettelte der kleine weiter und sah ihn dabei mit seinen Kulleraugen an. „Oh je. Ich fürchte wenn du mich schon so darum bittest kann ich schlecht nein sagen, oder?“  Helix grinste und krabbelte zum Tisch und schnappte sich unter dem Schmunzeln seines größeren Bruders ein weiteres Buch. Marko ergab sich seinem Schicksal. „Also, der kleine Drache und seine Abenteuer..“ Warte, hatte Marcel ihm nicht genau die gleichen Bücher vorgelesen? Er erinnerte sich noch genau daran, als Marcel ihm selbst genau die gleichen Storys vorgelesen hatte und wie er selbst darum gebettelt hatte. „Was meinst du ob Jacob Lust hat auch mal zu lesen?“ „Ach weißt duu..“ Begann Jacob ausweichend. „Du machst das eigentlich so gut.. und der kleine hat ja richtig Spaß mit dir, a wäre es jetzt doof wenn ich mich dazwischen dränge.“ Antwortete er mit einem schiefen Grinsen. „Pussy..“ „Das hast du jetzt gesagt. Von mir hast du es nicht Helix.“ Helix, welcher nicht wirklich verstand worum es ging wandte sich schnurstracks wieder dem Buch zu. Also begann Marko wieder zu lesen.  Der Himmel war dunkel wie sonst was, doch Marko musste weiter lesen. Niemals würde sich Helix diese Freilesestunden entgehen lassen. „Langsam ist es auch mal Zeit fürs Bettchen.“ Scherzhaft versuchte Jacob ein wenig ernst zu wirken.   Der kleine dachte aber gar nicht daran, stattdessen drängte er sich enger an Marko. Was zum.. Etwas vertrautes lag in der Luft. Etwas was Jacob als auch Marko kannten. „Ins Bett jetzt Helix.“ Jacob wurde nun lauter. „Ach lass gut sein, die eine Nacht kann ich auch hier bleiben, ist eh schon ziemlich spät..“ Jacob sah ihn  ungläubig an.  „Bist du dir sicher? Er mag zwar jetzt ganz friedlich wirken aber er kann auch ziemlich bockig sein… ach was wem erzähl ich das?“ Meinte Jacob grinsend. Auch Marko konnte sich ein kleines Lächeln nicht verkneifen. Wie wahr.. Irgendwas an Helix war besonders.. ohne Frage. Nur was..
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