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MonsterHunter: Zerbrochene Freundschaft

GeschichteDrama, Fantasy / P16 / Gen
03.10.2017
17.08.2020
43
53.713
2
Alle Kapitel
42 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
18.12.2018 1.224
 
Kurze Bemerkung: Dieses  Kapitel ist einem besonderem Menschen gewidmet den ich für kurze Zeit in seinem Leben begleiten durfte, ihn bei seinen Abenteuern und Entdeckungen begleiten und an die Hand nehmen konnte. 2 Monate hatte ich das Glück und hoffe auch nachdem ich nun nicht mehr da sein kann, das du deine Träume und Wünsche erreichen wirst kleiner!

Mit der Zeit wuchs Reiners Sorge um Marko, nicht nur wegen seiner eigenen Unsicherheiten sondern auch wegen des Verhaltens,  welches sich deutlich von Markos früheren unterschied. Das lag zum Teil einfach an der massiven Veränderung und dem Stress,  welchem Marko von Tag zu Tag ausgesetzt war. Aber auch Reiner hatte damit zu kämpfen. So konnte er zwar durch die Arbeit in der Schmiede genug Geld verdienen um Marko  mit zu versorgen, aber noch lange nicht ihm das geben was er eigentlich am meisten benötigte. Er war einfach nicht sein Bruder und nicht dafür geschaffen. Am meisten nahm Reiner jedoch das schwache Selbstbewusstsein von Marko mit,  welchen er nach kurzer Zeit liebevoll den Spitznamen Loni gab. Er wusste nicht warum, aber zumindest schaffte er es so Marko kurzzeitig ein kleines Lächeln zu entlocken. Mit der Zeit gewöhnte sich Marko an die Umstände und schaffte es sich damit zu arrangieren. Schritt für Schritt, wie man eben das Laufen lernt, lernte Marko stückweise sich damit zu arrangieren, ebenso lernte Reiner mit dieser Situation zurecht zu kommen. Mit der Zeit entdeckte Marko auch wieder die zahlreichen Möglichkeiten und Abenteuer die es dort draußen zu entdecken gab neu, so wuchs sein Wunsch all das zu sehen und zu erleben. Mit 16 fasste er den Mut sich einmal genauer um zu hören und sich schließlich für eine der Expeditionen  zu bewerben. Es dauerte etwas bis er schließlich eine Nachricht bekam welche ihm mitteilte das er dabei war. Eventuell benötigte  Ausrüstung  wurde von der Gilde gestellt. Ebenso wurden vorher zahlreiche Erkundigen durchgeführt, um die neuen Anwärter keiner Gefahr aus zu setzen.

Am Tag der Abreise hieß  es dann Proviant und Kleidung  ein zu packen. Reiner überließ ihn eine seiner kleineren Taschen. „So und du passt bitte auf dich auf, klar?“ Marko nickte. „Dann wünsche ich dir viel Spaß und neue schöne Erfahrungen. Wenn du wieder da bist erzählst du mir was du alles gesehen hast okey Loni?“ „Vielleicht.“ Erwiderte Marko ein klein wenig frech. „Pass auf dich auf Loni.“ Dann war es schließlich so weit das Marko sich zum ersten Mal wirklich alleine auf den Weg machte. Zuerst  noch etwas unsicher aber mit wachsender  Zuversicht bestritt er den Weg vor ihm. Am Schiff angekommen wurde nach einem Identitätsnachweis verlangt,  welchen Marko nervös vorzeigte. Danach konnte er aufs Schiff,  wo bereits ein paar der anderen Rekruten waren. Urplötzlich stieß  jemand gegen Marko, welcher davon ziemlich überrascht wurde. „Au..“ „Oh tut mir leid.. das war meine Schuld..“  sprach diejenige und strich sich die langen braunen Haare aus dem Gesicht und hielt ihm eine Hand hin. Marko ergriff sie. „Bist du neu hier?“ Marko verneinte. „Naja also hier schon.. denke ich.“ Murmelte er. „Also ich bin gerade erst hier hin gezogen.“ „Oh. Cool.“ Antwortete er etwas schüchtern. Die beiden standen  eine Weile da bis der Start  verkündet wurde. Als sie beide einen Platz gefunden hatten wusste weder Marko noch Annie was sie sagen könnten. „Marko?? Was machst du denn hier??“ Marko erkannte ihn nicht sofort, aber nach wenigen Minuten… „J-Jacob??“ Jacob grinste breit und nickte. „Ist das lange her.“ „Ein Jahr?“ Jacob nickte. „Kann ich mich zu dir setzen?“ Marko nickte erneut. „Was.. hast du die Zeit über gemacht?“ „Ach mich um meinen kleinen  Bruder  gekümmert und versucht Arbeit zu finden. Und du?“ Marko zögerte ein wenig ehe er antwortete. „Ich habe bei Reiner gelebt.“ Mehr sagte er nicht. Mehr brauchte er nicht zu wissen. „Und warum bist du jetzt hier?“ fragte Jacob weiter. „Ich wollte sehen was da draußen ist. Ständig die gleichen Tage sind nichts für mich.“


Während sie also alle drei redeten, hob das Schiff ab und gesellte sich zu den weisen Wolken am Himmelszelt. Der Flug selber war erstaunlich ruhig. Hin und wieder ein paar Vögel die vorbei flogen. Unter ihnen erstreckte sich das Meer,  welches unter der Sonne glitzerte und funkelte. „Ob es wohl so wie damals wird?“ Jacob blickte gen Himmel, Marko folgte seinem Blick.  Annie war wenig daran interessiert,  dennoch blieb sie nahe bei Marko. „Sag mal wo kommst du eigentlich her Annie?“ richtete Jacob sich an sie. „Aus einer eher trostlosen Gegend, falls dir Cathar was sagt..“ „Das Dorf über den Wolken?“ Annie nickte. „Da würde ich auch gerne mal hin.“ „Lieber  nicht,  es sei den du liebst die Einsamkeit die man dort findet.“ Murmelte Annie. „Schaut mal ich glaube ich sehe Land!“ verkündete Jacob aufgeregt. Das was Jacob sah war nur der große  Sandstrand,  welcher wie eine weiße funkelnde Linie zwischen den tiefen blauen Meer und der grünen dicht bewachsenen Insel lag. Hinter den Jungel ragten gigantische Berge in die Höhe. „Wow!“ entfuhr es Marko, während von Annie nur ein „Nicht übel“ kam. Ein Ruck ging durchs gesamte Schiffsdeck. Langsam setzte es zum Landeanflug an. Die Insel, welche vorher so klein wirkte wurde auf einmal ziemlich groß. Langsam und vorsichtig setzte es zur Landung an. Erst als das Schiff sicher auf dem Boden war fuhr die Rampe aus und gab den Weg zur Insel frei. Alle drei schritten das erste Mal auf so einem Paradies. Während Jacob die Umgebung betrachtete kniete Annie gemeinsam mit Marko  im weichen Sand. All das kannte Marko nicht. Weder das große Meer noch den Sand, welcher ihn immer wieder durch die Finger rieselte. „Kennst du keinen Sand?“ fragte Annie etwas verwundert. Marko schüttelte den Kopf und antwortete „Nee. Mein Bruder hat mir nur mal öfter davon erzählt.“ lautete seine Antwort.  Noch immer saß  er verwunderte im Sand und ließ jenes feine Gestein durch seine Finger rieseln.

Bis die Triebwerke liefen dauerte es ein wenig, bis dahin gaben die Soldaten ihr bestes um das Hauptschiff zu schützen. Jenes Hauptschiff, die Nemesis war eigentlich ein umgebauter und aufgerüsteter Kreuzer der Gilde, welcher noch ein paar Upgrades erhalten hatte, welche das Schiff viel besser und stärker werden ließen als die Schiffe der Gilde je sein könnten. Massive Schilde und ebenso eindrucksvolle Geschosse. Das Schiff war für die Menschen hier mehr als nur ein Symbol für die Freiheit,  auch ein Zuhause. Denn neben dem militärischem Ebenen gab es genug Ebenen für die Verpflegung und Versorgung jedes einzelnen hier, sogar für Drachen. Als Marko von den Flammen überrascht und verschlungen wurde heulten die Triebwerke auf. Inmitten all des Rauchs und der Flammen bemerkte niemand das rote glühen, welches Marko kurzzeitig umgab. Jenes Glühen was die Flammen scheinbar absorbierte und so von Marko abhielt. „Verdammt noch mal, knapper ging es wohl nicht?“ fluchte Marko. „Stell dich nicht so an. Du wusstest doch genau das wir dich schützen. Und jetzt weiter.“ Typisch für seinen Begleiter. „Sag mal was sollte das vorhin eigentlich? Hatten wir nicht abgemacht das du mir nicht aus heiterem Himmel dazwischen redest?“ knurrte Marko. „Sry aber irgendwie konnte ich nicht anders. Zumal es stimmt das die Menschen meine Familie auseinander gerissen haben. Damals vor einigen Jahren.“ Kam die Antwort von dem dritten Fatalis.
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