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MonsterHunter: Zerbrochene Freundschaft

GeschichteDrama, Fantasy / P16 / Gen
03.10.2017
17.08.2020
43
53.713
2
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Dieses Kapitel
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29.10.2018 1.071
 
Reiner war gerade dabei dem altem Schmied Hinkelbein ein wenig in der Schmiede aus zu helfen als der Karawanenführer zu ihnen stieß. ,,Hm ich glaube dir würde so ein Job besser stehen,  du machst dich ja richtig gut.“ Meinte er lächelnd. Reiner  lächelte verlegen zurück. ,,Naja alsoo…“ Begann er. „Ach wo. Lass den Jungen doch.“ „Eigentlich habe ich sogar ganz zufällig überlegt,  wirklich so einen Beruf zu erlernen..“  Hilnkelbein unterbrach ihn. „Nichts  da du wirst deine Jägerkarriere nicht an den Nagel hängen sondern artig weiter lernen, und irgendwann mal hilfreich und Mutig dort draußen die Welt verändern.“  „Ach weißt  du jetzt wo sie mit Marcel jemanden haben der auch wirklich etwas davon versteht brauchen die mich doch nicht mehr.“ Antwortete Reiner lachend. „Oder hast du Angst das ich dich in deinem eigenen Handwerk schlage alter Mann?“ „Soll das etwa eine Herausforderungen sein?“ „Vielleicht.“ Murmelte Reiner grinsend. Hinkelbein wandte sich wieder seinem Geliebten Offen zu und murmelte dabei etwas in sich hinein. „Ich glaube jetzt hast du ihn ernsthaft verärgert.“ Der Karawanenführer grinste. Reiner zuckte nur mit den Schultern. Während sie sich weiter unterhielten fiel unbemerkt ein Schatten über die Schmiede,  welcher sich langsam in Richtung des Decks bewegte. „Das ist doch…. Viel zu früh…?“ „Hm wird schon einen Grund haben.“ Überlegte Reiner laut. Er kam als erster der drei an dem landenden Luftschiff an.  Ein paar weitere Menschen hatten sich eingefunden,  wahrscheinlich um zu erfahren was los war oder um Familienmitglieder in Empfang zu nehmen. So auch Reiner. Heraus kamen ein paar Soldaten,  Sanitäter und zwei kleine Jungen. ,,Na die sehen ja beide ziemlich begeistert aus…“ Murmelte Reiner. In der Tat sahen die beiden alles andere als Glücklich aus.

Beide sahen ziemlich trübe aus. Bei genauer Betrachtung  sah Reiner die Tränen und die Rötung die Markos Gesicht zierten. Jacobs Gesicht sah er nicht. ,,Und?“ „…Ich kann Marcel  nirgends entdecken. Hm… er würde die beiden  doch nicht alleine lassen..“ ,,Vielleicht hat er noch was zu bereden?“ Reiner antwortete nicht sondern ging dem Schiff entgegen. „Und wie lief es? Wo habt ihr den Marcel  gelassen?“ Von beiden kam keine Antwort nur ein Blick der Reiner unter die Haut ging. Langsam nahm er die beiden in Empfang. „Was seid ihr den so bedröpelt, das war doch bestimmt total cool mal mit Marcel auf Abenteuer zu gehen oder nicht?“ Marko brachte kein Wort heraus, sondern schluchzte nur,  während Jacob starr vom Schock nur still da stand. ,,Wartet…. Marko was ist los? Was ist…“ „Marcel…. Ist… … Ich konnte nichts dafür!!“Brach es plötzlich aus Marko heraus. „Beruhig dich doch erst mal… was war nicht deine Schuld..?“ Marko sah in bitter weinend und schluchzend an, während Reiner ahnte das etwas passiert sein musste. „Warte… du sagtest es war nicht deine Schuld.. nur.. Warte nein… nein nein..!“ Augenblicklich liefen Reiner ebenso wie Marko und Jacob die Tränen über die Wangen während er begriff was passiert sein musste. Während Reiner sich bemühte den zitternden Marko einigermaßen zu beruhigen wurde Jacob von seinem Vater  in Empfang genommen welcher sichtlich besorgt aussah. Einige Soldaten der Gilde, welche ebenfalls anwesend waren unterhielten sich und reichten dabei Papiere untereinander herum. ,,Sind sie verwandt oder sonstiges mit ihm?“ „Bitte was?“  Reiner brauchte einen Augenblick um die Frage zu realisieren. „N-nein.. aber ich kannte seinen Bruder ..“ „Hm etwas ungünstig  aber gut. Erst einmal tut es mir leid ihnen mit teilen zu müssen das er in Folge der angenommenen Reise umgekommen ist. Todeszeitpunkt ist 10.00, die Ursache der Drachenälteste Teostra.“ Das alles sagte er so emotionslos und monoton als würde er gerade von einem Zettel ab lesen. „Was passiert jetzt mit Marko? Außer Marcel hat er keinen mehr.“ „Das würde ich ihnen als nächsten sagen.. ähm einen Moment.“ Sein Kollege gab ihn einen kleinen Ordner. „Da der kleine nun ohne offiziellen Vormund darsteht  würde er jetzt erst mal in einem Zimmer der Gilde untergebracht werden,  sofern keine Einwände bestehen.“ In diesem Moment trafen sich die Blicke von Marko und Reiner. ,,Nein keine, also der kleine kommt zu mir.“ Überrascht sah  ihn der Mann an. „Ich denke das geht durch.“
„Du meinst aber jetzt nicht unseren Reiner?“ „Oh doch genau den.“  Antwortete Marko mit einem  leichtem Lächeln. „Reiner hat mich damals bei sich aufgenommen.“ „Aber kann man den ein Kind..-tschuldige Teenager einfach so alleine lassen?“ Marko grinste leicht. „Nein nicht  wirklich, gerade mich nicht. Damals war ich ziemlich…. Sagen wir nervig und schw..-"  „Bockig trifft es wohl eher.“ Überlegte Jannik laut. „Wohl wahr.“

Noch am selben Tag beendete Reiner seine Karriere als Jagdanwärter. „Nun es ist zwar schade aber nachdem was sie mir erzählt haben kann ich das durch aus verstehen. Zögern sie trotzdem  nicht zu fragen wenn sie etwas brauchen.  Schließlich muss man sich auf jemanden in dieser Welt verlassen können.“ Reiner schluckte  und nickte. Während er seine Sachen zusammen räumte fiel ihm ein was er sich mit Marcel gemeinsam vorgenommen hatte. „Wir beide schaffen das, bis ans Ende der Welt und darüber hinaus.“ „Hat ja richtig lange gehalten unser Versprechen..“ Andererseits  hatte er ihm auch versprochen auf Marko auf zu passen wenn etwas passieren sollte. Genau das tat er jetzt. Ob Marcel wohl von weiter oben  schauen wird ob er alles richtig machen würde?  Nachdem er also in der Schmiede zu arbeiten angefangen hatte konnte er die nötige Zeit für Marko aufbringen. Und er bemühte sich auch wirklich, er spielte mit ihm wenn er es wollte, las ihm Bücher vor und knuddelte mit ihm. Doch  all diese Sachen brachten Marko nicht darüber hinweg, nicht über den Tod seines Bruders noch über den Gedanken das es letztendlich seine Schuld war das Marcel es nicht schaffte. Diese Gedanken veränderten Marko. Über die Monate die es nun schon her ist seit Marcel nicht mehr da war, bemerkte Reiner das Marko sich immer weiter veränderte und entwickelte. Wie er aufwuchs. Er selbst wuchs mit ihm, innerlich und äußerlich. Natürlich  wurde Marko größer, und natürlich  veränderte sich sein Denken ebenso. Er wurde erwachsener, sein Verhalten änderte sich größtenteils aber nicht  vollständig. Einige Züge und Handlungen erinnerten deutlich, das er der Bruder von Marcel war.  Doch andere Züge ließen  ihn so kalt und grausam erscheinen, so sehr das man glaubt eine komplett andere Person vor sich zu haben.
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