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MonsterHunter: Zerbrochene Freundschaft

GeschichteDrama, Fantasy / P16 / Gen
03.10.2017
17.08.2020
43
53.713
2
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Dieses Kapitel
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11.09.2018 1.092
 
Als Marcel am nächstem Morgen nach draußen ging um ein wenig den Schlaf zu vertreiben, atmete er erleichtert ein und aus. Es raschelte und Marcel schreckte hoch. Sofort schaute er zur Seite, und bemerkte wie sich Jakob ebenfalls aus dem Camp schälte. Er hielt sich die Hand vorm Mund als er gähnte. ,,Na wach?“ Jakob rieb sich den Schlaf aus den Augen und zog sich die Kapuze über den Kopf ehe er antwortete. ,,Wenn man das als Wach bezeichnen kann dann ja..“ Antwortete er noch völlig verschlafen. Es raschelte  erneut, beide drehten sich um. „Na kleiner Bruder, ausgeschlafen?“ Marko nickte nur. Während Jacob sich die Landschaft etwas genauer ansah wäre Marko am liebsten im Bett geblieben. Marcel allerdings wollte nicht das Marko so ganz ohne schützende Klamotten hier draußen  war, er war nähmlich nur in der Stoffkleidung hier. Also beschloss Marcel mit ihn nach drinne zu gehen und bessere Kleidung zu suchen. Noch War Marko zu müde um dagegen zu protestieren.. noch. Aber schon bald kehrte die alt bekannte Sturheit zurück. Jakob verzog sich zurück ins Camp, da Marko meinte schon wieder mit seinem Bruder zu diskutieren zu müssen. Es wurde laut, als Marcel langsam genug von dem ständigen Widerworten hatte. ,,Zum letztem Mal, wenn ich dir sage das du dich wärmer anziehst dann tust du das auch!“ Marcel war  fast am Brüllen,  und noch immer war Marko weiter darauf aus Widerworte zu geben. Er packte seinen Bruder am Oberarm, und begann weiter auf ihn ein zu Brüllen. Marko War fast am heulen, er War einfach  wütend und frustriert. ,,Man ich will aber nicht, kapier das doch endlich! Nur weil du 2 Jahre älter bist musst du dich hier nicht aufführen als wärst du Mom, oder Dad!“ Die Worte taten ihm schon wieder leid, aber sie waren bereits gesagt. Marcel hatten sie sichtlich schwer getroffen, das sah Marko deutlich. ,,Marcel ich. .es tut mir leid! Ich hab das nicht so gemeint..“  Marcel schluckte nur und wischte sich die Tränen aus seinen Augenwinkeln. „Schon g-gut kleiner… ich vermisse sie auch..“ Jakob hatte die Auseinandersetzung ein wenig mitbekommen, und ihm selbst traten Tränen in die Augen. ,,Wollte mich nicht streiten…“ ,,Ist ja gut kleiner ich glaub dir ja.“ ,,Können wir…“ Jacob sah Markos Blick und begann zu überlegen ob er weiter sprach. ,,Ich denke es ist besser wenn wir nach Hause fliegen. Oder Marko?“ Marko nickte langsam. Jacob bewegte sich als erstes,  gefolgt von Marko, welcher mehr oder weniger freiwillig mithalf,  die Sachen zusammen zu packen. ,,Marko du auch, Jacob muss das nicht alles allein machen.“ Marko murrte.  ,,Sag mal das war doch ganz cool..“,,Jaaaaa aber es wäre cooler gewesen wenn..“ Während sie beide aufräumten erledigte Marcel die schweren Dinge. „Wenn es euch zu schwer wird helfe ich euch.“ „Jahaaaa…!“ Antwortete Marko gereizt,  selbst Jacob erschrak ein wenig. „Jacob könntest du eben nach draußen  gehen? Nicht weit,  so das ich dich noch hören kann.“ Jacob nickte etwas einschüchtert. Selbst Marko war es etwas unwohl. „Marko setz dich mal einen Augenblick hin. Ich denke wir sollten reden.“ „Was…?“ Marcel deutete nur auf den Platz neben ihm und sah Marko dabei durchdringend an. Mit einem ungutem Gefühl folgte Marko der Anweisung. „Marko magst du mir vielleicht sagen, was los ist? Ich weiß  ja das du manchmal n ziemlichen Dickkopf hast aber so schlimm wie heute warst du zuletzt mit 5.“ Unsicher was er sagen sollte bis Marko sich lieber auf die Lippen. Erst scharte er ein wenig mit den Füßen dann begann er zu überlegen. „Fühlst du dich nicht wohl… nicht verstanden oder ungerecht behandelt?“ „… ahm..“  Nervös blickte er nach oben, direkt in Marcels goldene Augen. ,,N-nein..“ „Ist es wegen Mama und Papa?“ ,,N-nein..“ ,,Weswegen dann?“ ,,Ich.. h-habe einfach A-angst..“ ,,Marko du weißt das du mit mir reden kannst wenn dich etwas bedrückt? Und wenn es irgendwelche bösen Monster im Schrank sind.“

Marko nickte betrübt.  „Magst du mir sagen was es ist?“ „Bleibst du b-bei mir…?“ Marcel nickte. „Ich bleibe bei dir. Solange ich kann.“ ,,Tut mir leid ich… weiß  nicht was mit mir los ist…“ „Weißt  du das du manchmal ne ganz schön große  Nervensäge bist?“ Gegen seinen Willen musste Marko ein wenig grinsen. „Aber genau dafür sind große  Brüder da, nicht?“  Ein Schrei welcher sich mit einem Brüllen mischte,  zeriss die vertraute und vergnügliche Zweisamkeit der beiden. „Jacob..!“
„Kurz nachdem Marcel also nach draußen  gestürmt ist um Jacob zu schützen veränderte sich alles.“ ,,Schützen wovor?“ Marko nahm einen kleinen Schluck Wasser. Nachdem er die Kanne zurück gestellt hatte fielen dunkle Schatten über seine Augen. ,,Vor einem Teostra. Wahrscheinlich sogar genau den selben der uns damals zusammen mit all den anderen Ältesten angegriffen hat.“  Jannik schluckte.  Im Inneren schlichen sich langsam wieder jene verbannte Erinnerungen wieder an die Oberfläche.  Gerade rechtzeitig riss Marcel Jacob aus der Reichweite des Drachenältesten,  der ihnen eine Flammenwelle hinter her jagten. Wütend und brüllend sprang er hinterher,  zerschlug dabei mit seiner Pranke den Boden unter  den zwei. Direkt danach fegte er Marcel mit einem kräftigen Hieb seines Schweifes hinfort. ,,Runter sofort!!“ Das einzige brauchbare was sie hier hatten waren die Standart Eisenwaffen welche von der Gilde bereit gestellt wurden. Der Teostra stand knurrend vor Ihnen. Er schnaubte,  beobachtete sie dabei mit seinen stechend blauen Augen ganz genau.
,,Und dann?..“  Gebannt lauschte Jannik dem was Marko gerade erzählte. Sein Gegenüber blickte ihm nicht mehr in die Augen. Aus seinen Augenwinkeln konnte  Jannik  erkennen das Markos Augen ein wenig feucht waren. ,,Nachdem Marcel also für den Moment außer Gefecht war nahm der Teostra uns ins Visier. Ich weiß  nicht wie wir lange genug überleben konnten… aber als es so aussah das er uns wirklich drankriegen würde konnte Marcel mich gerade noch rechtzeitig aus der Schusslinie stoßen.“ „Ah…“ Jannik ahnte was folgte. Die Konsequenz daraus. „Und M-marcel ist..“ Marko nickte.
Während der Teostra auf ihn zusprang mit den Klauen vorraus war Marko wie versteinert, starr vor Angst. Unfähig sich zu bewegen saß er da. Alles was folgte war so unglaublich schnell das Marko gar nicht richtig reagieren konnte. Für kurze Zeit sah er das schreckliche verzerrte Antlitz des Teostras,  im nächsten das Gesicht von Marcel,  welcher ihn aus den Weg stieß und sich selbst dabei als Schild hergab.

„Mein Bruder opferte sich für seinen kleinen Bruder,  welcher aufgrund seines Alters nicht annähernd schlau und reif genug war um zu verstehen was passierte. Er starb weil ich damals so uneinsichtig war und sogar noch mit ihm deswegen gestritten hat. Und jetzt ist es zu spät, so gerne ich mich dafür bei ihm entschuldigen  würde…“
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