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MonsterHunter: Zerbrochene Freundschaft

GeschichteDrama, Fantasy / P16 / Gen
03.10.2017
17.08.2020
43
53.713
2
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Dieses Kapitel
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28.08.2018 1.802
 
,,Es ist deine Entscheidung.“ Immer wieder hallten diese Worte in seinem Kopf wieder. Eigentlich wollte er Marko nicht mitnehmen,  ebenso wenig wie Jacob. Aber anders herum, wollten die beiden unbedingt was mit ihm unternehmen. Besonders Marko, welcher wahrscheinlich wieder rum bocken würde, wenn Marcel nein sagen würde. Selbst Reiner hatte ihn dazu ermuntert. Marcel konnte seine Gedanken nicht zu ende führen, da die Schmiede schon zu nahe war und Marko ihn ebenfalls bemerkt hatte. „Hii!“ ,,Na du.. wo ist den Jacob? Ihr wolltet doch zusammen was unternehmen?“ Marko stand da und grinste ihn etwas schüchtern an. „Marko raus mit der Sprache wo ist Jacob und was hast du hier zu suchen wo du doch eigentlich bei ihm sein solltest?“  ,,Jacob musste eben nach Hause, mit seinem Bruder stimmte etwas nicht.“ Eine Sorgenfalte zeigte sich auf Marcels Stirn. „Na Hoffentlich ist alles in Ordnung…. Ach weißt  du großer ich habe da was..“

,,M-meinst du D-das ernst..??“ Mit weit aufgerissenen Augen sah der kleine Marko Seinen älteren Bruder ehrfürchtig an. Beide waren stehen geblieben und standen nun nahe der Schmiede. Marcel konnte sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen, er nickte. Marko wollte es noch immer nicht glauben, was sein Bruder ihm da eben gesagt hatte, er meinte seine Ohren Täuschen ihn. Aber er hatte es wirklich gesagt, und wenn Marcel das sagte dann stimmte das auch. Er War schließlich sein Bruder, und würde ihn nicht belügen! Mit offenen Mund stand Marko da, völlig perplex und erstaunt. Er durfte mitkommen,  obwohl er mit seinen 14 Jahren noch viel zu jung für solche Quests War.  ,,Bin ich super oder bin ich super?“ Fragte Marcel mit einem breiten grinsen im Gesicht, an seinen Bruder gewandt. Der kleine antwortete nicht mit Worten, dafür mit einer intensiven und Ernst gemeinten Umarmung. Fest umarmte er seinen Bruder, und flüsterte dabei ein „Du bist der beste“. Marcel wuschelte seinen kleinen Bruder durch die Haare was dieser damit beantwortete, indem er sich fester an seinen Bruder drückte. ,,Mensch h-hast du Kraft..  Du erdrückt mich ja noch.“ Meinte Marcel scherzhaft. Marko sah ihn von unten mit einem Schmollen an, was dieser mit einem warmen lachen beantwortet. ,,Na möchtest du Jake nicht von eurem Glück erzählen?“ ,,D-darf ich..?“ Marko löste sich aus der Umarmung und wandte sich mit großen Augen an seinen Bruder. Dieser nickte ihm zu, und ermunterte ihn mit einem Klaps endlich los zu gehen und Jake die Frohe Botschaft zu überbringen.  Nun stand Marcel ein wenig alleine da, und wünschte sich das er lieber mit ihm gegangen War.  

,,Na ihr beiden?“ Begrüßte er die beiden Jungs vom weiten. Beide sahen überglücklich aus, besonders Marko, der über beide Ohren Strahlte. Marcel erwärmte es das Herz, seinen kleinen Schützling so zu sehen und zu erleben. Nach dem Tod ihrer beiden Eltern War Marko in sich gekehrt und traurig gewesen. Daran hatte auch Marcel nichts ändern können, so sehr er sich um den kleinen gekümmert hatte. Ein leises Seufzen entwich ihm, als er daran zurück dachte. Umso mehr machte es ihn einfach glücklich das Marko so lebensfroh geworden ist. Ob Jakob wohl damit was zu tun hatte? Während sich Marko voller Energie und Freude in die offenen Arme seines älteren Bruders  warf, War Jacob umso mehr darauf bedacht einen gefassten Eindruck zu machen, obwohl auch er die Freude nur schwer leugnen konnte. Als er nahe genug War strich Marcel ihm sachte durchs Haar, und zog ihn ebenfalls an sich. Auch wenn Jakob es selbst nicht gerne zugab, so genoss er die Nähe. „Hallo..“ murmelte  er. Auch wenn sie beide sich schon lange kannten, so War Jakob doch immer noch zurückhaltend und ein wenig schüchtern. Vielleicht lag es einfach daran das er so einen Charakter hatte. Nein es war nicht so etwas, und Marcel wusste es auch schon länger, Nämlich das Jakob sich sehnlichst einen großen Bruder wünschte.  ,,Ich finds toll. Das Marko und Ich mitkommen dürfen.. vielen lieben dank.“ Antwortete Der kleine treu und ehrlich.  Marcel strich ihm über den Rücken und meinte das es doch keine große Sache War,  und er das gerne für die beiden tat. Marcel teilte den beiden mit das die Reise übermorgen beginnen würde,  außerdem  sollten Sie beide sich etwas wärmere Kleidung mitnehmen. Jakob nickte pflichtbewusst. Marko grinste breit. Ein wenig später, als Jakob schon nicht mehr zu sehen waren,  nahm Marcel Marko beiseite. Marko sah ihn fragend an, woraufhin Marcel anfing. ,,Wir wissen beide das du manchmal ziemlich anstrengend sein kannst, nicht War? „ Betreten nickte Marko, den Blick gesenkt. Der ältere strich ihn über die Wange. ,,Hey ist doch alles in Ordnung. Nur möchte ich das ihr beide, bei der Quest auf mich hört. Ohne Widerrede, einverstanden?“ fragte er Marko freundlich. Marko nickte, und flüsterte das er keinen Ärger machen würde. ,,Das weiß ich doch kleiner .“ Meinte Marcel grinsend.

2 Tage später

Es War wirklich aufregend für beide, als sie zum aller ersten Mal das Luftschiff betraten, welches Sie zum Lavafeld  bringen würde. Die Umgebung dort War lebensfeindlichen und gefährlich. Wenn man sich nicht gut vorbereitet  hatte, dann War man schon so gut wie tot. Genau deswegen hatte Marko noch die übertriebene Sorge von Marcel über sich ergehen lassen müssen.  Der kleine hatte protestiert und  gestrampelt, aber wenn sein Bruder sich einmal etwas vorgenommen hatte dann führte er es auch aus. Außerdem hatte er Marko angedroht das er daheim bleiben würde, wenn er sich weiter dagegen sträuben würde. Also hatte er es mit einem grummeln über sich ergehen lassen. Je näher sie dem Land aus glühendem Gestein kamen, desto gefährlicher wurde es draußen  zu bleiben. Links und rechts stiegen Rauchsäulen so groß das sie einen Amatsu klein und unbedeutend erscheinen ließen, in die Höhe. Die beiden sahen gebannt durch das Glas in eine Welt voller Asche und Funken. Unter ihnen brodelte und kochte es, hin und wieder spuckte die Erde unter ihnen Magma mit Asche in hohen Bogen aus. Die Landmassen waren schwarz und rauchten. ,,Und da gehen wir runter?“ fragte Jacob ungläubig und ein wenig entmutigt. Auch wenn er sonst nicht viel mit den Jagden am Hut hatte, so wusste er dennoch das man hier ohne Grund nichts zu suchen hatte. Es wusste was für Wesen hier beheimatet waren.  Nicht ohne Grund war der Zutritt bis vor kurzem noch strengstens untersagt. ,,Sag mal wo ist denn die Sonne..?“ ,,Wegen den vielen Vulkanen, die hier ununterbrochen Asche und Rauch aus spucken, sieht man die Sonne nicht  häufig.“ Ohne es zu merken drängte sich Jacob instinktiv enger an Marcel. ,,Hast du Angst?“ ,,Ein bisschen…“ ,,Das ist normal. Glaub mir, mir geht es nicht anders. Jacob wenn es zu viel wird brechen wir ab. Noch haben wir die Möglichkeit.“ Aus dem Augenwinkel konnte er Markos flehentlichen Blick erkennen. ,,Nein… es ist schon ok.“ Ein Ruck ging durchs Schiff. Die Landung zog sich da man hier aufpassen musste wo man zur Landung ansetzten wollte. Nicht überall war der Boden gleich dick. Viel mehr wie dünnes Eis,  nur das unter der schwarzen Erdkruste kein Wasser sondern kochend heiße  Lava war.

Jakob sah mit tränenden Augen zum erstem Mal in seinem kurzem Leben die Hölle persönlich. Wo man auch hinsah, über all stiegen Rauchsäulen auf. Über all konnte man ein Zischen vernehmen, welches einem auf Tritt und Schritt begleitete. ,,Das Lager ist nicht weit entfernt, bleibt beisammen.“ Beide nickten. Während sie Marcel folgten , sahen sich die beiden um. Wie hier etwas überleben konnte, War Marko ein Rätsel. Aber es gab Leben, das wusste er. Da wäre der Gravios,  ein riesiger Flugwyvern welcher aus massiven Stein bestand, dann der Agnaktor. Ein riesiger Leviathan welcher sich elegant durch die Lava bewegte.  Und dann waren da noch der Akantor und der Teostra… Zwei Wesen welche ihres gleichen suchten. Marcel hatte ihm vom Akantor erzählt, das es eine riesengroße grausame und unglaublich  brutale Bestie war, welche einem Jäger alleine mit seinem Gebrüll schaden konnte. Darüber hinaus konnte sie einem ihren Willen aufzwingen. Aber leider, oder wohl zu ihren Glück war der Akantor schon lange Zeit ausgestorben. Keiner weiß  genau wieso, irgendwann wurde der Akantor nur noch so selten gesichtet das er als ausgestorben galt. Bis heute. Der Teostra war der uneingeschränkte Apex Predator hier. Kaum ein anderes Monster konnte es mit ihm aufnehmen.  Außer  den Höllendrachen persönlich… ,,Marcel… wann sind wir da..?“ ,,Ein bisschen noch großer. Siehst du die Höhle da vorne? Dahinter ist unser Camp.“ Marko seufzte und wischte sich den Schweiß  von der Stirn,  und umklammerte mit beiden Händen die Halter seines Rucksacks. ,,Gib es zu, du wärst jetzt gerne zu Hause.“ Flüsterte Jacob ihn mit einem Grinsen zu. ,,Nöööö gar nicht.“ Gab Marko wenig überzeugend von sich.

Als sie im Camp angekommen waren besah sich Marcel kurz die Informationen die sie bekommen hatten. Sie würden eine Nacht bleiben, Gefahren wurden keine gesichtet. Marko zog es vor sich auf das breite und einladende Bett fallen zu lassen. Nicht mal umgezogen hatte er sich. Marcel grinste. Jakob setzte sich erschöpft auf sein Gepäck. ,,Und ist es so wie du es dir vorgestellt hast?“ Marko drehte sich nur auf die andere Seite. „Na warte du…. Antwortest gefälligst… wenn dein großer  Bruder dich was fragt?“ Dabei unterstützte er seine Forderung dadurch, das er den kleinen kräftig durch kitzelte. Der strampelte und zappelte  und lachte dabei Tränen. „Marceeeeel bitteee! Hör auf,  ich kann nicht mehr… das ist peinlich!“ Mehr brachte Marko nicht hervor. „Pah stell dich nicht so an! Außerdem  bist du selbst dran schuld!“ Jacob konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. „Hilfe…! Jacob!“ „Tut mir leid aber wo er recht hat hat er recht.“ Marcel kitzelte ihn derweil weiter aus. „Bitte nicht mehr, aufhören… s-sonst…!“ Marcel gönnte ihm schließlich  doch eine Pause,  welche er erschöpft in Marcels Armen verbrachte. Das freigewordene Bett nahm nun Jacob in Besitz. Eine Weile saßen  sie dort zu dritt und genossen die Zeit zu dritt. ,,Ich glaube so langsam wird es aber Zeit das du dich fürs Bett fertig machst Marko, du ebenso Jacob.“ „Trag mich ins Bett.“ Befahl sein kleiner Bruder ihm grinsend. „Und du bist also schon groß hm?“ ,,Naja einmal ist er groß  und einmal nicht, stimmts kleiner?“ „Bin… nicht klein….“ Gab Marko in einem knurrenden Laut von sich. Jacob lächelte nur, während er sich fertig machte. Gähnend und müde fiel Jacob buchstäblich in das weiche Bett. ,,Na komm Marko ab mit dir ins Bett.“ Zur Abwechslung tat er mal ganz ohne Murren oder zu bocken was Marcel von ihm wollte. ,,Wie wäre es noch mit ner kleinen Gutenacht Geschichte?“ Marko errötete. „Naja heute bin ich glaube ich zuuuu Müde…“ Marcel grinste. Vor anderen tat er immer auf ganz groß,  aber wenn mal keiner hinschaute… egal, er ist und bleibt der kleine. Zumindest für eine Weile. Bevor er das Licht löschte schaute er auch noch mal bei Jacob nach dem Rechtem. Schließlich löschte er das Licht, bevor ihm selbst die Augen zu fielen.
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