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MonsterHunter: Zerbrochene Freundschaft

GeschichteDrama, Fantasy / P16 / Gen
03.10.2017
17.08.2020
43
53.713
2
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Dieses Kapitel
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14.08.2018 1.160
 
„Er war ganz gut mit meinem Bruder befreundet, ebenso mit Reiner.“ Ein weiteres Mal schweiften Markos Gedanken zu jenen Augenblicken zurück, welche sein Leben und auch Markos, und somit auch das von Helix für immer veränderten.  „Dadurch kannte er natürlich auch mich. Er war eine Art Mentor. Über die Jahre hinweg hat er getan was nötig war.“ „Was genau meinst du?“ Was immer es war, es schien schwer auf ihn zu lasten. „Nachdem… nachdem Marcel also nicht mehr da war, war Reiner all das was ich benötigte, was er aber eigentlich niemals sein konnte.“ „Kommt mir merkwürdig bekannt vor.“ Jannik erinnerte sich zurück an die Zeit, in der er Helix gerade für ein paar Tage kannte. Damals ging alles so schnell. „Wir kannten uns kaum, und trotzdem hatte ich Mitleid mit ihm. Er hatte gerade fast alles verloren was ihm auch nur etwas bedeutet hatte, alles einfach weg ohne jede Chance es wieder zu bekommen.“ „Weißt du als er kleiner war, da war er meistens ziemlich schüchtern und hatte sehr sehr wenig Selbstvertrauen. Nachts konnte er schlecht einschlafen und hatte meistens ziemlich oft geweint. Jacob war sogar ziemlich überfordert und hilflos.“ Das  musste Jannik nun erst einmal verdauen. „Wow.. und ich dachte das ich schon alles wüsste.“ Murmelte Jannik. „Das war vor vielen Jahren. Das konntest du ja nun wirklich nicht wissen.“ Jannik lehnte sich an die Wand und starrte ins Nichts. „Ja schon, aber wenn ich gewusst hätte was da alles war, ich weiß nicht… vielleicht hätte ich dann anders reagiert.“  Marko stand nur neben ihn und sagte erst einmal nichts.

>>“Ich kann einfach nicht, und ich will auch nicht mehr! Verstehst du nicht, wie das an mir zerrt, mich beinahe zerreißt?!“<<

„Weißt du, wenn ich darüber nachdenke hat Helix eigentlich ziemliches Glück mit dir gehabt.“ „Mag sein..“ Jannik war nicht wirklich von der Aussage überzeugt. „Nachdem ich loslassen musste habe ich mir am Anfang große Sorgen darum gemacht, wie es jetzt mit Helix weitergehen soll. Doch jetzt brauche ich mir keinerlei Gedanken mehr machen, denn jetzt weiß ich das Helix jemanden hat der auf ihn aufpasst.“  „Also ich ähm… danke..“  Marko sah ihn vielsagend an, Jannik kam sich plötzlich so klein vor, nicht so stark wie sonst. „Weißt du, am Anfang war ich noch genauso unsicher und habe mich nach jemanden umgesehen der mir sagt wo es lang geht. Jemanden der mich leitet.“ „Und?“ „Sagen wir es so, ich musste es alleine schaffen. Zwar nicht ganz ohne Hilfe aber den ersten Schritt. Auch wenn ich gerne einen anderen Weg gegangen wäre.“ „Ist es denn nicht gut? Ich meine jetzt bist du doch.. also...“ Marko zog die Braue hoch. „Naja stärker und weiser denke ich.“ Erklärte Jannik mit einem verlegenen Grinsen. „Da hast du denke ich nicht ganz unrecht, nur das wie ist entscheidend. Wie du diesen Weg beschreitest.“ „und wie war es?“
Marko lies sich an der Wand nieder, Jannik tat es ebenso. Dann begann Marko zu erzählen. „Nach ein paar Jahren hatte sich die Situation in Vall Habber gebessert, die Menschen haben sich erholt und Fatalis immer ein Stück mehr verdrängt. Auch Marcel hatte diesen Schrecken so gut es ging verdrängt, wohl auch wegen mir, seinem kleinen unerfahrenen Bruder.“  „Ach wo. Woher sollen die kleinen den ihre Erfahrung haben?“

Mittlerweile hatte sich fast alles zum besserem gewendet, wenn man bedenkt das die Gilde ein wenig härter geworden ist. Zum erstem Mal seit langem konnte man ein lächeln in den Gesichtern der Menschen in Vall Habber erkennen. Auch wenn es hart war, und die Gilde beinahe überall präsent war, so fühlte man sich sicher.
„Och komm schon Marcel, es sind doch nur noch zwei Jahre, mach doch mal ne Ausnahme.“ „Ich habe damals nein gesagt, und das ändert sich auch jetzt nicht nur weil du zwei Jahre älter bist.“ Schon wieder war es das „Lass mich doch bitte jetzt schon auf eine Jagd mit“ Thema, ein Thema welches Marcel bei aller Liebe gewaltig auf die Nerven ging. So oft er Marko es auch erklärte, irgendwie schien er da gegen eine Wand zu reden.  „Bitte..“ Marcel verdrehte genervt die Augen. „Nervensäge.“ Sagte er und wuschelte dem immer noch kleinen durch die Haare. „Eyy!“ „Selbst schuld du kleine Nervensäge.“ „Bin nicht klein!“  Marcel grinste breit. „Dafür aber immer noch so niedlich wie früher, wenn du mal bockig warst wenn du nicht deinen Willen bekommen hast.“ Voller Argumente streckte Marko Marcel die Zunge heraus.  „Och Marko, werd erwachsen großer.“  „Kannst du dir das nicht wenigstens mal überlegen?“ „Also gut, ich werde es im Hinterkopf behalten.“ „Wa-wirklich?“ „Ich habe gesagt ich werde es im Hinterkopf behalten, dass heißt nicht das du auch wirklich mit darfst. Aber mal etwas anderes, was wolln Jacob und du heute eigentlich machen?“ „Achhhh… ein bisschen hiervon und davon..“  Beide standen sie da, während um sie herum Menschen herum wuselten und sie auf Jacob warteten. Lange mussten sie nicht warten, denn da konnte Marko schon eine vertraute Gestalt ausmachen, welche sich auf den Weg zu ihnen befand. „Tut mir leid… das ich so spät bin… hatte noch zu.. tun.“ „Atme erst mal ruhig ein und aus.“ Na toll Marcel machst dir wieder zu viele Gedanken. „Na dann lasse ich eich jetzt mal alleine, bis später dann Jungs. Und macht keinen Ärger.“ Bevor Marcel wirklich losschritt nahm er Marko noch mal beiseite. „Besonders du großer.“ „Mach ich schon nicht Marcel.“ Zum Abschied drückte er ihn noch mal an sich, bis Marko sich plötzlich errötend los riss. „Na dann.“

Schon ein paar Augenblicke später, als die beiden nicht mehr zu sehen waren schloss sich Reiner Marcel an. Gemeinsam gingen sie den langen Weg zum HQ. „Sag mal Reiner denkst du ich könnte Marko und Jacob mal mitnehmen?“ „Wenn es nur ne Harmlose Erntetour ist, denke ich ja.“ „Seit Tagen redet Marko von nichts anderes. Und ich weiß nicht warum, also ich meine es ist ja schön und ein wenig schmeichelnd.. nur auf der anderen Seite frage ich mich ob ich zu wenig mit ihm mache.“ „Ach komm ihr macht verdammt viel zusammen. Ich wüsste kaum einen Augenblick, bei dem ihr nicht zusammen wart.“  „Vielleicht ist selbst das zu wenig. Weißt du manchmal… wünschte ich mir das unsere Eltern noch da wären.“  Er spürte wie Reiner ihn den Arm um die Schultern legte. „Sag mal was ist eigentlich mit Marko, das sdu dir so große Sorgen um ihn machst.“ „Weißt du, ich denke er will noch gar nicht erwachsen werden, jedenfalls nicht so. Und ich kann ihn verstehen, es war alles so plötzlich.“ „Marcel egal wie oft du dir wünschst es wäre anders, es ist egal. Es gibt kein zurück mehr, wir können nur noch das beste daraus machen.“ „Kaltherziges A.Loch..“ murmelte er. „Wie war das?“ „Ach nichts nichts..“ Reiner grinste gequält. „Wegen deiner Frage vorhin, frag am besten den Professor, der weiß es am besten, oder gleich den Karawanenführer.“
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