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MonsterHunter: Zerbrochene Freundschaft

GeschichteDrama, Fantasy / P16 / Gen
03.10.2017
17.08.2020
43
53.713
2
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Dieses Kapitel
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01.08.2018 1.120
 
So richtig konnte Marcel sich nicht auf das gesagte konzentrieren. Während die wenigen anderen Anwärter den Sagen des Professors lauschten konnte Marcel sich nicht darauf konzentrieren. Neben ihm bemerkte Reiner  das ihn etwas ganz anderes beschäftigte. „Was ist den los mit dir?“ Flüsterte Reiner ihn zu. „Gar nichts..“ „Du warst noch nie ein guter Lügner Marcel. Der kleine kommt auch für ein paar Stunden ohne dich klar. Immerhin sieht Hinkelbein hin und wieder nach ihm.“  Stumm schrieb Marcel mit, was vorne gesagt wurde, ohne Reiner zu antworten.  „Hallo? Marcel..“ Marcel reagierte nicht sondern konzentrierte sich angestrengt auf seine Arbeit. „Pff… jetzt weiß ich wenigstens von wem der kleine seine Phasen hat...“ Ein leichtes Grinsen zeichnete sich auf Marcels Lippen ab. Die Zeit verging vergleichsweise sehr schnell, dafür das sie fast den gesamten Morgen einnahm. Am Ende hatten sie es beide geschafft. Während Reiner also schon eilig seine Sachen zusammen suchte wollte der  Professor noch einmal unter Vier Augen mit Marcel reden. „Ah, setzen sie sich, nur zu.“ Er rückte sich noch kurz seine Brille zurecht bevor er anfing zu reden. „Ich bin ehrlich, wenn sie mir nicht folgen können dann würde ich ihnen einen anderen Kurs empfehlen.“ „Tut mir leid das ich… so unaufmerksam bin.“ „Hat es einen Grund, etwas worüber sie möglicherweise reden können?“ „Wissen sie, ich habe mich hierfür zum größtem Teil angemeldet weil ich eine sichere Einnahmequelle brauche. Ich brauche eine Bezahlung mit der ich meinen kleinen Bruder und mich durchbringen kann.“ „Ich würde ihnen empfehlen eine geeignete Balance zu finden mein Junge. Das ist besser für sie selbst und ihren Bruder.“ Marcel nickte. „Dann erwarte ich ab diesem Zeitpunkt das sie sich reinhängen.“ „Zu Befehl.“ erwiderte Marcel grinsend. „Dann ab mit ihnen.“ Als sich hinter Marcel die Tür schloss wartete Reiner schon etwas ungeduldig. Marcel wollte noch seine Sachen zusammenpacken, ehe er bemerkte das Reiner das schon übernommen hatte. „So den ersten Tag hätten wir bestanden.“ „Ja. Den ersten. Vergiss nicht das wir noch ne Menge vor uns haben.“  Reiner tat so als hätte er es nicht gehört. „Gehen wir noch zu dir und feiern?“ Die Frage war eher scherzhaft gestellt worden, doch Marcel stimmte prompt zu. „Klar warum nicht, ist ja schon etwas länger her seitdem du mal bei mir warst.“ Vor der Tür atmete Marcel noch einmal erleichtert durch ehe er sie aufschloss. Kaum hatte er die Tür geöffnet wurde er schon sehnsüchtig von seinem kleinem ich begrüßt. Der kleine sprang ihm förmlich in die Arme. „Marcel!“ „Naaaa, wie geht’s meinem kleinen?“ „Ganz guuut.“ „Na da scheint es einem aber ganz schön zu gefallen bei dir.“ Reiner amüsierte sich scheinbar prächtig. „Reiner!“ Beinahe augenblicklich streckte der kleine sich auch nach Reiner, der wuschelte ihn als Antwort durchs Haar. „Bleibt Reiner heute bei uns?“ „Ähm also...“ „Ja ich denke schon.“ Reiner ergriff die Gelegenheit. „Ja heute bleibe ich mal bei euch.“  Marcel drehte sich überrascht zu ihm. Er ließ seinen kleinen Bruder eben herunter ehe er Reiner ansprach. „Du bleibst wirklich..?“ „Naja ich habe nicht wirklich etwas vor, von daher könne wir doch mal wieder was zusammen machen. Wie früher..“ „Also.. Ja natürlich!“  Die Freude konnte man Marcel deutlich ansehen. „Dann könntest du schon mal den Wein raus holen.“ Bevor Marko auch noch etwas dazu sagen konnte schob ihn Marcel schon durch die Tür in die Küche. „Ähm ja aber natürlich gesunden..!“ Dann wandte er sich noch mal an Marko. „Und dir mache ich naher einen warmen Kakao.“  „Uiiiii toll!“

Wenig später, als Marko also seinen Kakao hatte und Marcel und Reiner es sich auf dem Sofa gemütlich gemacht hatten, sprach Reiner Marcel noch einmal auf die Zukunft an. Da Marko eh bereits vom langem Tag müde an Marcel gelehnt kurz vorm Einschlafen war, beschloss Marcel darauf einzugehen.  „Weißt du, ich möchte Marko einfach eine bessere Zukunft bieten können als die, die unsere Gilde uns bieten kann. Zenny hin oder her.“ „Naja ich meine wenn es der Druck ist, kann ich es verstehen. Aber der kleine hat doch noch alles vor sich, da kann doch noch so vieles kommen. Halt Gutes und ein wenig schlechtes.“ „Wenns nach mir ginge nur gutes!“ Reiner verdrehte genervt die Augen. „ Jajaja komm runter. So gern du es auch willst du kannst ihm nicht alles ersparen!“ „Aber das meiste. Entschuldige mich mal kurz.. ich bringe den kleinen eben ins Bett.“ Während Marcel also seinen kleinen Bruder ins Bett beförderte machte Reiner es sich noch ein wenig bequem. Nachdem Reiner und Marcel sich noch ein wenig unterhalten haben war es auch für Reiner Zeit sich auf den Heimweg zu machen.

„Mensch scheint so als hättest du dich gut erholt Flämmchen.“ Am Anfang hatte Jannik seine Zweifel was das Wohlbefinden seiner Rathian anging, doch die hatte sich schnell in Luft ausgelöst.  So fürsorglich und rührend wie man sich hier um sie kümmerte kannte er es nicht. „Und wie gefällt es dir hier?“ Jannik wandte sich der Richtung zu aus der die zaghafte Stimme gekommen war. Vor ihm stand eine junge Dame, welche allen Anschein nach nur ein paar Jahre älter war als er selbst. „Naja ganz gut denke ich.“ Murmelte Jannik etwas nervös.  Sie stand noch etwas verlegen da, ehe sie näher kam.  „Der Kommandant kann manchmal ganz schön eigenwillig sein, meinst du nicht?“  „Äh ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung..“ Naja eigenwillig kann ja jeder sein.. „Ähh aber ich denke er ist ziemlich stark..“ „Oh ja das ist er. Wenn man bedenkt das er einer der wenigen ist, der es fast regelmäßig mit den Drachenältesten aufgenommen hat. Amatsu, Kushuala Daora, Tesotra, Dalamandur und auch noch Fatalis.“ Ein Hauch von Bewunderung schwang in ihrer Stimme mit. „Dann hat er schließlich ein dummes kleines Mädchen davor bewahrt, von einem Shagaru Magala gefressen zu werden.“ „Wow...“ Sie nickte. „Darf ich fragen woher du kommst?“ „Vall Habber. Früher bin ich viel mit dem Karawanenführer umher gereist, habe Quests vorbereitet und vergeben und danach immer auf jenen Jäger gewartet, welcher mit uns gereist ist...“ Sie stoppte kurz. „Bis er schließlich dem Ruf nach Vallhala folgen musste.“ „Manchmal ist es einfach so.. tut mir leid..“ „Ach das ist schon etwas her.“ Sie errötete leicht.

„Allerdings.“ verschreckt drehte sich Jannik ruckartig um. „Och Mensch, du musst die Neulinge nicht immer so erschrecken. Was sollen die den von dir denken?“ Sie kicherte.  Statt darauf zu antworten grinste er sie nur an und zog eine Grimasse. „und so was nennt sich erwachsen..“ Sie seufzte. Jannik stand nur da und bemühte sich möglichst unparteiisch da zu stehen. „Hm ich habe jedenfalls zu tun...“ Sagte sie und schritt nach vorne. Jannik sah ihr lange nach. „Du kanntest den Karawanenführer?“ „Jep. Er kannte mich von klein auf.“
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