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MonsterHunter: Zerbrochene Freundschaft

GeschichteDrama, Fantasy / P16 / Gen
03.10.2017
17.08.2020
43
53.713
2
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Dieses Kapitel
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09.07.2018 1.128
 
„Das du mal jemanden freiwillig ansprechen würdest hätte ich nicht gedacht kleiner.“ Marcel amüsierte es sichtlich. Marko hingegen ging stumm an der Seite von ihm mit. Seit jenem Tag war er merklich ruhiger geworden, das stimmt.  „Uhm...“ „Hast du was gesagt kleiner?“ Statt Marcel vernünftig zu antworten verzog Marko nur das Gesicht. „Bin nicht klein!“ Marcel schmunzelte. „Natürlich nicht.“ Er grinste. Warte, der macht sich doch nicht etwa über Marko lustig?  Natürlich nicht kleiner. „Eyyy!“ „Haha!“ Es entwickelte sich ein Fangen spielen daraus, in welchem Marko vergeblich versuchte Marcel einzuholen. Marcel war einfach schneller als er, Mist!  Die Jagd führte beide auf das große Feld hinter dem HQ. Marcel wurde langsamer und blickte sich um. „Hab dich!“ Marcel riss es von den Füßen, und so landeten beide im Grass. Marcel unten und Marko triumphierend oben. „Ok ok ich ergebe mich, nur bitte… habe Gnade!“ Er lachte dabei, auch Marko war mit Lachen beschäftigt. Sachte fuhr er Marko durch die Haare. Schließlich lagen beide im Grass und beobachteten den Himmel und die Wolken. Der  kleine hatte sich in der Zeit eng an Marcel gekuschelt, der strich ihm über seine Wange, was Marko sichtlich genoss. „Hast du nicht gesagt das du schon viel zu groß dafür bist?“ Neckte Marcel seinen kleinen Bruder. „Bin auch groß..“ „Ach wenn du schon so groß bist dann schläfst du ab jetzt alleine und ohne eine gute Nacht Geschichte.“ „...vielleicht bin ich doch nicht schon so alt...“ Marcel grinste leicht. „Ich mach doch nur Spaß.“ Marko sagte nichts, sondern blickte nur in die Wolken. „Sag mal, du möchtest das aber auch weiterhin? Ich weiß das es schwer für dich ist. Das ist bei mir nicht anders..“ „...Jaaaa schon..“    Nervös krabbelte der kleine zu seinem Bruder. Marcel strich ihm über die Wange. „Ich habe kein Problem damit, wenn du zu mir möchtest, nicht alleine schlafen kannst oder einfach mal knuddeln möchtest, das haben wir ja früher auch immer gemacht.  Aber sei nicht immer so bockig.“ Marko grinste leicht. „Aber duuu.“ „Ich bin bockig? Ich? Na warte...“ Spielerisch begann Marcel durch zu kitzeln. Marko lachte tränen und gab sein bestes zu entkommen. „Nichts da!“ „Nein bitte, ich kann nicht mehr...ich benehme mich auch!“ Brachte Marko noch heraus. Marcel hörte auf Marko zu kitzeln. Dankbar atmete der kleine durch. „Du.. wir sind Freunde, richtig?“ Marcel nickte. „und wir bleiben auch immer zusammen, oder?“  Marcel zögerte, es war eine ernste Frage, vor welcher er wirklich Bedenken hatte. „...wie wäre es wenn ich dir die Frage ein andern mal beantworte kleiner?“ „Versprochen?“ Marcel versicherte es ihm.

„Du… was ist jetzt mit Jacob? Kann ich mit ihm befreundet bleiben?“ „ich wäre enttäuscht wenn nicht.“ Dankbar umarmte Marko seinen Bruder.  „Gehn wir langsam mal nach Hause?“ „Jetzt schon..?“ „Schau mal in den Himmel, die Sonne geht langsam unter. Außerdem weißt du doch das ich früh aufstehen muss, geht leider nicht anders.“  Schmollend saß Marko da. „Ich lese dir dann auch noch was vor…?“ Wenn er wollte konnte Marko wirklich stur sein, das wusste Marcel auch. Trotzdem wollte er nicht seine Stärke ausspielen, sondern vernünftig und auf Augenhöhe mit Marko sprechen.  Er nahm in bei den Händen, dabei sah er ihm in die Augen. „Tut mir leid Marko, aber im Moment geht es nicht anders. Mich nervt es selber das es so früh ist aber dadurch haben wir ein warmes Bett und etwas zu essen..“ Widerwillig fügte Marko sich. Schlecht gelaunt kam er schließlich mit Marcel vor der Haustür an.  Marcel seufzte. Ob er Marko bei der Laune noch ruhig ins Bett bekommen würde?  „Wohl eher weniger..“ Der kleine war schon ein wenig müde, das sah Marcel ihm deutlich an. Während Marcel sich fertig machte machte Marko stumm sein Bett fertig. „Sag mal wie weit bist du schon?“ „Fast fertig.“ Kam sofort die Antwort. Trotzdem beschloss Marcel noch einmal nach zu sehen. Als er ins Zimmer trat war Marko damit beschäftigt sich sein Oberteil seines Schlafis  über den Kopf zu zwängen. Ein paar Minuten stand Marcel nur in der Tür und schaute zu, beschloss aber nach kurzer Zeit zu helfen. Mit seiner Hilfe schaffte er es schließlich. Erleichtert sah Marko Marcel an. „Hast du dir schon ausgesucht was wir lesen?“ Marko schüttelte den Kopf. „Du… müssen wir heute was lesen?“ „Wenn du möchtest gerne, wenn nicht dann ist das auch ok. Nur müsstest du mir sagen was du stattdessen möchtest.“ Recht müde krabbelte Marko ins Bett und sah Marcel mit erwartungsvollen Blick an. „Können wir ein wenig knuddeln?“ Als Antwort legte er sich zu dem kleinen, deckte ihn zu und nahm ihn in den Arm. Gähnend sank er langsam aber sicher ins Kopfkissen und damit ins Reich der Träume. Marcel blieb noch eine Weile bei den kleinen ehe er sich selbst Bett fertig machte und viel zu spät schlief.

Kein Wunder also das Marcel am Morgen müde und unausgeschlafen war, kein guter Start. Auch der starke Schwarztee half nicht viel. Ein paar Minuten später kämpfte er mit seiner Jacke, welche offenbar nicht so richtig passen wollte. Mit zerzausten Haaren  und Müden Blick trank er den Rest des Tees leer. Er schaute noch einmal kurz nach Marko, welcher friedlich schlief. Kurz bevor er die Tür wieder zu machte beschloss er das es bei ihm im Bett wesentlich wärmer war als in dem kahlem Zimmer. Vorsichtig und langsam nahm er den kleinen auf seinen Arm und trug ihn in sein Bett und deckte ihn zu. „Mhhh?“ „Schlaf weiter kleiner.“ Jetzt setzte er sich erst recht auf. „Ich bin dann jetzt weg, Hinkelbein wird hin und wieder nach dir schauen. Mach keinen Ärger kle… großer. Klar?“ Er nickte. Er umarmte Marko noch kurz bevor der sich wieder ins Reich der Träume verabschiedete.  Hastig schnappte sich Marcel seine Tasche und hastete aus der Tür. Unterwegs übergab er Hinkelbein einen zweiten Schlüssel, welcher ihm versicherte das alles in Ordnung wäre und ihm viel Glück wünschte. Vor dem Tor des Gildenausbildungsquartier atmete er noch einmal tief durch.  Innen drinnen war schon alles vorbereitet. Neben endlosen Bücherreihen waren Schwerter und Rüstungen aller Art vorhanden. Auch verschiedene Materialien waren vorhanden und bereit. „Heyyyy wie geht’s?“ reiner.. natürlich. Wer sonst würde am frühem Morgen schon so quicklebendig sein und ihm die morgendliche Ruhe nehmen.Trotzdem konnte Marcel nicht anders und grinste gequält. „Naja bis auf das du mir gerade jegliche Ruhe raubst… ganz gut.“ Statt zu antworten knuffte ihn Reiner nur in die Seite und grinste breit. „Ach stell dich nicht so an du Schlafmütze. Heute ist immerhin unser erster Tag!“ Marcel gähnte. „Immerhin dürfen wir dann auch in alle anderen Gebiete. Wie diese riesengroße Eiswüste oder das Rauchende Flammengebirge.“ „Also gut, ich freu mich.“ Antwortete Marcel amüsiert. „So will ich das hören.“ Es würde ein ziemlich langer Tag werden, das war sicher aber  es war allemal wert.
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