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MonsterHunter: Zerbrochene Freundschaft

GeschichteDrama, Fantasy / P16 / Gen
03.10.2017
17.08.2020
43
53.713
2
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Dieses Kapitel
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30.06.2018 1.283
 
„Darf ich dich etwas fragen?“ Marko nickte Jannik zu. „Du und Jacob habt euch ja gekannt, und so wie ich das verstanden habe habt ihr auch die meiste Zeit miteinander verbracht, wieso hat Helix nichts von dir erzählt?“ Marko überlegte wie er auf die Frage antworten sollte. Keine der möglichen Antworten war besonders schön.  „Weil der kleine nicht wusste ob ich noch lebe.“ Jannik setzte ein fragendes Gesicht auf. Marko setzte sich angelehnt an die Reling. Jannik setzte sich zu ihm. „Als Jacob und ich noch gemeinsam lebten, war Helix gerade einmal 5 Jahre alt. In all der Zeit näherten wir uns sehr langsam an, mit Helix war das noch extremer. Wir kannten uns damals noch nicht lange, deswegen wusste ich auch nichts genaueres, zwar das Jacob einen Bruder hatte aber mehr auch nicht.“ „Oh.“ „Kurz nachdem Fatalis angegriffen hat, brach Chaos aus. Die Preise fürs Essen, Stoffe und Kleidung stiegen rasant. Marcel konnte uns gerade so am Leben halten, musste dafür aber viel entbehren..zu viel.“ Mitleidig sah Jannik ihn an.   „Kurze Zeit später freundete ich mich mit Annie und umso mehr mit Jacob an. Wir drei waren praktisch unzertrennlich.. Bis wir eine Mission der Gilde angenommen haben, was Annie und beinahe auch mir das Leben kostete. Jacob dachte das ich wirklich umgekommen sein, und ganz ehrlich, ich dachte das es besser so wäre. Beinahe war ich versucht aufzugeben, doch ich konnte und wollte nicht. Ich klammerte mich ans Leben und schaffte es auch. Als ich soweit war wachte ich im stillem über unsere Heimat, über Jacob...Helix. Inzwischen hatte ich bemerkt was aus der einst so gerechten und starken Gilde geworden war, deshalb schloss ich mich daraufhin einer kleinen Gruppe von Rebellen an. Hätte ich das nicht getan dann wäre ich in Vall Habber geblieben… und hätte wahrscheinlich diesen verdammten Tigrex daran hindern können.“ „Gib dir nicht die Schuld dafür, das konnte niemand wissen.“  „Weist du, kurz nachdem ich beinahe verreckt wäre, konnte ich irgendwie überleben. Ganz ehrlich, ich war frustriert, gebrochen und am Ende. Aber irgendwie habe ich es doch noch auf den richtigen Weg geschafft, meinem Team habe ich es zu verdanken das ich noch lebe.“ „Hört sich spannend an… äh und traurig..“ Marko nickte, und fragte Jannik nach seiner Vergangenheit. „Ich wurde genauso wie du in Dumdorma geboren. Von klein auf habe ich dort gelebt, bis meine Familie durch einen Kushala Daora auseinander gerissen wurde. Danach blieb ich noch ein wenig dort, bis ich nach Vall Habber gezogen bin, weil ich es wollte aber auch weil ich meinen neugewonnenen Freund nicht schon wieder verlieren wollte.“ „Ich habe schon von dem Kushala gehört. Er wurde vom Kommandanten persönlich zur Strecke gebracht. Trotzdem mein Beileid zu deinen Verlusten.“ Dankbar nahm Jannik an was Marko ihm sagte.  „Weist du, ich denke es wäre ganz gut wenn Reiner mit ihm reden würde.“ „Hä? Ach so.. naja das ist ja ne Sache zwischen mir und Helix.“  „Vergiss nicht das ich ihn schon kannte bevor du überhaupt laufen konntest. Rede einfach mit ihm, sag ihm was dir auf dem Herzen liegt. Der kleine wird dir zuhören.“ „Denkst du wirklich…?“ Marko nickte. Trotzdem war Jannik nicht wirklich überzeugt.

„Wie hat dein Vater eigentlich auf ihn reagiert?“ Helix sah betreten zu Boden. „Gar nicht… er… starb als Fatalis Vall habber angegriffen hat.“ „Oh...“ Mehr brachte seine Mutter nicht heraus. Wahrscheinlich war sie genauso betroffen über die Nachricht wie er selbst es gewesen war.  Trotz allem wüsste Helix nur zu gerne ,wie sie es eigentlich geschafft hatte zu überleben. „Kann ich dich was fragen..?“ „Alles was du möchtest.“ „Wie hast du es geschafft zu überleben… all die Jahre?“ „Weist du, nachdem Fatalis angegriffen hatte und diese gewaltige Schockwelle ausgelöst hatte, ist unser Haus beinahe komplett eingestürzt. Ich habe versucht dich zu schützen, trotzdem hätte ich die Trümmer keines Falls aufhalten können. Ich habe mich schon damit abgefunden das ich hier sterben würde, plötzlich spüre ich also wie sich der Schutt immer leichter nach oben stemmen lies. Dann schaute ich mich um und erblickte ihn. Weist du, Jalkut Ar sind ziemlich stark. Er hat mir dabei geholfen, wieso weiß ich nicht. Ich kann mir nur vorstellen das du der Grund warst, da sie wirklich starke soziale Tiere sind, die eben auch die Emotionen von Menschen spüren und verstehen können. Wahrscheinlich hat er meine Angst gespürt.“ „Und weiter?“ „Er hatte nicht vor mir oder dir irgendetwas zu tun, nur war ich in diesem Moment ziemlich am Ende.Aber als ich ihn schließlich ansah erkannte ich mich selbst in ihm wieder. Er beschnupperte mich anfänglich, dann wandte er sich dir zu und beschnupperte dich ebenfalls ziemlich neugierig. Doch dein Vater sah in seiner Furcht nur das böse. Er schwand ein Schwert nach ihm, reizte ihn aber nur dadurch. Beinahe wäre er dabei gestorben, mich hat er sich gepackt ohne das ich etwas tun konnte. Seitdem lebe ich hier bei ihnen.“ Helix folgte ihr durch den großen Komplex. „Wow...“ Mehr brahcte Helix im Angesicht der vielen Wyvern, Donnerwölfen und Drachen nicht heraus.  „Du hast doch gesagt das Fatalis das hier alles geschaffen hat, ich meine lebt er auch hier?“ Wieder pulsierte es in seiner Hosentasche. „Vor vielen Jahren ja. Unter ihren Füßen konnten sie schemenhaft die Umrisse einiger Leviathane erkennen. „Und jetzt?“ „Nicht mehr..“ „Oh.“ Warum war er eigentlich so scharf darauf dieses Monster kennen zu lernen.. „ Ich habe dir vorhin ja erzählt das viele Arten durch die Gilde ausgerottet worden sind. Der weiße Fatalis war einer von ihnen, auch wenn es uns schließlich mehr schadet als nützt.“ „ich dachte Fatalis ist.. nun ja eine Art Gott? Wie kann er da sterben?“ „Ich wollte es zuerst auch nicht glauben.“ Langsam wurde das Pulsieren unerträglich, ne näher sie dem Zentrum kamen. Schließlich griff Helix in seine Tasche und holte die leuchtend weiße glänzende und pulsierende Schuppe heraus. „Woher hast du die?!“ „Äh.. Jacob hat sie mir damals mitgebracht.“ „Helix weist du was du gerade in den Händen hältst?“ Eingeschüchtert schüttelte Helix den Kopf. „Diese uralte Schuppe entsprang einem Fatalis. Und nicht irgendeinen, dem ersten, der Kraft des guten. Einem weißem Fatalis.“ „Woah… ich...das wusste ich nicht.. wirklich..“ „Kein Wunder der Fatalis ist ja auch sehr selten, fast eine Legende.“ „W-wie viele leben eigentlich noch?“ „Eigentlich nur noch ein einziger, eben derjenige der uns beinahe ausgelöscht hat. Manche glauben das es noch einen gibt, aber wenn ich ehrlich bin halte ich das für unmöglich.“ „Naja.. wäre auch ziemlich… ähm komisch. Eine Kraft des Guten und des bösen, was sollte es dann noch geben?“

Jannik hatte sich erst einmal zurück gezogen. Nur noch Marko stand an der Reling.  Er dachte nach.. über den Weg den er jetzt einschlug, den er bisher gefolgt war. Viel zu lange hatte er ohne zu Fragen seine Befehle ausgeführt, hatte nicht über die Folgen nachgedacht. „Denkst du immer noch nach was du früher hättest besser machen können?“ Marko nickte leicht. Woher die Stimme kam sah man nicht, nur Marko wusste woher sie kam. Jemand legte seine Hand auf seine Schulter, doch wenn man hinsah war da nichts. „Egal wie oft du nachdenkst es ändert sich nichts.“ „Das weiß ich gut genug.“ Knurrte Marko. „Trotzdem wissen wir beide das es eine Möglichkeit gibt, das alles zu ändern.“  Wieder nickte Marko. „Und wir beide wissen das wir es nicht ohne den anderen schaffen können, warum sollte sich sonst ein Gott um mich bemühen.“ Darauf sagte die Stimme nichts. Trotzdem wusste Marko das es ihm zustimmte. „Und wir sind uns auch einig das es zu unserem beiden besten ist, warum sonst sollte ich mich darauf einlassen, einen Deal mit Fatalis selbst einzugehen. Einen Deal mit dem Gott des Chaos..“

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