Uns gehört die Welt

SongficRomanze, Freundschaft / P12 Slash
Adam Parrish Ronan Lynch
02.10.2017
02.10.2017
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Adam Parrish war kein Träumer. Seine Träume waren verworren und durcheinander und oft wusste er schon kurz nach dem Aufwachen nicht mehr, was er geträumt hatte. Er konnte nicht immer genau sagen, ob der Moment, den er gerade erlebte, real war oder nur ein Produkt seiner Gedanken. Vor allem, seit das, was er die „reale Welt“ nannte, keine Grenze mehr kannte zwischen möglich und unmöglich. Seine Hand berührte etwas zugleich Weiches und Festes. In dem Moment war er sicher, dass er träumte. Denn sein Blick folgte seinem Arm bishin zu den den filigranen Fingern, die auf dem Oberkörper eines anderen lagen. Sein Blick wanderte weiter und traf den strahlend blauen Blick des Traum-Ronans, der ihn eindringlich ansah. Adam schaute zurück. Der Traum-Ronan verlagerte sein Körpergewicht, doch Adam konnte den Blick nicht von seinen Augen lösen. Diesen strahlend blauen Augen. Plötzlich spürte er etwas Warmes an seinem Arm und kurz darauf verschränkte Ronan seine Finger mit seinen. Adam lächelte. Ronan lächelte zurück.

Mach das nochmal
und danach bitte noch eintausend Mal.
Hör jetzt nicht auf
alles um uns herum ist jetzt egal.
Dieser Moment ist ewig. (Dieser Moment ist ewig.)

Alles fühlte sich unwirklich an. Adams Kopf war wie benebelt und doch sah er alles gestochen scharf, nahm jede Berührung mit unglaublicher Intensität war. Seine Hände auf Ronans Tattoo, das genauso kantig und kompliziert war wie er. Und schön auf seine ganz eigene Art und Weise. Warmer Atem, der die feinen Härchen auf seiner Haut in Bewegung hielt. Lippen an Lippen. Haut an Haut.

Ich bin bei dir
alles woran ich denken kann bist du.
Ich zähl bis vier
und danach machen wir die Augen zu…

1, 2, 3, 4
Heute Nacht (heute Nacht)
Gehört uns die Welt (gehört uns die Welt)
Auch wenn sie uns morgen früh aus den Händen fällt.

Es war, als würde Adam ertrinken. Ertrinken in einem Kuss, der ihm keine Zeit ließ, Luft zu holen. Ertrinken in einem Ozean der Gefühle.
Was er brauchte war Sauerstoff.
Er ertrank.
Aber wenn es sich so anfühlte, wollte er nie wieder atmen.


Lass es geschehen. (Lass es geschehen.)
Lass uns jetzt (lass uns jetzt)
Lass uns jetzt zusammen untergehen.

Mit seiner Hand immer noch in Adams zog Ronan ihn aus dem Bett und Flur und Treppe hinunter in Richtung Ausgang. Die Scheunen lagen auf dem weiten Lynch-Gelände verteilt, in ihnen die schlafenden Kühe und alle anderen Tiere, die Ronans Vater herbeigeträumt hatte.

Nie mehr allein
nie wieder werden wir alleine sein.
Nimm meine Hand
die Welt liegt vor uns und tauchen ein.
Dieser Moment ist ewig. (Dieser Moment ist ewig.)

Ohne anzuhalten steuerte Ronan auf eine von ihnen zu und ergriff die Sprossen einer rostigen Leiter, die bei jedem Schritt bedrohlich schwankte, während sie ein leises knarrendes Geräusch von sich gab.

Ich bin bei dir
alles woran ich denken kann bist du.
Ich zähl bis vier und danach machen wir die Augen zu…
1…

Die letzten beiden Stufen fehlten, als wären sie vor langer Zeit abgerochen, doch Ronan zog sich mühelos hinauf.

2…

Er drehte sich um und schaute mit einem herausfordernden Glitzern in den Augen zu Adam hinab.
Adam schaute zurück.

3…

Es fühlte sich an wie ein Spiel. Doch das war es nicht. Ein Grinsen schlich sich auf Ronans Gesicht.
„Angst, Parrish?“

4.

Adam grinste… und griff nach Ronans Hand.


Heute Nacht (Heute Nacht)
Gehört uns die Welt (gehört uns die Welt)
Auch wenn sie uns morgen früh aus den Händen fällt.
Lass es geschehen. (Lass es geschehen.)
Lasst uns jetzt (lasst uns jetzt)
Lasst uns jetzt zusammen untergehen.


Es war ein Traum, aber Adam fragte sich trotzdem, wie lange er geschlafen hatte. Vor ihnen stand die Welt in Flammen. Nicht wirklich. Aber die Sonne ging blutrot am Horizont unter und tauchte die ganze Welt in ihren flackernden Schein.


Ich zähl bis vier und danach machen wir die Augen zu.

Ronan schloss die Augen. Ein friedlicher Ausdruck lag auf seinem Gesicht, als würde der Weltuntergang bevorstehen und es wäre ihm egal.


Ich zähl bis vier und danach machen wir die Augen zu.

Adam schloss die Augen. Ein Gedanke kam ihm, so deutlich, dass er ihn spüren, fast vor sich sehen, direkt aus der Luft greifen und zu sich holen konnte, wie Ronan eine seiner Traumgestalten.

1…
2…
3…

4.

Dies… war real.




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Hallöchen. :)  
Ich hoffe euch hat die kleine Geschichte gefallen, auch wenn sie wie bereits angekündigt nicht sonderlich viel Inhalt hat. Dies ist im Übrigen meine erste Songfic und ich würde mich sehr über eure Reviews freuen!
Viel Spaß noch beim Stöbern und Lesen! :)
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