Magicalboys

GeschichteHumor, Fantasy / P12
27.09.2017
25.06.2018
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Feuer und Wind

Es war einer dieser Momente, die es eigentlich nur im Film gab. Dieser Moment, wenn man eine Person sieht, die sich von der Masse abhebt. Er ist nur kurz und geht schnell vorüber, doch du hast die Möglichkeit es in Zeitlupe zu erleben. Er hatte nicht damit gerechnet, dass es wirklich diese seltsamen Zufälle gab, doch nachdem, was in den letzten Wochen passiert war, schien es wie eine ganz normale Situation. Da war dieser Junge, vielleicht noch ein Schüler, vielleicht aber auch grade erst kein Schüler mehr, er ging einfach nur an ihm vorbei und Hoseok spürte sofort, dass er besonders war. Es war als wäre die Luft um diesen Jungen herum anders, kühler und gleichzeitig wärmer, unscheinbar, aber doch so eindeutig, dass er einzigartig war. Sofort fuhr Hoseok herum und starrte dem Fremden hinterher, beobachtete, wie er in die Bahn einstieg, aus der er grade gekommen war. Das Geräusch der schließenden Türen klingelte in seinen Ohren und er befahl seinen Beinen zu laufen. Er wusste nicht wieso er das tat, er wusste auch nicht, ob es eine gute Idee war, doch er sprintete zurück in das Abteil und atmete gehetzt aus, als sich die Türen mit einem lauten Knall schlossen. Er mochte es nicht mehr Bahn zufahren, generell mied er Menschenmengen, seit er diesen Ring gefunden hatte. Denn dort wo viele Menschen waren, waren auch viele Schatten. Das war nichts besonderes Namjoon und er hatten herausgefunden, dass fast jeder Mensch Schatten hatte, die meisten waren nicht schlimm, sehr klein und schwach, so dass sie sich nicht mehr die Mühe machten, sie zu beseitigen, nur dann wenn sie zu groß wurden, griffen sie ein. Die kleinen verschwanden oft von allein, doch Hoseok machten sie noch immer ein wenig Angst, wenn Namjoon nicht bei ihm war, auch wenn er sich in Optimismus übte, konnte er nicht vergessen, was diese Schatten ihn beinahe hätten tun lassen.

Der Junge war seltsam, er hatte grau gefärbte Haare, trug eine Sonnenbrille in der U-Bahn und sein auffällig langer Ohrring klimperte in dem stillen Abteil, mit jedem Ruckeln der Bahn, wie ein Windspiel. Wo auch immer er hin wollte, schien noch eine Weile entfernt zu sein, denn er machte es sich auf seinem Sitz bequem und zog ein Buch aus seiner Tasche hervor. Hoseok blieb stehen und behielt ihn still im Auge, immer noch nicht so sicher, warum er ihm folgen wollte, eigentlich sollte er zu Hause sein und für die Uni lernen, seine Freizeit wurde seit neustem von seinen Schattenjägeraktivitäten in Anspruch genommen und wenn er schon mal nach Hause kam, zwang ihn seine Familie zum Dauerlernen, er hatte also wirklich besseres zu tun als eigenartigen High School Schülern zu folgen. Trotzdem, stand er da und wartete drauf, dass etwas passieren würde, denn das würde es doch, oder? Sonst wäre das ja schon ziemlich dämlich und gruselig einfach einem Fremden Jungen zu verfolgen, nur weil er ein bisschen anders wirkte. Nein, Hoseok war sich sicher, denn er war natürlich  optimistisch, dass es schon richtig war was er tat, sonst hätte er  schließlich nichts gefühlt. Immer wieder schaute er zu dem Jungen herüber, versuchte aus Langeweile den Umschlag des Buches zu entziffern. „Unerklärliche Phänomene und Zeichen der Magie“, ein seltsamer Titel, wie Hoseok fand und ein Grund mehr ihm zu folgen.
Seufzend lehnte er sich gegen eine der Haltestangen, er hätte nicht gedacht, dass der Junge so lange fahren würde, dass er seine Sonnenbrille noch immer trug, obwohl sie seit über einer halben Stunde, durch die Tunnelsysteme der U-Bahn sausten und er zu Lesen schien. Wie konnte er überhaupt etwas in diesem Buch erkennen? Die Gläser waren so dunkel, dass er nicht einmal seine Augen erkennen konnte. Vielleicht tat er auch nur so und beobachtete ihn genauso, wie Hoseok den Fremden. Doch er verwarf diesen Gedanken schnell wieder. Warum sollte er das tun? Das war lächerlich, nicht wahr? Oder war der Junge vielleicht blind? Doch wieso sollte er, dann so tun, als lese er, dass ergab nun wirklich keinen Sinn und schließlich hätte er dann einen Stock dabei gehabt, aber dem war nicht so.

Hoseok seufzte, wahrscheinlich hatte er sich doch geirrt, sie näherten sich der Endstation der U-Bahnlinie und er beschloss, von da an zurück zu fahren, bevor er sich noch  am anderen Ende der Welt wieder fand.
Garde als er diesen Entschluss gefasst hatte, zog das Mädchen neben ihm plötzlich die Notbremse und der überraschte Student geriet, durch den plötzliche Stillstand ins taumeln und hätte wohl den Boden geküsst, wenn der seltsame Junge nicht auf einmal hinter ihm gestanden hätte, um ihn abzufangen.
„Was zur Hölle?“, fuhr er das Mädchen an, allerdings reichte ein Blick, um zusehen, dass sie seine Worte nicht hörte-sie war besessen. Verdammt! Wie hatte er bloß seine Umgebung aus den Augen lassen können, wie unaufmerksam von ihm! „Will nicht nach Hause!“, kreischte das Mädchen zweistimmig, dass es in den Ohren weh tat. Zischend hielt sich Hoseok die Ohren zu, als sie noch einmal schrie,  sah zu, wie die Leute in dem Abteil der Reihe nach umkippten, bis nur noch er und der Grauhaarige aufrecht standen. „Will nicht nach Hause!“, Sie machte einen Satz auf die beiden zu. Hoseok sprang alarmierend beiseite und wollte den Jungen mit sich ziehen, doch dieser hatte offensichtlich dieselbe Idee gehabt, weshalb beide erschrocken die Augen aufrissen , als sie sich gegenseitig in die jeweils andere Richtung zogen. Ein leiser Fluch, des Grauhaarigen, bevor er Hoseok von sich stieß und von der Macht des Schatten gegen eine der Haltestangen geschleudert wurde. Es knackte unschön, als der jüngere aufschlug und er hörte Glass zersplittern. „Verdammter Schatten!“, schrie Hoseok aufgebracht und ballte die Hände zu Fäusten. „Flamma libero“, zischte er angewidert, entflammte seine Finger und rannte mit brennenden Händen auf das Mädchen zu, die sich auf den Verletzten stürzen wollte. „Verschwinde!“, schrie der Rothaarige und packte das Mädchen am Arm, riss sie blitzschnell herum, schlug sie mit der anderen Hand ins Gesicht und ließ einen gewaltigen Feuerstrahl durch sie hindurch fahren. Das Monster kreischte gequält, der ohrenbetäubende Schrei zerschnitt die Luft und Hoseoks Trommelfell, sodass er auch danach für kurze Zeit nur noch ein monotones Piepen hören konnte.
Benommen taumelte er zurück, alles drehte sich. Da! -Der Schatten, er musste ihn erwischen, sonst würde er einfach von Jemand anderem Besitz ergreifen, schoss es Hoseok durch den Kopf, doch sein Blick flimmerte leicht. Sein Geleichgewichtssinn war noch nicht zurückgekehrt. „Bleib stehen!“, knurrte er angesträngt, richtete seine Hand auf das dunkle Geschöpf. „Flam-“, doch weiter kam er nicht denn der Schatten wurde bereits von einer Windböe erfasst und in der Luft zerfetzt. Verwirrt ließ er seinen Blick umher schweifen und starrte in die  grau leuchtenden Augen seines Stalkingopfers.
Seine Sonnenbrille, war beim Aufprall nach dem Angriff des Schattens von seiner Nase gerutscht und am Boden zersplittert. Erst jetzt sah Hoseok die grauen Tätowierungen neben und um seinen glühenden Augen, die den Zeichnungen an seinem linken Handrücken nicht unähnlich sahen. War es möglich das er-? Der Junge wirbelte wie von einem plötzlichen Geräusch herum. Hoseok folgte seinem Blick, während das Piepen schlagartig aufhörte und durch die eigentliche Geräuschkulisse ersetzt wurden.
Der Wagon war toten Still biss auf das stoßartige Atmen von ihm, dem grauäugigen und einem amüsiertem Lachen eines Fremden, der urplötzlich aufgetaucht war. „Ihr seid das also“, stellte er arrogant fest und trat auf einen eine ältere Dame, die ihm im Weg lag, anstatt über sie rüber zusteigen. Abfällig rümpfte der Respektlose die Nase. Alarmiert festigte Hoseok seinen Stand. „Wisst ihr“, er seufzte, „es ist nicht so leicht diese Schatten zu kreieren. -Zweifel als Waffe einzusetzen“, seine Stimme klang zwar freundlich, doch sie war so kalt, dass Hoseok ein Schauer über den Rücken lief. „Meine Schöpfungen zu töten“, er ließ seine Finger gefährlich knacken, während er weiter langsam auf sie zu ging, „finde ich deshalb höchst unangebracht“, zischte er gefährlich und packte Hoseok blitzschnell am Kragen. Erschrocken schnappte dieser nach Luft, er hatte nur geblinzelt, da war der Mann schon bei ihm gewesen und hatte ihn gepackt. Er schluckte unwillkürlich. „Flamma -“, setzte er an, „Spar es dir Schwächling“, sprach sein Angreifer aus und im selben Moment landete eine Faust in seinem Magen , der rothaarige klappte auf der Stelle zusammen und sacke zu Boden. „Tempestas liebero!“.  Hoseok bekam grade noch mit, wie der Grauhaarige seine Hand auf den Fremden hielt, starker Wind aufkam, der Fremde zu einem Schatten wurde und verschwand, bevor seine Lider zu schwer und ihm schwarz vor  Augen wurde...

to be continued...





Und hast du herausgefunden, wer der Grauhaarige Junge war? Hast du eine Idee was der  gemeine Mann mit seinen Verhalten bezwecken will? Was werden die Macigalboys nun tun, jetzt wo sie wissen, dass es einen Drahtzieher gibt?   XD
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