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Eine neue Hexe

Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy / P16 / MaleSlash
Alexander "Alec" Lightwood Isabelle "Izzy" Lightwood Jace Wayland / Jonathan Christopher Herondale Magnus Bane
25.09.2017
04.01.2018
30
38.109
6
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25.09.2017 1.442
 
Tränen rannen aus Sina’s Augen. Sie saß in einem seltsamen Verlies, Backsteinwände rechts von ihr und hinter ihr. Links eine große, schwere Tür. Vor sich eine riesige Glaswand vor der zwei Wachen mit dem Rücken zu ihr standen. Sie saß auf einer unbequemen Holzbank, dem einzigen Möbelstück in dem Raum. Durch die Glasscheibe sah sie, dass im Raum vor ihrem Gefängnis zwei Kameras dicht unter der Decke hingen. Sie hatte nur einen Wunsch. Sie wollte nach Hause. Wie war sie hier nur rein geraten und wo zur Hölle war sie überhaupt.
Angefangen hatte das ganze heute Morgen. Eigentlich hatte sie nur vor sich zu informieren, wie teuer ein Einhorn-Tattoo wäre. So eins wollte Sie schon seit Jahren auf ihrem Becken haben. Nur durch Zufall fiel ihr das neue Studio an der 5th Avenue auf und Sina hatte noch etwas Zeit. Deshalb betrat sie den Laden und schaute sich um. Die Fotos der Arbeiten, die an den Wänden gezeigt wurden, gefielen ihr auf Anhieb. Aus dem Nebenzimmer hörte sie das gleichmäßige Summen einer Tätowier Maschine. Als sie sich Richtung Tresen drehte fiel ihr das junge Mädchen auf. Anfang 20, eine schwarzhaarige Schönheit mit einer sehr weiblichen Figur. Da sie recht spärlich bekleidet war, Minirock, bauchfreies Top und Overknee-Stiefel, fielen Sina die zahlreichen schwarzen Zeichnungen auf der Haut des Mädchens auf. Sina lächelte leicht bei dem Gedanken, dass hier wohl schwerlich noch ein freier Platz für ein weiteres Tattoo zu finden wäre. In dem Moment kam ein großer Kerl aus dem Nebenraum. Einer dieser Männer, denen man nachts nicht alleine begegnen möchte. Fast zwei Meter groß und überallmit Körperkunst bedeckt. Tätowierungen, Priercings und Brandings konnte Sina entdecken. Als er jedoch zu lächeln begann, verflogen Sinas Bedenken augenblicklich. Ein zwei Meter großer Teddybär war dieser Kerl. „was kann ich für dich tun?“ fragte er in einer tiefen, sonoren Stimme. „Oh, die junge Lady war vor mir hier.“ Sina deutete in die Richtung des Mädchens die ihr nun einen schockierten Blick zuwarf und in der nächsten Sekunde wortlos durch die offene Tür verschwunden war. Verwundert wendete Sina ihren Blick wieder auf den gemütlichen Riesen der mehr als verwundert fragte: „welche junge Lady? Außer dir sehe ich hier niemanden.“ „Aber…. Sie ist gerade raus gerannt. Lange schwarze Haare….“ Der Blick des Ladeninhabers wurde immer skeptischer und Sina beschloss zu schweigen und das Thema zu wechseln, bevor dieser Mann sie für völlig verrückt hielt. „Also, ich wollte mich über die Preise für ein Tattoo erkunden. So in der Art wie dieses.“ Sie zeigte auf ein Foto von einer Einhorn-Tätowierung mit einem Regenbogenschweif das an der Wand neben dem Tresen hing. Die restliche Beratung verlief erfolgreich und Sina vereinbarte einen Termin für den nächsten Tag um ihre Idee in die Tat umzusetzen. Mit einem Lächeln auf den Lippen verließ sie den Laden und dachte schon nicht mehr an den Vorfall mit dem jungen Mädchen. Sie konnte es kaum erwarten ihrer Arbeitskollegin Linda von ihrem neuen Plan zu erzählen. Zur Feier des Tages würde sie zwei Latte Macchiato für sich und Linda besorgen. Lächelnd und in Gedanken versunken betrat sie die Stufen zur U-Bahn, raus aus der Frühlingssonne ins Neonlicht des Untergrunds. Hier hielt sie immer die Augen offen und ihre Tasche eng an sich gepresst. Sie fühlte sich etwas unsicher hier hatte aber keine bessere Möglichkeit zur Arbeit zu kommen. An diesem Morgen war nicht so viel los und vielleicht fiel ihr nur deshalb der blonde Mann auf, der lässig an die gekachelte Wand gelehnt stand und sie beobachtete. Sie spürte seinen Blick den sie ungläubig erwiderte. Er hatte ähnliche Zeichen auf seiner Haut wie die hübsche schwarzhaarige, die sie schon fast vergessen hatte. Als ihre Blicke sich trafen, schaute auch er fast schockiert. Er versicherte sich mit Blicken nach rechts und links, dass Sina ihn ansah und nicht etwa eine Penner der neben ihm auf dem Boden saß oder sonst einen Passanten. Nach einer Sekunde hatte sich der junge Mann gefangen und trat einige Schritte auf Sina zu. Sie blieb stehen wie angewurzelt, jegliche Farbe war ihr aus dem Gesicht gewichen. „Izzy hatte recht, sie kann uns sehen“ hörte sie den Kerl sagen. Eine innere Stimme  befahl ihr zu laufen so schnell sie konnte. Sina drehte sich auf dem Absatz um und rannte…. Gegen eine Wand. Zumindest kam es ihr so vor. Ein Kerl wie ein Schrank versperrte ihr den weg und hielt sie fest. Sie spürte eine Art elektrisches Flimmern um sich herum, dann war auf einmal alles schwarz. Das nächste, das sie sah, war diese Zelle. Noch nie in ihrem Leben hatte sie sich so verloren gefühlt. Als sie zu sich gekommen war, hatte sie festgestellt, dass ihre Handtasche weg war. Ihr Schlüssel, ihre Papiere, ihre Handy… alles weg. Zumindest war sie körperlich unversehrt. Sie konnte sich jedoch keinen Reim auf die Situation machen. Ein Mädchenhändlerring schied schon mal aus. Sie war Ende dreißig und kämpfte seit sie denken konnte mit ihrem Gewicht. Sie war nicht hässlich, eher die Definition des Begriffes „Durchschnitt“. Das einzige, was sie manchmal etwas aus der Menge herausstechen lies, waren ihre roten Haare. Ansonsten war sie die Unauffälligkeit in Person. Und was sollte diese Aussage „sie kann uns sehen“. Natürlich konnte sie den Kerl sehen. Er war auffällig wie ein bunter Hund. Groß, blond und ausgesprochen attraktiv mit seinem Dreitagebart. Von dem anderen hatte sie nicht viel gesehen. Ein breiter Brustkorb in einem schwarzen engen T-Shirt bevor jemand das Licht ausgeknipst hatte. Und diese elektrische Knistern, das sich um ihren Körper zu legen schien. Alles war so verwirrend. Sie wurde jäh aus ihren Gedanken gerissen durch das Geräusch eines Schlüssels, der sich im Schloss drehten. Ängstlich drehte sie den Kopf Richtung Tür. Kurz spielte sie mit dem Gedanken schreiend zum Ausgang zu laufen und ihre Wächter damit so zu überraschen und zu fliehen. Sie gab den Gedanken jedoch sofort wieder auf, als ihre Besucher den Raum betraten. Ein zierlicher junger Mann trat durch die Tür, der trotz schreiend bunter Kleidung, blauschwarzen Haaren und lächerlich übertriebenen Lidstrichs irgendwie …. Schön war. Für einen Mann ist das vielleicht das falsche Wort, aber es war das einzige, das passend schien. Direkt hinter ihm erschien der Blonde aus der U-Bahn gefolgt von einem sehr großen, muskulösen Mann, dessen Alter schwer einzuschätzen war. Er hatte schwarze Haare und blaue, ernst blickende Augen. Die in Falten gelegte Stirn nahm ihm nichts von seiner düsteren Attraktivität. Seine Stimme vibrierte in einem dunklen Bass „das ist sie. Was hältst du davon Magnus?“ „Auf den ersten Blick kann ich nichts Außergewöhnliches feststellen. Eine ganz normale Frau, würde ich sagen. Selbst als Hexenmeister benötige ich mehr Informationen um ein Urteil abgeben zu können. Aber, gib mir ein wenig Zeit. Eine genauere Untersuchung kann vielleicht erklären, warum du dir die Finger „verbrannt“ hast.“ Ein zynisches Lächeln spielte um die Lippen des Mannes, der Magnus genannt wurde. Hatte der Typ sich soeben als Hexenmeister bezeichnet? Und wieder: WO ZUR HÖLLE WAR SIE? Der Blonde ergriff nun das Wort. „Sie hat Funken gesprüht. Ich habe es deutlich gesehen. Wäre sie nicht vorher bewusstlos geworden, hätte sie Alec mit einem Stromschlag erledigt.“ Sina schwirrte der Kopf. Sie und jemanden mit einem Stromschlag erledigen? Sie war doch keine Batterie? Was ging hier vor sich, wer waren diese Männer? Der „Hexenmeister“ trat näher zu ihr und betrachtete sie ausgiebig. „Machst du sowas öfter? Mit Elektrizität um dich werfen oder ähnliches?“ Sina brauchte einige Sekunden um zu merken, dass die Frage an Sie gerichtet war. Sofort schossen ihr wieder Tränen in die Augen. „ich hab keine Ahnung von was du redest“ Ihre Stimme hatte erstaunlich viel Kraft und sie war verwundert wie klar die Worte aus ihrem Mund kamen. „ich habe gar nichts gemacht. Die Typen hier haben mich in der U-Bahn überwältigt und entführt. Bitte lass mich gehen. Ich erstatte auch keine Anzeige. Ich möchte nur nach Hause.“ Bei den letzten Worten brach ihre Stimme und Tränen rannen ihr übers Gesicht. „Jace, komm her. Das musst du dir ansehen, die Augen. Sie sind blau. Sagtest du nicht, sie wären grün?“ Der Blonde kam mit wenigen Schritten zu Magnus um Sina genauer zu betrachten. „ich schwöre, sie hatte grüne Augen, als ich sie in der U-Bahn sah. Auch Izzy hat die grünen Augen gesehen.“ Sina konnte dieser verrückten Unterhaltung nur bedingt folgen. Angst und Panik hatten sie fest im Griff und sie konnte das Weinen nicht verhindern. „Schau doch Jace, sie sind blau und sie werden dunkler. Dafür gibt es nur eine Erklärung. Ich selbst habe bisher nur davon gehört, dass manche die Augenfarbe wechseln, je nach Stimmung oder so. Jungs, ich denke wir haben hier eine Hexe.“
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