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Die Seekaiserin

von Aieda
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
der Rote Shanks Marco der Phoenix OC (Own Character) Whitebeard alias Edward Newgate
23.09.2017
14.10.2021
54
87.314
25
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Dieses Kapitel
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14.10.2021 1.746
 
Neue Welt, Strand von Esdebeha

Bevor Marco irgendetwas sagen kann, hat ihn sein selbstgewählter Vater in eine Umarmung gezogen. Nach einer Moment der Überraschung schmiegt sich Marco in diese.
„Willkommen zurück, Sohn.“, sagt Whitebeard zu seinem Sohn.
„Es ist schön endlich wieder Zuhause zu sein, Pops“, erwidert Marco erleichert.
Ein Lächeln stiehlt sich auf seine Lippen als Whitebeard einen Kuss auf seine Schläfe. Normalerweise ist Marco nicht einer für körperliche Zuneigungen aber nach solanger Zeit fern von Zuhause, ist es ein Balsam für seine Seele. Er hat seine Geschwister und seinen Vater schon vermisst während seiner Zeit auf der Sea Blade aber es hat nicht so geschmerzt, nicht so deutlich bewusst wie in diesem Augenblick. Die Gemeinsamkeiten zwischen der Sea Blade und der Moby Dick waren einerseits schmerzliche Erinnerung daran, wie weit entfernt er von Zuhause ist aber anderseits auch ein Trost, der ihn in manchen Augenblicken hat vergessen lassen, dass dies nicht Zuhause ist. Die Wochen auf der Sea Blade haben sich endlos angefühlt und manchmal wie als wäre es ein einziger Tag. Es war einfach sich in der Zeitlosigkeit der Sea Blade zu verlieren.
Die nächsten Minuten verbringt Marco damit von seinen Gewischtern umarmt zu werden nachdem ihn sein Vater losgelassen hat. Von vielen bekommt er Kommentare bezüglich seiner Kleidung, was ihn nur die Augen verdrehen lässt. Überwiegend jedoch fragen sie ihn nach seinen Abenteuern mit den Sunset-Piraten. Marco erwidert darauf nur lächelnd, dass er die Geschichten später am Lagerfeuer erzählen wird.
Im Hintergrund versinkt die Sonne langsam im Meer und taucht den Himmel in zahllose Rotfacetten, die an die Haare einer gewissen Kapitänin erinnern. Erste Fackeln werden angezündet, die Lichterketten eingeschaltet. Die Sunset-Piraten beginnen die Party in Gang zubringen. Lagerfeuer geschürt und Grille angeheizt. Der Alkohol wird rausgeholt in wesentlich größere Menge als es für die Sunset-Piraten üblich ist, selbst wenn alle drei Schiffe sich treffen. Whitebeard-Piraten und Sunset-Piraten feiern unterschiedlich. Die Sunset-Piraten tanzen gerne durch die Nacht bis zum Morgengrauen, weshalb die meisten eher angetrunken als betrunken sind.
Nachdem die Whitebeard-Piraten ihren Vizen zurück willkommen und fast vor Freude zerdrückt haben, beginnen sie sich unter die Sunset-Piraten zu mischen. Sind sie doch neugierig und wahnsinnig gespannt diese Crew kennenzulernen mit der ihr Vize die letzten Wochen verbracht hat. Die Whitebeards haben auch viel von der Crew gehört und noch mehr von der Kapitänin. Vor allem letztere hat die Neugier der Whitebeards in ihrem Bann gehalten. Zu mal ihr Vater nicht gerade wenig Geschichten erzählt. Bis jetzt haben sie die Frau noch nicht entdecken können.
Etwas abseits des Trubels der beginnenden Party, welche verspricht sehr aufregend zu werden und für eine ganze Batterie an neuen peinlichen Geschichten sorgen wird. Marco überlegt für einen Moment, ob er seine Geschwister vor der Angewohnheit der Sunset-Piraten alles zu fotographieren warnen sollte, wofür er sich letztendlich dagegen entscheidet. Seine Geschwister werden noch früh genug merken, dass die Sunset-Piraten in dieser Angelegenheit sehr penibel sein können. Es werden vor jeder Party extra Leute ausgelost, die den ganzen Abend nichts anderes tun als den Unsinn zu fotografieren, den so manche im Alkoholrausch fabrizieren. Er ist sich sicher, dass bestimmt ein paar Abzüge der Bilder kriegen kann. Schadenfreudig lächelt Marco in seinen Bierkrug. Vor allem hat er einen exellenten Blick auf das Geschehen von seinem Platz neben seinem Vater. Marco hat sich zusammen mit seinem Vater und den anderen Kommandanten etwas abseits vom Trubel um ein Lagerfeuer gesetzt aber noch nah genug um mittendrin zu sein.
Thatch setzt gerade dazu an Marco auszufragen als plötzlich eine schwarze haarige Schönheit zu ihnen dazugesellt, welche sich ohne zu zögern direkt neben Marco in den Sand setzt. Ihre Augen sind von einem intensiven violett. In ihrer Hand hat sie einen bunten Cocktail von dem sie gerade einen Schluck nimmt.
„Neala, Vize der Sunset-Piraten.“, stellt sich die Schönheit vor, „Marco hat einiges von euch erzählt.“
„Ich hoffe nur positives.“, erwidert Vista mit einem Grinsen, was Neala mit einem Lachen quittiert.
„Das hängt von deiner Definition von nur positiven ab.“, erwidert die Vize grinsend.
Bevor Vista und Neala anfangen können sich zu necken, werden sie von Marco unterbrochen.
„Sag mal, wo ist eigentlich deine Kapitänin?“
Diese Frage lässt Neala kurz stuzig werden. Nachdenklich lehnt sich Neala ein wenig nach hinten und stützt sich mit ihrer Hand ab.
„Jetzt wo du es sagst, ich habe sie in der letzten Stunde nicht gesehen.“
Fieberhaft überlegt Neala wann sie Izayoi zum letzten Mal gesehen hat. Als die Schwarzhaarige blank zieht, dreht sie sich zur Seite und sucht kurz die Menschenmenge nach einem himmelblauen Haarschopf ab. In mitten einer Gruppe von Whitebeard-Piraten erspäht Neala die Gesuchte. Neala holt Luft und stößt einen bestimmten Pfiff aus, worauf Ceres den Kopf zu ihr dreht und Augenkontakt sucht. Sie nickt Neala kurz zu und entschuldigt sich bei ihrer Gesellschaft ehe sie sich rüber zur Vize begibt.
„Was gibt‘s Neala?“, fragt Ceres kaum das sie neben Neala stehen bleibt.
„Weißt du wo der Käpt‘n steckt?“, fragt die Vize direkt.
Irgendwie hat Neala ein ungutes Gefühl in der Magengegend. Es bedeutet nie etwas gutes, wenn sie ihren Käpt‘n nicht finden können. Izayoi kommt gut alleine zurecht und ist alles andere als wehrlos aber Neala hasst es, wenn sie nicht weiß, wo ihr Käpt‘n ungefähr steckt.
Ceres hat den Kopf in den Nacken gelegt und die Augen geschlossen während sie gedanklich durch die letzten Stunden geht. Nach 2-3 Minuten runzelt Ceres die Stirn.
„Ich habe den Käpt‘n heute noch gar nicht gesehen. Das letzte Mal habe ich sie gestern Abend im Gemeinschaftsraum gesehen wie sie mit Shin ein Glas Whiskey getrunken hat aber seitdem habe ich sie nicht mehr gesehen.“, stellt Ceres leicht beunruhigt fest.
Ohne größeres Zögern holt die Offizierin eine Babyteleschnecke aus eine ihrer vielen Gürteltaschen. Ceres muss nur einen Moment warten bis die Nachtschicht in der Informationszentrale in der Sea Blade an die Teleschnecke geht.
„Roman, kannst du mal die Kajüte vom Käpt‘n kurz checken?“
„Kein Problem, Frau Offizierin.“, erwidert die Nachtschicht ohne Zögern. „Gib mir von 5min.“
Nach ein paar Minuten kommt Roman zurück.
„Und, Roman?“, fragt Ceres.
„Sie hat den Zettel da gelassen.“, kommt es nüchtern von Roman und mit der üblichen Resignation, die mit dieser Marotte ihres Käpt‘ns einher geht.
Neala vergräbt nur resigniert das Gesicht in ihren Händen.
„Diese Frau macht mich noch fertig.“, stöhnt die Vize.
Ceres bedankt sich bei Roman und verstaut die Babyteleschnecke wieder.
„Immer hin lässt sie ja einen Zettel da.“, kommt es von Ceres.
Neala wirft der Offizierin einen finsteren Blick zu.
„Das macht es nicht besser!“, erwidert die Schwarzhaarige genervt.
Ceres verdreht nur die Augen.
„Das war Sarkasmus.“, kommentiert sie, was Neala mit einem weiteren Blick quittiert.
Marco versucht sich mehr oder weniger erfolgreich das Lachen zu verkneifen. Während die Anderen diesen Austausch etwas verwirrt verfolgt haben und nun Fragezeichen im Gesicht stehen haben.
„Zettel?“, wagt Thatch vorsichtig nachzuhaken.
Mit einem tiefen Seufzen dreht sich Ceres zu den Whitebeards während Neala versucht damit klarzukommen, dass Izayoi genau jetzt einen ihrer Ausflüge machen muss. Normalerweise macht sie diese damit sie Whitebeard besuchen kann und wenn sie sich mal so treffen können, ist die Frau einfach nicht da.
„Der berühmt-berüchtigte Zettel, den unser Käpt‘n immer dann da lässt, wenn sie sich spontan einen Seekönig kapert und beschließt einen Ausflug weiß Gott wohin macht. Auf diesem Zettel steht nur ‚Ich bin dann mal weg.‘ Nicht wie lang noch wohin. Manchmal ist sie nur 1-2 Tage weg, manchmal 1-2 Wochen.“, erklärt Ceres mit einem resignierten Lächeln.
„Wusste ich doch, dass das heute Vormittag viel zu ruhig gewesen ist.“, murmelt Neala kaum hörbar zu sich selbst.
Währenddessen hat Marco den Kampf verloren und lacht nun ungehalten vor sich hin. Die Blicke der anderen Kommandanten im Angesicht dieser Erklärung sind unbezahlbar. Marco hofft, dass irgendjemand davon ein Foto gemacht hat. Whitebeard schmunzeln nur, kennt er Izayoi doch nur zu gut.

Ein paar Stunden zuvor…

Argwöhnisch betrachtet Neala die Vorbereitungen am Strand für die Party, welche unausweichlich stattfinden wird, wenn die Whitebeard-Piraten eintreffen werden. Es verläuft bis jetzt alles nach Plan. Normalerweise wäre das kein Grund um sich Gedanken zu machen, wenn das nicht die Sunset-Piraten wären. Neala hat eines in all ihren Jahren als Mitglied der Sunset-Piraten gelernt hat, denn es läuft nie alles nach Plan, wenn doch dann hat man das Problem noch nicht gefunden. Neala lässt ihren Blick prüfend über die Vorbereitungen.
Die Köche haben sich mit Hilfe der Zimmerleute einen Grill- und Büffetbereich eingerichtet und sind jetzt laut Aladin nur noch dabei ein paar kleiner Sachen zu organisieren.
Die Musiker habe sich auch schon eine Bühne aus Paletten aufgebaut und sind gerade dabei den Navigatoren zu helfen Lichterketten über den Strand zu spannen, von Metalstange zu Metalstange, welche die Schmiede schon in den Sand gesteckt haben. Lagerfeuerstellen sind auch schon platziert, denn was wäre eine Strandparty ohne Lagerfeuer? Spiele sind auch strategisch verteilt.
Jessy ist mit den Neulingen und jüngeren Mitgliedern, die zu viel Energie haben auf die Jagd und Früchtesammeln gegangen. Esdebeha ist zwar eine Dschungelinsel in der Neue Welt aber die Insel steuern die Sunset-Piraten schon seit Jahren an, wenn sie sich mit einer anderen Piratenbande treffen oder eine Strandparty feiern wollen. Dementsprechend ist die Insel sehr gut erforscht und dokumentiert, was es sehr schwer macht sich in Schwierigkeiten zu bringen. Es ist möglich aber schwierig und definitiv im Rahmen der Möglichkeiten der Grünschnäbel und Jungspunde, wie Shin so schön sagt, sich in allerhand gefährliche Situationen zu bringen. Er muss es schließlich wissen nach 57 Jahren an der Seite des Käpt’n. Die Geschichten, die die alten Hasen da erzählen, sind teilweise echt haarsträubend und lassen einen an dem Verstand der Beteiligten zweifeln. Neala ist sich jedoch sicher, dass es das nicht ist, was sie gerade beunruhigt.
„Heyho Neala, wie läuft‘s?“, hört Neala Dawn gut gelaunt sagen ehe die andere Frau ihren Arm um Nealas Schulter legt.
Innerlich verdreht Neala die Augen.
„Alles im grünen Bereich.“
Dawn zieht überrascht die Augenbraun hoch.
„Wie? Kein Chaos? Keine Probleme?“
„Das ist doch nichts ungewöhnliches.“, kommt es trocken von der Vizen.
Dawn wirft Neala nur einen Blick zu, was die Vize nur mit dem Heben einer Augenbraun quittiert. Neala weiß genau, dass sie ein Auge auf Dawn haben muss. Dawn ist bekanntermaßen der Schelm unter den Offizieren, wenn es in den nächsten 2-3 Stunden Chaos geben sollte, wüsste Neala ganz genau wer dahinter steckt.
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