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Die Seekaiserin

von Aieda
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
der Rote Shanks Marco der Phoenix OC (Own Character) Whitebeard alias Edward Newgate
23.09.2017
14.10.2021
54
87.314
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23.09.2017 1.436
 
Schmerz ist das Erste, was sich in den Vordergrund seines langsam wach werdenden Bewusstseins drängt. Ein dumpfes Pochen residiert zwischen seinen Schläfen, wie nach einer durchzechten Nacht angefüllt von Alkohol, Gelächter und Frauen. Langsam blinzelt der Mann während er versucht sich zu erinnern, was vermutlich gestern passiert ist. Er zieht jedoch komplett blank, da ist nur schwarz. Anscheinend hat er einen Filmriss, dass ist ihm schon lange nicht mehr passiert. Vielleicht ein dutzend Mal seit dem Verzehr seiner Teufelsfrucht, denn dafür braucht es in der Regel eine Menge Alkohol, die selbst für Rothaar Shanks exzessiv ist. Alles, woran er sich noch erinnern kann sind Stimmen. Undeutliche Stimme, die etwas rufen. Einen Namen? Er weiß es nicht. Es klingelt wie als würde jemand weiter Ferne etwas rufen, welches über den Wind und das Rauschen der Wellen kaum zu verstehen ist. Sie klingen entsetzt, verzweifelt? Wirklich sicher ist er sich nicht. Sein schläfriger Verstand könnte ihm durch aus einen Streich spielen.
Er füllt sich träge, ausgelaugt. Seine Sinne registrieren, dass ihm allzu vertraute, leichte Schaukeln, welches er seit Kindesbeinen an kennt. Es begleitet ihn nun schon solange. Er kann sich nicht mehr an eine Zeit erinnern, wo er jenes Schaukeln ihn Teil seines Lebens war. Das sanfte Schaukeln, wenn ein Schiff über das Meer hinweg gleitet durch die unendliche See. Er liebt das Meer, die See, das Gefühl von grenzenloser Freiheit. Oh wie er diese Dinge liebt. Seit er denken kann, hat er sich zum Meer hingezogen gefühlt, selbst nachdem er seine Teufelskräfte erhalten hatte. Nichts konnte diese Sehnsucht vermindern, ersticken. Im Gegenteil, nach dem Verzehr der Frucht wurde die Sehnsucht nach der grenzenlosen Freiheit, die das Meer einem verspricht, schier unerträglich. Er wollte den Wind auf seiner Haut spüren, mit der salzigen Seeluft seine Lungen füllen, dem Rauschen des Meeres lauschen. Jeden Tag mit dem Wissen aufwachen, dass er grenzenlos frei ist.
Müde öffnet er seine Augen vollends. Das Erste, was er sieht ist Holz. Eine dunkle Holzdecke. Leicht verwirrt blinzelt der Mann. Seit wann ist die Decke seiner Kajüte dunkel? Langsam setzt er sich auf. Sein Kopf quittiert das mit einem stechenden, scharfen Schmerz. Er zischt leise, Zähne knirschend während die Welt für ihn Karussell fährt. Übelkeit steigt in ihm hoch. Ein paar Mal muss er würgen ehe sich glücklicherweise der Schwindel legt, sowie damit verbundene Übelkeit. Nachdem sind auch die letzten Spuren von Müdigkeit verflogen.
Aufmerksam mustern seine strahlend blauen Augen den Raum. Durchs Bullauge erhascht er einen Blick auf einen von dunklen Wolken verhangenen Himmel, welches es ihm unmöglich macht die Uhrzeit zu schätzen. Im dämmerigen Licht, welches in den Raum fällt, wirkt das dunkle Holz Wände fast schon schwarz. Unterm dem Bullauge befindet sich ein Schreibtisch auf dem eine Lampe steht. Ihm gegenüber befindet sich eine Tür, neben dieser ist ein Bücherregal in die Wand eingelassen. Bis auf eine Hand voll Bücher und ein paar Karten ist es völlig leer. Gegenüber vom Bullauge befindet sich eine weitere Tür. Sein Blick auf den Nachttisch neben dem Bett, wo eine weitere Lampe steht. Vor dieser liegt sein geliebtes, himmelblaues Tuch, welches er sich immer um die Hüfte bindet, ebenso sein Gürtel. Alles in allem wirkt dieses Zimmer als hätte schon eine Weile niemand mehr darin gewohnt. Seine Kajüte ist es auf jeden Fall nicht. Das bedeutet er befindet sich auf einem fremden Schiff und er kann sich nicht erinnern, wie hier her gekommen ist Ein ungutes Gefühl macht sich in seiner Magengegend breit.
Beunruhigt streicht es sich durch die blonden Haare. Er hält inne als seine Finger über die rauen Fasern eines Verbandes streichen. Vorsichtig übt einer leichten Druck aus. Ein stechender Schmerz ist die Antwort. In dem Moment fällt ihm auf, dass sein rechter Arm ebenfalls bandagiert ist. Er blickt an sich herunter. Unter der aufgeknöpften 10cm Knopfleiste des grünen dreiviertel Hemdes blitzt das weiß eines weiteren Verbandes hervor. Vorsichtig schiebt er das Hemd hoch und inspiziert den Verband genauer. An seiner linken Seite auf der Höhe seiner Taille kann er ein paar kleine rote Flecken ausmachen, wo das Blut durch den Verband gedrungen ist. Die Aktion wurde von einem Ziehen in seiner linke Seite begleitet. Er lässt das Hemd wieder nach unten rutschen und runzelt verwirrt die Stirn. Warum haben ihn seine Teufelskräfte noch nicht geheilt? Diese Frage schiebt er beiseite. Es ist wichtiger erstmal herauszufinden, wo er sich befindet und wie er hier eigentlichen gelandet ist. Gerade als er die Decke zurückschlagen will um aufzustehen, öffnet sich die Tür gegenüber vom Bullaugen und ein Mann betritt den Raum. Er hat etwas längeres, schwarzes Haar mit einem Sidecut links. Grüne, katzenartige Augen richten sich auf den Blonden.
„Gut, du bist endlich wach.“
Quer über das Gesicht des fremden Mannes zieht sich eine lange Narbe. Sie beginnt über seiner linken Augenbraun zieht sich über die Nase am rechten Mundwinkel vorbei bis knapp unters Kinn. Der Blonde ist sich sicher, dass er dieses Gesicht irgendwo schon aber er kann beim besten Willen nicht sagen wo, erst recht nicht mit den Kopfschmerzen.
Der Mann geht zum Schreitisch und dreht den Stuhl mit der Rückenlehne zum Blonden ehe er sich rittlings darauf niederlässt. Mit aufmerksamen Blick fixieren die grünen Katzenaugen den Blonden. Diesem fällt bei genauerem Betrachten auf, dass sich links zwischen den kurzen Haaren dünne, weiße Narben durchziehen, welche sich deutlich abheben.
„Herzlich Willkommen an Bord der Sea Blade, dem Flaggschiff der Sunset-Piraten. Wir haben dich vor fünf Tagen aus dem Meer gefischt. Doc meinte, es sei ein Wunder, dass du noch am Leben bist. Wir fragen uns natürlich wie ein Whitebeardpirat so tief in unserem Territorium gelandet ist. Zumal du ziemlich weit weg bist von deinen Leuten.“, erklärt der Mann dem Blonden seine momentane Situation mit der Beiläufigkeit als würde er über das Wetter reden.
„Sunset-Piraten?“, erwidert der Blonde fragend.
Wo hat er diesen Namen schon mal gehört?
„Es überrascht mich nicht, dass dir der Name nicht geläufig ist, wobei mein Käpt’n hin und wieder einfach mal vorbei schneit um mit deinem Käpt’n bzw. Vater einen auf die alten Zeiten zu heben.“, antwortet der Schwarzhaarige.
Der Blondschopf will gerade etwas sagen, als die Tür auffliegt und eine junge, braunhaarige Frau mit aufgeweckten ebenfalls brauen Augen im Türrahmen steht. Als ihr Blick auf den munteren Blonden landet, macht sich ein Grinsen auf ihrem Gesicht breit.
„Unser Gast ist endlich wach! Doc hat sich schon Sorgen gemacht.“, meint die Frau erfreut.
Sie kann nicht älter als fünfundzwanzig sein. Bevor sie weiter plappern kann, wird sie von dem Schwarzhaarigen zur Ordnung gerufen.
„Naya.“, kommt mahnend vom Schwarzhaarigen.
Naya lächelt entschuldigend.
„Cloud schickt mich. Er will mit der wegen der unvorhergesehenen Kursänderung sprechen.“, teilt sie dem Schwarzhaarigen mit und dann ist sie auch schon wieder weg.
Dem Schwarzhaarigen entfährt ein leicht genervtes Seufzen. Auf diesem Schiff hat man aber auch keine fünf Minuten Ruhe. Eigentlich wollte er dem Blonden noch ein paar Sachen erklären aber das muss wohl bis später warten. Er sollte sich auf den Weg zu Cloud machen, denn der Navigator hasst nichts mehr als warten. Das sind die Moment in denen er das starke Verlangen nach einer Zigarette verspürt aber er wird definitiv nicht nach den Glimmstängeln greifen. Schließlich hat er sich das Rauchen in mühevoller Kleinarbeit abgewöhnt und ist erst seit einem halben Jahr Nichtraucher. Der Schwarzhaarige fährt sich durchs Haar ehe er aufsteht.
„Wir reden später weiter, vielleicht kommt der Käpt’n vorbei. Auf jeden Fall würde ich dir nahe legen liegen zu bleiben, da sonst die Stiche an deiner Seite reißen könnten, was ein sicheres Ticket auf die Krankenstation wäre. Doc kann ein echter Drache sein vor allem, wenn man heilende Wunde wieder verschlimmert. Demnächst sollte auch eine Krankenschwester für einen Verbandswechsel kommen.“
Mit diesen Worten erhebt sich der Schwarzhaarige und schiebt Stuhl wieder an den Tisch ran. Er streckt sich kurz ehe er zur Tür rausgeht. Der blonde Whitebeardpirat ist erneut allein in dem Zimmer. Langsam legt er sich wiederhin, da das Ziehen in seiner Seite etwas eindringlicher geworden ist. Der Blonde atmet tiefdurch. Wie zur Hölle ist dazu gekommen, dass er verletzt auf einem fremden Piratenschiff gelandet ist? Leider kann er sich an nichts erinnern. Das Letzte woran er sich deutlich erinnern kann ist wie er mit seinen Brüdern gemeinsam beim Frühstück gesessen hat. Izou und Vista haben sich über die neuen Rookies unterhalten, welche sich in den Kopf gesetzt habe Whitebeard herauszufordern, auch wenn sie nicht die geringste Chance auf einen Sieg haben. Danach ist alles schwarz. Frustriert legt er seinen Arm über die Augen ehe er diesen über seinen Kopf auf das Kissen legt. Die Sunset-Piraten, also. Das kann nur ein Spaß werden.
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