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Wie können wir überleben

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteAngst, Schmerz/Trost / P12 / Div
Jace Wayland / Jonathan Christopher Herondale Simon Lewis
23.09.2017
23.09.2017
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überleben
      [yːbɐˈleːbn̩]
      Verb

      1. Nach dem Tod einer geliebten Person, einem Ende oder einem Ereignis am Leben bleiben
           Ich habe niemanden, der sich um mich sorgt.

      2. in Verwendung bleiben oder noch existieren
           Ich bin nicht deine Errungenschaft, ich bin dein Sohn.

      3. am Leben bleiben, weiter leben
           Warum kann ich nicht G-


Überleben ist eine Kunst, die auf deinem Körper ausgestellt wird. Es ist in Simons Zähnen, in der Sonnenwärme auf seiner Haut, in Maias Kehle, in ihren krachenden Knochen, es ist in Jace‘ Runen, in seinem überheblichen Grinsen, als er Drink um Drink ext.

Es ist in Maias Klauen, als sie die Wände eines Raumes zerkratzt, der viel zu klein ist, ein Raum, gegen den sie sich gewehrt, gegen den sie gebettelt hat bitte tu das nicht Luke bitte tu mir das nicht an, als sie ihre Knochen brechen hört und ihr Gewand reißen, als sie versucht, hinaus hinaus hinaus zu kommen, nur weg von hier.

Es ist in Simons geborgtem Blut, das von seinem Hals tropft, als er seine Zähne in Jace‘ Arm schlägt, als er trinkt und trinkt, als Valentine schreit und ihm die Kehle aufschlitzt, rette deinen Freund, Clarissa.

Es ist in Jace‘ Worten, als er mit namenlosen Elben flirtet, als er sie heimbringt, nur um sie wieder zu vergessen, als er trinkt und trinkt, als Valentine frische Spaghetti kocht zu lieben ist zu zerstören Jonathan, als er dem Rat nicht die Treue schwören kann.

Überleben ist essen, wenn du das nicht willst. Es ist aus dem Bett kriechen und Kleidung zu tragen, wenn du die Welt ausschließen willst. Es ist sich gewöhnen an ein Leben ohne Mutter. Es ist Dreck schmecken und Klingen werfen. Es ist den Kopf niemals senken und weitergehen.

Es ist Berater des Interimpräsidenten des Chapters des New York Vampirclans sein, Parabatai des Vorstandes des New York Institutes, Mitglied des New Yorker Rudels.

Es ist die Sonne nie wieder sehen, es ist die verblassten Iratzes nicht zählen, es ist nie wieder wütend werden.

Es ist Alpträume und kalte Betten und durch den Raum tigern und atmen, atmen trotz allem, es ist Parabatai anlächeln, beste Freundin anlächeln, Rudel anlächeln, es ist Babbeln und Überheblichkeit und Wut.

Es ist Blut.

Blut in Simons Mund, Blut auf Jace‘ Knöcheln, infiziertes Blut in Maias Venen.

Es ist Stimmen und zerbrochene Spiegel und ein Polizist, der kniet und sagt, dass er sich kümmern wird (das tut er nicht, er wirft alles fort für einen Shadowhunter, es ist ihm egal, er kümmert sich nicht).

Es ist auch Unterhaltungen mitten in der Nacht, und Frühstück kochen um 11 Uhr morgens in Magnus‘ Wohnung während er Alec in ein Restaurant in Kairo ausführt, es ist Mehl an der Decke und Teig in Jace‘ Haaren, es ist Eigelb auf Simons Brille und Butter auf Maias Shirt. Es ist die Sonne, die durch die Fenster hereinscheint und Simon, der bleibt, wo er ist, es ist Jace, der Maias Narben küsst, und Maia, die herumfährt, die heiße Pfanne in der Hand. Es ist Gelächter und eine verwüstete Küche, nur sie für eine Weile.

Es ist Jace, der heim kommt und ins Bett kriecht und bemerkt, dass da zwei Menschen auf ihn warten, die schon fast schlafend leise über Star Wars diskutieren und Videospiele und Comics, es ist den Kopf in Maias Haar vergraben und Maia, die Simon näher an sich zieht, während sie darauf besteht, dass Kapitän Kirk kein Frauenheld ist und Simon voll und ganz zustimmt.

Es ist Magnus, der in Jace‘ Raum platzt und verlangt, dass sie ihn den Raum größer machen lassen, es ist Magnus, der darauf besteht, dass Simon bleibt, es ist Alec, der im Türrahmen steht, mit zerzausten Haaren, der nichts trägt als einen alten Pulli.

Es ist sichergehen, dass keine Tür verschlossen wird, es ist einen Computer installieren in dem größten Raum, den Magnus nicht braucht, es ist Computerspiele spielen, es ist Jace beibringen, wie man eine Maus benutzt, es ist Jace, der Simon und Maia fasziniert dabei zusieht, wie sich gegenseitig aufstacheln, Chips und Kissen werfend und fluchend.

Es ist ins Kino gehen, Hände ineinander verschränkt, zusammen in einem Pärchensitz zu sitzen, Simon auf Jace‘ Schoß, sein Kopf auf Maias Schulter, es ist zweieinhalb Stunden Dunkelheit und Plot und Charaktere, und Jace, der nach 10 Minuten einschläft, seine Brust hebt und senkt sich. Es ist Simon, der wie ein Wasserfall redet, Simon, den es nicht kümmert, dass Jace nicht antwortet, weil Maia involviert genug für sie beide ist, es ist Simon, der Maia küsst, wenn sie eine besonders brillante Bemerkung macht.

Es ist ein Begräbnis organisieren für einen Vogel, der schon vor langer Zeit gestorben ist, es ist ein einfaches weißes Hemd hervorkramen und ein weißes Kleid mit nur dem kleinsten Fleck, es ist einen Namen flüstern, den Jace seit Jahren nicht über die Lippen gebracht hat, es ist Simon, der sie in einen Tierladen zerrt, der sein letztes Erspartes opfert, damit Jace ein anders Tier aussuchen kann, das er lieben kann. Es ist Jace, der sich hinkniet vor einem klitzekleinen einäugigen Kätzchen, das in der Ecke hockt und faucht. Es ist Maia, die lacht, denn natürlich wählt Jace die Katze, die in seine Handfläche passt und die ihn beißen und gleichzeitig verlangen würde, gehalten zu werden. Es ist Maia, die ihre Hand auf Jace‘ Rücken legt, die mit leiser Stimme flüstert: „Sie ist dir so ähnlich.“ Es ist Simon, der grinst und spielerisch die Schlangen anfaucht, die nur blinzeln und müde züngeln.

Es ist schreiend aufwachen, mitten in der Nacht, weil irgendjemand das Fenster offen gelassen hat und jetzt der ganze Raum nass ist, es ist immer noch zusammenzucken, wenn die Sonne aufgeht und die Vögel singen, es ist Luke anschreien, er soll gefälligst das tun, was ein Alpha tut, er ist kein Nephilim mehr, er ist Alpha, er ist Alpha und das ist sein Rudel.

Es ist Jace umarmen und küssen, wenn er davon träumt, das Seelenschwert zu berühren, wenn der die halbe Unterwelt wieder sterben sieht, wenn es seine Schuld ist, dass sie auf dem Boden des Institutes liegen, unbeweglich, gefangen in der Mitte, nicht Mensch, nicht Unterweltler, wenn Valentine wieder unter seine Haut kriecht.

Es ist mit Raphael sprechen und zuhören, ausnahmsweise, zum ersten Mal, Ausflüchte herunterzuschlucken, sich zu entschuldigen und es zu meinen, sich zu entschuldigen dafür, dass er sie freigelassen hat, für den Ungehorsam, zu fragen bist du in Ordnung? Es ist in den Spiegel zu sehen und zu denken: Ich bin widerwärtig, ich bin ein Monster, du hast mich zurückgeholt in dieses Nichts, wo ich fresse, mich vor der Sonne verstecke und nicht mit den Menschen zusammen sein kann, die ich liebe.

Überleben ist das, es ist leben, trotz allem. Es ist dunkle Locken und Narben und ein flüsterndes jüdisches Gebet und ein Stele auf einer Blutkonserve und Fell auf Magnus‘ guten Seidenlaken.

Es ist Küsse und mittwochs lang schlafen und wieder eine Gitarre aufzuheben, es ist sich bei Maureen entschuldigen, es ist sich von Clary fernhalten, es ist Blut und Haut und Knochen.

Denn manchmal ist es sogar ein Akt des Mutes, bloß zu leben und Simon ist vielleicht nicht mutig, doch er kann lernen, kann Jace und Maia dabei helfen, ihre Dämonen zu bekämpfen, während er seine kaum bezwingen kann, und Maia ist vielleicht nicht geduldig, doch sie kann Buch um Buch über Schadowhuntergeschichte lesen, um einen Namen für Jace zu finden, der passt, der nicht nach Valentine stinkt und nach seinem kranken Lächeln, und Jace ist vielleicht nicht ausgeglichen, doch er kann Maia und Simon fest an sich drücken und ihre Tränen trocknen, sich ihre Sorgen anhören.

      Liebe
      [ˈliːbə]
      Nomen

      1. inniges Gefühl der Zuneigung für jemanden oder etwas
           Tja, ich bin doch tatsächlich glücklich, dass ich dich nicht zerfleischt habe.

      2. innige und gefühlsbetonte Beziehung
           Ich hätte dich getötet.

      3. sexuell bzw. erotisch motivierte Neigung zu jemandem
           Ich hätte dich gelassen.
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