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Steampunk - Mit Volldampf ins Abenteuer

GeschichteAbenteuer, Sci-Fi / P18
Discord König Sombra OC (Own Character) Prinzessin Celestia Prinzessin Luna Twilight Sparkle
22.09.2017
17.09.2020
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28.11.2017 4.586
 
Derzeitige Realität: Canterlot - 13 Monate zuvor:
Es war der wohl schönste Tag des Jahres, den die Ponys heute erlebten.
Prinzessin Celestia stand auf einem der Balkone des Schlosses und sah hinunter auf die Stadt unter
ihr und in die weite Ferne. In der Stadt war wenig los.
Wer konnte, war unterwegs, selbst im Schloss war kaum jemand.
Die Wachmannschaft war auf die Stammbelegschaft reduziert, den meisten Bediensteten war frei
gegeben worden.
Alle wichtigen Entscheidungen und Termine hatte Prinzessin Celestia bereits am Vormittag
abgearbeitet, den Rest auf andere Tage verlegt.
Diesen einen wollte sie mit ihrer Schwester Luna verbringen, welche erst vor wenigen Wochen zu ihr
zurückgekehrt war, nachdem es ihrer Schülerin Twilight Sparkle und ihren Fünf Freundinnen gelungen
war, mit Hilfe der Elemente der Harmonie, diese vom dunklen Geist Nightmare Moon´s zu befreien
und so ihre Tausendjährige Verbannung zu beenden.
Ja, sie war in diesem Moment wirklich glücklich gewesen.

Auf der anderen Seite der Weltkugel, in Amareica, sah es zu der Zeit schon ganz anders aus.
Unbemerkt vom Rest der Welt kämpften alle dort lebenden Rassen bereits seit Stunden einen
verzweifelten Kampf ums überleben.
Elf seltsame Objekte waren plötzlich am Himmel aufgetaucht.
Messingfarben, kreisrund, mit einigen rotierenden Halbkugeln in der Mitte und am Rand.
Hunderte, ach was, tausende Objekte, geformt wie Salzstreuer, ergossen sich aus ihnen über das Land.
Sie feuerten mit ihren Schneebesen auf alles, was sich bewegte, die fliegenden Scheiben legten in
wenigen Augenblicken ganze Großstädte in Schutt und Asche.
Auch wenn die Länder der neuen Welt, wie man den Kontinent auf der anderen Seite des Ozeans nannte,
militärisch weiterentwickelt waren, als die friedliebenden Ponys in Equestria, so hatten sie der
Zerstörungskraft dieser Wesen nichts entgegen zu setzen.
Wer konnte, floh in bunkerähnliche Bauten oder mit einem Schiff auf hohe See und hoffte,
nicht entdeckt zu werden.
Erst als das Land vollständig brannte, setzten die Scheiben ihren Weg über den Planeten fort.

Draußen brach langsam die Dämmerung herein, während die Prinzessin über dem neusten
Bericht ihrer Schülerin, über deren Forschungen zur Magie der Freundschaft, brütete und froh darüber war,
das sie solch rasche Fortschritte machte.
Sie wollte gerade Luna davon berichten, da kam eine Wache in den Thronsaal gestürmt.
„Eure Hoheit, draußen gehen seltsame Dinge vor sich. Es sind Objekte am Himmel erschienen“
„Was für Objekte?“, fragte sie überrascht.
„Wissen wir nicht, aber von der Form her sind es fliegende Scheiben. So Elf oder Zwölf“
Sofort eilte sie mit den Wachen hinaus, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen.
„Was sind das für Scheiben?“ fragte sie mehr sich selbst, als jemand anderen.
Ihre Frage sollte sich nur wenige Momente später wie von selbst lösen.
Vor der Gruppe erschienen etwa Zehn Objekte, von der Form her ähnelten sie Salzstreuern.
So etwas hatte selbst Celestia in ihrem langen Leben noch nicht gesehen.
Messingfarbene Objekte mit einem blauen Stielauge, einem Schneebesen und einem Pömpel.
Schnell war die Gruppe nahezu eingekreist, die Wachen richteten mit ernstem Blick ihre Speere auf die
fremden Objekte.
„Ergebt euch, oder ihr werdet Eliminiert!“, Krächzte es im Befehlston aus einem der Angreifer.
Die Prinzessin wurde augenblicklich ernst.
Sie ahnte sofort, vor ihr stand etwas, das ihr Volk bedrohte. Nur was war ihr Motiv?
„Warum sollten wir uns ergeben?“, fragte sie mit fester Stimme.
„Ergebt euch, oder ihr werdet Eliminiert!“, wiederholte es mit seiner metallischen Stimme.
„Weißt du überhaupt, mit wem du da sprichst?“, richtete eine der Wachen seine ernsten Worte an das Ding.
Es drehte seinen Deckel und sah das Pony mit seinem blauen Stielauge durchdringlich und kalt an.
Die Wache musste sich stark zusammenreißen, um nicht vor Verängstigung sofort los zu galoppieren.
Das Objekt schwenkte zurück.
„Wir wissen wer ihr seid. Wir haben unsere Informationen über euch und euer Land aus dem Gehirn des
 Präsidenten von Amareica extrahiert. Ihr habt unseren Waffen nichts entgegen zusetzten.
 Ihr seit uns vollkommen unterlegen. Also ergebt euch und gehorcht uns!“, sagte es kalt,
wobei sein Stielauge hektisch auf und ab wippte.
Die Ponys waren völlig Sprachlos.
Mit so etwas, oder so jemandem hatten sie es wirklich noch nie zu tun gehabt.
Celestia fand schließlich als erste wieder ihre Sprache und erhob das Wort.
„Wer seid ihr, das ihr euch erdreistet, eine solche Forderung zu stellen?“, fragte sie mit strenger Stimme.
„Daleks beantworten keine Fragen von niederen Spezies!“
„Bitte?!“

Irgendwie ging dann alles ganz schnell.
Eine der Wachen verlor die Nerven und versuchte mit seinem Speer auf den Dalek einzustechen.
Mit dem Ergebnis, das dessen Spitze einfach zersplitterte, als diese an dessen Hülle stieß und Stock und
Pony durch die Wucht einfach zu Boden geschleudert wurden.
„Alarm! Feindlicher Angriff! Sofort eliminieren! … Eliminieren! Eliminieren!“, schallte es über den Platz.
Aus den wie massive, langgezogene Schneebesen aussehenden Kanonen drangen grell leuchtende  Strahlen.
Wenn sie ein Pony trafen leuchtete sein Körper kurzzeitig so hell auf, das die einzelnen Knochen zu
erkennen waren.
Es bäumte sich dann auf und stieß einen grellen Schrei des Schmerzes aus.
Erst wenn das leuchten erlosch, verstummte es und fiel Tod zu Boden.
Fünf, Sechs, Sieben der Wachponys kamen so in wenigen Augenblicken um.
Bevor sie hier alle starben, teleportierte sich die Prinzessin mit den drei noch lebenden Wachen,
tief ins innere des Schlosses.
„Was. Bitte. War das. Gerade?“, fragte eine der Wachen mit Schnappatmung.
Noch nie war hier jemand gestorben. Zumindest konnte sich keiner daran erinnern, jemals ähnliches
erlebt zu haben.
„Nun, offenbar werden wir von äußerst aggressiven Wesen angegriffen“
„Und was machen wir jetzt?“, fragte eine andere.
„Nun, ich schlage vor, wir trommeln erst einmal alle zusammen, die noch hier sind. Dann sehen wir
 weiter“, antwortete die Prinzessin. Alle Anwesenden nickten zustimmend.
Dann setzte sich der kleine Tross in Bewegung.
„Haben sie schon eine Idee, wie wir den Gegner besiegen können?“, fragte schließlich eines der Wachponys.
„Ehrlich gesagt Nein. Noch nicht“, Gab die Prinzessin schließlich zu.
Jedes normal Pony wäre bei dieser Antwort aus den nicht vorhandenen Latschen gekippt,
doch diejenigen, die schon länger am Hof arbeiteten wussten, dass ihre Herrscherin bei besonders
wichtigen und schwierigen Entscheidung immer erst längere Zeit ihre Möglichkeit abwog, sich sogar
beriet, bevor sie eine solche traf.
Manchmal führte das sogar zu Selbstgesprächen.
Es beunruhigte die Drei deshalb nicht besonders, sondern im Gegenteil, es beruhigte sie, das ihre Führung
keine übereilte Entscheidung traf, die sie womöglich nur noch stärker gefährdete.
Auf ihrem Weg machten sie noch schnell Halt und holten die Elemente der Harmonie aus ihrem speziell
gesicherten Lagerraum im Turm.
Die könnten sie sicher noch brauchen.
Zeitgleich setzte sie einen Brief an ihre Schülerin im knapp 20 Kilometer entfernten Ponyville auf,
in dem sie sie vor der Gefahr warnte und ihr auftrug, die Bewohner in Sicherheit zu bringen.
Dann setzten sie ihren Weg fort.

Vorerst unbemerkt von den Ponys im Schloss brach draußen die Hölle los.
„Die Lebensformen auf diesem Planeten akzeptieren nicht die Vorherrschaft der Daleks! Sie werden die
 Konsequenzen tragen und die Vorherrschaft der Daleks akzeptieren lernen!
 Eliminiert alles was sich bewegt! Eliminieren! Eliminieren! Eliminieren!“,
schallte es aus der größten der Untertassen durch die ganze Stadt.
Die Ponys auf den Straßen und diejenigen, welche die seltsamen Schatten aus den Häusern und
Geschäften gelockt hatte, standen vom Schock gelähmt da und sahen sich mit geweiteten Augen an.
Als der erste Schuss fiel, brach blanke Panik aus.
Viele versteckten sich in ihren Häusern, verbarrikadierten Türen und Fenster und hofften so den Angriffen
zu entgehen.
Andere liefen zum Schloss, dem vermeintlich sicherstem Ort in der ganzen Stadt,
und versuchten dort unterzukommen.
Der Rest versuchte die Stadt gänzlich zu verlassen und über schmale Bergpfade die noch sicheren,
dichten Wälder am Fuß des Berges zu erreichen.
Doch aus den Drei vor Ort verbliebenen Untertassen strömten immer mehr dieser metallenen Kegel,
die anderen waren irgendwohin verschwunden.

Diejenigen, die sich verschanzt hatten, hofften einfach, das die Daleks sie nicht finden würden, doch
leider verfügten diese über eine fortgeschrittene Technologie und so fanden sie jedes Lebenszeichen.
Entweder drangen sie in die Häuser einzeln ein, und erschossen dort die Ponys, oder die Schiffe legten
einfach mit ihren Kanonen, in wenigen Augenblicken, gleich den ganzen Straßenzug in Schutt und Asche.
Auch die, die versuchten aus der Stadt zu kommen, waren auf den schmalen Wegen ein leichtes Ziel.
Reihenweise fielen leblose Ponykörper vom Berg und zerschellten beim Aufschlag aus 300 Metern Höhe,
auf den Felsen am Boden. Schnell war der Süden der Stadt ein brennendes Inferno.
Die Daleks kamen auf das Schloss zu.

Im inneren des Schlosses hatten sich zwischenzeitlich alle im großen Ballsaal eingefunden und
diskutierten hitzig.
Darunter waren neben Prinzessin Celestia, auch ihre Schwester Prinzessin Luna, der Captain der
Königlichen Garde, Shining Amor und ohne hin jeder, der zu dem Zeitpunkt dort anwesend war.
Manche wollten kämpfen, andere lieber Aufgeben und andere versuchen ein Abkommen aushandeln.
Sie waren sich noch lange nicht einig, da drang die Ansprache der Daleks zu ihnen vor.
Auch drangen schon die erste Explosion und Schreie zu ihnen durch.
Sofort war allen klar, jetzt blieb ihnen nur noch die Flucht, und die Aufgabe, so viele Ponys wie möglich
in Sicherheit zu bringen.
Für den Fall einer Belagerung war die Stadt über ein Netzwerk unterirdischer Geheimgänge mit dem Tal
verbunden.
Deren Vorhandensein wurde nun, nach über Eintausend Jahren seit ihrer Planung, zum ersten Mal
überlebenswichtig.
Ein kurzer Überblick brachte jedoch die Gewissheit, das nur noch die Zugänge in Schlossnähe und am
nördlichen Rand zugänglich waren.
Die Gruppe Teilte sich auf.

Dort, im Norden der Stadt, materialisierte in einer unscheinbaren Straßenecke eine seltsame,
blaue Kiste aus Holz, über deren Tür die Aufschrift „Police Public Call Box“ zu finden war.
Diese öffnete sich leicht und aus ihrem inneren schallte: „It´s the end of the world, as we now it“, von REM.
Die beiden Pegasus Hengste im inneren der TARDIS amüsierten sich über den Musikgeschmack des
ihrer Raum Zeit Maschine
„Und, wo sind wir gelandet, Doktor?“, fragte der dunkelblaue von den Beiden, welcher ein hellblaues
Hemd trug, den blassbraunen, mit der schwarzen Fliege um den Hals, welcher an der Steuerkonsole
seines Schiffes stand.
„Den Anzeigen nach, in Canterlot. Zwei Tage nach unserer Abreise. Das trifft sich gut, ich kenne da so
 ein paar Ecken, wir werden sicher viel Spaß haben, Jack“, antwortete er mit unheilvollem Unterton.
„Das wird langsam Unheimlich, Doktor. So kenn ich dich gar nicht“, erwiderte der Blaue.
„Ach komm schon Harkness, so mein ich das doch nicht“, reagierte der Doktor leicht empört.
„Na dann ist ja gut“, antwortete Harkness grinsend, dann verließen die Beiden die Zeitkapsel.
Wo sie gelandet waren, konnte man nicht erkennen, was in der Stadt passierte, Rauchwolken konnten
schließlich auch von einem Häuserbrand herrühren.
Und das war nun wirklich nichts, womit sich ein ehemalige Zeitagent und ein Timelord herumschlagen
mussten. Wozu gab es denn schließlich eine Feuerwehr.
So hatten sie schon fast den halben Stadtteil durchquert, da ertönte eine laute, metallische Stimme
über den Dächern.
„Alarm! Der Doktor wurde entdeckt! Der Doktor ist ein Feind der Daleks! Suchen! Finden! Eliminieren!“
Die beiden sahen sich an, ihnen war sämtliche die Farbe aus dem Gesicht gewichen.
Kurz darauf nahm der Doktor die Beine in die Hufe und rannte wie von der Tarantel gestochen los.
Harkness hatte mühe, mit ihm mitzuhalten. Selbst wenn er hätte fliegen können, was sie wegen der
Gefahr von den Daleks entdeckt zu werden, unterließen.
„Doktor, was hast du vor?“
„Na was wohl. Ab in die TARDIS und weg hier. Wir finden schon ein Plätzchen. Das Universum ist groß“
„Das ist doch nicht dein Ernst?!“
„Oh doch“
„Doktor!“
Das Zeitschiff war quasi schon in Sichtweite, da schossen die ersten Strahlen an ihnen vorbei.
Die ersten Daleks hatte sie fast eingeholt.
„Der Doktor muss Eliminiert werden!“, hörten sie hinter sich.
Nur mit Mühe konnten sie den weiteren Angriffen ausweichen.
Der Timelord erreichte mit einigem Vorsprung seine Zeitkapsel, öffnete die Tür, schlüpfte hindurch
und knallte sie in seiner Panik schnell zu, seinem Freund direkt vor die Nüstern.
Noch während er sich mit einem Huf die schmerzende Schnauze hielt, ertönte aus dem inneren der
Holzbox das typische Startgeräusch der Tardis.
Als Harkness realisierte, was da geschah, wurde die Tür bereits durchsichtig.
„Das kannst du nicht machen, Doktor!“, rief er aufgebracht. „Doktor!“
Da traf ihn eines der Geschosse und es wurde schwarz um ihn.
Das hölzerne Objekt löste sich endgültig auf, zurück blieb nur ein leblos auf dem Pflaster liegendes
Pegasus Pony.

Die aufgeteilte Gruppe hatte alle Hufe voll zu tun.
Celestia war in ihre nahe Schule für begabte Einhörner geeilt.
Erleichtert stellte sie fest, das diese noch nicht angegriffen worden war.
,Lange dürfte dem aber nicht mehr so sein’, dachte sie sich und beeilte sich hinein zukommen.
Sie fand ihre Schüler und Lehrer versteckt im Keller vor.
Die Erwachsenen hatten ihre liebe Mühe damit, alle davon zu überzeugen, das es das beste wäre,
die Stadt unverzüglich zu verlassen.
Gerade die jüngeren, zumeist einheimischen Fohlen, wollten auf ihre Eltern warten.
Erst nachdem sie allen offenbart hatte, das ein großer Teil der Stadt bereits zerstört sei und die
Wahrscheinlichkeit dafür, dass dort noch jemand raus käme eher gering war, folgten ihr auch die Letzten.
Schluchzen drang aus den Reihen an ihr Ohr.
Eigentlich wollte sie mit der Wahrheit noch nicht rausrücken, doch die Zeit war für lange Diskussionen zu
knapp, und wenn dann die einzige Option blieb, einen Teil der Fohlen zurück zulassen,
dann wählte sie lieber diesen Weg.
Durch einen Wust an Gängen führte sie ihre Gruppe an den tiefsten Punkt unter dem Haupthaus.
Die Luft dort war abgestanden und roch nach warmen Staub.
Mit einem kurzen Aufleuchten ihres Horns ließ die Prinzessin eine massive, alte Holztür am Ende des
Ganges erscheinen.
Sie schwang auf und die gesamte Gruppe betrat den Gang, der nun von hellen Kristallen erleuchtet wurde.
Nachdem alle den Keller verlassen hatten, schloss sie die Tür, welche augenblicklich wieder mit der
Wand verschmolz, als wäre sie nie dagewesen.
Sofort machten sie sich auf den langen Weg nach Unten.
Celestia hoffte, die anderen wohlbehalten dort, oder an einem der Knotenpunkte anzutreffen.

Unterdessen war Jack Harkness wieder aufgewacht.
Seit einem Vorfall in seiner Welt, bei welchen die seinerzeitige Begleiterin des Doktors die Energie des
Zeitmahlstroms absorbiert hatte und mit dieser Macht nicht nur die Daleks, gegen die sie damals
kämpften, vom Himmel fegte, sondern ihn zudem auch Wiederbelebte, konnte er nicht mehr sterben.
Egal, was mit ihm passierte, er wachte irgendwann wieder auf. So auch hier.
Gedankenverloren lief der durch die Straßen.
Sein vermeintlich bester Freund hatte ihn einfach zurückgelassen. Traurig, und zugleich wütend,
lief er durch die Gegend, ohne auf seine Umgebung zu achten, wodurch er mit einer größeren
Ansammlung von Ponys zusammenstieß, welche versuchte, sich ihren Weg durch das Chaos zu bahnen.
Das Pony, das er um gerempelt hatte, trug eine lila-goldene Rüstung.
„Verzeihen sie Sir, ich bin wohl grade etwas neben der Spur“, entschuldigte er sich, während er ihm
aufhalf. Er wusste recht gut, wenn er jemandem gegenüberstand, den er mit seinem Charme nicht
beeindrucken konnte.
Zumal er dazu nicht in der Stimmung war.
„Schon in Ordnung. Wir müssen Weiter!“, rief das weiße Einhorn in die Gruppe, welche sich sogleich
wieder in Bewegung setzte. „Kommen sie, wir kennen einen sicheren Weg hier raus“, rief er Harkness zu.
„Und wie?“, fragte dieser leicht skeptisch.
„Es gibt Jahrhunderte alte Geheimgänge unter der Stadt, welche zum Fuß des Berges führen, über die
 können wir unbemerkt entkommen“, erklärte das Einhorn. Das war wirklich die beste Idee.
Von einem Dalekstrahl getroffen zu werden ist nicht die angenehmste Erfahrung, wie er aus eigenen
Erlebnissen wusste.
„Okay, wo geht’s lang?“
„Dort müssen wir hin“, zeigte das Rüstungspony auf das Bergmassiv. „Da liegt der am schnellsten zu
 erreichende Eingang“
Sie konnten nach einiger Zeit schon die Tür sehen, welche von einem pinken Alicorn geöffnet wurde,
da tauchten die ersten einzelnen Daleks hinter ihnen auf.
„Halt! Stehenbleiben! Ihr werdet Eliminiert!“, rief einer und zappelte dabei wild herum.
Die Ponys begannen zu galoppieren, doch eines nach dem anderen fiel leblos zu Boden.
Harkness bemühte seinen Revolver, aber der war erwartungsgemäß nutzlos gegen diese Dinger.
Nachdem das letzte überlebende Pony das Loch passiert hatte, schloss sich die Tür, welche zu einem Teil
des Felsens wurde. Siebzehn Ponys hatten es nicht geschafft.
„Verdammt“, sagte das Einhorn mit der Rüstung.
„Das wird sie nicht lange aufhalten“, murmelte Harkness, während er etwas auf dem ledernen Ding
herum tippelte, das er um seinen linken Huf trug.
Der Vortexmanipulator zeigte eine holographische Darstellung des gescannten Tunnelsystems.
Der Captain hatte das natürlich gehört.
„Woher wollen sie das wissen? Das ist der beste Tarnzauber den es gibt“, sagte er leicht aufgebracht.
„Ja, und das da draußen sind immer noch Daleks. Die würden den ganzen Planeten sprengen, nur um uns
 umzubringen“, erwiderte Harkness so leise, dass nur das Einhorn es hörte.
„Sie kennen diese Dinger?“, frage dieser es ebenso leise.
„Nur zu gut“, antwortete der Blaue etwas mürrisch.
„Dann können sie uns helfen, diese …“
„Da gibt’s nichts zu helfen. Der einzige, der vielleicht etwas gegen die hätte unternehmen können, hat
 entschieden sich abzusetzen. Wir können nur hoffen, das die irgendwann einfach verschwinden, wenn
 sie glauben, das alles tot ist“, unterbrach er ihn.
„Wer sind sie?“, fragte das Einhorn misstrauisch.
„Und wer sind sie?“, fragte der Pegasus zurück.
„Shining Armor, Captain der königlichen Garde“
„Captain Jack Harkness, ehemaliger Zeitagent.“
Auf dem Weg durch den Tunnel erzählte er dem anderen, ohne das der Rest etwas davon mit bekam,
was es mit ihm und dem Doktor auf sich gehabt hatte.
Nur in gröbsten Zügen, aber genug, das es den weißen Hengst erstaunen ließ.
Allerdings beschloss er auch, entgegen der Order, das alles ungewöhnliche, von dem die Gardisten
erfuhren, sofort zu melden war, dass dieser Harkness das alles lieber selbst der Prinzessin erzählen sollte.
Celestia würde ihn wahrscheinlich für unzurechnungsfähig erklären, wenn er ihr, vor allem nach diesem
Tag, von Zeitreisen, anderen Realitäten und solchem Zeug erzählte.

Prinzessin Luna hatte, obwohl sie noch lange nicht wieder ihre volle Stärke besaß, freiwillig den wohl
schwierigsten Flecken genommen.
Südlich des Schlosses befand sich ein Stadtteil, der noch völlig unversehrt zwischen dem Berghang und
den Daleks lag.
Und welcher noch voller Ponys war.
Über einen der Verbindungsgänge hatte sie diesen unbemerkt erreicht.
Nun sammelte sie die Bewohner ein, zu welchen sowohl normale Ponys als auch Adlige und Reiche
Bewohner der Stadt zählten.
Ein Tross aus etwa 30 Huftieren war schon zusammen gekommen, da hatten sie den ersten Kontakt mit
den Angreifern.
Fünf Daleks tauchten aus einer brennenden Seitengasse auf.
Anstatt aber in Panik weg zu galoppieren, nahmen es einige Einhörner aus der Gruppe mit den wenigen
Gegnern auf und waren völlig überrascht, als von den so gefürchteten Wesen nur noch rauchende
Schrotthaufen übrig waren.
Mit dem Wissen, etwas gegen sie in den Hufen zu haben, machten sie sich selbstsicherer wieder auf den
Weg zum Eingang.
Sie kamen gut durch, schnell waren 200 Ponys zusammen.
Aber immer mehr Daleks tauchten auf und so kämpften sich die Ponys alle gemeinsam,
ohne Unterscheidung in Stand und Schicht, den Weg in Sicherheit frei und halfen sich gegenseitig.
Das funktionierte deshalb so gut, weil sich die magischen Attacken der Einhörner immer in ihren
Signaturen unterschieden und die Außerirdischen so nicht ihre Schilde an diese anpassen konnten.
Viele Daleks wurden Zerstört, nur wenige Ponys starben.
Es sah ganz gut aus für die dritte Gruppe.
Doch dann änderten die Daleks ihre Angriffsstrategie.
Über der Stadt bezog eine der Untertassen Stellung. Wenige Augenblicke später fielen die ersten Bomben.
Das ganze Plato begann zu beben, der Boden bekam Risse.
Schließlich brachen an den Rändern erste Stücke ab und stürzten in die Tiefe.
Das Fundament der Stadt begann unter ihren Hufen zu zerbrechen.
Nun bekamen die Ponys Panik und begannen um ihr Leben zu galoppieren.
Das rettende Loch im Fels war schon zum greifen nah, die ersten aus der Gruppe hatten es schon in
Sicherheit geschafft, da tauche aus dem Hinterhalt eine große Menge an einzelnen Daleks auf.
Diese schossen auf die langgezogene Gruppe, die sich nun nicht mehr wehren konnte.
Im Augenwinkel sah die Prinzessin die Türme des Schlosses auseinanderbrechen,
während die Hauptgebäude im Boden zu versinken schienen.
Immer mehr Ponys fielen leblos zu Boden.
Schließlich brach auch das letzte Stück ab, das auf dem sie gerade liefen.
Für die Sechs noch lebenden Ponys, die mit den Stück in die brennende Tiefe rauschten,
konnte Prinzessin Luna nichts mehr tun.
Sie musste fliegend versuchen das Tor zu erreichen, in dem ihre Schützlinge auf sie warteten.
Die Ponys im Gang feuerten sie an, die Einhörner unter ihnen versuchten die Daleks auf Abstand zu
halten, und die Prinzessin mit Schilden zu schützen, doch dem Dauerbeschuss dieser hatten sie nichts
entgegenzusetzen.
Wenige Meter vor der Tür wurde das nachtblaue Alicorn von einem der Strahlen gestreift.
Vom Schmerz gelähmt konnte sie ihren Flug nicht mehr kontrollieren und knallte neben der Tür
gegen die Felswand. Die Gruppe im Gang rief schockiert nach ihr, doch die Prinzessin konnte nicht antworten.
Die Daleks drohten auf die Ponys zu schießen, und wenn sie in das Tunnelnetz gelangten, dann wären
auch alle anderen dort in Gefahr, weshalb sie mit letzter Kraft die Tür verschloss,
welche auch augenblicklich verschwand, bevor sie von einem weiteren Strahl direkt getroffen wurde
und sie nun eine wohlige Schwärze umfing und der Schmerz verschwand.
Leblos fiel ihr Körper von der Felswand hinunter in die brennenden Trümmer am Fuß des Berges.

Auch im knapp 20 Kilometer entfernten Ponyville hatte man mit Schrecken verfolgt,
wie die einstmals stolze Hauptstadt Equestrias, eine gewaltige Säule aus Rauch und Staub hinterlassend,
vom Horizont verschwand.
Von dem Drama das sich dort abgespielt hatte, bekamen sich jedoch nichts mit.
Doch nun bewegten sich diese rotierenden Scheiben recht schnell auf das kleine Dorf zu und viele dürften
geahnt haben, was ihnen bevorstand.
Aber auch sie verhielten sich wie die Bewohner der Stadt am Berg, viele flüchteten in dem im Bahnhof
wartenden Zug nach Appleloosa, der verzweifelt auf Abfahrt wartete.

Im unteren Teil des Höhlensystems waren mittlerweile die Gruppen von Celestia, sowie Shining Armor
und Cadence zusammengetroffen.
Gerade dort waren die Auswirkungen des Kollapses sehr ausgeprägt zu spüren gewesen.
Der ganze Berg hatte gebebt und auf die Ponys war ein Regen auch kleinen Steinchen und Staub nieder
gegangen.
Als die Spitze zusammenbrach, schoss eine dichte Wolke aus Schutt und Staub durch die Tunnel,
welche nur durch eine magische Barriere, sowie einem Verschluss der Tunnelröhre, aufzuhalten war.
Die Gruppe ihrer Schwester Luna hatten sie noch immer nicht angetroffen, obwohl sie das längst hätten
tun sollen.
So langsam begann sich das weiße Alicorn Sorgen zu machen, was sie aber nicht nach außen hin zeigten
wollte.
Erst kurz vor dem Ende des Weges trafen sie auf eine kleine, verwirrt wirkende Gruppe von Einwohnern.
Die Ponys machten einen erschöpften Eindruck, viele wiesen Schürfwunden auf, das Fell vom Staub ganz
grau und ausgebleicht. Als sie auf die Gruppe um Celestia trafen, fuhren sie beim Anblick der Prinzessin
leicht zusammen.
Das gefiel dem Alicorn gar nicht.
Dabei ging es nicht um das verhalten der Ponys selbst, sondern um den vermutlichen Umstand, der für
ihre Verfassung verantwortlich war.
„Wo ist Prinzessin Luna?“, fragte sie vorsichtig, als würde sie die Antwort schon ahnen.
Als sie sah, wie sich die Blicke der eben aufgefundenen veränderten, zog sich ihr Herz zusammen.
„Es tut uns so leid, eure Hoheit …“, begann einer aus dem Tross, der offenbar zur höheren Schicht gehört
haben musste.
Die Prinzessin musste sich setzen, auch alle anderen Anwesenden hatten nun einen betroffenen Blick in
ihren Gesichtern, denn jeder wusste nach dem heutigen Tag, was diese Worte bedeuten mussten.
Es sollte eine ganze weile dauern, bis wieder Bewegung in die Menge kommen sollte.
Die Ponys berichtete, was dort Oben vorgefallen war und nicht wenige zeigten sich schockiert darüber,
das ihre Stadt einfach verschwunden sein sollte, auch wenn nichts den Tod eines Mitglieds der
königlichen Familie überschatten konnte.
Celestia hatte den ganzen nur mit einem Ohr zugehört, stattdessen arbeitete sie mit Gefühlen, die sie so
schon lange nicht mehr in ihr Bewusstsein gedrängt hatten.
Hass und Verachtung.
Sie musste sich erst einmal selbst wieder unter Kontrolle bringen, denn auch wenn sie es alle glauben
ließ, sie war auch nur ein Pony, und bestand deshalb auch aus mehr als nur einem freundlichen
Dauerlächeln.
Sie fasst einen Entschluss.
Egal wie, sie würde schon einen Weg finden, wie sie diese Daleks zum Tartarus schicken konnten und
dann mit dem, was von ihrem Volk übrig war, ein neues Equestria aufbauen.
Wenn sie das vor knapp Zweitausend Jahren geschafft hatten, ohne ihre Erfahrungen und ihrem Wissen
von heute, dann sollte das doch eigentlich kein Problem werden.

Einige Tage hatten sie in der großen Kammer am Ausgang ausharren müssen, erst dann war der Boden
nach dem großen Feuer soweit abgekühlt, und der Rauch abgezogen, sodass sie hinaustreten konnten,
in die gewaltige Einöde, die jetzt mehr den Bad Lands glich, als ihrem Equestria.
Glücklicherweise waren die Notrationen immer aufgestockt und erneuert worden, sodass sie nicht verhungerten.
Die Moral vieler Ponys fiel jedoch noch weiter ab.
Eine gefühlte Ewigkeit durchquerten sie dieses nichts, bis sie den nördlichen Rand des Everfree Forest
erreichten.
Es erstaunte die Ponys, das dieser gefürchtetste Flecken Erde offenbar alles nahezu unbeschädigt überstanden hatte.
Viele fasste neuen Mut.
An den Ruinen des alten Schlosses, welches Celestia nach noch genug Schutz bieten dürfte,
trafen sie auf eine größere Anzahl an Ponys aus Ponyville, angeführt von Celestias Schülerin Twilight und ihren Fünf
Freundinnen, welche vor den Angriffen in den Wald geflüchtet waren.
Sie begannen sich einzurichten, dieser Ort würde wohl für die nächsten Jahre der zentrale Anlaufpunkt für
alles sein, was in der Ponywelt passierte.
Als Harkness kleines Gerät anzeigte, das die Außerirdischen offenbar abgezogen waren,
begannen die großen Arbeiten.
Das ehemalige Schloss sollte wieder auf - , aber auch ausgebaut und vergrößert werden.
Baumaterial holten sie aus dem, was von Canterlot übrig geblieben war.
Dabei fand man zwangsläufig die Überreste jener, die es nicht geschafft hatten.
Sie wurden provisorisch, aber würdevoll, in einem großen Massengrab am Rand des Trümmergebietes
beigesetzt, für welches Celestia mit ihrer Magie, aus geborstenen Granit, einen wunderschönes Denkmal
als Grabstein schuf.
Die für den Transport des Baumaterial benötigten Schienenfahrzeuge, fand man südlich des Ghastly Gorge,
erstaunlicherweise waren dort fast alle kleinen Siedlungen verschont geblieben.
Als alle Ponys und das Material von dort weggeholt waren, demontierte man die Gleise und Brücken,
um damit die Baumaßnahmen voranzutreiben.
Auch an der Erkenntnis, das die Daleks gegen Magie schutzlos waren, wurde geforscht.
Letztlich fasste man den Plan, sollten sich die Wesen wieder blicken lassen, alles an Magie auf sie zu feuern,
was sie hatten.
Auch die Energie der Elemente der Harmonie.

Vier Monat nach Tag X war es dann soweit. Die gesamte Flotte von Zwölf Dalekschiffen bewegte sich
auf das Lager der Ponys zu.
Als der erste Schuss fiel, gab es kein Halten mehr.
Die Einhörner nahmen sich die einzelnen Dalekgruppen vor, während die Elemente direkt auf die Schiffe
feuerten.
Drei Schiffe explodierten in kurzer Zeit nach einander, doch schon beim Vierten gab es Probleme.
Es hatte bereits seine Schilde teilweise an die immer gleiche Signatur dieser starken Magie anpassen
können, so dass es erst nur schwer beschädigt wurde und erst beim Aufprall in einem Feuerball aufging.
Die Restlichen waren danach immun, zumal die Reserven so langsam aufgebraucht waren.
Es sah schlecht aus für die Ponys, sodass sich die Sechs Freundinnen zu einer Verzweiflungstat
gezwungen sahen und alle ihre noch vorhandene Energie in ein Feld steckten, das alles verstecken sollte,
das sich innerhalb dieser Bäume befand.
Von den Sechs blieb nichts als ihre Edelsteine, die zerbrochen zu Boden vielen.
Prinzessin Celestia sah sah man danach Tagelang nicht.
Es sollte eine Weile dauern, bis sie wieder den Mut fand, weiter zu machen.

Monate Später sichtete man eine dicke, sich bewegende Wolke aus Ruß und Wasserdampf am Horizont.
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