Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Steampunk - Mit Volldampf ins Abenteuer

GeschichteAbenteuer, Sci-Fi / P18
Discord König Sombra OC (Own Character) Prinzessin Celestia Prinzessin Luna Twilight Sparkle
22.09.2017
17.09.2020
20
114.718
2
Alle Kapitel
11 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
29.05.2019 5.236
 
„Ah, das war gut“, lehnte ich mich gut gesättigt im Stuhl zurück, „Wirklich lecker“
„Danke“, sagten Steffen und Taube, sichtlich erfreut über das Gelingen ihrer Kochaktivität.
Alle Anderen schienen mir mit entsprechenden Geräuschen oder Gemurmel zuzustimmen.
„Was machen wir den heute noch so?“, fragte Lemon auf einmal in die sich daraufhin bildende
Gesprächslücke.
„Hm, gute Frage“, antwortete ich.
„Wie wäre es, wenn wir uns darüber informieren, wie es mit unserer Hütte ausschaut, ob die
 überhaupt noch uns gehört“, warf Steffen ein.
„Guter Punkt, sollten wir machen“, stimmte ich zu.
„Und wie erklärt ihr die Beiden und mich?“, Taube wirkte etwas verunsichert.
„Bleib ganz locker, wird sich schon ein Weg finden, Schatz. Ich glaub nicht, das man uns da Steine
 in den Weg legen wird, da hatte ich mehr angst davor, das eure Prinzessin uns da Probleme macht“
„Denk ich auch, zumal, was wollen die jetzt noch dagegen machen?“, kommentierte ich grinsend.
„Ich denke, das lässt sich alles vor der Feier heute Abend klären“
„Ach, wieder so ne Veranstaltung? Muss das sein?“, warf Steffen unerfreut ein.
„Fürchte schon. Wie letztes Mal, ein paar Stunden gute Miene machen, das alle zufrieden sind, und
 dann hauen wir da ab“, warf ich ebenfalls seufzend ein.
Das letzte mal war wieder so ein Epos an Langeweile gewesen, das ich mir ernsthaft überlegte,
bei den Unterhaltungsmedien nicht heimlich etwas nachzubessern.

„Wie wäre es erst einmal mit einer Entschuldigung?“, platzte es plötzlich aus meinem Onkel heraus,
er war definitiv nicht bester Laune.
„Äh, wie?“, fragte ich deutlich verwirrt, weil ich es nicht verstand. Was hatte ich falsch gemacht?
„Nu lass gut sein, Heinz“, sprach Steffen noch in einem beschwichtigen Tonfall, doch es wirkte
nicht.
„Um deinem Hirn, das sich aus lauter Angst vor dem Zorn irgendeiner Prinzessin ewig schuldig
 fühlt, aber an uns, deine Familie und enge Freunde, keinen einzigen Gedanken der Sorge zu
 Verschwenden scheint, ein wenig auf die Sprünge zu helfen“, er musste einmal tief Luftholen,
doch die Pause reichte, damit mich die Bedeutung seiner Worte schon wie ein Schlag ins Gesicht
treffen konnte. Mir war sofort klar, um was es ging, und wie verdammt recht er damit hatte.
Und das er alles Recht der Welt hatte, so sauer auf mich zu sein.
Ich wagte es nicht, ihn zu unterbrechen, sondern ließ ihn ausreden.
„Du lässt uns einfach allein. Verschwindest einfach so, ohne Grund, ohne Nachricht, nicht mal
 einen zettel wie heute konntest du hinterlassen, und das obwohl du genau wusstest, das diese
 Dalek-Dinger im Anmarsch waren, und alles danach aussah, als wäre dieser verdammte scheiß
 Generator, der immer noch kaputt war, weil du uns in die Hauswand hast fahren lassen, und ihn
 nicht sofort repariert hast, als du es hättest können. Nein, der junge Herr muss einfach so in einen
 düsteren Wald rennen, wo alle hinterher gesagt haben: „Den seht ihr nicht wieder, der wurde wohl
 gefressen“. Und als du nach über Drei Wochen endlich wieder kommst, wo alle gesagt haben, das
 dauert nie so lange, egal wie, nach ein paar Tagen kommt man irgendwo raus, tust du gleich so, als
 wären für dich nur ein paar Stunden vergangen. Und dazu kommst du noch mit den zwei Fohlen
 da an. Wir hätten alle Tot sein können, verdammt. Das war so knapp“, er machte eine
bedeutungsschwangere Geste, in dem er seine beiden Vorderhufe ganz eng aneinander hielt.
Ich hätte es aber auch so verstanden.
„Wärst du dann wenigstens traurig gewesen, oder hättest du das auch einfach so hingenommen?“
Daraufhin verstummte er.
Ich konnte nur vermuten, das er jetzt eine Antwort, oder andersartige Reaktion auf seine Worte
erwartete. Es war mir bewusst, das er jedes Rest hatte, so sauer zu sein.
Und auch wenn sich seine Anschuldigungen wie ein Tritt in die Magengrube anfühlten, so trafen sie
doch voll ins Schwarze.
„Ja Onkel, hast recht. Tut mir wirklich leid, ich hätte nicht abhauen dürfen“, kamen mir die Worte
etwas zögerlich über die Lippen.
Denn auch wenn er nach seinem Standpunkt her absolut recht hatte, nach meinem, den Steffen
gleich folgend treffend rein grätschte, konnte ich nicht anders.
Auch wenn es natürlich nicht vorgesehen gewesen war, so lange abwesend zu bleiben, ich hatte ja
höchstens an ein paar Stunden gedacht.
„Sei mal nicht so streng mit ihm, Heinz, du weißt genau, wie gemein Torsten zu uns allen,
 gerade zu ihm, war. Kannst du ihm das wirklich so verübeln, das er da mal Abstand braucht,
 um den Kopf klar zu bekommen? Ging uns doch allen schon mal so?
 Das er sich dann im Wald verirrt hat, ist etwas unglücklich gewesen“
Ich war nicht sauer, kam mir nicht einmal bevormundet vor, vielmehr war ich froh, das er mich
tatsächlich verteidigte, obwohl er auch jedes recht hätte, sauer zu sein.
Aber vermutlich war Steffen es nur deshalb nicht, weil er Taube an seiner Seite hatte.
Mein Onkel schien über seine Worte nachzudenken.
„Stimmt schon, Steffen. Tut mir Leid, Alex, das ich so ausgetickt bin“
„Alles gut, Onkel. Versteh ich schon, bin ja auch etwas sauer auf mich selber“
„Wäre trotzdem nett, wenn du beim nächsten Mal eine kleine Nachricht mit deinen Absichten
 hinterlassen würdest“, sprach er mit einem grinsen.
„Mach ich“, antwortete ich ebenfalls grinsend.

Arrow und Lemon, die beide bisher eher teilnahmslos dabeigesessen hatten, meldeten sich nun zu Wort:
„Ohne dich würde der noch immer wer weiß was machen, und wir wären noch darin
 gefangen“, ließ Lemon verlauten, gefolgt von einem Nicken seiner Ziehbruders.
„Ich bitte dich, ohne euch Drei hätte das schnell im Desaster geendet“, widersprach ich entschieden.
„Wir wollten ohnehin mal fragen, wo er euch aufgeschnappt hat“, stieg Taube ein.
„Das ist eine ganz sonderbare Geschichte“, auf einmal waren die Geländer mit Rosen unterschiedlichster  
Blütenfarben bewachsen, interessante Düfte stiegen mir in die Nüstern, als erst Shadows Stimme ertönte,
bevor er dann selbst neben unserem Tisch auftauchte.
„Eure Celestia ist ja mal eine nette Gesellschaft, und mit etwas Kuchen ganz leicht glücklich zu
 machen“, sprach er, während er sich zu uns setzte.
„Worüber habt ihr euch denn unterhalten?“, fragte ich, schon ein klein wenig neugierig.
„Ach, ich hab nur in ihren Gärten die Sammlung seltener Rosengewächse bewundert und noch ein
 paar hinzugefügt, darüber sind wir dann ins Gespräch gekommen“
„Und worüber habt ihr so gesprochen?“
„Ach, sie war ganz erstaunt, nach, was für eine Zeitspanne hatte sie noch mal genannt, Elfhundert
 Jahren ein nicht-royales Alicorn zu sehen. Offenbar hattest du recht, sie sind alle spurlos
 verschwunden, wie das ganze Königreich“, in seinem Gesicht zeigte sich ein kurzer düsterer
Schatten, der aber schnell verflog.
Ich hatte zwar nur eine ungefähre Ahnung davon, welches Königreich er meinte,
aber ich wagte auch nicht nachzufragen.
Hinterher müsste man die Geschichte verkompliziert und ungenau wieder hervorkramen.
„Nun, ich hab ihr erzählt, das ich mit euch hergekommen bin, und sie möchte sich die ganze
 Geschichte gern von euch persönlich anhören“
„Das bedeutet wohl einen Trip nach Canterlot in den nächsten Tagen“, warf mein Onkel seufzend ein.
„Wie dem auch sei, da sie mich gebeten hat, auch diese Festivität aufzusuchen, muss ich jetzt los und
 mir noch eine neue Maske besorgen“
Er war schon wieder dabei, sich in Rauch aufzulösen, da sprach ich verwirrt: „Ähm, das ist doch nicht
 nötig“, da viel mir ein, dass er ja aus einer ganz fernen Vergangenheit stammt.
„Das ganze ist kein Maskenball“
Augenblicklich war er wieder da.
„Ich kann den Ponys doch nicht dieses entstellte Gestalt zumuten“, sprach er und deutete sich
bedeutungsschwanger ins Gesicht.
„Wo bist du denn entstellt?“, fragte Lemon ganz ungeniert.
„Ich weiß, ihr seit nur nett, das ihr das ignoriert, aber ich weiß, das sie da ist. Und ihr Beide seit
 wahrscheinlich einfach nur ganz andere Dinge gewohnt“, richtete er das letzte an Arrow und Lemon.
„Also ich sehe da auch nichts“, sprach Taube.
„Wie könnt ihr das nicht sehen?“, er deutete sich in die linke Gesichtshälfte.
Erste jetzt, wo er richtig drauf zeigte, fiel mir auf, das sich senkrecht durch sein dunkellilanes Fell ein
 feiner, fast schwarzer streifen Fell zog.
Das Auge, welches in dessen Verlauf lag, wirkte vollkommen intakt und unverletzt im Vergleich mit
dem anderen.
Wir sahen uns alle etwas verwirrt in der Runde an, bevor Taube wohl einen Verdacht hatte.
„Sag mal, Shadow, wie lange ist es her, das du mal ein einen Spiegel gesehen hast?“, fragte sie.
Er wirkte überrascht von dieser Frage, es dauerte einige Augenblicke, bis er zögernd antwortete.
„Das, ist schon eine ganze Weile her“
„Hab ich mir fast schon gedacht“, sprach Taube, „Liebes, könntest du etwas Abhilfe schaffen?“,
sprach sie mit der Tardis, als wäre es das normalste von der Welt, was sie offensichtlich auch schon
öfters getan hatte.
Tatsächlich erschien an der Wand neben Shadow ein großer Spiegel.
Wie wir alle drehte er seinen Kopf zu ihm hin, zuckte dann aber zurück, sprang gar mit einem
erschreckten Laut auf, als er wohl erkannte, um was es sich handelte.
„Shadow, es ist alles in Ordnung“, sprach ich sachte und berührte ihn leicht an der Schulter.
„Nein“, schrie er fast auf und drehte sich demonstrativ von dem Spiegel weg,
„Ich weiß, das ich abscheulich bin, ich muss das nicht sehen“
„Ach komm schon“
„Nein!“, trotzte er.
„Shadow, vertrau uns, da ist nichts, wofür du dich schämen müsstest“, sprach Taube.
Er zögerte, ersichtlicher Weise, denn er drehte den Kopf vorsichtig mehrmals Richtung Spiegel,
zucke aber immer wieder zurück, wenn er wohl in sein Sichtfeld geriet.
Karl-Heinz und Steffen sahen mich an, als wollten sie sagen:
„Du hast ihn angeschleppt, also ist er dein Problem“
Der Rest wirkte einfach nur etwas ratlos, genau wie ich.
Ich beschloss, es nochmal zu versuchen.
„Shadow, vertraust du uns?“, fragte ich.
„Ähm, ich glaub, dafür kenne ich euch noch nicht genug“, ließ er verlauten.
Auch wenn wir ihn alle im ersten Moment unglaubwürdig anstarrten,
verübeln konnte ich es ihm nicht.
Ich meine, niemand von uns wusste etwas über ihn.
Keine Informationen darüber, wie lange er wirklich in diesem Albtraumstein-Dingens gefangen
gehalten wurde, noch, was überhaupt dazu geführt hatte.
War es Eigenverschulden, oder eine Strafe?
Ich nahm mir vor, sollte er von sich aus nichts erzählen, ihn zumindest mal danach zu fragen,
würde ihn aber nicht zwingen zu antworten.
Über soviel Sozialverhalten verfügte ich dann doch.
„Das ist völlig in Ordnung“, entgegnete ich, und erntete dafür wiederum einen ungläubigen Blick von
ihm, „So etwas braucht Zeit, aber wenn zumindest ein Ansatz von Vertrauen da ist, sieh in den Spiegel“
Er versuchte erkennbar, sich zu überwinden.
„Atme nochmal tief durch und dann schau einfach rein“, griff Taube noch einmal ein.
Deutlich hörbar atmete er ein und aus.
Meinem Maul wollte schon der nächste, ach so kluge Ratschlag entfleuchen, aber da warf Taube mir
schon einen warnenden Blick zu und auch Shadows Flügel würgte mich gleich ab.
„Da braucht er jetzt seine eigene Zeit für“, raunte mir Arrow von der Seite aus zu.
„Aha“, erwiderte ich.
Ich trank gerade einen Schluck, als Shadow sich letztlich doch überwand, und sich mit geschlossenen
Augen dem Spiegel zuwandte. Er öffnete erst langsam das rechte Auge und dann schlagartig beide.
Er ging mit dem Gesicht richtig nah ran.
„Das ist unglaublich“, sprach er heiser, sich mit dem Huf durchs Gesicht fahrend,
„Man sieht ja wirklich so gut wie nichts mehr“
„Haben wir doch gesagt“, sprach ich leise, und bekam sofort einen Huf in die Rippen,
offenbar war der Kommentar unangebracht, egal, wie freundlich ich ihn betont hatte.
Deshalb schob ich sofort ein:„Tschuldigung“, hinterher.
„Haste was gesagt?“, kam es von Shadow.
„Ähm, ne“, sprach ich schnell.
‚Puh, hat offenbar nicht zugehört. Glück gehabt‘, dachte ich mir.
„Möchtest auch noch etwas essen?“, fragte ich ihn.
„Och nein, das muss nicht sein“, er wirkte etwas abwesend.
„Hast wohl auch keine Lust, von einem Haufen fremden belagert zu werden, hm?“
„Wirkliche Vorfreude verspüre ich nicht“, sprach er unverändert
„Willkommen im Klub“, seufzte Steffen.

Es dauerte noch etwas, dann hatten wir unser Mahl vollständig beendet und alles gemeinsam
abgeräumt.
Shadow hatte sich daraufhin wieder verabschiedet, der Rest von uns beschloss, dem Rathaus einem
Besuch abzustatten, um ein wenig Licht ins Dunkel der Sachlagen zu bringen.
Es dauerte zwar eine ganze Weile, bis uns die Bürgermeisterin in ihr Büro rief, dann aber konnten wir
das meiste recht schnell und unbürokratisch klären.
Die alte Villa am Berg war noch immer auf uns eingetragen, nur hatte jeder von uns Vier noch immer
2000 Bits abzuzahlen.
Taube übernahm freundlicherweise Torstens Anteil.
Was Arrow und Lemon anging, wir ließen in ihrer Geschichte ein wenig was aus, sodass aus dieser
seltsamen Wachsiedlung ein kleines Dorf im Wald wurde, konnte man so doch immer noch ihre etwas
andere Verhaltensweise erklären.
Für die örtliche Schule waren sie beide schon zu alt, trotzdem sollten wir uns an Cheerilee wenden,
wenn es große Wissenslücken geben sollte, die geschlossen werden müssten.
Nach einigen weiteren, langweiligen Details waren wir dann nach etwa Dreieinhalb Stunden wieder
draußen.

Zurück am Lokschuppen stellten sich die Vorbereitungen für die Feier als sehr weit fortgeschritten dar.
Die Lokomotiven aus den ersten Sieben Ständen, welche rechtsseitig an die Werkstatt angrenzten,
waren vor die anderen Schuppengleise, beziehungsweise die Freigleise, verschoben worden.
Über die Gleise der nun freien Schuppenstände waren trapezförmige Zeltdächer gespannt,
die diesen perfekt, fast bis an die Drehscheibe verlängerten.
Dieser Bereich war mit Girlanden, Lampingjongs und ohnehin Dekoration jeglicher Art geschmückt.
Unter dem Zelt standen, auf einem zwischen die Schienen eingebrachtem, provisorischem Holzboden,
Reihen von Klappbänken und Tischen, die allerdings noch gänzlich leer waren.
Durch die Fenster der geschlossenen Schuppentore konnte man bereits grelles Licht rhythmisch
aufflackern sehen.
„Sind anscheinend noch am Proben“, kam es auf einmal von meinem Onkel.
„Gut mögl...“, ich kam gar nicht dazu, richtig zu antworten, da unterbrach mich lautes Knarzen,
als sämtliche Torflügel, von unzähligen Ponys zugleich, aufgedrückt wurden.
Zur selben Zeit zündeten mehrere von Pinkies Partykanonen und hüllten alles in einen Vorhang aus
Konfetti und Luftschlangen ein.
Sehr zum Ärger des Lokpersonals auf dem Schuppengleis gleich nebenan, welche trotz Trennwand
eine volle Ladung abbekam und das Konfetti erst einmal aus den geöffneten Schmiergefäßen der
Stangenlager ihrer Maschine pulen durfte, bevor sie diese mit neuem Öl auffüllen konnten.
Soweit das für mich erkennbar war, war ihnen der Verdruss deutlich anzusehen.
Doch niemand achtete auf sie, und auch wir fanden uns zu schnell mitten im Geschehen wieder,
als das wir hätten Hilfe anbieten können.

„Also eines muss man ihr lassen, sie legt sich jedes Mal mächtig ins Zeug“, sprach ich wenig später
anerkennend, als wir die aufwändige Dekoration und das reichhaltige Buffet auf beiden Seiten
der Bühne, welche mittig an der Schuppenrückwand aufgebaut war, sahen.
„Ja, das ist unglaublich. Aber sind nicht alle Ponys aus der Stadt, oder?“,
Taube wirkte wirklich fasziniert.
„Nicht wirklich, vielleicht Zweidrittel“, antwortete Steffen.
Dann wurden die Lautsprecher weiter aufgedreht.
„Es ist nur eine Sache“, ich machte eine bedeutungsschwangere Pause,
„Diese Technomucke ist noch immer nicht meins“
„Ja, aber ich hoff...“, wieder wurden wir unterbrochen.
„Hallo ihr Sechs. Naaaa, wie gefällt euch die Party bisher? Wir kennen uns ja so alle schon,
 deswegen ist es diesmal keine Überraschungsparty, und muss ja auch niemanden groß vorstellen,
 ich hoffe ihr seit darüber nicht zu traurig“, tauchte Pinkie auf einmal zwischen uns auf.
„Hey, wo ist denn eigentlich euer dunkellila Alicorn mit der ungewöhnlichen Zeichnung hin?“
„Wenn du Shadow Song meinst, der steht da hinten am Buffet und lässt sich die Zitronentörtchen
 schmecken“, deutete ich zu dem Hengst hinüber.
„Ah, schön, dann lag ich mit meinem Gefühl ja doch richtig… Nur, wie kommt es, das ich sein
 Erscheinen nicht bemerkt habe?“
„Das ist der Vorteil, wenn man ein Geist ist“, stieg Shadow neben ihr aus einer nebeligen Rauchwolke,
wobei er in noch eines der Törtchen biss.
„Wow, klasse Trick Mister, den müssen sie mir unbedingt mal zeigen“, sie reagierte eher Neugierig,
doch dann sprang ihr Schalter schlagartig von Spaß wieder auf nachdenklich um,
„Hm, ich hab immer noch das Gefühl, das hier jemand fehlt, und solange kann ich die Party nicht
 offiziell starten“, murmelte sie und stapfte wieder von dannen.
„Ein überaus sonderbares Pony, diese Pinkie Pie“, sprach Shadow, sich wieder den Törtchen
zuwendend.
„Ja, ja das ist sie. Besonders wenn ihre Worte keinem roten Faden folgen“, erklärte ich.
„Verschwende mal nicht deine Zeit damit, die Bedeutung dieser Unterhaltung zu entschlüsseln“,
sprang Karl-Heinz noch rein.
„Mach ich nicht“

Da es noch nicht wirklich los ging, verbrachte jeder seine Zeit irgendwie anders, hauptsächlich,
indem man sich in Gespräche verwickelte.
Meistens fragten meine Gesprächspartner, wie es denn zu dem üblen Zustand unseres Gefährtes
gekommen war, gepaart oder getrennt von der Frage, was uns denn doch dazu bewegt hätte,
wieder hier her zu kommen.
Die Beiden dürften die Frage öfter gehört haben, aber das ein oder andere Mal wurde auch ich nach
Taubes Herkunft gefragte, da sie ja bei der Abfahrt nicht anwesend war.
Manche schienen schnell ihre Rückschlüsse gezogen zu haben, wenn auch nur Oberflächlich.
Mitten drin sprach mich dann jemand an, mit dem ich nicht gerechnet hatte.
„Sag mal Alexander, würdest du mir vielleicht ein paar Fragen beantworten?“
Ich wand mich überrascht um.
„Was machen sie denn hier, Doktor?“
„Nun, ich wollte mich davon überzeugen, das diese kleine, doch nicht ungefährliche, Aktion,
 keine unangenehme Überraschungen bereit hält“, antwortete er.
„Na gut, ich kam nicht umhin, zu bemerken, in welch einem üblen Zustand die Fahrzeuge sind,
 und als ich herausfand, das es Spuren gewisser Energiewaffen aufweist, war ich schon etwas
 neugierig, aber auch besorgt, was ihr wohl Erlebt habt, auch wenn ich es mir,
 zu einem gewissen Teil, schon denken kann“
„Glauben sie mir, das wollen sie nicht wirklich hören“, erwiderte ich.
„Das ist sehr schade, wir hätten diese Geschichte auch gern gehört“, schallte eine Stimme über
uns hinweg. Alle Köpfe wanden sich überrascht um,
als die Prinzessinnen Celestia und Luna durch die Ansammlung schritten.
„Prinzessin, was macht ihr denn hier“, war Twilight die erste, die ihre Stimme wiederfand.
Wenn auch nur heiser und etwas schnappatmig.
„Ihr habt euren Besuch doch überhaupt nicht angekündigt. Wir haben nichts vorbereitet, was eurem
 Stand gerecht werden würde“
Im Hintergrund musste sich Shadow sichtbar ein Kichern verkneifen.
„Twilight, meine treue Schülerin“, sprach Celestia sanft lächelnd, „Genau das war unsere Absicht.
 Wir wollen mit den Ponys von Ponyville einen Abend verbringen, und nicht ein
 Prinzessinnen-Programm abspielen“
Die Blicke, den einige der Anwesenden drauf hatten, waren wirklich unbezahlbar.
Mitten in diese Stille sprang Pinkie Pie.
„Okie doki loki, da jetzt alle anwesend sind, kann die Party ja steigen!“, rief sie freudig aus.
Zeitgleich mit ihren Worten betrat ein ganzes kleines Orchester die Bühne, das begann,
eine fröhlich flotte Nummer zu spielen.
Die Ponys konnten gar nicht anders, als das eben geschehene zu vergessen und zu tanzen.
„Wir würden die Geschichte wirklich gern hören“, sprach Celestia leise in mein Ohr, gefolgt von Luna,
„Sonst müssen wir uns sie in euren Träumen ansehen“
Ich schluckte kurz.
„Okay, ich frag mal die Anderen, sonst erzähl ich´s alleine. Einverstanden?“
Sie nickten und wendeten sich dem Buffet zu.

Wie ich so über die Party wanderte, stellte ich fest, das auch der Rest unserer kleinen Gruppe schon
des öfteren darauf angesprochen worden war, ob sie das, was wir erlebt hatten,
nicht vielleicht doch mal erzählen würden.
Arrow und Lemon bemühten sich, sich in die Gesellschaft der anderen Fohlen und Jungponys
einzufügen, soweit ich das von außen beurteilen konnte.
Sie spielten auch das ein oder andere Spiel, nur von einigen etwas, sagen wir mal, besonderen Spielen,
wie dem `Kleb dem Pony den Schweif an´, das aber meiner Beobachtung nach auch bei Teilen der
Erwachsenen gleichermaßen geliebt wie verabscheut wurde, nahmen sie Abstand.
Dafür hatten sie aber mit dem spektakulärem Erlegen einer großen Pinata die Gunst ihrer
Altersgenossen gewonnen.
Aus dieser hatte sich ein wahrer Regen an Süßkram ergossen.
Kommentare zum Thema Flecke kamen nur von den drei Cutie Mark Crusadern,
welche aber schnell abgewürgt wurden.
Das Diamond Tiara sich mit gehässigen Sprüchen zurück hielt, war wohl nur dem Umstand zu
verdanken, das ihr Vater ebenfalls anwesend war, mit dem wir uns recht gut verstanden.
Es war jedenfalls zu beobachten gewesen, das sie bei seiner Anwesenheit deutlich harmloser sprach.
Shadow fand ich auf dem Dach des Schuppens,
welches ich über eine Treppe aus Rosengewächsen bestieg.
Er berichtete, das Twilight ihn mit Fragen zu seiner Herkunft, und wie es sein könne, das er ein
Alicorn sei, bedrängt habe, und erst aufhörte, als die Prinzessin einschritt, woraufhin sie ihn
förmlich um Verzeihung angefleht habe, bis er sie ihr gewährte.
„Ich brauche etwas Zeit für mich“, hatte er mir gesagt, bevor ich wieder herunterstieg.

Um kurz vor Acht trafen wir uns dann alle hinterm Lokschuppen, um zu besprechen, was wir denn
nun erzählten, und wie, und was wir besser ausließen.
Wir waren mitten drin, als die Prinzessin zu uns trat.
„Na ihr Sieben, was macht ihr denn hier hinten?“, fragte Celestia.
„Ähm, ich frage gerade durch, wer etwas von der Geschichte erzählen möchte“, erklärte ich.
„Oh, das ist schön, ich werde alle zusammenrufen, aber vorher wäre es besser,
 sich an alles zu erinnern, oder?“, fragte sie.
Ich konnte ihren frage-ähnlichen Kommentar nicht wirklich zuordnen, so sehr ich mich bemühte.
„Sicherlich, Prinzessin, nur wieso betonen sie das so?“
„Oh, der ist wirklich gut gemacht, es fällt euch nicht einmal auf“, murmelte sie,
„Ihr wurdet, aus mir unbekanntem Grund, mit einem Erinnerungen lösch und Überschreibzauber
 belegt“, erklärte sie daraufhin.
„Keine Sorge, ich kenne einen Weg, ihn aufzuheben, und es dürfte wesentlich weniger schmerzhaft
werden, als bei der Wirkung des Zaubers“
Sie ließ ihr Horn erstrahlen, und ein sanfter Fingerzeig aus Magie berührte bei jedem von uns die Stirn.
In meinem Kopf fühlte es sich wie ein Schlag an, plötzlich wurden mir logische Lücken in der
Erinnerung bewusst, es war wie aus einem Traum zu erwachen.
Die wirklichen Erinnerungen füllten die Lücken und begannen das Lügengebilde zu zersetzen,
bis es wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrach.
Es war alles wieder da, selbst der Moment, in dem die Celestia des Dalek-Universums,
wie ich deren Realität ab jenem Zeitpunkt zu nennen pflegte, ihren Bann gewirkt hatte.
Und vor allem auch, warum.
Langsam kamen wir alle wieder auf die Beine.
„Federchen, alles in Ordnung?“, half Taube, mit leicht zittriger Stimme, Steffen wieder auf die Hufe.
„Ja Schatz, danke“, er hielt sich noch etwas den Kopf.
Ich half meinem Onkel hoch.
Gerade wollte ich die Prinzessin noch fragen, wie sie das erkannt hatte, aber ich konnte es mir
irgendwo denken, war ja schließlich ihre Magie bloß aus einer parallelen Realität,
aber da war sie schon wieder weg.
Wir widmeten uns nochmal kurz unseren Absprachen, dann begaben wir uns wieder nach drin,
wo die Ponys bereits einen Sitzhalbkreis vor der Bühne gebildet hatten.
Licht und Musik verbreiteten die gemütliche Atmosphäre einer klassischen Bibliothek,
hinter deren Lesesesseln ein knisterndes Feuer im Kamin brannte.
So setzten wir uns in die bereitgestellten Ohrensessel und begannen zu erzählen.
Das eher Private ließen wir dabei außen vor, wie die Kochaktion der dortigen Celestia.
Auch die Tardis ersetzten wir durch ein magisches Konstrukt, um die Geheimhaltungsbemühungen
des Doktors nicht zunichte zu machen.

Nachdem wir dann von der Expedition berichtet hatten, sahen wir schon einige erstaunte Gesichter,
auch wenn ich hier mit Details wieder sehr schwammig blieb.
Es waren schließlich Fohlen anwesend.
Ich nannte zwar weder Namen noch den Ort, trotzdem schienen ein paar Ponys genau erkannt zu haben,
wo wir gewesen waren und mit wem wir gesprochen hatten.
Und zwar die beiden Prinzessinnen, die sich durchaus überrascht zeigten, gerade Celestia,
was ich mir nicht wirklich erklären konnte, als auch der Doktor, welcher seit der ersten Erwähnung
der Daleks einen äußerst finsteren Blick drauf hatte, und der sich erst jetzt wieder etwas zu entspannen
schien.
Den Konfliktpunkt am Ende der Tour ließen wir ganz geschickt aus.

Und dann erfuhren wir von der Waldexkursion, was in meiner Abwesenheit vorgefallen war.
Wie erwartet tauchten die Daleks mit ihren Untertassen genau zu dem Zeitpunkt auf, an dem der
Schutzkuppel die Magie ausging und sie sich auflöste.
Nur, passierte dies wohl ganze Vier Tage früher als alle gedacht haben.
„Die haben sich aber übel verkalkuliert, das mag ich kaum glauben“, rief Twilight mitten rein.
„Bitte Twilight, Fehler können immer passieren“, versuchte Celestia sie zu beschwichtigen.
„Aber doch nicht ihnen, oder unter ihrer Aufsicht“, erwiderte diese prompt.
„Twilight Sparkle, unterschätze nie die Umstände, in denen sich andere befinden können“,
ermahnte Luna sie.
„Verzeiht Prinzessin“, wurde sie ganz kleinlaut und die Anderen konnten weiter erzählen.
Doch ihr Kommentar hatte mich stutzig gemacht. Vier von Fünf Resttagen früher, das war schon
seltsam. Ich dachte viel darüber nach und hörte der Erzählung nur noch mit einem Ohr zu, sozusagen.
Offenbar waren sie so davon überrascht, das sie die Kanone in aller Eile fertig stellen mussten, und die
Feinabstimmungen vor dem Transport aufs Dach nicht mehr durchführen konnten.
In der Zeit hätten die Einhörner wieder die, aus den Schiffen strömenden, einzelnen Daleks bekämpft.
‚Da hätten wir Sombras Kristallstern wirklich gut gebrauchen können, aber selbst wenn ich da
gewesen wäre, hat sich zu der Zeit eh niemand mehr dran erinnert, das wir ihn haben‘,
dachte ich mir dabei.
Also machte ich mir keine Vorwürfe.
Jedoch hätten wohl auch die Salzstreuer bald gemerkt, das etwas vor sich ging, und das Schloss
unter feuer genommen, was letzten Endes einen der Türme gekostet hatte.
‚Ja, jetzt wo sie es sagen, da war irgendetwas unvollständig an dem Bild‘, klärte sich wieder etwas auf.
Es brauchte ihrer Aussage nach mehrere Anläufe, bevor die Kanone richtig eingestellt war, Zeit,
in welcher die Prinzessin die Angriffe abwehren musste.
Als sie sie dann endlich Abfeuern konnten, erzeugte die Mischung aus Einhorn- und natürlicher
Kristallmagie einen solch starken Energieblitz, das die Explosion beim Auftreffen auf die Schiffe
hell wie die Sonne selbst gewesen sein soll.
Die getroffene Untertasse soll es komplett zerlegt haben, die anderen zerrissen.
„Hm, das passt zu dem Teil, das wir im Wald gefunden haben“, raunte ich Arrow und Lemon zu,
welche jedoch nur bestätigend nickten.
Die wenigen einzelnen Daleks sollen dann nur noch ein Klacks gewesen sein, aber die Freude es
überstanden zu haben, dürfte nur kurz gewährt haben, so wie sie sich ansagen und das:
„Wir feierten Abends zwar, aber wir gingen schnell zur Tagesordnung über. Es musste schließlich
 überlegt werden, wie es nun weiter gehen konnte, auch für uns, da Alex ja weg war“, betonten,
hatte es sicher viele Opfer gegeben.
Die Blicke die mir zugeworfen wurden, ließen mich schlucken.
Ich hatte wegen der ganzen Sache eh schon einen leichten Knoten im Magen, da half das überhaupt
nicht.
Als dann auch noch einer ein: „Was hat der eigentlich die ganze Zeit getrieben?“, Kommentar los ließ,
erschien mir das der perfekte Moment, meine Seite der Geschehnisse darzulegen.

Ich legte zwar auch meine Gründe für den Abstand dar, auch die unbeabsichtigte Komponente des
Verirrens, doch dieses negative und vorwürfige Getuschel wurde eher mehr als weniger.
„Der macht sich ‘nen schönen Tag, während alle anderen um ihr Leben kämpfen“,
und ähnlich gelagerte Sätze.
Auch wenn es eine Unverschämtheit war, wie die hier einfach urteilten, und es mich innerlich kochen
ließ, ich versuchte, mir nichts anmerken zu lassen.
Die waren schließlich nicht da und wussten von nichts.
Arrow und Lemon jedoch verloren bald jegliche Beherrschung.
Sie schmetterten ihnen so gut wie alles entgegen, über ihre Siedlung, den Stein und die Geschehnisse
um ihn. Es passierte  genau das, was ich eigentlich zu verhindern versucht hatte –
pures Chaos brach aus.
Ich musste vielen Rede und Antwort stehen, eine ganze Traube bedrängte Prinzessin Luna,
ob wir eine Gefahr darstellten, wegen Albtraum und so, was diese verzweifelt zu widerlegen versuchte,
und alles brabbelte Wild durcheinander, bis Prinzessin Celestia ihre Stimme erhob.
Es war noch nicht ihre Royale Stimme, aber fast:
„Meine lieben Ponys, ihr seht mich entsetzt darüber, wie ihr wegen solch einer Kleinigkeit reagiert.
Ihr müsstet wissen, das meine Schwester und ich längst etwas unternommen hätten, bestünde zu
irgendeinem Moment eine Gefährdung.
Ich hatte so gehofft, die Geschichten wären nicht wahr, aber offenbar lasst ihr euch tatsächlich von
 Ängsten lenken und vorverurteilt euch unbekannte für Dinge, für die sie womöglich nicht mal
 etwas können“
Celestia stand die Enttäuschung förmlich ins Gesicht geschrieben, die anderen Ponys verstummten.

So sehr Pinkie es danach noch versuchte, die Party kam nicht mehr in Gang, und so wurde sie schließlich
vorzeitig abgebrochen.
Die Ponys gingen Heim, nur eine bedrückte Pinkie blieb noch und räumte alles auf,
wobei wir ihr natürlich halfen.
„Tut mir Leid, das die Feier ein Reinfall geworden ist“, sprach sie mit hängenden Ohren und Kopf,
ein Glitzern füllte ihre Augen.
„Nicht deine Schuld, hörst du“, legte ich ihr einen Arm auf die Schulter, „ich hätte ahnen müssen,
 das solch eine Reaktion folgen würde“
„Danke“, sprach sie und wischte sich das Tränchen weg, bevor sie wieder ein leichtes lächeln zeigte,
„Wir holen die Party nach, und dann wird sie ein voller Erfolg, darauf geb ich euch mein
 Pinkie-Ehrenwort“
„Von mir aus gern“, sprach ich. Die anderen stimmten mir größtenteils nickend zu.
„Super, dann sehen wir uns“, sprach sie und hüpfte von dannen, als alles aufgeräumt war.
Und auch wir verließen die Szenerie in Richtung Zeitschiff.

Am nächsten Morgen schien die Szene vom Vorabend vergessen zu sein, jedoch,
im Augenwinkel wurden die Beiden kleinen und ich noch immer mit Argwohn betrachtet.
Sie zeigten es nicht offen, aber bei den meisten spürte ich ihn trotzdem.
Es war, als wir von Lemons diestägiger Flügelbehandlung zurückkehrten, als uns Prinzessin Celestia in
den Speisewagen zu kommen bat, wo wir uns natürlich auch alle einfanden.
„Zuerst einmal tut es mir leid, wie das gestern Abend eskaliert ist. Das sollte so nicht sein“, sprach sie,
noch immer sichtlich gezeichnet davon.
„Schon gut, Prinzessin“, sprach diesmal mein Onkel beruhigend, „Das ist sicher nicht der Grund,
 wegen dem sie sich noch einmal hier her auf den Weg gemacht haben“
„Nein, ganz recht. Ich möchte euch ein Angebot machen“
Ich musste mich gedanklich nochmal daran erinnern, das sie nicht die Heuchlerin von drüben war,
und sie uns gestern in Schutz genommen hatte.
Gewiss würde sie nicht so etwas verwerfliches vorschlagen, wie die drüben.
„Ich hatte mir das schon vor eurer Abreise überlegt, aber nach eurer Erzählung bin ich mir sicher“
„Worüber denn?“, fragte Steffen, als sie wieder eine längere Pause machte.
Ob sie das mit Absicht tat, damit man extra fragte? Ich war mir nicht sicher.
„Nun, die Technik euer Lokomotiven und die Fahrzeuge sind, und werden wohl auch noch länger,
 etwas besonderes auf Equestrias Gleisen sein, und ich fände es schön, wenn ihr für das Königshaus
 Auftragsfahrten durchführen würdet. Natürlich vorerst mit entsprechendem Begleitpersonal“
„Was wären das für Fahrten?“, fragte mein Onkel.
„Na, was so anfällt. Sonderfahrten zu Veranstaltungen, Sondertransporte, oder auch Staatsgäste im
 Hofzug. Den würdet ihr natürlich nicht selber fahren, aber beaufsichtigen, das mit den Fahrzeugen
 richtig umgegangen wird.
 Und das ihr auf unvorhergesehenes gut Reagieren könnt, habt ihr ja schon gezeigt“
Ich war geplättet, das war eine gewaltige Ehre, die sie uns da einfach mal so feilbot.
„Bedenkt, es wird wohl die einzige Möglichkeit sein, wie ihr euren zusammengeschossenen Zug
 zeitnah wieder Fahrbereit bekommen werdet, und ihr habt zwei Jungponys und euch zu versorgen.
 Dazu die Hütte, die grundsaniert werden muss.
 Ich biete euch damit eine wohl einmalige Gelegenheit“, sie lächelte sanft, aber Siegessicher.
Und ich? Nun, wäre ich alleine hätte ich sicher sofort zugeschlagen, aber so musste ich mich erst
einmal mit meinen Freunden beraten.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast