Gefangen in einer anderen Zeit

GeschichteAllgemein / P12
Amethyst Garnet Greg Universe OC (Own Character) Pearl Steven Universe
21.09.2017
12.10.2017
3
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21.09.2017 1.250
 
Disclaimer: In dieser Geschichte wurden Schusswaffen erst 1702 erfunden. Des Weiteren sind die Schotten erst seit 1600 unabhängig.


Wir schreiben das Jahr 1604.

Heute ist mein Meister Dr. Dee von seiner Audienz bei König Jakob zurückgekehrt, er war aufgelöst und ihm liefen Tränen die Wangen herunter. Er sagte mir, dass man ihn zum Tode verurteilt hat und er nun unter ständiger Beobachtung stünde. Allerdings habe ich mich an-geboten an seiner Statt die Strafe auf mich zu nehmen. Er legte seine Hand auf meine Schul-ter und in seinen Augen glitzerte eine Macht für die er berührt ist.
„Wir haben noch viel zu tun und viel zu wenig Zeit.” sagte ich und setzte mich auf eine Kiste während Dee auf der Treppe saß. Selbst wenn er zusammen gesunken auf einer Treppe sitzt, hat er immer noch eine erhabene Ausstrahlung. „Ich werde dich nicht dazu zwingen deinen Kopf für mich hinzuhalten.” sagte der Doktor mit zittriger Stimme und erhob den Kopf um mir in die Augen zu sehen, sein Gesicht sah auf einmal blass aus und man konnte neben Trä-nen noch Schweißperlen sehen. „Ich habe geschworen euch mit meinem Leben zu schützen. Wie sollte ich diesem Schwur besser nachkommen, wenn nicht so?” lächelte ich meinen Freund und Mentor an. Ich arbeite jetzt schon seit drei Jahren bei Dr. Dee als Buchhalter und Wächter, vorher war ich ein einfacher Soldat in der Armee. „An deinen Schwur kann ich mich noch sehr gut erinnern. Du hattest damals noch kurze Haare.” lachte Dee und richtete sich auf. Er hatte Recht das ich an jenem Tag vor drei Jahren kurze Haare hatte, seit diesem Jahr hatte strikt geweigert meine Haare schneiden zu lassen. „Ich muss mich jetzt wohl lei-der von meiner Haarpracht verabschieden. Ich kann mich schlecht für Doktor John Dee aus-geben, wenn mir meine Haare den ganzen Rücken bedecken.” schmunzelte ich gespielt trau-rig und strich mir eine Strähne aus dem Gesicht. „Komm Mal mit, ich kann da vielleicht Ab-hilfe schaffen.” stöhnte der Doktor während er aufstand. Zusammen gingen wir in das Ar-beitszimmer des Alchemisten. Es roch nach alten Büchern und Kräutern. „Ich habe es ge-schafft, ein Elixier herzustellen mit dem man die Gestalt anderer annehmen kann. Das einzi-ge was du brauchst ist ein Gegenstand mit der DNA der Person für die du dich ausgeben willst.” Erklärte Dee mir seiner neuesten Errungenschaft. „Ich bin dir sehr dankbar, aber ich verstehe nicht warum du mir das gibst.” sagte ich überrumpelt. „Das ist noch nicht alles, ich gebe dir außerdem noch einen Beutel, der mit einem Zauber belegt wurde, und einen Tele-porttrank.” sagte Dee während er die aufgezählten Gegenstände zusammensuchte. Als er mir alles in die Hand gedrückt hatte, schickte er mich nach Hause um seine Flucht zu planen.

*Fünf Tage später*

Wir saßen am Tisch in meiner kleinen Arbeiterhütte und aßen zu Abend. Wir sprachen kein Wort mit einander. Es ist wahrscheinlich auch besser so, immerhin werde ich in zwei Tagen sterben. Ich ergriff zuerst das Wort: „Es ist alles vorbereitet, eine Stunde vor der Hinrichtung läuft im Hafen ein Schiff nach Frankreich aus. Der Kapitän schuldete mir was, er wird dich mitnehmen. Ich habe mich auch mit einem Freund Kontakt aufgenommen, er wird dir Unter-schlupf gewähren.” sagte ich mit einem Kloß im Hals. „Du bist ein wahrer Freund für mich, deshalb fällt es mir schwer zu glauben das du anstatt mir den Tod auf dich nimmst.” sagte der Doktor immer noch ungläubig, dass ich mich für sein Wohl töten lasse. Ich musste lä-cheln und nahm mir ein Stück Brot und legte es auf meinen Teller. „Ich kann es auch immer noch nicht glauben, aber es gibt jetzt kein Zurück mehr.“Sagte ich ernst und sah im direkt in die Augen um zu unterstreichen wie ernst ich es meine. „Das es kein Zurück gibt, ist mir klargeworden als man mich wegen Schwarzmagie verurteilt habe.“ sagte der Doktor und lächelte mich leicht an. „Du weißt, dass ich dich immer unterstützt habe und deine Entschei-dungen nie in Frage gestellt habe. Aber ich muss ich es wissen :Ist die Anklage aus der Luft gegriffen oder nicht.“ Fragte ich ernst. Jeder hat Gerüchte über ihn gehört, dass er ein To-tenbschwörer ist, dass er für seine Experimente nicht einmal davor zurückschreckt, Kinder zu töten. „Ich habe mich schon gefragt wann du mich das wohl fragen wirst. Ich binein Magier, der sich dem Schutz Englands verschrieben hat. Der Teil stimmt, aber ich habe niemals in meinem Leben ein Kind verletzt oder getötet.“ Beim letzten Teil wurde er wütend und schlug mit der Faust auf den Tisch. Ich blieb allerdings ruhig und es dauerte nicht lange, da verlor der Doktor seine Kraft. „Es ist nur etwas das man sich in der Taverne erzählt hat. Aber mich würde wundern ob du es mir beibringen könntest?“ fragte ich interessiert und lehnte mich nach vorne. „Ich bin mir sicher, dass ich morgen einiges beibringen. Ich würde es ja gerne heute machen, aber ich bin müde und muss mich ausruhen.“ Sagte der Doktor und mir fiel auf das er wirklich erschöpft aussah. „Das freut mich.“, Sagte ich „Ich überlasse dir das Bett, ich habe heute Nacht Wachdienst, also komme ich vor Mitternacht nicht wieder.“ Dee sah mich verwirrt an. „Du bist noch in der Stadtwache? Ich dachte du hättest den Dienst quit-tiert. “

„Ich wollte heute noch eine letzte Wacht halten, ich habe dem Chef der Wache gesagt ich müsse mich davon ablenken, dass du bald hingerichtet wirst.” sagte ich und zog mir meine Stiefel an und holte die Jacke der Stadtwache aus dem kleinen Schrank. „Die Zeit läuft im-mer schneller, je weniger man davon hat.” lächelte ich und fühlte mich leicht verunsichert. „Du hast recht, Zeit ist wichtig und verrinnt so schnell.” dachte John und sag mir interessiert dabei zu, wie ich meine Jacke zuknöpfte. „Ich muss jetzt wirklich los, wir sehen uns morgen früh in aller Frische.” sagte ich und lächelte ich John freundlich an.

*Drei Stunden später*

Ich habe damals meinen Wachdienst quittiert, weil ich die Ruhe nicht mehr ausgehalten ha-be. Jetzt bin ich für die Ruhe wirklich dankbar, sie hilft mir dabei mich zu konzentrieren. ‚Wie schnell sich alles verändern kann. Ich habe vor drei Jahren noch auf der Straße gebettelt um über die Runden zu kommen. Dann kam Dr. John Dee und hat sich bei mir aufgenommen, jetzt kann ich bei ihm revanchieren. Es fühlt sich nur so an, als wäre es damit nicht getan.’ Ich konnte nicht anders, als bei diesen Gedanken anfangen zu lächeln, es war ein bitteres Lächeln, und einige Tränen zu vergießen. Über der Themse schien der Vollmond und ich saß allein auf der Mauer zwischen zwei verlassenen Häusern. Ich hatte keine Ahnung was der morgige Tag für mich im Petto hat. Um kurz vor elf ging ich zurück nach Hause um endlich schlafen zu können, denn so sehr ich die Stille auch schätzte, schätzte ich den Schlaf noch viel mehr. Als ich zu Hause ankam, fand ich auf dem Esstisch einen Zettel mit der Nachricht: ‘ Ich schlafe in der Werkstatt. Habe den Käse mitgenommen. Dee ’. Als ich die Nachricht durchge-lesen hatte musste ich lachen. Ich habe keine Ahnung was Dee an Käse so sehr gefällt, aber er isst im Moment kaum noch etwas anderes. Ohne weiter darüber nachdenken, zog ich meine Jacke aus und legte sie vorsichtig zurück in den Schrank, warf die Stiefel unbedacht in die Ecke und legte mich ins Bett und fiel sofort in einen traumlosen Schlaf.