Anders als die anderen

GeschichteFreundschaft / P12
Alonzo Demeter Mr. Mistoffelees Munkustrap OC (Own Character) Rum Tum Tugger
19.09.2017
17.10.2017
9
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Es war morgens, früh morgens und auf dem Schrottplatz schien sich auf den ersten Blick hin nichts zu regen. Doch bei genauerem Hinsehen, sah man einen großen, grau/silber-weiß getigerten Kater mit ein paar schwarzen Akzenten im Fell. Der Kater, dessen Name Munkustrap lautet, strahlte eine natürliche Autorität aus und doch schien er sehr freundlich.
Der Tabby drehte wie immer seine morgendliche Runde und war positiv überrascht als er merkte, dass er ausnahmsweise, der einzige auf dem Schrottplatz war. Er mochte es zwar gerne wenn die anderen Jellicle Cats um ihn herum wahren, doch freute er sich auch, wenn er ab und an ein wenig Ruhe hatte - denn die kleinen, gerade Pouncival, ein schwarzbraun getigerter Kater mit einem auffälligen Braunen fleck um einem Auge und Plato, ein bunter Kater mit weißem Brustfell und einer der ältesten Kitten waren momentan sehr anstrengend.
Gedankenverloren streifte er über den Schrottplatz als ein Geräusch ihn plötzlich zusammenzucken lies. Langsam fing er an, mit gespitzten Ohren die Richtung zu ermitteln, aus der das Geräusch kam. Da war es wieder und Munkustrap zuckte erneut zusammen und legte die Ohren leicht zur Seite <Oh man… das kann doch nicht mein Ernst sein> ermahnte er sich selbst und nahm wieder seine gewohnte, anmutige Haltung ein, stellte die Ohren wieder auf und lauschte. Schon wieder, doch dieses mal behielt der Tabby Haltung. <Ich bin mir sicher es kam von…> Erneut hörte er ein Geräusch doch nun war es ein dumpfes Krachen. <Es kommt von Links!> Der Kater drehte sich langsam um und fing an, sich mit verengten Augen auf den alten Schrank zuzubewegen, der leicht hin und her schwankte. Als er davor stand hielt er kurz inne und nahm Laute aus dem Inneren des Schrankes wahr. Nach kurzer Überlegung ob er die Tür nun aufreißen oder langsam und behutsam öffnen sollte, viel seine Wahl auf die zweite Variante. Langsam hob er eine Tatze zu der Schranktür nahm sie jedoch wieder runter, da er bemerkte das er nervös mit dem Schwanz hin und her zuckte. Nach einem kleinen Moment der Beruhigung hob er erneut eine Tatze und öffnete sie vorsichtig, was er dann sah, entwich allem was er sich vorstellen konnte, was sich im Inneren des Kolosses befand…
Es war ein, scheinbar noch sehr junges Kätzchen -gerade aus dem Kittenalter raus- sie hatte weißes Brustfell was am Bauch spitz zu geht. Ihr Körper war von großen schwarzen Flecken, braunen kleinen und mittelgroßen Flecken und vereinzelt weißen Akzenten übersäht. Ihre Augen waren gelb aber sahen sehr milchig aus
Sie zitterte und war in die hintersten Ecke des Schrankes gekauert. Nicht ein mal sah sie zu dem Tabby auf sondern presste den Kopf zwischen die Pfoten. Die junge Kätzin war abgemagert und an der Rechten Flanke hatte es eine große Wunde. Munkustrap ringte kurz nach Fassung bevor er sich entschloss, ebenfalls in den Schrank zu klettern. Das Ding schwankte ein wenig als der Kater sich in ihm bewegte und er zuckte ein wenig zusammen, denn er hatte keine Lust, in dem ding über Kopf zu gehen. Vorsichtig setzte er sich neben die junge Katze welche sich, wenn das überhaupt ging, noch enger eingerollt hatte. Erneut rang der Tabby nach Fassung, da er sich nicht zu vorstellen vermag, was diesem armen kleinen Ding angetan wurde. Nicht sicher wie er anfangen sollte fing er leise an zu sprechen: „Hallo, mein Name ist Munkustrap.“ Als dass Kätzchen die Stimme des Katers hörte zuckte es stark zusammen. „Du brauchst dich nicht vor mir zu fürchten.“ Fing der Tabby an und musste schlucken als er sah wie das Kätzchen bei dem klang seiner Stimme, die kaum mehr als ein Flüstern war, erneut heftig erschrak. „Ich tue dir nichts, aber wir sollten aus diesem Schrank raus, ich vertraue diesem Ding nicht.“ Die kleine sah ihn immer noch nicht an und zeigte auch keine Reaktion. Der Kater setzte erneut an „Ich möchte dir helfen. Bitte komm mit…“. Nach ein paar Minuten Bedenkzeit nickte die kleine kurz und stand auf, dabei verzog sie so schmerzerfüllt das Gesicht, dass der Tiegerkater zuckte. Sie folgte ihm mit geducktem Gangbild und sagte kein einziges Wort, sie sah ihn nicht mal an. Munkustrap führte sie über den Schrottplatz zu einem alten Autowrack und bedeutete ihr, sich in den Kofferraum zu legen was sie ohne zu zögern tat, scheinbar aus Angst der Kater würde sie verletzen. Der Tabby folgte ihr in den Kofferraum während viele Gedanken über das, was ihr passiert sein könnte, durch seinen Kopf.
Das Kätzchen rollte sich erneut zusammen. Munkustrap sagte ihr, sie müsse sich langmachen, sonst käme er nicht an die Wunde ran. Zögerlich streckte sie sich, legte sich von dem Tabby auf die Seite und kniff ängstlich die Augen zu. „Das tut nicht weh, zumindest nicht so doll wie die wunde an sich…“ Beruhigte der Tiegerkater sie und sänkte den Kopf  worauf hin sie wieder zusammenzuckte und sich verspannte. „Alles ist gut.“ Flüsterte er ihr leise zu und fing an, die Wunde behutsam und darauf bedacht, ihr keine Schmerzen zu bereiten zu säubern. „I-ich… heiße… Saphiria.“ Erklang ihre zarte Stimme und Munkustrap konnte es sich nicht verkneifen aufzusehen und sie herzlich anzulächeln.
„HAAAAAALLLLOOOO? Munku wo bist du?“ Erklang eine, für Munkustrap sehr vertraute Stimme, auf dem Schrottplatz doch Saphiria erschrak so doll, dass sie sich in der hintersten Ecke des Kofferraumes zusammenrollte. „Ich komme gleich wieder, bitte warte hier auf mich und renn nicht weg…“ Ertönte die bittende Stimme des Katers bevor er sich langsam umdrehte und den Kofferraum verließ. „Guten Morgen Munku!“ Rief ein schwarz gefleckter Kater Munkustrap fröhlich entgegen. Er war ein Stückchen kleiner als der Tabby mit einem auffälligen Fleck an seiner Nase und einem, der sein linkes Auge umschloss, geschmückt. „Hallo Alonzo...“ Entgegnete der Tigerkater nachdenklich. „Hey, was ist die denn auf den Schwanz getreten?“ Fing der andere an zu witzeln doch als er nicht mal ein Schmunzeln von seinem Freund bekam schwang die Laune des Katers, der ein gewisses Helfersyndrom in sich trug, schlagartig auf Besorgnis um. „Was ist los? Sprich mit mir Munku, du wirkst so bedrückt!“ Der angesprochene musste einmal schwer schlucken bevor er anfing zu erzählen „In dem alten Schrank habe ich eine kleine Kätzin gefunden, sie ist ängstlich und verletzt. Obwohl sie wusste das ich da war hat sie sich auf meine Ansprache hin derartig erschrocken, als würde man Misto aus seiner Konzentration reißen…“ Meinte Munku bestürzt. Alonzo, dessen Mimik nun eine Mischung aus Besorgnis und Bestürztheit offenbarte, bestand sofort darauf das der Tabby ihn zu ihr führt nachdem er kurzerhand zwei Mäuse für sie gefangen hatte. Am Kofferraum angekommen atmete der Tiegerkater erleichtert auf, denn Saphiria hat sich kein Stück bewegt sah jedoch aus, als fühlte sie sich bedrängt, dass nun zwei Kater vor ihr standen. „Hey, ich habe dir Frühstück mitgebracht. Ich hoffe du magst Mäuse.“ Sagte Alonzo zu der Katze, die wieder begann aus Angst zu zittern. Nach reichlicher Überlegung streckte sie nun eine Tatze nach den Mäusen aus, zog diese jedoch schnell wieder ein und blickte auf, sah die beiden Kater jedoch immer noch nicht an. „Das… Ich… -Ich kann das nicht annehmen. Du… Ähm… Also…-Du hast doch bestimmt auch Hunger.“ Murmelte Saphiria leise und fast ohne Stimme, bevor sie den Kopf wider sänkte. „Nein im Gegenteil, ich bin so satt als hätte ich ein ganzes Auto verspeist!“ Strahlte Alonzo sie an und atmete auf als sie zögerlich erst eine, dann die zweite Maus in Rekordzeit verschlang. „Ich bin übrigens Alonzo, einer der besten Freunde von Munk.“ Erklärte der Gefleckte und beide waren positiv überrascht, dass die Kätzin nicht zuckte sondern die beiden sogar ansah. „Saphiria… Aber das weißt du bestimmt schon.“ Ihr huschte ein sanftes Lächeln über die Lippen welches Alonzo sofort bemerkte und fröhlich erwiderte. Saphiria schien nicht bemerkt zu haben, dass sich der Tabby neben sie gebeugt hatte und erschrak sichtlich als dieser sich weiter um die Wunde kümmerte. „Oh, entschuldige ich hätte dich warnen müssen.“ Flüsterte er und sah sie entschuldigend an. Als er gerade ein wenig schuldbewusst den Kopf senken wollte erwiderte sie seinen Blick was ihn sichtlich überraschte und zugleich freute. Er hörte sie etwas murmeln was wie ein, schon ok klang worauf hin der Tabby sich wieder der Wund zu wand. Es dauerte einige Zeit bis er fertig war, da die Wund sehr stark verdreckt war, war aber sichtlich stolz es geschafft zu haben. Als er aufsah, merkte er, dass Saphiria fast einschlief. Alonzo öffnete den Mund, schloss ihn aber sogleich wieder und nickte seinem Freund vielsagend zu. „Wenn was ist dann ruf einfach oder komm raus… Alonzo und ich sind ein wenig auf dem Platz, der befindet sich Rechts von hier. Ruh dich aus solange du möchtest.“ Sagte Munkustrap zwar mit fester, aber zugleich weicher Stimme und die beiden zogen sich zurück auf den Platz wo sie schon sehnlich erwartet wurden. Doch Munk konnte einfach nicht aufhören, darüber nachzudenken, was Saphiria schreckliches erlebt haben muss.

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Sooooo ihr Lieben, das war das erste Kapitel meiner geschichte. Ich hoffe es hat euch gefallen! Lasst mir doch gerne ein paar Reviews da! (Vorschläge bezüglich der weiteren Handlung sind genuso gerne gesehen wie Tips etc.)
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