Have Faith in Me/Band I

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18
15.09.2017
01.05.2019
54
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Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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Hallo Ihr Lieben!
Willkommen zu meinem neuen Baby!
Diese Geschichte ist eigentlich eine, in eine Prosa-Form umgewandelte Variante meiner ersten Geschichte, die ich hier damals noch im Wrestling-Fandom veröffentlicht habe. Und da ich es nicht lassen kann, dass meine Herren der Schöpfung in irgendeinem Kampfsportbereich unterwegs sind, habe ich meinen OC Dylan einfach mal zu einem MMA-Fighter gemacht.
Ich hoffe natürlich sehr, dass ich Euch für Dylan und Jade ebenso begeistern kann wie für Logan und Jocelyne oder Damian und Sara. Aber vor allem hoffe ich, dass es mir gelingt den beiden ein Leben einzuhauchen, das sich von den anderen unterscheidet.

Kleine Anmerkung am Rande: Wer mich kennt weiß, dass es bei mir nicht direkt in den ersten Kapiteln heiß hergeht.
Und an die, die vielleicht noch nie etwas von  mir gelesen haben: Habt ein wenig Geduld, im Laufe der Storie wird es noch zu genug erotischen Momenten kommen. Allerdings wird die Handlung immer im Vordergrund stehen.

Aus leider aktuellem Anlass ( Diebstahl einiger Geschichten auf dieser Plattform und dreiste Veröffentlichung auf anderen, teilweise gewerblichen  Plattformen) hier folgende Anmerkung der Autorin :

* Die Personen und Handlungen der hier erzählten Geschichten sind frei erfunden und mein persönliches geistiges Eigentum. Das geistige Eigentum ist "Eigentum" im Sinne des Art. 14 GG und des Art. 1 des 1. Zusatzprotokolls zur Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK). In Art. 17 Abs. 2 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union (GRCh) wird es ausdrücklich geschützt [...]  !!!
Ich untersage hiermit ausdrücklich die Kopie und / oder Veröffentlichung  meiner Werke, auch  in Auszügen oder Teilen, auf anderen Plattformen. Verstöße  werde ich auf  o.g. Grundlage zur Anzeige bringen und werden strafrechtlich verfolgt!
© Pina Moxlay 2017-

So, lange rede, kurzer Sinn. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen und hoffe natürlich auf viele nette und auch gerne kritische Rückmeldungen von Eurer Seite.
Eure Pina!


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                                                                                          Prolog


Das BB&T Center in Sunrise, einem Vorort von Fort Lauderdale, Florida war an diesem ungewöhnlich kühlen, regenverhangenen Tag im Januar bis auf den letzten Platz ausverkauft.
Die Stimmung, die von Beginn an bombastisch war, steigerte sich sogar noch von Kampf zu Kampf. Experten sprachen davon, dass es die beste Elite Fighting Championship Veranstaltung seit Bestehen des MMA-Verbandes war. Zu Beginn des Main Events war die Mehrzweckhalle nur noch ein brodelnder Hexenkessel. Alle Zuschauer fieberten dem lang angekündigten Hauptkampf des Abends entgegen und strömten nach der Ankündigung, dass dieser nach einer halbstündigen Pause beginnen würde, zu den verschiedenen Ständen, die man auf den Fluren aufgebaut hatte. Bier und alkoholfreie Getränkestände, Popcorn- und Hot Dog Wagen und die Merchandise Stände verzeichneten regen Zulauf.

Äußerlich ausdruckslos beobachtete Dylan, wie einer seiner Ringcrew-Mitglieder ihm die Hände tapte, während in seinem Inneren ein Orkan wütete. Die gezischten Anordnungen seiner langjährigen Lebensgefährtin und Managerin versuchte er, an sich abprallen zu lassen. Nur ein Gedanke war es, der ihn beherrschte: Heute beendest du es. So oder so.
Einer nach dem anderen verließ die Umkleide, bis er alleine war. Sein seit Jahren geheiligtes Ritual: Die letzten fünf Minuten gehörten ihm.
Dylan rutschte von der Liege und ging zu seiner Sporttasche, zog den Reißverschluss eines der Innenfächer auf und förderte eine kleine Tüte zutage. Ein kurzes, kaum merkliches Zögern, dann leerte er den Inhalt in seinen Mund und spülte mit mehreren Schlucken Wasser nach.

Selbst der namhafte Ring Announcer Jeremy Summers kam kaum gegen die Schlachtrufe der Fans an, als er den letzten Kampf ankündigteKampf ansagte.
„Ladies and Gentlemen, kommen wir nun zum Main-Event! Ein Kampf über fünf Runden um den EFC-World-Heavyweight-Title!“ Die Lichter in der Halle erloschen, Sekunden lang herrschte nichts als undurchdringliche Dunkelheit. Die Rufe verstummten, während zunächst Spots auf den Entrance gerichtet wurden und die ersten harten Gitarrenriffs von Combichrist's "Skullcrusher“ ertönten.
„Auf dem Weg zum Ring - der Herausforderer - der achtfache EFC-World-Heavyweight-Champion; aus Martinsburg, West-Virginia!“ Wieder schwollen die Beifallsrufe an. „Mit einer Größer von einsachtundneunzig und einem Gwicht von hundertneunzehn Kilogramm... Ladies and Gentlemen ... hier ist Dyla-a-a-a-n "The Skullcrusher" Wa-a-a-a-alsh!“
Die Scheinwerfer richteten sich auf den Hünen mit den kurzgeschorenen Haaren, der komplett in Schwarz gekleidet war, im Gegensatz zu seiner Ringcrew, die strahlendes Weiß trug und von einer hochgewachsenen Blondine mit strengem Pagenschnitt angeführt wurden.
Dylans Kopf hob sich unter der tief ins Gesicht gezogenen Kapuze und er ließ seinen Blick über die Zuschauerränge schweifen. Er horchte in sich, ob der Jubel, mit dem man ihn empfing, irgendetwas in ihm auslöste. Doch da war nichts außer purer Gleichgültigkeit und das, obwohl er in diesem Moment klarer war, als in den letzten Monaten.
„Crush him! Crush him!“, gröhlten die Fans dem Mann zu, dessen Gesicht einer in Stein gehauenen Maske glich, während er ein Referee ihn abtastete und kontrollierte als erstes, ob er sich schon vorher mit Vaseline eingeschmiert hatte. Als nächstes waren die Handschuhe dran. Diese wurden abgetastet um festzustellen, ob dort Gewichte oder gar harte Gegenstände eingearbeitet waren oder diese sogar mit irgendwelchen Flüssigkeiten getränkt waren, die bei Kontakt dem Gegner Schaden zufügen konnten. Wenigstens war das kein Referee, der an ihm schnupperte wie ein Drogenspürhund. Zum Schluß kontrollierte der noch, ob er einen Tiefschutz trug, ehe der Cut Man unter dem prüfenden Blick die Vaseline in Dylans Gesicht verteilte. Endlich konnte Dylan sich den Mundschutz reichen lassen und sprang geschmeidig in den achteckigen Cage, wo er sich den Zuschauern präsentierte, die dies mit noch frenetischeren Schlachtrufen kommentierten und die restlichen Erklärungen von Jeremy Summers ungehört untergingen.
Es wurde erst ein wenig ruhiger, als die Eintrittsmusik des amtierenden Champion erklang.
„Auf dem Weg zum Ring - der amtierende EFC-World-Heacyweight-Champion. Aus St. Louis, Missouri! Mit einer Größer von einsneunundachtzig und einem Gewicht von einhundertvierzehn Kilogramm - hier ist Randa-a-a-all „Mad Do-o-og“ Burto-o-on!“
Einstimmig erhob sich eine Welle aus Buhrufen in der Halle, die schnell in „Burton sucks!“ übergingen. Es war eindeutig, wie die Sympathien hier verteilt waren.
Burton präsentierte sich nur kurz, zog sich dann in seine Ecke zurück und musterte über die Köpfe seiner Ringcrew hinweg seinen Gegner mit überheblichem Grinsen, dem Dylan scheinbar gleichgültig  begegnete, während er noch das Gesicht mit Vaseline eingerieben bekam, damit es nicht zu schnell zu Cuts kam.
Schließlich gingen sie aufeinander zu, starrten sich gegenseitig nieder, während der Ringrichter sein immer gleiches Sprüchlein aufsagte und, als dieser zurücktrat und das Zeichen gab, die Glocke ertönte.

Ohne abzuwarten griff der amtierende Champion an und versuchte Dylan mit einer Reihe von Schlägen und Tritten zu den Netzen zu drängen, die das Oktagon umspannten. Aktionen, die der wesentlich erfahrenere Dylan gut kontern konnte und seinem Kontrahenten keine Angriffsfläche bot, um ihn in einen seiner gefürchteten Aufgabegriffen zu zwingen.

War der Abend bis zu diesem Zeitpunkt schon eine der großartigsten Veranstaltungen überhaupt, so setzte dieser Hauptkampf dem Ganzen noch eine würdige Krone auf. Beide Fighter schenkten sich nichts, lieferten sich nicht nur einen Schlag- und Trittabtausch nach dem nächsten, sondern sie bewiesen dem Publikum, das längst nicht mehr auf seine Sitzen verweilte, dass sie nicht nur zu den besten Technikern in diesem Sport zählten, sondern auch zu den vielseitigsten. Fast alle Komponenten die das MMA ausmachte kamen zum Zuge: Judo, Grappling, Jiu-Jitsu, Muay Thai, Kickboxen und Karate.

Als der Gong schließlich die 4. Runde beendete, taumelten beide Männer blutend und angeschlagen in ihre Ecken, wo sich die Ringcrew und die Ringärzte sofort um sie kümmerten. Schwämme mit kühlendem Wasser wurden über ihren Köpfen ausgepresst, Wunden kontrolliert und notdürftig versorgt.
„Komm Dylan, du packst das. Mach den Sack endlich zu!“, forderte ihn dessen Trainer auf.
Dylan nickte dumpf. Sein Blick wanderte nach rechts zu seiner Managerin, die an die Umzäunung getreten war.
„Blas dem endlich die Lichter aus!“, befahl sie ihm und reagierte mit einem kalten Lächeln, als Dylan sie mit einem gleichgültigen Blick bedachte, aber nichts sagte. Stattdessen griff er nach der Flasche, die er gereicht bekam und setzte zu trinken an, leerte sie fast bis zur Hälfte, ehe er sich den Mundschutz wieder einsetzte, seine behandschuhten Fäuste gegeneinander krachen ließ und in dem Moment aufsprang, als die Ringglocke erneut ertönte, um die finale Runde einzuläuten.
Noch einmal gaben die beiden Kontrahenten alles, lauerten darauf dem Gegner den letzten, alles entscheidenden K.O.-Schlag zu verpassen. Es gelang keinem von beiden. Dylan gelang gegen Ende noch eine sehr gute Kombination, die Burton schwanken ließ und ihn in der Gunst der Punkterichter  den Kampf und somit den Gürtel zurück gewinnen ließ.
Der Jubel der Massen war unglaublich. In den folgenden Minuten wo der Vorsitzende der EFC persönlich mit einem Mikrofon an ihn herantrat und ihm die nach einem solchen Match üblichen Fragen stellte, schwoll der Lärm zu einer solchen Lautstärke an, dass man Dylans Worte trotz der Lautsprecher kaum vernahm.
Dass Dylans Stand unsicher war, fiel kaum einem auf. Nur seiner Managerin, deren nervöser Blick auf ihm ruhte, und einem schlanken, hochgewachsenen Mann außerhalb des Oktagons. Dieser schürzte mit fragendem, aufgebrachtem Blick die Lippen, was die Blondine zu einem hilflosen Achselzucken nötigte, und rang um seine Beherrschung.
Dylans Kopf dröhnte, sein Herz hämmerte immer schneller in seinem Brustkorb, die Jubelrufe der Zuschauer schienen von immer weiter her weg zu ihm zu dringen. Schwindel erfasste ihn, ließ ihn taumeln, als ihm endlich erlaubt war aus dem Oktagon zu springen und er sich an seinem Trainer abstützen musste, der diese Geste mit besorgt gerunzelter Stirn registrierte. Der neu errungene Titelgürtel glitt ihm aus den Händen, als sich alles um ihn herum zu drehen begann. Er zitterte am ganzen Körper, hatte das Gefühl keine Luft zu bekommen. Schwärze umfing ihn und er bekam nicht mehr mit wie sein massiger Leib auf den harten Hallenboden aufschlug und er zuckend auf dem Boden krampfte.