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Das Lachen eines Engels

von Lisachan
Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Alexander "Alec" Lightwood Clarissa "Clary" Fray Isabelle "Izzy" Lightwood Jace Wayland / Jonathan Christopher Herondale Magnus Bane Simon Lewis
14.09.2017
06.10.2017
8
9.400
2
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14.09.2017 693
 
Ich sah in den Spiegel und ich sah in mein Gesicht. Rot wie das Feuer. Das war die Farbe meines langen und lockigen Haares. Meine Augen funkelten grün. Ich seufzte und setzte mir meine Krone ins Haar. *Wie ich dieses Ding hasse*: sprach ich meinen Gedanken laut aus.

Es klopfte an der Tür. *Herein.*: sagte meine freundliche Stimme und ich blickte zur Tür. Ein dunkelhaariges Mädchen öffnete vorsichtig die große Tür. Die Tür war im Verhältnis zu ihr riesig und schwer. *Prinzessin, es ist so weit. Der Tisch ist gedeckt.*, sie machte einen Knicks und verschwand.

Jeden Abend war es das Selbe. Ich stand auf, strich über die Falten meines Kleides und machte mich auf dem Weg zum Thronsaal. *Clarissa, mein Engel. Setze dich zu mir. Ich wünsche dir einen guten Appetit.*, die Stimme meines Vater schallte durch den ganzen Saal. Er war kaum zu überhören. Er stand neben meinem Stuhl und wies mich an, mich zu setzten. Ich sah ihn freundlich an und setzte mich: *Vielen Dank Vater. Ich wünsche Ihnen auch einen guten Appetit.* Wir saßen zu zweit an diesen riesigen Tisch. Ich schätzte, dass der Tisch 12 Meter lang ist. Mein Vater saß an einem Ende und ich am anderen. Unsere Blicke trafen sich immer.  Immer zum Frühstück, Mittagessen, Abendessen und ab und zu zur Kaffeezeit. Es gab noch einen 3. Stuhl an unserem Tisch. Doch der 3. Stuhl ist leer. Seit Jahren. Der Platz von meiner Mutter. Meiner geliebten Mutter, Jocelyn.

*Clarissa, iss endlich was. Das Essen wird kalt. Diener, mehr Wein.*, König Valentine, mein Vater, hasste es. Er hasste es, wie ich auf meinen Teller starrte. In letzter Zeit machte ich das ständig. Es war jetzt 10 Jahre her, dass meine Mutter verschwand. Deswegen ging  es mir nicht gut. Mein Herz schmerzte. Doch ich versuchte diesen Schmerz zu unterdrücken. Durch ihr Verschwinden war unser Königreich kühl geworden. Ich schaute den hohen König an. *Bitte Vater! Lasst mich mit der Ausbildung beginnen. Ich bin alt genug.*, ich schlug meine Hände auf den Tisch. Jetzt wollte ich eine Antwort haben. Hier und jetzt. *Clarissa! Wie oft soll ich es dir verdammt nochmal noch sagen?  Du wirst diese Ausbildung nicht machen. Du bist eine Prinzessin. Du bist für andere Aufgaben verpflichtet.*, schrie er mich an. Er regte sich so sehr auf, dass sein Kopf rot wurde. Die Adern an seinem Hals wurden sichtbar. Er regte mich so auf und er wusste, dass es mir sehr viel bedeutete.  Ich wollte diese Ausbildung machen. In die Fußstapfen meiner Mutter treten. Ich stand auf und lief zu seinem Platz und flehte ihn an: *Vater, ich bitte Euch. Ich habe immer alles getan, was Ihr von mir verlangt habt. Ich habe nur diesen einen Wunsch.* Der hohe König sah mich entsetzt an und er konnte sich folgende Worte nicht verkneifen: *Ich…Ich…Ich! Wie egoistisch bist du nur Clarissa! So habe ich dich nicht erzogen. Denkst du nicht daran, wohin es deine Mutter gebracht hat. Es hat ihr den Tod geschenkt! Verschwinde aus meinen Augen.*

Ich stand auf und lief davon. So wie er es von mir verlangte. Wie konnte er nur so kalt sein. Wie konnte er nur so ungerecht sein. Früher war es eine Ehre. Vor 10 Jahren war alles anders. Ich hatte noch Bruchstücke meiner Erinnerung vor meinen Augen. Von den Schattenjägern. Ich erinnerte mich an ihre Runen und an ihre Stele. Mehr fiel mir nicht ein.

Ich ließ mich in mein Bett fallen. In mein federweiches Bett. Es fühlte sich an, als schwebte ich auf Wolken. Doch ich konnte dieses Gefühl nicht genießen. Meine Gefühle waren viel zu sehr verärgert. Verärgert über meinen Vater und über meine Mutter. Ich wünschte mir, dass sie hier bei mir wäre. Sie sollte neben mir legen und ich könnte Ihren Duft einatmen. Da kam mir ein Gedanke. Wieso sollte ich noch hier bleiben. *Morgen werde ich verschwinden. Ich werde gehen. Aber nicht alleine. Simon werde ich mitnehmen.*, ich strahlte und drehte mich auf die Seite. Meine Augen schloss ich zu. Jetzt war es dunkel aber mein Lächeln verschwand nicht. Mir gefiel die Vorstellung zu gut. Ich werde den Rat aufsuchen und eine Schattenjägerin werden.
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