Geheimnisse (Mako - Einfach Meerjungfrau)

von Susan8888
GeschichteRomanze, Fantasy / P12
OC (Own Character)
09.09.2017
12.09.2017
2
2.937
1
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09.09.2017 1.144
 
Diese Geschichte spielt nach Ende der zweiten Staffel von Mako.
Viel Spaß beim Lesen. Ich würde mich unheimlich über Feedback freuen. ^^

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Laute Musik, Tanzen und Alkohol. Dies passte eigentlich so gar nicht zu Aliena. Aber da sie von ihrer besten Feundin auf deren Geburtstagsparty eingeladen worden war, hatte sie sich dazu gezwungen hinzugehen. Jetzt stand sie mit einem Drink in der Hand inmitten der tanzenden Gruppe und wusste nicht so recht, was sie mit sich anfangen sollte. Dass sie niemanden außer ihre beste Freundin Kathrine dort kannte, half ihr in der Situation auch nicht gerade.

Ich sehe bestimmt aus wie die Streberin, die noch nie was von Partys gehört hat!, dachte Aliena und versuchte mit einem gequälten Gesichtsausdruck, sich im Takt der Musik hin- und herzuschwingen. Sie drehte sich langsam durch die Meute vom einem Ende des Zelts wieder zum anderen und achtete fast wie besessen darauf, ihren Drink nicht zu verschütten. Gerade als sie ansetzen wollte, um einen weiteren kleinen Schluck des so beliebten Alkohols zu sich zu nehmen, drehte sich ein Typ zu ihr um und lächelte sie schief an.

,,Hey, Kleine.“, rief er ihr zu und zog sie an den Hüften zu sich heran. Aliena quietschte erschrocken auf und balancierte das Glas mit höchster Konzentration. Sie konnte deutlich den Alkohol im Atem des Jungen riechen. Es war der beliebteste Junge ihrer Schule, stellte sie mit großen Augen fest. Und der versuchte gerade, seinen Mund gefährlich nahe an ihren zu bringen!

,,Was machst du da?“, schrie Aliena ihn schockiert an und stieß ihn unbeholfen von sich weg. Zitternd sah sie in seine jetzt wutentbrannten Augen und wich zurück. ,,Keine Tussi darf mich so behandeln!“, knurrte er und kam auf sie zu. Er hob seine kräftigen Arme und stieß Aliena so heftig, dass sie zu Boden fiel. Ihr Drink flog hinter ihr her, spritzte alle herumstehenden Leute an und übergoss sich schließlich über Alienas gerade neu gekauftes Kleid.

Wie benommen lag sie auf dem Boden und schaute sich ängstlich um, alle Augen waren auf sie gerichtet. Als sie versuchte, sich langsam zu erheben, spürte sie einen kräftigen Luftzug direkt an ihrer linken Seite vorbeisausen. Ein großer Junge mit kurzem blondem Haar raste in Richtung Ausgang und verschwand hinter den dünnen Zeltwänden. Aliena kam nun vollständig auf ihre Beine und sah ihm verwirrt hinterher. Hände streiften über sie, Leute wollten wissen, wie es ihr ging, aber sie hatte nur eines im Kopf.

Vorsichtig folgte sie dem Fremden nach draußen und ließ die Hitze und den Alkoholgeruch hinter sich, der im Zelt geherrscht hatte. Hier war es deutlich leiser; angenehm, dachte Aliena und ein Lächeln schlich sich auf ihre Lippen. Dann ging sie weiter und hielt die Augen nach dem Jungen auf. ,,Hey!“, rief sie vorsichtig und schaute sich in der Dämmerung um. ,,Es tut mir schrecklich leid! Das mit dem Drink war ein Versehen.“

Ein Rascheln in einer Hecke zog ihre Aufmerksamkeit auf sich. Aliena näherte sich vorsichtig der dunklen Kontur. ,,Hey, bist du da?“, fragte sie leise. Als sie direkt vor der Hecke stand, erklang plötzlich eine tiefe Stimme hinter ihr.

,,Suchst du mich?“, sagte sie und Aliena drehte sich erschrocken um. Da war er, der blonde Junge, der so schnell aus dem Zelt geflüchtet war. Er hatte ein hübsches Gesicht mit durchdringenden blauen Augen, die sie nun neugierig anstarrten. ,,J...ja.“, brachte Aliena hervor und sah beschämt zu Boden. ,,Also, ähm...tut mir echt leid wegen gerade. Das ist mir echt peinlich.“, flüsterte sie und wagte es nicht, den Blick zu heben.

,,Schon okay.“, antwortete der Junge. ,,Sollen wir wieder reingehen?“ Kurz hielt Aliena inne, aber dann schüttelte sie den Kopf. ,,Ach weißt du...ich bin sowieso nicht so der Partytyp. Ich gehe lieber nach Hause und ziehe mich um. Mein Kleid ist ruiniert.“

Zuerst dachte sie, der Junge würde sie nicht verstehen, aber er sah in den Himmel und erwiderte:,,Ich auch nicht. Lass uns doch zusammen nach Hause gehen. Ich kann dich gerne begleiten, damit du im Dunkeln nicht alleine herumirrst.“ Normalerweise hätte Aliena jetzt erschrocken abgewunken, aber etwas lag in der Stimme des Jungen, das sehr vertrauenswürdig wirkte.

,,Okay.“, sagte sie. Als sie in Richtung Zelt ging, drehte sie sich noch einmal um. ,,Hey, wo warst du gerade eigentlich? Ich hatte in der Hecke da etwas gehört und dachte, du wärst es, aber dann standest du plötzlich hinter mir.“
Der Junge winkte ab und folgte ihr zum Zelt. ,,Ich war im Haus. Die Terrassentür ist offen.“
Aliena fiel auf, dass das T-Shirt von ihm vollkommen trocken war. ,,Hast du dich dort umgezogen?“, fragte sie beiläufig.

,,Naja, ja, ich äh...ich habe mein T-Shirt im Badezimmer...abgeföhnt. Ist jetzt wieder trocken.“, meinte er stotternd und fuhr sich plötzlich nervös durch seine Haare.
,,Okay.“ Aliena zuckte die Achseln. Als beide an der Haustür angekommen waren, erschien eine Gestalt vor Aliena. Es war Kathrine. ,,Hey, Alli! Tut mir echt leid, was da gerade drinnen passiert ist. Wo warst du denn danach?“ Mit einem verwirrten Blick auf den Jungen neben Aliena hielt sie inne. ,,Alli? Kann ich bitte kurz mit dir sprechen? Allein!“, fügte sie schroff hinzu und zog ihre beste Freundin wieder zurück ins Haus.

Zusammen verschwanden sie hinter einer Ecke. ,,Was willst du denn mit ihm?“, flüsterte Kathrine Aliena zu. Sie seufzte. ,,Er hat mir angeboten mich nach Hause zu bringen. Weißt du, ich will mich gerne umziehen und ehrlich gesagt gefällt es mir hier nicht so...“ Kathrine unterbrach sie. ,,Weißt du überhaupt, wer er ist?“ Aliena zuckte die Achseln. ,,Du etwa?“

Kathrine sah sie ernst an. ,,Sein Name ist Erik. Er ist neu hier in der Stadt; am Anfang der Sommerferien angekommen. Er verhält sich irgendwie...seltsam. Manchmal rennt er in unpassenden Situationen einfach weg und verschwindet irgendwo und niemand weiß, warum. Und er scheint ein wenig...empfindlich mit Wasser zu sein. Ich weiß auch nicht. Die Leute reden über ihn. Hör zu, ich finde, es ist keine gute Idee, mit ihm nach Hause zu gehen.“
,,...Ehrlich?“, fragte Aliena leise und sah sich unsicher um.

Kathrine nickte. ,,Bitte geh alleine und sag ihm, er soll dich in Ruhe lassen. Ich hab kein gutes Gefühl bei ihm.“
Aliena nickte ihr zu und beide gingen wieder zur Haustür, wo Erik immer noch wartete. Kathrine warf ihm einen warnenden Blick zu und verschwand. ,,Hey...“, sagte Aliena. ,,Ich gehe doch lieber alleine.“ Erik sah sie verwirrt an. ,,Wieso plötzlich die andere Meinung? Hab ich was falsch gemacht?“

Aliena schüttelte den Kopf und wich seinem Blick aus. ,,Nein, ich äh...ich will einfach alleine gehen, okay? Lass mich bitte in Ruhe! Wir kennen uns ja überhaupt nicht.“ Und mit diesen Worten rannte Aliena los, überquerte die Straße und verschwand aus Eriks Blickfeld, welcher ihr einen verwunderten Blick hinterherwarf und schließlich auch ging.

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Das wars mit dem Prolog. Ich hoffe, es hat euch gefallen. ^^ Das nächste Kapitel ist bereits in Arbeit.
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