Lebendig Begraben - Erfahrung fürs Leben

von BlindFate
GeschichteDrama, Freundschaft / P12
John Gage Mike Stoker
08.09.2017
27.11.2018
33
72392
2
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Dieses Kapitel
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Hey,
wie bereits in der Kurzbeschreibung erwähnt, handelt es sich hierbei um eine Ff, genau genommen um die zweite die ich je zu NC und überhaupt geschrieben habe, die ich bereits 2015 unter meinem damaligen Autorennamen bereits veröffentlich hatte.
Nun habe ich mich beim 'durchstöbern' meiner eigenen Stroys und Fanfictions dazu entschieden, meine alten FF's nach und nach zu überarbeiten und wieder hier hochzuladen.
Ich hoffe sehr, dass sie euch gefallen (auch wenn gerade diese FF von der Szenerie einer meiner anderen FF's ähnelt) und freue mich über eure Reviews. Sei es Kritik oder Lob, positiv oder negativ.

Nun wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen.
Bis dahin,
Gruß Sousuke

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Die Jungs der Einheit 51/2 kamen gerade von einem Einsatz zurück, der wohl in die Kategorie der kuriosen Einsätze gehörte.
„Wer ist heute mit kochen dran?“ sah Johnny, während Roy den Squad rückwärts in die Halle fuhr, zu seinem Partner.
„Chet.“ erwiderte Roy seinen Blick mit einem breiten Grinsen, nachdem er den Squad zum Stehen gebracht und den Motor abgeschaltet hatte.
Johnny verdrehte, während er ausstieg die Augen. „Ich dachte Lopez wäre an der Reihe.“ war er nicht nur sichtlich, sondern auch hörbar genervt.
„Da hast du falsch gedacht, mein Lieber.“ war Roy auf dem Weg in die Küche, wobei er flüchtig, nach wie vor grinsend, zu Johnny, der ihm folgte, zurück sah. Noch im Durchgang zur Küche blieben beide abrupt stehen, schauten sich zunächst gegenseitig fragend an, ehe Johnny seine Gedanken aussprach. „Was riecht hier so merkwürdig?“
Chet, der am Herd stand, drehte sich zu den Beiden um, richtete seinen Blick auf Johnny. „Deine Geruchsnerven wissen nichts gutes zu würdigen, Gage.“ beschwerte er sich bei seinem Kollegen.
Im nächsten Moment betrat Mike hinter Johnny und Roy die Küche, ging an ihnen vorbei, jedoch blieb auch ihm der Geruch nicht unbemerkt. „Wer gestern Mülldienst hatte, hat sich aber fleißig drum gedrückt.“ wedelte er mit einer Hand leicht vor seiner Nase hin und her um den unangenehmen Geruch zu vertreiben.
„Siehst du, Kelly. Ich bin nicht der einzige der dein Essen nicht zu würdigen weiß.“ richtete Johnny seinen Blick nun wieder auf Chet, deutete dabei auf Mike, der sich eine Tasse Kaffee geholt hatte und nun am Tisch saß.
Chet wandte sich leicht zu ihnen um, rührte dabei unbeirrt weiter in dem Essen, roch gleichzeitig aber selber unauffällig daran. Er selber konnte nichts schlechtes dran ausmachen, für ihn roch es sehr gut.  
„Und, wie war euer Einsatz Jungs?“ kam nun auch Captain Stanley in die Küche, blieb, die Hände in die Hosentaschen gesteckt, im Durchgang von großer Halle in die Küche stehen und sah zu den beiden Paramedics, die sich inzwischen ebenfalls einen Kaffee geholt und am Tisch platz genommen hatten.
„Ein Kind hat sich ausgesperrt und versucht durch die Hundeklappe ins Haus zu kommen.“ war es Johnny der die Frage des Captains beantwortete, nachdem er den Schluck Kaffee, welchen er zuvor genommen hatte, herunter geschluckt hatte.
„Hey Cap! Kommen sie und probiere sie mal.“ hielt Chet seinem Vorgesetzten freudig einen Löffel seines Essens hin, forderte ihn so auf zu probieren.  
„Nein Danke, Kelly, der Geruch erweckt ja die Toten.“ winkte Hank ihm mit einer knappen Handbewegung ab, nahm sich gleich darauf die Zeitung, setzte sich ebenfalls an den Tisch und schlug den Sportteil auf.
„Ihr wisst alle nicht, was gut ist.“ murmelte Chet beleidigt vor sich her und ließ wieder von den Jungs ab..
„Vielleicht würden wir es wissen, wenn du mal was vernünftiges kochen würdest.“ sah Johnny abermals, jedoch leicht genervt, zu ihm auf.
Chet wollte gerade etwas einwenden, da ertönte der Alarm.
„Einheit 51, Gebäudebrand....“
Die Jungs der Einheit sprangen alle auf und eilten zu den Fahrzeugen, Marco kam aus dem Waschraum geeilt, während der Cap am Funkgerät stand und die Adresse notierte. Kurz darauf eilte er zum Squad, überreichte Roy den Zettel mit der Adresse und eilte dann zum Engine.
Wie immer fuhr der Squad voraus.

Nur wenig später erreichten sie den Ort des Geschehens. Der vermeintliche Gebäudebrand stellte sich schon kurz darauf als ein verkohlter Braten im Backofen , der von der Hausbesitzerin schlicht weg vergessen worden war.
„Heute ist wohl wieder einer dieser Tage.“ sah Roy, während sie auf dem Weg zurück zu Station waren, flüchtig aus dem Augenwinkel heraus zu Johnny, ließ aber sogleich wieder von ihm ab, konzentrierte er sich auf die nasse Straße.
„Na...so wie der Himmel aussieht, werden wir bald genug zu tun haben....Es regnet jetzt schon seit vorletzter Nacht fast ununterbrochen durch.“ richtete Johnny seinen Blick für einen kurzen Moment auf seinen Partner nur um sogleich wieder von ihm abzulassen und seinen Blick wieder, sich mit dem rechten Ellenbogen an dem unteren Rahmen der Scheibe abstützend, seinen Kopf gegen die Hand gelehnt, wieder aus dem Fenster zu richten und den Wolken behangenen Himmel zu betrachten.
„Sei doch nicht so pessimistisch.“ kam es mit leicht vorwurfsvollem Ton von Roy, der erneut, dieses mal aus dem Augenwinkel heraus, zu Johnny sah.
„Ich pessimistisch?“ richtete Johnny seinen Blick abrupt wieder auf Roy, richtete sich allgemein weiter auf, drehte sich mehr zu Roy. „Hast du die Einsätze der letzten Jahr etwa schon vergessen?“ gab Johnny seinem Partner die Chance sich zu erinnern, doch zuckte Roy nur mit den Schultern, konzentrierte sich auf die Straße. „Jedes mal hat es im Vorfeld tagelang geregnet und, falls du dich erinnerst, hat es über die Jahre hin weg jeden einzelnen von uns erwischt.“ wurde Johnny mit seiner Stimmlage immer lauter, immer ernster, ebenso wie sein Blick.
„Nein, ich hab sie nicht vergessen. Und alle Verletzungen waren halb so wild. Keiner von uns ist großartig zu Schaden gekommen. Es gehört nun mal dazu, genauso wie die Waldbrände im Sommer..“ versuchte Roy seinen Partner zu beruhigen, war seine Stimme ruhig, seine Haltung gelassen.
„Mag ja sein, aber trotzdem...ich hab so ein komisches Gefühl.“ wurde Johnny's Stimme nun wieder ruhiger, irgendwie angespannter. Ließ er wieder von Roy ab, setzte sich wieder bequemer hin und richtete seinen Blick erneut aus dem Fenster gen Himmel.
Roy schüttelte bloß kaum merklich mit dem Kopf, sagte nichts dazu. Machte auch er sich Gedanken wegen dem schlechten Wetter, nur versuchte er es nicht so nah an sich heran zu lassen.
Wenig später lenkte er den Squad wieder rückwärts in die Halle. Der Engine war nur kurz vor ihnen an der Station angekommen und dennoch saßen die restlichen Jungs bereits in der Küche. Nur Chet saß nicht an dem Tisch. Er war zum Herd gegangen und hielt nun den Deckel des Topfes in der linken, den Kochlöffel in der rechten und betrachtete sein Meisterwerk mit einem missmutigem Ausdruck im Gesicht. „Tja...so wie es aussieht müsst ihr wohl auf meine Kochkünste verzichten.“ klang seine Stimme bedrückt, sah dabei zu den Jungs.
„Immerhin ersparen wir uns so eine Lebensmittelvergiftung.“ war es Mike's Stimme die ertönte.
Johnny stand noch im Durchgang zur Küche, setzte sich nun aber in Bewegung, ging zu Chet und legte ihm einen Arm um die Schulter. „Siehst du Chet, nicht nur ich zweifle an deinen Kochkünsten.“
„Ach, macht doch was ihr wollt.“ damit wandte Chet sich aus Johnny's Griff, ging an ihm vorbei in den hinteren Bereich der Küche und schaltete den Fernseher ein.
Jedoch war es nicht nur Chet's Aufmerksamkeit, die dem Gerät galt. Auch die anderen Jungs wandten, kurz nachdem Chet den Fernseher eingeschaltet hatte, ihre Blicke darauf. Es lief eine Sondermeldung, die einen Großeinsatz sämtlicher Einheiten zeigte. Es waren Bilder der Zerstörung und Verwüstung zu sehen. Der Regen der letzten Tage hatte ganze Arbeit geleistet.
Den Jungs blieb keine Zeit den Bericht großartig im Fernseher zu verfolgen. Denn im nächsten Moment ertönte der Alarm und die Einheit 51 wurde gemeinsam mit weiteren Einheiten als Unterstützung zu dem Einsatz, über den gerade im Fernseher berichtet wurde, geschickt.
„Na, was hab ich gesagt?“ wandte Johnny sich an Roy, als sie im Squad saßen. Roy warf ihm nur einen flüchtigen Blick zu, startete dann den Motor und fuhr, nachdem das Tor dann endlich offen war, los.
Ihr Ziel war ein Wohnviertel weiter außerhalb Richtung. Der Regen hatte die Erde aufgeweicht und weggeschwemmt. Ganze Häuser waren unter Erdmassen begraben worden.
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