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And I Want Only To Be Free

von Kathey
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteDrama, Schmerz/Trost / P12 / Gen
Ashe Vossler
07.09.2017
07.09.2017
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We must be free not because we claim freedom, but because we practice it.”

William Faulkner



Sie wusste nicht, wie lange sie schon hier stand und hinauf in den strahlend blauen Himmel über Rabanastre starrte. Wie üblich brannte die Sonne unbarmherzig auf sie herab, wie üblich befand sich keine Wolke am Himmel, wie üblich drangen die Stimmen der Verkäufer des Muzur Basars zu ihr hinüber, die versuchten, zu angeblichen Spottpreisen ihre Waren an einen willigen Kunden zu bringen. Wie üblich flimmerte das Pflaster der Straße von der Hitze, die sich über die Stadt gelegt hatte.
Und doch, und damit seufzte sie innerlich leise auf, doch war ganz und gar nichts wie üblich, nichts.
Ihre Hände umklammerten den kalten Stein, den Nethiziten, mit dem sie ihr Land hatte retten wollen, von dem sie gehofft hatte, dass er die Waffe wäre, nach der sie so lange schon gesucht hatte.
Nutzlos.
Der Stein in ihrer Hand war mehr als nutzlos, sein Glanz war verloren gegangen und sie wusste nicht, ob es jemanden gab, der ihn zurück zu bringen vermochte. Wenn, würde sie ihn finden und alles geben, dass sie die Macht bekäme, Land und Volk zu verteidigen vor Allem, was sich ihnen stellen würde.
Und gleichzeitig verfluchte sie den angeblich göttlichen Nethiziten, dafür, dass er ihnen allen solch ein Unglück gebracht hatte, dass er von ihr fortgerissen hatte, was nicht hätte fortgerissen werden dürfen. Für welchen Preis denn nur, fragte sie in den Himmel hinein, der ihr genauso wenig Antwort geben konnte, wie irgendjemand anders es jemals würde tun können.
Wenn sie die Zeit zurückdrehen könnte, vielleicht würde sie es dann verhindern können, würde das Unglück abwenden können und dennoch eine Kraft haben, die es ihnen erlauben würde, ihr Reich aus den Klauen des Imperiums zu befreien… Ja, wenn sie nur nicht bereits alle Möglichkeiten abertausende Male im Kopf durchgegangen und dennoch immer wieder zum selben Ergebnis gekommen wäre. Die Zeit war unantastbar, die Zeit war nicht steuerbar und schon gar nicht konnte man sie wieder zurück holen, um etwas Verlorenes wieder zu finden, wie oft hatte sie das nun auf die harte Art und Weise lernen müssen?
„Reue und Rache sind keine guten Weggefährten, Prinzessin.“
Überrascht fuhr sie herum, als sie die Stimme vernahm und gleich darauf die Person, der sie gehörte, mit verschränkten Armen an der Wand hinter sich stehen sah.
„Ich weiß das“, sagte sie mit mühevoll unterdrücktem Zorn in der Stimme, ihr musste er das sicherlich nicht noch ein weiteres Mal erklären, sie wusste, wohin dieser Weg führte! Dann aber ließ sie den Kopf sinken, starrte auf den Nethizit in ihren Händen, strich sich fahrig das aschblonde Haar aus dem Gesicht. „Ich weiß das bereits.“
Vielleicht hätte sie das Unglück abwenden können, aber wie hätte sie es denn ahnen können, wie hätte irgendjemand das ahnen können?
„Ist es wirklich so abwegig, daran zu zweifeln, dass zwei Halbstarke, ein gefallener Soldat, zwei Luftpiraten und eine entmachtete Prinzessin mit einem kleinen Steinchen ein ganzes Reich von der Tyrannei eines übermächtigen Imperiums befreien können?“ Eigentlich klang es nicht einmal wie eine Frage, viel eher war es eine Feststellung. Und eine Wahrheit, die sie bisher gekonnt verdrängt hatte, von der sie geglaubt hatte, dass sie sich am Ende doch als falsch herausstellen könnte.
„Ich glaube daran“, sagte sie leise, sie hatte immer daran geglaubt, selbst, als sie nicht Sechs, sondern nur Zwei gewesen waren, selbst da hatte sie an die Freiheit geglaubt, die sie eines Tages erreichen würden.
„Aber er hat nicht geglaubt, richtig?“ Sie sah, wie der Luftpirat fragend eine Augenbraue hob und wieder musste sie sich selbst eingestehen, dass er Recht damit hatte.
Und dennoch hatte er an etwas anderes geglaubt, auf eine andere Art und Weise, hatte nie das Ziel aus den Augen verloren. Für dieses Ziel hatte er sein Leben lang gekämpft.
„Er hat nicht an uns geglaubt.“ Wieder sah sie in den Himmel hinauf, ihre grauen Augen brannten bereits, selbst, wenn sie wusste, dass das nicht durch das grelle Sonnenlicht kommen konnte. „Und das war ein Fehler.“
Aber sie wusste, dass dies einst vollkommen anders gewesen war.

~*~


Er war zu laut.
Seine Schritte hörten sich zu laut an auf dem gefliesten Boden, zu verräterisch in diesen Augenblicken, in denen er unbedingt unentdeckt bleiben musste.
Noch war der gesamte Palast wie leer gefegt, aber sehr bald würden sie hier sein, daran bestand gar kein Zweifel, denn es gab absolut niemanden mehr, der sich ihnen noch in den Weg stellen konnte, der sie daran hindern konnte, all das hier zu ihrem Eigentum zu erklären.
Und allein dieser Gedanke versetzte ihn in eine solche Rage, dass er am liebsten direkt hier auf dem Gang auf die Männer gewartet hätte, die diesen Ort betreten würden, um ihnen mit dem Schwert den Schädel zu spalten. Nur eines hielt ihn noch davon ab.
Die Hoffnung.
Das letzte Fünkchen Hoffnung, das all dieses Übel hier – so die Götter wollten – heil und unversehrt überstanden hatte und das er um jeden Preis beschützen musste.
Je näher er dem Ziel kam, umso schneller lief er, atemlos, aber niemals so unvorsichtig, als dass er entdeckt werden könnte.
Die einzigen unglücklichen Personen, die sich noch auf den Gängen fanden, waren ein paar Kammerdiener und Zofen, die von dem drohenden Unheil nichts wussten und die er anhielt, sich so schnell wie möglich aus dem Palast zu entfernen, sofern sie an ihrem Leben hingen. Und glücklicherweise folgten die meisten diesem Hinweis auch unverzüglich nach.
Er stieß die Tür zu ihren Gemächern auf, für Höflichkeiten und Floskeln war in diesen Momenten keine Zeit mehr, sie mussten verschwinden, und das, so schnell es nur irgend möglich war.
„Vossler?“, hörte er sie nur verdutzt fragen, einen Dolch bereits in der Hand, um sich gegen einen vermeintlichen Angreifer zu schützen. Sie sah ihn so fragend an und er hatte die Antworten, aber er wusste, dass sie sie nicht würde hören wollen, dass sie die Antworten nicht würde ertragen können, nicht jetzt, nicht in diesem Augenblick.
„Wir müssen unverzüglich gehen.“ Das war das Einzige, das er im Moment von sich gab und allein durch diese Aussage sah er etwas in ihren grauen Augen erlöschen, sah, wie sich der kleine Teufel namens Gewissheit langsam in ihr Herz hinein fraß.
„Nein“, brachte sie mit zittriger Stimme hervor, ließ den Dolch fallen, den sie eben noch so fest in der Hand gehalten hatte. „Nein!“
Er umfasste ihren Arm, noch bevor sie in die Knie gehen konnte, hielt sie auf den Beinen, sie hatten keine Zeit dafür, nicht einmal für einen Moment der Schwäche, auch, wenn es ihm einen Stich ins Herz versetzte, wenn er nur daran dachte, wohin er sie gleich bringen würde.
Sie wehrte sich nicht, als er sie mit sich zog, fragte nicht, ob sie ihre Habseligkeiten mit sich nehmen durfte oder wohin es ging, sie lief nur hinter ihm her, als wüsste sie bereits, was mit ihr geschehen würde, würde sie hier bleiben.
Er folgte den weit verzweigten Gängen, hinab in die abgelegenen Winkel des Palastes, hinunter zu den Weinkellern und Vorratskammern, hinein in einen kleinen Lagerraum. Und immer noch schwieg sie, schien sich mit dem Gedanken abgefunden zu haben, dass sie im Moment keinen anderen Ausweg hatte als diesen.
Er zog den mittlerweile verblassten und mottenzerfressenen Teppich zur Seite, stieß die Luke auf, die sich darunter befand und wandte sich dann zu ihr um, streckte eine Hand nach ihr aus, um ihr nach unten zu helfen.
Ihre Lippen waren zu einem schmalen Strich zusammengepresst und ihre Hände zu fest zu Fäusten geballt, dass es bereits schmerzen musste. Mit einer Mischung aus Resignation und absolutem Widerstreben sah sie ihn an, jede Faser ihres Körpers schien ihn anzuflehen, einen anderen Weg zu suchen.
„Lady Ashe“, sagte er leise, dennoch ließ er keinerlei Zweifel daran offen, dass er sie im Notfall nicht selbst packen und hinunter tragen würde, denn sie, gerade sie durfte nicht hier sterben, sie, die die letzte Hoffnung für ein derzeit absolut hoffnungsloses Land war.
Langsam, widerwillig kam sie auf ihn zu, ignorierte seine helfende Hand und stieg die bereits rostige Leiter hinunter, ehe er ihr folgte und versuchte, die Spuren ihrer Anwesenheit in diesem Raum so gut wie möglich zu verwischen. ]

~*~


„Wir könnten mit Onkel Halim Kontakt aufnehmen.“
Ein paar Tage waren vergangen, ein paar Tage, in denen sie so viel durchlebt hatte, dass es manchem Hume für eine gesamte Lebensspanne reichen würde.
Vossler hatte sie des Öfteren in dem kleinen, stickigen Raum nahe der Kanalisation alleine gelassen, um Informationen einzuholen und sich einfach nur nach Neuigkeiten umzuhören, um Essen, Wasser oder frische Kleidung zu besorgen. Bürgerliche Kleidung, wie sie festgestellt hatte, als er ihr das Bündel schweigend in die Hand gedrückt hatte.
Sie sprachen nicht viel, Vossler nicht, weil er nie jemand gewesen war, der unnötig Worte verschwendete und sie nicht, weil sie kein Bedürfnis danach verspürte, alle Ereignisse durch ein Gespräch nochmals durchleben zu müssen.
Sie hatten geredet, einen Abend, nachdem er sie aus dem Palast herausgeholt hatte und bekannt geworden war, dass das archadianische Imperium ihn unter seine Kontrolle gestellt hatte, wie sie ganz Dalmasca unter ihre Kontrolle genommen hatten. Vossler hatte ihr am Abend alles berichtet, was er bis dato hatte in Erfahrung bringen können. Alles. Vom Tod ihres Vaters bis hin zur Festnahme von Basch fon Ronsenburg.
Die Archadianer hatten keinen Hehl daraus gemacht, ihren Triumph auszukosten, auf dem großen Platz vor dem Palast hatten sie bekannt gegeben, dass das gesamte Reich nun ein Teil des großen Kaiserreiches Archadia war. Vossler war dort gewesen, unerkannt mitten in der Menge und hatte nur tatenlos zusehen können.
Bei seinen darauf folgenden Erzählungen hatte sie einen dicken Kloß in ihrem Hals verspürt, einen, der so schnell nicht wieder verschwinden würde, so oft sie auch versuchte, ihn zu schlucken. Basch war einer von ihnen gewesen, Hauptmann der dalmascanischen Armee und gerade er… Sie schüttelte den Kopf, schluckte den bitteren Geschmack, den der Name hinterlassen hatte, wortlos hinunter.
Wie musste es Vossler dann wohl erst ergangen sein, wenn er wusste, dass ihn ein Kamerad – mehr noch, ein Freund, so verraten und hintergangen hatte?
Er saß ihr gegenüber, an einem mehr als winzigen Tisch, der gerade so in die kleine Kammer am Ende der Unterstadt passte, und sah mehr als mitgenommen aus. Wie lange er wohl schon nicht mehr geschlafen hatte?
Dunkle Ringe lagen unter den ohnehin schon dunklen Augen, die Stirn lag nachdenklich in Falten, nachdem sie den Vorschlag unterbreitet hatte, Marquis Ondore um Hilfe zu bitten.
„Nein.“
Sie riss ihren Kopf nach oben, sah ihn mit großen Augen an, ihr Onkel war ihre einzig verbliebene Hoffnung, wie konnte er das mit einem kühlen und distanzierten Nein abtun?
„Wieso nicht?“, fragte sie leise, unsicher, ob sie die Antwort überhaupt hören wollte oder ob sie sie verkraften konnte. Die schlechten Nachrichten rissen in letzter Zeit nicht mehr ab und sie war sich seltsam sicher, dass Vossler auch dieses Mal keine allzu guten Nachrichten für sie hatte.
„Weil Marquis Ondore fon Ronsenburgs Hinrichtung in einem Atemzug mit Eurem Selbstmord verkündet hat“, meinte er nach einer Weile unbequemen Schweigens, während er sich mit einer Hand das störrische braune Haar zurückstrich.
Und wieder hatte sie das Gefühl, als würde ihr jemand den Boden unter den Füßen einfach wegreißen, als wäre unter ihr nur Glas, das immer mehr Risse bekam und schlussendlich zersplitterte.
Schweigend ließ sie sich zurück auf den Stuhl sinken, von dem sie sich eben noch erhoben hatte, um all ihre Kraft und ihre Überzeugung in ihre Worte zu legen.
Vollkommen umsonst.
„Aber“, begann sie leise, „ich kenne Onkel Halim, er würde uns nicht verraten. Er würde uns helfen, ganz sicher!“
Hoffnungsvoll sah sie zu Vossler hinüber, aber der Blick aus seinen dunklen Augen war so kühl, dass sie seine Antwort auf ihre unausgesprochene Frage schon kannte, noch ehe er überhaupt zum sprechen ansetzte.
„Dasselbe habe ich auch von Basch gedacht“, sagte er so resigniert, dass es ihr schier das Herz dabei zerriss.
„Ich bin bald zurück.“ Mit diesen Worten stand er auf und ließ sie wieder alleine, ließ sie mit ihren Gedanken und der Dunkelheit um sich herum zurück.

~*~


Sie war zu oft alleine in diesem kleinen und stickigen Raum, zu oft hatte sie Zeit, ihren Gedanken nachzuhängen, trüben Gedanken, die ihr in dieser tristen Umgebung immer wieder zuflüsterten.
Oftmals saß sie auf dem kleinen Nachtlager, die Knie an den Körper gezogen und starrte Löcher in die Wand. Nicht mehr und nicht weniger konnte sie hier tun, sie wusste nicht einmal mehr, wann sie die Sonne zum letzten Mal gesehen hatte oder wie lange sie schon hier unten war. Sie wusste gar nichts mehr, fühlte nur die Leere in ihrem Herzen, die geliebte und nunmehr unerreichbare Hume hinterlassen hatten.
Ihr Vater, Rasler, Onkel Halim...
So viel hatte sie verloren, so viel, was es ihr schon fast das Herz zu zerreißen drohte, wenn sie nur an vergangene Tage dachte, an damals, an die Zeit, als noch alles in Ordnung gewesen war. Wie schnell sich die Zeiten doch ändern konnten.
Und sie wartete alleine in ihrem gemeinsamen Versteck, dass sie sich vielleicht wieder ändern mochten.
Wenn Vossler schlussendlich wieder zurück kam, an einigen Tagen auch ohne neue Nachrichten, aßen sie schweigend, und der Rest des Tages verging, indem er ihr gegenüber auf seinem eigenen Lager oder in einem angemessenen Abstand neben ihr saß und sie beide die Wand anstarrten, als hätte diese Antworten auf alle unausgesprochenen Fragen.
Sie hatte es ihm gegenüber nie erwähnt, aber diese Momente, so schweigsam sie auch gewesen sein mochten, hatten ihr geholfen, alles zu überstehen.
Sie war nicht alleine, war es nie gewesen und so lange sie wenigstens einen Halt in dieser Welt hatte, würde sie nicht aufgeben und weiterkämpfen.
Später wünschte sie sich, dass sie wenigstens einmal das Schweigen durchbrochen und ihm wenigstens gedankt hätte, einfach für alles, seine Anwesenheit, seine Mühe, seine Hilfe... aber es sollte nie sein.

~*~


„Falsch.“
Sie wusste nicht, wie oft sie dieses Wort – und wirklich nur dieses Wort – heute schon von ihm gehört hatte.
Das Schwert in ihrer Hand war zu schwer, wie sollte sie damit umgehen lernen, wenn alles, was er zu ihr sagte, ein kurzes und knappes „falsch“ war?
Sie konnte mit einem Rapier umgehen, in ihren Gemächern hatte sie eines gehabt, handgefertigt, mit Goldmustern verziert. Und, wie Vossler ein paar Tage zuvor gemeint hatte, völlig unbrauchbar für einen richtigen Kampf. Kein Rapier von Ivalice konnte es mit einem Schwert aufnehmen, es wäre ihr entzwei geschlagen worden, noch ehe sie einen einzigen Streich hätte ausführen können.
Und nun stand sie hier, bis zu den Knöcheln versunken im stinkenden Wasser der Kanalisation, das ihr anfangs noch die Tränen in die Augen getrieben und sie in der Nase gebissen hatte.
Ein Schwert in der Hand, in der anderen einen Schild, von dem sie nicht einmal wusste, ob sie ihn heben und verwenden konnte, sollte es wirklich zu einem Kampf kommen.
Aber sie wollte es lernen, sie wollte und sie konnte sicherlich auch, wenn er ihr nur sagen würde, was so falsch an ihren Handlungen war.
Und dennoch trainierten sie unablässig weiter, eine zufriedenstellende Erklärung bekam sie nicht, aber ehrlich gesagt erwartete sie auch keine solche.
Vossler war jemand, der eher durch Taten als durch Worte bestach und nach einiger Zeit waren sie beide der Meinung, dass sie sich verbesserte, dass sie das Schwert und den Schild richtig hielt, dass sich ihre übermäßigen Bewegungen langsam in Grenzen hielten.
Sie hörte nach einigen Monaten immer seltener, dass sie etwas falsch machte, selbst wusste sie schon, dass sie weitab davon war, perfekt zu sein, aber es kümmerte sie nicht, irgendwann würde sie Seite an Seite mit Vossler für ein freies Dalmasca kämpfen können.
Sie fragte sich nur, wann dieser Tag kommen würde.

~*~


Sie versuchte, nicht zusammen zu zucken, als er ihr die Hand verband. Vosslers Hände waren rau und voller Schwielen, ganz im Gegensatz zu ihren eigenen, die noch nicht oft ein Schwert in der Hand gehalten hatten. Und dennoch überraschte es sie fast, wie vorsichtig und präzise diese Hände agierten, als wäre jede Bewegung mehrmals überdacht oder als würde er versuchen zu verhindern, dass er ihr mit einer falschen Bewegung Schmerzen bereiten würde.
Dennoch würde sie ihre linke Hand ein paar Tage nicht sonderlich belasten können, alles dank dieser verdammten Ratten, die in der Kanalisation ihr Unwesen trieben. Vossler hatte nur schlicht gemeint, dass sie froh sein sollte, keinem Morbol begegnet zu sein. Nicht mehr und nicht weniger. Er schimpfte sie nicht einmal, dass sie alleine so weit in die Kanalisation vorgedrungen war.
Sie war es nur leid gewesen, immer warten zu müssen, bis Vossler Zeit für ihr Training hatte, also hatte sie sich aufgemacht, um ein paar der Monster zu erlegen, die sich in Garamseys Kanalisation herumtrieben. Mit mäßigem Erfolg, wie sie beide nun festgestellt hatten. Aber sie wussten auch beide, dass es sie nicht davon abhalten würde, es nochmals zu versuchen.
Und als sie eines Tages wieder mit einer blutigen Hand zurück zum Versteck kam, sah sie zwar in den braunen Augen aufblitzen, dass er nicht glücklich darüber war, aber dennoch suchte er nur das Verbandszeug zusammen und schwieg.

~*~


An einem Abend hatte sie sich das mittlerweile matte und glanzlose blonde Haar selbst geschnitten, damit es ihr nicht ständig in den Augen hing und sie beim Kämpfen behinderte.
Sie gewöhnte sich an dieses Leben, ein Umstand, den sie sich noch vor wenigen Wochen nicht zugetraut hätte.
Sie gewöhnte sich daran, nichts mehr zu haben außer den Kleidern an ihrem Leib und das schlagende Herz in ihrer Brust, daran, dass es wenig und an manchen Tagen gar nichts zu Essen gab, daran, in die schmutzige Kanalisation zu steigen, um zu trainieren, bis ihr der Schweiß über das erhitzte Gesicht lief.
Verlangen tat sie nichts, sie hatte gelernt, dass ihr hier nichts mehr geschenkt werden würde, aber sie hatte auch keinerlei Chance, irgendwie zu helfen, so lange Vossler ihr verbot, das Versteck für mehr als einen kurzen Augenblick zu verlassen.
Irgendwann würden die Leute sicherlich ihr Gesicht vergessen haben, so, wie sie alles vergaßen und wieder zu leben begannen. Und dann irgendwann würde sie sich unter die Leute mischen können, unerkannt für alle, die sie bereits für immer aus ihrem Gedächtnis verbannt hatten.
Die Zeiten waren hart unter der imperialen Herrschaft, aber sie würden sie sicherlich überstehen, denn wenigstens hatte sie jemanden an ihrer Seite und so schweigsam Vossler auch war, so heilsam waren seine Anwesenheit und seine Nähe für sie, weil sie wusste, dass er immer wieder zu ihr zurück kommen würde.
Und wenn es an manchen Tagen nur ein einziges Wort war, das sie miteinander wechselten, dann war sie auch damit schon seltsam zufrieden.

~*~


Amalia.
Sie hatten sich lange darüber unterhalten, darüber diskutiert und sogar eine Zeit lang fast schon gestritten.
Ashe war der Meinung gewesen, sie könne beim Aufbau einer Gruppe von Freiheitskämpfern helfen (sie hatte die Worte Rebellen und Widerstandskämpfer noch nie wirklich gemocht), als Vossler ihr den Vorschlag unterbreitet hatte, nach geeigneten Männern zu suchen.
„Würden sie uns nicht eher helfen, wenn sie wüssten, dass ich ein Teil dieser Gruppe bin?“, hatte sie hoffnungsvoll gefragt, aber Vossler hatte nur den Kopf geschüttelt und ihre Hoffnungen damit im Keim erstickt.
„Wir kennen diese Männer nicht“, erklärte er. Ruhig und sachlich wie immer, aber mit einem Unterton, der ihr gleich von Anfang an klar machte, dass er über dieses Thema keinerlei Diskussion führen würde. „Wir wissen nicht, ob wir ihnen vertrauen können oder ob sie uns bei der erstbesten Gelegenheit an das Imperium verkaufen, wenn sie erfahren, wer Ihr wirklich seid.“
Sie öffnete den Mund, um zu widersprechen, aber just in diesem Moment wurde ihr bewusst, dass er damit vielleicht sogar Recht haben könnte. In diesen Zeiten würde so mancher Familie und Freunde verraten für eine Handvoll Gil und eine warme Mahlzeit.
„Dennoch wäre es viel leichter, Leute um uns zu versammeln“, versuchte sie dennoch einen erneuten Vorstoß, aber mit einer wegwerfenden Handbewegung unterbrach er sie.
„Und das Risiko, uns zu verraten, wäre umso größer“, beharrte er, und sie ballte unter dem Tisch eine Faust, weil sie sich auf einmal vorkam wie ein kleines Kind, dem man die Welt erst einmal von Anfang an erklären musste. Sie war also wirklich dazu verdammt, hier unten ihr Dasein zu fristen, während er ihre Arbeit erledigen würde…
„Vertraut mir“, sagte er dann etwas versöhnlicher. „Ich werde geeignete und vertrauenswürdige Männer für unser Vorhaben finden.“
Sie nickte nur, und eine ganze Weile saßen sie schweigend am Tisch, ehe sie ihn schließlich wieder anblickte.
„Amalia.“ Ein Name, Ashelia nicht ähnlich und auch nicht zu unähnlich, sie hoffte, dass er ausreichen würde, um die Hume in ihrer Umgebung zu täuschen.
Amalia, ein Mitglied der Freiheitskämpfer und keine Prinzessin.
Amalia, die einfache Bauernkleider den Gewändern aus Seide vorzog.
Amalia, die beim Gedanken an die Kanalisation nicht mehr die Nase rümpfte.
Und zum ersten Mal sah sie so etwas wie Verwunderung in Vosslers Augen aufblitzen, ehe er nickte, als er ihre neue Identität einfach als selbstverständlich hinnahm.
„Ihr habt Euch verändert“, stellte er leise fest, noch vor ein paar Monaten hatte er ein völlig verängstigtes Mädchen aus dem Palast gerettet, aus dem in dieser Zeit eine junge Frau mit eigenen Zielen und Wünschen für die Zukunft hervorgegangen war.
„Ich habe mich den Gegebenheiten angepasst“, erwiderte sie kopfschüttelnd.
Einen Moment glaubte sie fast, Vosslers Mundwinkel nach oben zucken zu sehen, aber einen Augenaufschlag später war sie sich nicht mehr sicher, ob ihre Augen durch den flackernden Kerzenschein getäuscht wurden.
Vossler war mittlerweile aufgestanden, um sich ein wenig in der Unterstadt nach Männern umzuhören, die sie vielleicht für ihre Sache gewinnen konnten.
Und dachte doch noch einige Zeit daran, dass das einzige, was im Moment noch von Lady Ashes altem Ich übrig war, ihr Kinn stolz nach oben zu strecken, wenn sie ihre Meinung kund tat.

~*~


Die Männer, die Vossler für ihre Vorhaben rekrutiert hatte, lernten sie als Amalia kennen, sie alle akzeptierten sie als einen der führenden Köpfe der Freiheitskämpfer, niemand wagte auch nur, ihr zu nahe zu treten oder hinter ihrem Rücken über sie zu reden und zu tuscheln.
Nein, die Männer, die Vossler in den Straßen und Gassen von Rabanastre zusammengetrommelt hatte, waren anständige Männer, erwachsene Männer, denen das Imperium Heim und Familie genommen hatte und die dementsprechend bereit waren, alles zu geben, um die alten Verhältnisse wiederherstellen zu können. Sie alle waren in dem kleinen Versteck in der Unterstadt versammelt, das für viele Bewohner nicht viel mehr war als der Unterschlupf einer kleinen Bande.
Sie hatten nicht viel, kaum ein paar Gil um das Essen zu bezahlen und dennoch standen ihnen die Männer treu zur Seite, Tag für Tag, weil sie nichts anderes mehr hatten, für das sich das Leben lohnte.
Einmal noch hatte Amalia versucht, Vossler davon zu überzeugen, dass sie sich ihren Männern zu erkennen geben sollte, um die Moral zu stärken, um alle ihre Reserven zu mobilisieren, sollten sie wirklich versuchen, ihren waghalsigen Plan, betreffend den neuen Konsul von Rabanastre, umzusetzen.
Sie hatte nur gesehen, wie sein rechtes Auge gezuckt hatte, wie immer, wenn er anderer Meinung war als sie und sie von einem augenscheinlich waghalsigen Vorhaben abbringen wollte und dann hatte er wieder nur den Kopf geschüttelt, noch nicht, noch durfte niemand außer ihm wissen, wer sie war, die Gefahr wäre noch immer viel zu groß.
"Wir können nicht ewig tatenlos herumsitzen, Vossler", hatte sie nur gesagt, mit diesem sturen Charakterzug, den sie nie hatte ablegen können und der sich in den beiden Jahren nur noch verstärkt hatte.
"Wir müssen", war das Einzige, was er dazu hatte sagen können und er bemerkte geradezu, wie ihr Blick ihn zu durchbohren schien, dann wandte sie sich um, ging davon und ließ ihn einfach stehen, überzeugte einen der Männer davon, mit ihr in der Kanalisation zu trainieren.
Vossler ließ sich auf einen der Stühle sinken und seufzte innerlich laut auf. Er konnte warten, die Männer konnten warten, sie hatten es oft genug bewiesen, aber Amalia - Lady Ashe - sie konnte es nicht und mit jedem Tag, der verging, wurde sie ungeduldiger. Und für ihn war das alles andere als ein gutes Zeichen.

~*~


"Vossler?"
Murrend richtete er sich auf, erkannte erst nach einer Weile, wo er war und wer ihn da gerufen hatte. Mit einer Hand rieb er sich den steifen und schmerzenden Nacken, war er wirklich hier am Tisch weggenickt? Er hatte über den Plänen gebrütet, daneben lagen die nun etwas zerknitterten Notizen, die er gemacht hatte und die er bei dem schwachen Kerzenschein kaum noch lesen konnte, ohne, dass ihm die Augen schmerzten.
"Ihr solltet Euch ausruhen."
Er blinzelte ein paar Mal in rascher Folge, Lady Ashe stand neben ihm, ihr Blick allein verriet schon, dass er wohl nicht wirklich gesund aussah im Moment. Und sein Nacken stimmte ihr da absolut zu.
"Gleich", sagte er nur abwehrend, er wollte wenigstens noch...
"Nicht gleich", schnitt sie ihm gleich den Gedanken ab, als hätte sie schon gewusst, dass er ihr sonst nur noch mehr widersprechen würde. "Vossler, Ihr schlaft in den letzten Tagen kaum noch, arbeitet die Nächte hindurch und am Tage seid Ihr in der Stadt unterwegs, Ihr braucht Ruhe!"
Und das nicht gleich, sondern jetzt und sofort, ehe er irgendwann unter der Last auf seinen Schultern zusammenbrechen würde. Sie wollte nicht, dass er sich mehr zumutete, als er ertragen konnte. Seufzend sah er zu ihr hinüber, war es nicht sie gewesen, die gewollt hatte, dass sie Pläne bezüglich des Banketts schmieden sollten?
Nein, noch konnte er sich keine Pause erlauben, es waren Monate der Vorbereitung nötig gewesen, Monate der Unterweisung, dass sie eine reelle Chance auf Erfolg hatten, damit ein Fehlschlag nahezu ausgeschlossen werden konnte!
Er folgte ihrer Bitte erst, als sie ihm schweigend die Papiere weggezogen hatte. Vielleicht hatte sie ja Recht, noch hatten sie genug Zeit. Noch.

~*~


Ihre Hände zitterten und sie wusste, dass Vossler es sehen würde.
Sie hatten ihren Plan in die Tat umgesetzt, sie waren auf dem Weg in den Palast, um das Bankett des neuen Konsuls Vayne Solidor zu stürmen.
Und Vossler hatte sie eigentlich darum gebeten, im Versteck zu bleiben und nicht daran beteiligt zu sein. Aber sie hatte abgelehnt, hatte dabei sein wollen auf dem ersten Schritt, die Freiheit ihres Landes wieder aufleben zu lassen, sie hatte nicht fast zwei Jahre nur mit Training verbracht, nur, um dann weiter sinnlos in dunklen Ecken zu hocken und darauf zu warten, dass sie siegten oder versagten, ohne selbst etwas tun zu können.
"Zu Eurer eigenen Sicherheit", hatte er gesagt, aber sie hatte es nicht hören wollen, mittlerweile schrie alles in ihr nach Rache und Vergeltung, wie ein Feuer, das sie von innen heraus zu verbrennen drohte, wenn sie noch weiter untätig sein würde.
Und jetzt zitterten ihre Hände, als sie den ersten toten Imperialen zu ihren Füßen liegen sah, den Soldaten, den sie vor Momenten selbst getötet hatte. Einen der Soldaten, der hier nur darauf gewartet hatte, dass sie den Palast hatten stürmen wollen. Vayne hatte alles geahnt... oder hatte er gar schon gewusst, dass sie hierher kommen würden, um ihm das Leben auszuhauchen? Es spielte wohl keine Rolle, nun waren sie hier, und aufgeben war nach all der Zeit keine Option mehr.
Sie kniff einen Moment die Augen zusammen, dann festigte sie den Griff um ihr Schwert und rannte weiter, durch die kämpfende Menge ihren anderen Männern hinterher. Und wenn sie selbst es sein würde, die Vayne das Schwert durch das schwarze Herz jagte, dann würde sie es mit Freuden tun!
Und Vossler hatte es gesehen, hatte das Zittern bemerkt, das von einen auf den anderen Moment plötzlich verschwand, genau wie das Mädchen, dass sie einst gewesen war und das einer rücksichtslosen Frau hatte weichen müssen.
Sie hätte nicht hier sein dürfen, schoss es ihm durch den Kopf, ehe er sich den nächsten imperialen Soldaten zuwandte. Er hätte sie notfalls zwingen müssen, sich zu verstecken, denn er wusste, dass sie mit diesem Angriff etwas erweckt hatten, das sicher noch länger hatte ruhen sollen.

~*~


"Ich brauche mehr Zeit." Seine Stimme klang nicht so hart wie sonst, als er zu ihr sprach, um ihr die momentane Situation zu erklären. Die Lage hatte sich nicht zum Besseren gewendet, viele seiner Leute waren gefallen oder verletzt, durch einen Hinterhalt, den er unter anderen Umständen hätte voraussehen können. Aber er hatte diese Möglichkeit außer Acht gelassen, sich sicher gefühlt und einen allzu hohen Preis dafür gezahlt. „Ich bitte Euch.
"Zeit ist etwas, das wir nicht haben", erwiderte sie, stolz und stur wie immer, nicht bereit, den kleinsten Kompromiss einzugehen. Wann in diesen zwei Jahren hatte er zugelassen, dass sie so dickköpfig wurde? Aber kurz darauf wurde ihm bewusst, dass sie immer so gewesen war und dass sich diese Eigenschaften hinter einem Schleier aus Trauer und Schmerz versteckt hatten.
Dann hatte er keine andere Wahl mehr. Lady Ashe war vorerst aus den Klauen des Imperiums gerettet, aber er musste um jeden Preis verhindern, dass sie in ihrem Durst nach Vergeltung verloren ging.
Sie glaubte daran, dass sie alleine mit ihren Gefährten zu Dalmascas Rettung aufbrechen konnte, aber er wusste, dass sie keine Chance haben würden, wie sollte auch einer Truppe aus Luftpiraten und Kindern das gelingen, an dem selbst erfahrenere Männer gescheitert waren?
Nein, es gab einen anderen Weg, seinen Weg, auch, wenn er sich mehr Zeit dafür gewünscht hätte, ihm zu folgen.
"Bitte wartet beim Marquis auf meine Rückkehr."
Und noch während Vossler es aussprach, wurde ihm schon bewusst, dass sie fort sein würde, wenn er zurückkam.

~*~


"Und wer seid Ihr, Vossler, dass Ihr von Vertrauen sprecht?"

"Ein Sohn Dalmascas."

~*~


Sie schloss die brennenden Augen, sah zurück auf ihre Hände, und erst nach einer Weile sah sie wieder zu Balthier hinüber, der unverändert an der Wand lehnte. Wie viel Zeit war wohl vergangen, in der sie ihren Gedanken nachgehangen hatte
"Ich hatte es verloren", sagte sie schlussendlich leise und einen Moment lang sah der Luftpirat sie fragend an. "Ich hatte sein Vertrauen verloren."
Sie wusste nicht, wann es passiert war, aber es war passiert, irgendwann, irgendwie. Hatte sich Vossler nur wegen ihr dazu entschlossen, einen anderen Weg zu gehen? Weil sie versucht hatte, mit dem Kopf durch die Wand zu stürmen? Weil sie mit den Luftpiraten gegangen war, die er so sehr verachtet hatte?
Sie wusste es nicht.
Vossler hatte sie um mehr Zeit gebeten und sie hatte nur abgelehnt, hatte sich weggeschlichen und war aufgebrochen, einen alten Schatz zu suchen, der nun unbrauchbar geworden war. Einen Moment lang stieg der Impuls in ihr auf, den Stein einfach wegzuwerfen, den Stein, der ihn das Leben gekostet hatte. Aber sie konnte nicht, weil sie tief in ihrem Inneren wusste, dass sie ihn brauchte.
Nur war der Nethizit kein Ersatz für das, was sie verloren hatte. Niemand konnte etwas so Wertvolles ersetzen. Und sie wünschte nur, dass sie das früher gemerkt hätte.
"Zeit zu gehen, Prinzessin", meinte der Luftpirat hinter ihr schlussendlich. "Wir müssen dein Königreich retten."
Schweigend erhob sie sich. Ja, das würden sie... Sie, eine Gruppe aus Kindern, Luftpiraten, einem gefallenen Soldaten und einer entmachteten Prinzessin.
Ein letzter Blick hinauf in den Himmel, ja, zusammen würden sie es schon schaffen, irgendwie.
Verzeiht mir, dachte sie wehmütig. Und danke für alles.
 
 
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