Jean Descole und ich

GeschichteAllgemein / P12
Jean Descole OC (Own Character)
06.09.2017
06.09.2017
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„Sei vorsichtig Hier könnten Fallen sein. Aslantische Dinge werden immer gut versteckt.“
Seine Stimme klang nervös und eine leichte Sorge schwang mit.
„Ich weiß. Ich pass auf mich auf.“
Er zögerte kurz, lief dann aber vor. Ich folgte ihm auf den Fuß. Der Gang war dunkel und kalt. Ich zog meine Jacke fester um mich. Descole leuchtete vor mir den Weg und ich musste aufpassen, nicht zu weit zurückzufallen, da der Lichtkegel der Lampe nicht weit reichte und der Boden ziemlich uneben war.
Auf einmal blieb er einfach stehen. Beinahe wäre ich in ihn hineingelaufen.
„Wir sind am Ziel.“
Ich versuchte mich an ihm vorbeizudrängen, doch der Gang war zu eng. Auch konnte ich nicht an ihm vorbeischauen. Ich war zwar nicht gerade klein, aber Descole versperrte den ganzen Gang.
„Du wartest hier.“ Seine Stimme war bestimmt und ich wagte nicht, ihm zu widersprechen.
Das Licht verschwand langsam und ich blieb alleine in der Dunkelheit zurück. Ich hatte zwar keine Angst in der Dunkelheit, jedoch war es nicht angenehm alleine hier zu warten, ohne zu wissen, was passierte. Minuten verstrichen ohne dass etwas geschah. Das Licht von Descoles Lampe hatte ich mittlerweile komplettaus den Augen verloren. Meine kalten Hände klammerten sich an den Stein. Langsam machte ich mir Sorgen um ihn. Was, wenn ihm etwas passiert war?
Ein plötzliches Geräusch hallte durch das Gemäuer und eine Flut von Licht erhellte den gesamten Raum. Meine Augen brauchten einige Sekunden, um sich an die plötzliche Helligkeit zu gewöhnen.
Der Raum vor mir war riesig. Am Rand waren überall Lichter verteilt, die Descole wohl gerade angeschaltet hatte. In der Aslanti-Kultur war dies der Normalfall.
Ich schaute mich um, aber es schien komplett leer zu sein, also trat ich etwas weiter in die Höhle hinein, um mehr zu erkennen. Aus dem Augenwinkel sah ich Descole wieder auf mich zukommen, etwas angestrengt.
„Ich habe den ganzen Raum untersucht. Hier ist nichts.“ Wütend trat er gegen einen losen Stein am Boden.
„Das kann nicht sein. Wir sind hier richtig. Bist du dir sicher, dass du alles untersucht hast?“
„Absolut. Aber wenn du dich besser fühlst, Kannst du gerne auch noch mal schauen.“ Wenn er wütend war, wurde er oft sarkastisch und auch jetzt triefte seine Stimme davon. Ich lies mich davon nicht beirren.
Ich lief an den Wänden entlang. Oft waren dort geheime Mechanismen versteckt, doch die Wände waren glatt, ohne irgendwelche Auffälligkeiten. Jedoch wollte ich nicht aufgeben. Wir hatten so viel auf uns genommen, um hier her zu kommen, so viel gearbeitet. Das konnte kein Fehlschlag werden. Schnell hatte ich den Raum komplett abgesucht. Nichts. Alles war leer.
Vor Wut schlug ich fest gegen die Wand vor mir. Ein dumpfes Geräusch ertönte, die Wand erzitterte und feine Risse breiteten sich aus.
„Ähm… Je…Des..“ Ich brach meinen Satz ab. Auch wenn wir uns duzten, wusste ich immer noch nicht, welchen Namen ich benutzen sollte. „Ich habe hier etwas gefunden.“

Einen Wimpernschlag später stand er bereits hinter mir und untersuchte die Wand.
„Sehr gut.“
Er trat einige Schritte zurück, nahm Anlauf und rannte mit aller Kraft gegen die Steinwand. Große Stücke brachen heraus und polterten zu Boden. Dahinter war wieder Dunkelheit. Ein weiteres Mal nahm er Anlauf und rammte die Wand. Dieses Mal zerbrach sie fast ganz.
„Du wartest hier.“
Ich seufzte leise und verdrehte die Augen.
Er bewegte sich durch das Loch und blieb kurz dahinter stehen.
„Hier ist nichts.“, sagte er genervt und wollte wieder herausklettern. Doch etwas hielt ihn zurück. Vor ihm war eine unsichtbare Wand erschienen.
„Verdammt. Es war eine Falle.“
Er drehte sich wieder zurück.
„Ich schaue mal, ob es hier nicht doch irgendwo weitergeht.“
Er tastete mit beiden Händen die Wand ab und wurde nach kurzer Zeit fündig.
„Hier ist eine Art Hebel.“ Er drückte ihn nach unten und ein Knirschen ertönte. Nichts geschah.
„Vielleicht kannst du jetzt wieder raus.“, mutmaßte ich und tatsächlich. Der Ausgang war wieder frei. Doch das war nicht das Einzige, was geschehen war.
Die ganzen Wände wackelten, Steine brachen heraus. Ich konnte mich nur knapp vor herunterfallenden Brocken retten. Descole kletterte aus dem Loch und drängte mich etwas zurück. So schnell wie das ganze angefangen hatte, war es auch wieder vorbei. Die Wände zierten im gleichmäßigen Abstand große Löcher. Die Stille, die sich ausgebreitet hatte, war beinahe gespenstig. Weder Descole noch ich gaben einen Ton von uns.
„Ist es vorbei?“, fragte ich lautlos.
„Ich weiß nicht. Bleib hier stehen.“ Er trat ein paar Schritte nach vorne.
Die vorher dunklen Löcher erhellten sich. Jeweils zwei rote Punkte erhellten die Stelle. Descole verharrte in der Bewegung. Ein maschinelles Summen setzte ein und die roten Punkte bewegten sich auf uns zu. Dann traten sie ins Licht.
„Es sind Roboter.“, hauchte ich atemlos und trat unwillkürlich einen Schritt zurück.



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Der Titel ist noch in Arbeit, aber bis jetzt fiel mir nichts besseres ein. Danke fürs Lesen.
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