Die neue Ära

GeschichteAllgemein / P12
05.09.2017
27.12.2017
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05.09.2017 484
 
'Ich bin 16', schoss es mir durch den Kopf. Erst jetzt, kurz vor Ende des Tages, begannen sich diese drei Worte einen Weg in mein Gehirn zu bahnen. Als eine der letzten meiner Klasse, die dieses Alter erreichten, hatte ich es satt gehabt, mir die besten Filme nicht anschauen zu dürfen und immer außen vor gelassen zu werden. Doch das hatte nun ja zum Glück ein Ende.
„Was starrst du denn so blöd in der Gegend rum, Anna?“, riss mich mein Freund James, ein großer Jugendlicher mit kurzen schwarzen Haaren, aus meinen Gedanken. „Die letzten Gäste sind endlich gegangen und wir haben noch eine Überraschung für dich.“ „Was denn für eine Überraschung?“, fragte ich erstaunt. „Das kann ich dir doch nicht verraten, sonst überrascht sie dich ja nicht mehr!“
„Wo bleibt ihr denn?“, erklang da die Stimme meiner besten Freundin Claire, die mit kleinen, aber schnellen Schritten auf uns zulief. „Wir warten schon! Leg ihr endlich die Augenbinde um und dann nichts wie los!“
Erst da bemerkte ich das Schwarze Tuch in James Hand. „Ihr wollt mir die Augen verbinden? Dann kann ich ja gar nicht mehr gehen!“ „Ich kann dich auch tragen, wenn dir das lieber ist“, gab James mit einem verschmitzten Grinsen zurück. Ich boxte ihn in die Schulter, ließ aber zu, dass er mir das Stück Stoff um den Kopf band, sodass ich nichts mehr sehen konnte.
„Na also, geht doch“, kam es von Phoebe, James gutaussehender Zwillingsschwester, die sich inzwischen auch zu uns gesellt hatte. Ich spürte, wie mich jemand am Arm fasste und aus dem Haus führte. „Jetzt vorsichtig einsteigen“, wies Claire mich aus dem Auto heraus an. Nachdem ich mich gesetzt hatte, hörte ich, wie sich auch James und Phoebe ins Auto quetschten, die Türen zuknallten und schließlich der Motor angelassen wurde.
Nach etwa zehn Minuten Fahrt, während der niemand auch nur ein Wort gesagt hatte, versuchte ich erneut etwas aus meinen „Entführern“ herauszubekommen. „Wohin fahren wir denn eigentlich?“
Stille.
Na gut, dann halt nicht. „Nochmals vielen Dank an deine Eltern, dafür, dass sie ihre Villa für meine Sweet-Sixteen-Party bereitgestellt haben, Daniel. Das war echt klasse!“ „Keine Ursache. Du weißt doch, dass meine Eltern dich lieben. Die würden fast alles für dich tun.“
Es war echt cool wenn man einen Freund hatte, dessen Eltern Anwälte und unglaublich reich waren. Leider wusste ich immer noch nicht, wohin wir fuhren, geschweige denn was wir vorhatten. Langsam machte mich die ganze Geheimnistuerei echt verrückt und ich nahm mir vor, mir das nächste Mal (nicht, das ich hoffte, dass es eines geben würde) nichts mehr vormachen zu lassen. Aber nun war es schon zu spät, um noch einen Rückzieher zu machen, also gab ich mich geschlagen und schwieg den Rest der Fahrt.


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Das ist meine erste Fanfiktion und ich würde mich über ein paar Reviews sehr freuen, damit ich weiß, was ich besser machen kann.
LG
Booksaremylife
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