Friseurbesuch mit Imagewechsel

OneshotAllgemein / P12
Kyoko Mogami
04.09.2017
04.09.2017
1
2.107
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
04.09.2017 2.107
 
Skip Beat!      1. Akt     Szene beim Frisör

Es ist ein schöner Tag in Tokio, doch eine Welle von Hassgefühlen erfüllt die Straße die zum Friseur Kaho´s führt.
Eine eher unscheinbare jugendliche Dame mit langen zerzausten braunen, ja fast schwarzen Haaren läuft auf den Frisör zu, ihre Miene zu einem Ausdruck von Missfallen und Hass gezogen läuft sie ohne Rücksicht auf andere die Straße entlang und murmelt dabei unverständliche Worte vor sich her. Die Leute an denen sie vorüber geht erstarren schon aus zwei Meter Entfernung und schauen alle entgeistert in ihre Richtung. In ihren Gesichtern kann man deutliche Fragezeichen sehen und überall wird gemurmelt und gelästert, doch die junge Dame bemerkt es nicht.
Sie läuft weiter geradeaus und rempelt dabei fast einen kleinen Jungen um, dieser kriegt einen angsterfüllten Gesichtsausdruck und anstatt weiterzugehen bleibt er stehen wie eine Statue und sagt nur “Entschuldigung!”, sie aber ignoriert ihn taktlos und geht weiter.
Vor dem Kaho´s bleibt diese stehen, atmet tief ein und setzt auf einmal eine völlig andere Miene auf als zuvor, sie sieht zufriedener aus, wenn auch nicht gerade beruhigend. Ihre schlechte Aura kann man immer noch spüren, wenn man in ihrer Nähe steht, so auch im Salon hinter der Glastür.
Die Dame am Empfang schaut zur Tür mit leicht verdutztem Gesicht und ruft nach einem Herrn mit langen schwarzen Haaren, die zu einem Pferdeschwanz gebunden waren. Dieser kam und plötzlich lief ihm ein eiskalter Schauer über den Rücken, er hatte das Gefühl als wäre er plötzlich am Nordpol und ein Eisbär stünde hinter ihm, er  spürte sogar den kalten Atem auf seinen Nackenhaaren.
Plötzlich spürte er wirklich einen Atemzug hinter sich und er hatte ein recht unbehagliches Gefühl als er sich umdrehte. Hinter ihm stand die Dame wegen der die Empfangslady ihn gerufen hatte, sie sah gar nicht so schlecht aus, natürlich ihr Haar war eine einzige Katastrophe und ihre Klamotten waren abgetragen aber noch ganz in der Mode. Es war auf jeden Fall klar das sie von ihm eine Rundumbehandlung bekommen würde, denn so etwas konnte er nicht aus dem Laden lassen, man könne noch denken er sei für diese schrecklichen Haare verantwortlich, das würde ihm die Kundschaft vermasseln und das ging ja gar nicht.
Plötzlich richtete die Dame das Wort an ihn. “Guten Tag, ich möchte gern einen völlig neuen Look mit Farbe und neuem Schnitt.” völlig verdattert schaute er sie an bis er begriff das sie meinte er würde sie zum Stuhl führen und loslegen, einfach so auf der Stelle. Also antwortete er was er sonst auch sagte wenn Leute ohne Termin kamen: “Entschuldigen sie, aber ohne Termin können sie hier nicht einfach verlangen Cut und Farbe zu bekommen.”
Plötzlich stieg wieder ein unbehagliches Gefühl in ihm auf und er meinte zu sehen wie sich um die Dame ein Schatten zog. Ihre Miene veränderte sich so schnell das man Angst bekommen konnte und die bekam er als sie zu sprechen begann. Mit bebender, unheilvoller Stimme redete sie, nein flüsterte sie ihm leise eine Drohung ins Ohr und grinste dabei als wäre sie der Teufel persönlich. Die Lady vom Empfang stand still da und beobachtete die Aktion mit Ehrfurcht und einer Menge Angst, aber auch ein Hauch von Abscheu war in ihrem Blick zu erkennen. Wie konnte eine so nett wirkende junge Dame so ausflippen und das in nur wenigen Sekunden.
Der Frisör aber fragte nichts weiter sondern geleitete mit einem leisen “Hier entlang, bitte!”, die Dame zu einem nahestehendem Stuhl welcher vor einem großen Spiegel, mit einem kleinem Tisch davor, stand. An diesen setzte sich die Jugendliche und schon hatte sich ihre Miene wieder geändert, nun zog sich ein Schleier von Wohlwollen über ihr Gesicht und sie strahlte zunehmende Zufriedenheit aus, wer jedoch genau hinschaute sah ein hämisches Grinsen in den Mundwinkeln und einen kleinen Anflug von Schadenfreude blitzte in ihren Augen auf.
Der Friseur holte sich einen Rollwagen mit Klammern, Alufolie und etlichem anderen Utensilien die ein Friseur für Cut und Farbe nun mal brauchte. Jetzt wollte er loslegen, doch er sollte ja mit den Kundinnen immer reden wenn er sich um ihre Haare kümmerte! Das wollte er nicht, er wollte nicht schon wieder diese unheimliche Stimme hören und eine weitere Drohung zu hören bekommen, von wegen er solle keinen Smalltalk führen sondern sich um ihre Haare kümmern. Ihre Haare! Natürlich er musste ja fragen wie sie vorhabe ihre Haare machen zu lassen. Also fragte er:

“Junge Dame, mein Name ist Frederic´ und ich kümmere mich sofort um Ihre neue Frisur. Doch zuvor lassen sie mich bitte wissen, was sie für eine Vorstellung haben was Ihre Haare angeht.” Gespannt wartete er, dass die drohende Stimme kommt und ihn anschreit, doch die kam nicht. Stattdessen sprach die Dame vor ihm mit ruhiger, ja richtig netter Stimme:
“Guten Tag, mein Name ist Kyoko Mogami und ich habe eigentlich  gedacht, sie denken sich etwas wegen meiner Frisur aus, denn dazu bin ich doch hergekommen.”
“Oh, na dann … äähhmm … gut, wollen sie vielleicht einen Spitzenschnitt oder haben sie sich doch etwas Gewagteres gedacht?”
“Nun es ist so, dass ich verlange, dass Sie mir einen völlig neuen Look verpassen. Ich möchte dass von meiner jetzigen Frisur nichts mehr zu erkennen ist. Können sie das bewerkstelligen?”
“Völlig neu? Natürlich kann ich das, gut dann wollen wir anfangen.” Frederic´ holte seinen Friseurtisch und ging rüber zur Haarfarbtabelle, er stand davor und runzelte die Stirn, verglich verschiedene Farben miteinander und beschloss ein etwas orangehaltiges blondes zu versuchen, diese Farbe benutzte er nicht oft, doch die Kundin wollte etwas völlig neues haben und da passte die Farbe perfekt. Also schickte er eine Angestellte: ”Kaomi, kannst du dich bitte darum kümmern, dass der jungen Dame die Haare gewaschen werden? Ich beginne alles für die Färbung vorzubereiten.” Kaomi ging zu Kyoko rüber und lächelte freundlich: “ Miss Mogami, kommen sie bitte mit mir mit, damit ich ihnen die Haare waschen kann.” Mit neugierigem Blick beobachtete sie wie sie reagieren würde. Kyoko stand auf mit einem Grinsen im Gesicht und den verheißungsvollen Worten: “ Gut, starten wir in ein neues Leben!” Um sie rum schwebten kleine Rache-Kyokos die alle gehässig lachten und immer wieder dieselben Wörter sprachen: ”Rache an Sho nehmen, RACHE!!!” Kaomi schreckte zurück denn sie spürte irgendeine Kälte die anscheinend von der Dame ausging doch sie sammelte sich und führte sie zu einem der Waschbecken um mit der Haarwäsche zu beginnen. Kyoko durchflogen immer wieder einzelne Gedanken durch den Kopf: “Haare gewaschen zu bekommen, das hatte ich noch nie! - Sho, warte nur ich werde dich einholen, nein besser, ich werde dich überholen! Ich werde ins Showbiz kommen und dich platt machen! - Uuhhh! Das Wasser ist ja richtig angenehm warm!“  Während diese Gedanken durch ihren Kopf zogen verwandelte sich ihre Miene je nach Thema und Kaomi fröstelte es vor  Schrecken. “So, ihre Haare sind nun fertig gewaschen, wenn sie mir bitte folgen würden, wir werden jetzt mit Färben beginnen. Setzen sie sich auf den Stuhl und haben sie etwas Geduld.” Kaomi führte Kyoko zu einem Stuhl vor einem Spiegel und daneben stand der Friseurtisch mit allerlei Gerätschaften, die Kyoko allesamt nicht kannte. Kaomi meldete sich wieder zu Wort: ”Wollen sie einen Kaffee mit Milch und Zucker oder kann ich Ihnen eine Zeitschrift bringen?” Erwartungsvoll stand sie da, den Blick auf das Gesicht von Kyoko gewandt. Diese antwortete mit freundlicher Stimme: “Kaffee klingt gut und eine Zeitschrift auch!” Kaomi zog ab und machte Kaffee. Frederic´ tauchte neben Kyoko auf und hing ihr einen Umhang an. “Damit sie nicht voller Haare sind”, sagte er und lächelte sie freundlich an. „Gut, zu allererst möchte ich fragen ob ich sie duzen darf?“, sprach Frederic´ mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen. Kyoko runzelte die Stirn bei der Frage, denn so etwas hatte sie bisher noch nie jemand gefragt. Dann antwortete sie mit zögerlicher Stimme: „Sie können mich Kyoko nennen.“ Frederic´ sprach: „Kyoko ist ein sehr schöner Name. Gut, dann wollen wir mal anfangen ihr Aussehen zu verändern. Ich werde nur schnell meine Utensilien zusammen suchen und dann fange ich auch schon sofort an.“ Er ging und lief von Schrank zu Schrank und wieder zur Theke holte allerlei Gerätschaften und legte sie auf einen kleinen Rollkasten. Kyoko beobachtete ihn und wunderte sich, was alles gebraucht wird um ihren Haaren einen neuen Look zu geben. In ihren Gedanken freute sie sich schon auf ihr neues Ich das Sho aus dem Showbusiness verjagen würde. Frederic´ kam mit dem Rollkasten zu Kyoko und stellte obenauf Schüsseln mit verschiedenen Substanzen. Als er sah wie verdutzt Kyoko schaute erklärte er: „Das ist die Farbe für deine Haare aber sie werden nachher anders aussehen als das was ich jetzt auftrage, keine Sorge.“ Kyoko beruhigte sich wieder und ließ Frederic´ machen. Er kämmte ihre Haare mit einem großen Kamm und dann klammerte er mit verschiedenen Haarklammern einige Strähnen ihres Haares nach oben nahm das was er nicht abgeklammert hatte und färbte es mithilfe eines großen breiten Pinsels und der gemischten Farbe. Diesen Vorgang wiederholte er mit immer wieder neu abgeklammerten Strähnen, bis ihre ganzen Haare eingepinselt waren. Dann kam Kaomi mit Kaffee und Zeitschrift und stellte sie auf das kleine Regal am Spiegel vor Kyoko. Frederic´ ging und kam mit einer komischen Gerätschaft wieder, diese sah aus wie ein großer Helm mit Ständer. Er schob sie über Kyokos Kopf und erklärte: „Das ist eine Trockenhaube, sie strömt Wärme aus und festigt die Farbe.“ Kyoko schaute erstaunt und ließ den Friseur machen. Dieser sprach mit ruhiger Stimme. „Du brauchst jetzt Geduld, du wirst jetzt circa 15 Minuten sitzen bleiben müssen, damit die Farbe gefestigt ist. Die Zeitschriften, die hier liegen kannst du dir ja anschauen und deinen Kaffee trinken. Ich werde für Fragen bereitstehen.“ Kyoko lächelte unsicher und nahm sich ein Magazin vom Tisch am Spiegel. So saß sie geschlagene 15 Minuten und las Zeitschriften. Plötzlich fuhr sie zusammen, denn ein hohes Piepen ertönte von dem Gerät und Frederic´ kam zu ihr rüber und schaltete die Trockenhaube aus. Er lächelte und sagte dann: „Kein Grund sich so zu erschrecken, das war nur das Signal, das die Zeit abgelaufen ist. Ich werde jetzt die Reste der Farbe auswaschen und dann mache ich mich an den Schnitt. Wenn du bitte mitkommen würdest.“ Kyoko folgte ihm und genoss das Haare waschen, dann setzte sie sich wieder und beschaute sich ihre Haare. Ihr Spiegelbild sah völlig verändert aus, ihre Haare waren glänzend orangeblond und gar nicht mehr zu unterscheiden von ihrer vorherigen dunkelbraunen Mähne. Sie staunte nicht schlecht und Frederic´ lächelte nur und gluckste ein wenig. Dann nahm er einen Kamm und kämmte ihre Haare, klemmte immer wieder einige Strähnen hoch um die unteren Haare zu schneiden. Es fielen viele Haare und auch von beträchtlicher Länge waren sie. Während Frederic´ um Kyoko herumwerkelte, schaute die erstaunt zu, wie sich ihr Aussehen immer mehr änderte. Ihre Haare wurden kürzer und kürzer, sie bekamen mehr Volumen und sahen voller aus, richtig flott und frech fand sie. Als Frederic´ mit dem Schneiden aufhörte, schaute Kyoko auf und er nahm sich einen Föhn. „Ich werde jetzt die Haare noch in die richtige Form föhnen und ein bisschen Haarspray reinbringen und dann sind wir fertig.“ Mit diesen Worten fing er an zu föhnen, zwischendurch mit Bürste oder Kamm und dann sprühte er Haarspray hinein um die Frisur zu festigen. „Hinten sieht es jetzt so aus.“ sprach Frederic´ und hielt einen runden Spiegel hinter sie, damit sie ihre neue Frisur auch von hinten betrachten konnte.
„Ihr Aussehen hat sich durch Cut und Farbe total verändert!“ „T…Tatsächlich …!“ sprach Kyoko unsicher. Frederic´ grinste und sagte mit einem Lachen in der Stimme: “Sie hätten wohl nicht gedacht, dass sie so anders aussehen würden?“ Wieder sehr zögernd antwortet Kyoko: „I…In der Tat … nicht!“ Kyoko ging zur Kasse, dort zählte die angestellte gerade zusammen: „Also… waschen, schneiden und Färben macht zusammen 24000 Yen.“ Kyoko ließ sich die Worte `Geld ist zum Ausgeben da!!´ durch den Kopf gehen und zahlte. Die Angestellte nahm das Geld und sprach: „Hier das Rückgeld… macht also…“ Kyoko unterbrach sie und sagte mit verschmitztem Lächeln: „Der Rest ist für sie. Sie können mir helfen!“ Mit dem Gedanken `Ich werde es tun, warum auch nicht? ´ ging sie zur Tür heraus und ihre ersten Worte draußen auf der Straße waren: „Ich werfe mein altes Ich über Bord!! SIEH GUT HIN, SHOTARO!!“

So das war’s also, der letzte Abschnitt knüpft dann wieder an den Manga an und führt bis zum Ende von Act 1 ^^ Smile

Ich hoffe euch gefällt was ich geschrieben hab und ihr seid mit mir zufrieden, ich freue mich natürlich auch um Reviews ^^

Smile and Sunshine Cat