Kannst du nicht einfach mein Papa sein?

GeschichteRomanze, Familie / P16
Alexandra Rietz Christian Alsleben Gerrit Grass Michael Naseband OC (Own Character) Robert Ritter
31.08.2017
25.06.2018
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57.216
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31.08.2017 2.522
 
Kapitel 1:

Auf dem Innenstadtring herrschte an diesem frühen Sonntag Abend nur wenig Verkehr der sich in Richtung des Stadtteils Ismaning bewegte. Ein dunkelgrauer Mercedes in dem ein Mann mit braunen Haaren, einer Dunkelgrauen Hose und kariertem Hemd saß steuerte diesen Stadtteil Münchens an. Auf dem Beifahrersitz hatte es sich ein 13 jähriges Mädchen mit schulterlangen blonden Haare gemütlich gemacht. Sie wirkte nachdenklich hatte ihren Kopf an die kühle Seitenscheibe gelehnt, hing einfach ihren Gedanken nach. Sofia hatte das Wochenende bei ihrem Vater verbracht, jetzt waren sie auf dem Wege zu ihrer Mama. Alexandra Rietz und Hagen Kaiser hatten sich vor zwei Monaten voneinander getrennt da es immer öfters zwischen ihnen Meinungsverschiedenheiten und zum Schluss auch Streit gab unter dem nicht nur Alex sondern auch Sofia litt. Für Alex war es immer wichtig das es Sofia gut ging und nachdem sich die blonde Kommissarin von Hagen getrennt hatte blühte Sofia auch wieder auf. Doch in letzter Zeit war Alex aufgefallen das Sofia sich nicht so wirklich auf die Treffen mit ihrem Vater freute, nicht einmal mehr ins Kino wollte das ansonsten aufgeweckte und fröhliche Mädchen mit Hagen. Auch an diesem Freitag als Hagen sie am Nachmittag von Alex abgeholt hatte wäre sie am liebsten Zuhause geblieben. Erst als Sofias Vater den dunkelgrauen Mercedes vor dem Altbau von Alex geparkt hatte löste sich Sofia aus ihren Gedanken. Hagen war ausgestiegen um aus dem Kofferraum die kleine Reisetasche von Sofia zu holen. Sofia war schon fast enttäuscht das ihr Vater sie noch bis zur Wohnungstür bringen wollte, denn eigentlich war sie davon ausgegangen das ihr Vater sich am Auto von ihr verabschieden und wieder fahren würde. Sofia holte ihren Haustürschlüssel aus ihrer Hosentasche, schloss damit die Haustür auf und lief gemeinsam mit ihrem Vater die vielen Treppen hinauf bis ins Dachgeschoss wo sie gemeinsam mit ihrer Mama wohnte. Dort schloss Sofia die Wohnungstür auf und betrat den kühlen Flur." Mama ich bin wieder da." rief Sofia Alex kam mit zwei Kaffeebechern wieder aus der Küche," Sofia mein Schatz, na wie wars bei Papa." begrüßte sie überschwänglich ihre Tochter. Hagen stand direkt hinter Sofia hatte ihre Reisetasche im Flur abgestellt." Hallo Alex, ich bring wie versprochen unsere Tochter nach Hause." begrüßte Hagen Alex. Sofia betrachtete ihre Eltern , ging dann ins Wohnzimmer, nachdem sie sich von ihrem Vater kurz verabschiedet hatte.
Dort saß Gerrit Grass auf dem Sofa, drehte sich um als Sofia das Wohnzimmer betrat. Der dunkelblonde Kommissar mit seinen ozeanblauen Augen kannte das blonde Mädchen schon seit ihrer Geburt, freute sich immer wenn er sie sah. Schon oft hatte Sofia die Kommissare im K 11 besucht, dort ihre Hausaufgaben mit Hilfe von Gerrit, Michael oder auch Robert gemacht. Auch Robert und Michael hatten die inzwischen 13 jährige in ihr Herz geschlossen, am liebsten aber mochte Sofia Gerrit. Das lag nicht nur daran das er ihr Patenonkel war, sondern einfach weil sie mit ihm ziemlich viel Quatsch machen konnte. Das zunächst traurige Gesicht von Sofia verwandelte sich augenblicklich als sie Gerrit auf dem Sofa sitzend entdeckte." Onkel Gerrit schön dich zu sehen, machen wir später mit Mama einen Spieleabend?", wollte die 13. jährige jubelnd wissen." Klar wenn Mama damit einverstanden ist." antwortete Gerrit. Sofia hatte sich ein Glas aus der Vitrine geholt und sich aus einer Wasserflasche etwas dort hineingegossen.


Auf dem Flur waren währenddessen die leisen Stimmen von Alex und Hagen zu hören, die sich unterhielten." Alex kannst du mir mal sagen warum Sofia nur noch ungerne mit zu mir kommt, du weist das ich genauso das Recht habe sie zu sehen wie du." knurrte Hagen Alex leise an. Da Alex nicht wollte das Sofia mitbekam das sie hier im Flur stritten zog sie Hagen in die Küche schloss hinter beiden die Tür." Hagen ich weis es nicht sie sagt mir nichts darüber." brummte Alex zurück. Hagen ging hinüber zum Fenster blickte kurz hinaus und drehte sich dann zu Alex herum die ihn prüfend betrachtete." Kann es sein das du Sofia von mir fernhalten willst, du kennst die Vereinbarung zwischen uns beiden." fauchte Hagen. Alex wirkte erschrocken das Hagen so etwas über sie dachte," sag mal spinnst du jetzt völlig Hagen Sofia ist 13 und wenn sie nicht zu dir will dann muss das ja einen Grund haben, ich rede ihr das jedenfalls nicht aus das sie dich sehen darf wann sie will." brachte Alex wütend hervor. In Alex Körper breitete sich unbändige Wut aus, niemals würde sie ihrer Tochter verbieten ihren Vater zu sehen, im Gegenteil sie war diejenige die Hagen klargemacht hatte das er Sofia sehen konnte wann immer er mochte." Ich glauben Hagen es ist besser du gehst jetzt, du solltest mal darüber nachdenken was du da über mich behauptest." knurrte Alex Hagen an. Wortlos verließ braunhaarige Mann die Küche drehte sich in der Tür allerdings noch einmal um." Ich hole Sofia in 14 Tagen wieder ab." brummte Hagen im hinausgehen. Dann warf Hagen die Wohungstür hinter sich zu.


Im Wohnzimmer hatte Sofia natürlich Ansatzweise mitbekommen was sich im Flur abgespielt hatte, nur das was in der Küche gesprochen wurde bekam die 13 jährige nicht mit da Alex ja die Tür hinter sich und Hagen geschlossen hatte. Kurz hielt Sofia im Gespräch mit Gerrit inne, ließ das was ihr Vater gesagt hatte auf sich wirken. Gerrit hatte die Wesensänderung bei der 13. jährigen natürlich gemerkt und begann sich Sorgen zu machen." Hey Süße ist alles in Ordnung bei dir?", wollte Gerrit also besorgt wissen." Ja Onkel Gerrit es ist alles in Ordnung." brachte Sofia mit unsicherer Stimme hervor. Sie versuchte ihre eigentliche Stimmung geschickt vor Gerrit und die Tränen die hinaus drängten zu verbergen. Alex hatte sich derweil für einen Moment gegen eine freie Stelle an der Wand im Flur gelehnt, denn auch bei ihr drängten Tränen nach draußen, nur Aufgrund der Tatsache das Gerrit und Sofia im Wohnzimmer saßen, hielt sie davon ab sie hinauszulassen. Erst abends wenn Sofia schlafen würde, erst dann würde sie ihren Gefühlen freien Lauf lassen. Wütend ging Alex zurück in die Küche ließ sich kurz kaltes Wasser über ihre Handgelenke laufen, um ihre Gefühle wieder unter Kontrolle zu bekommen. Denn sie wollte unter keinen Umständen das neben Sofia auch Gerrit etwas von ihren Problemen die sie mit Hagen hatte mitkommen würde. Da sie am gestrigen Tag Kuchen gebacken hatte, war das jetzt die beste Ausrede warum sie erst jetzt aus der Küche kommen würde. Leicht lächelnd und mit einem großen Teller Kuchen kehrte Alex also wieder ins Wohnzimmer zurück, wo sich Sofia wieder etwas gefangen hatte." Und was haltet ihr von Kuchen." sagte Alex während sie den Teller in die Mitte auf den Wohnzimmertisch abstellte." Au ja ich hol Teller und Gabeln aus der Küche." rief Sofia sprang auf und lief schnellen Schrittes über den Flur. Für einen kurzen Moment verschwand das Lächeln aus Alex's Gesicht, der Streit mit Hagen hatte ihr mehr zugesetzt als sie es zugeben wollte." Hey Alex ist alles Ok bei dir, kann ich dir irgendwie helfen?", hakte Gerrit mit Sorgenvoller Stimme nach." Jaja ist alles gut." antwortete Alex kurz. In diesem Moment kehrte Sofia mit Kuchengabeln Tellern und Sprühsahne zurück die sie aus dem Kühlschrank geholt hatte, stelle alles auf den Tisch und nahm wieder neben Gerrit Platz. Abwechselnd blickte Sofia ihre Mama und Gerrit an, in ihren Augen wäre Gerrit der perfekte Partner für ihre Mama aber die wollte nach der Trennung von Hagen nichts von irgendwelchen Partnerschaften wissen. Alleine schon der Gedanke ließ Sofia traurig werden was sie sich jetzt gegenüber von Alex nicht anmerken ließ." Du Mama können wir nachher noch ein Spiel mit Onkel Gerrit spielen bitte?", wollte Sofia von Alex wissen. Diese warf einen Blick auf die Uhr die an einer der Wände im Wohnzimmer hing, diese zeigte 16.00 Uhr an." Ok aber nur eine Spielerunde denn du weist Maus morgen ist wieder Schule." gab Alex zur Antwort. Denn eigentlich konnte Alex Sofia nichts abschlagen. Zwar fand Sofia es ziemlich schade nicht mal wieder einen ganzen Abend lang mit ihrer Mama und Gerrit einen Spieleabend zu machen denn gerade diese Dinge liebte Sofia." Aber wir könnten das doch am Wochenende nachholen, so richtig mit Chips und Pizza." hakte Sofia nochmals nach." Aber nur wenn Onkel Gerrit nichts dagegen hat." meinte Alex und warf Gerrit dabei einen grinsenden Blick zu, denn mit dem Wort Onkel Gerrit konnte sie den dunkelblonden Kommissar immer ein wenig aufziehen, denn dann fühlte er sich älter als er in Wirklichkeit war." Klar bin ich dabei, ich hab doch noch eine Revanche bei deiner Mama offen." antwortete Gerrit grinsend. Alex hatte das Kaffeegeschirr in die Küche gebracht und in die Spülmaschine eingeräumt während Sofia und Gerrit schon mal das Mensch ärgere dich nicht Spiel aufbauten." Mama welche Farbe möchtest du haben." rief Sofia in Richtung Küche." Gelb wenn es geht." antwortete Alex.
Also stellte Sofia Gelb für Alex, Rot für sich selber und Blau für Gerrit auf das jeweilige Feld und verteilte für jeden einen Würfel. Alex kam mit einer Flasche Wasser und 3 Gläsern wieder aus der Küche und nahm am großen Esstisch Platz. Sofia begann und würfelte gleich eine 6. Nachdem sie ihr Männchen rausgesetzt hatte blickte sie kurz und unbemerkt zwischen ihrer Mama und Gerrit hin und her." Es wäre schön wenn wir eine Familie wären." murmelte Sofia leise vor sich hin.


Währenddessen lief Hagen in seinem Büro welches sich in der ersten Etage seines Wohnhauses befand auf und ab. Er hatte das Glück als Selbstständiger Steuerberater von Zuhause aus zu arbeiten und nicht ständig längere Fahrten ins Büro auf sich nehmen mussten. Ihm geisterte immer noch der Streit zwischen ihm und Alex durch den Kopf. Sollte Alex vielleicht doch recht haben und er an diesem Wochenende wo er sich eigentlich voll und ganz seiner Tochter Sofia widmen sollte wieder einmal zu viel gearbeitet hatte. Natürlich hatte Sofia in jedem Fall Vorrang vor seiner Arbeit, aber was sollte er denn machen ein Klient hatte am Dienstag eine Steuerprüfung vor sich und Hagen hatte ihm versprochen bis dahin seine Arbeit zu erledigen. Ein mieses Gefühl stieg in ihm auf, er fühlte sich absolut nicht wohl gegenüber Sofia. Aber er hatte schon einen Plan wie er das bei Sofia wieder gut machen konnte, er würde sie einfach am nächsten Samstag ins Kino einladen, in eine Film den Sofia aussuchen sollte." Ja genauso werde ich das machen." murmelte Hagen vor sich hin während er die Tür seines Büros schloss und die Treppe hinunter ging. Gerade als er sich aus dem Kühlschrank eine Flasche Cola nehmen wollte klingelte es an der Tür. Also stellte Hagen Flasche und Glas beiseite und ging über den langen Flur zur Haustür warf einen Blick durch den Spion. Ein lächeln huschte über Hagens Lippen, und eine gewissen Erregung durchzog seinen Körper, denn vor der Tür stand seine Freundin die er vor einem Monat kennengelernt hatte. Anders als Alex hatte er sich bereits 4 Wochen nach der Trennung von ihr in eine neue Beziehung gewagt. Also öffnete Hagen eiligst die Tür und bat Mira herein, die seiner Einladung natürlich gerne folgte. Die Haustür flog schwungvoll ins Schloss und Mira mit ihren wunderschönen Roten zum Zopf gebundenen Haaren folgte Hagen in die Küche wo immer noch die Flasche Cola und ein Glas auf der Arbeitsplatte standen. Doch beide Gegenstände ließ Hagen unbeachtet stehen," Ich hab dich so vermisst Süße." flüsterte er Mira leise zu während seine Hand unter ihrem Shirt verschwand." Na dann lass uns rauf in dein Schlafzimmer, es sei denn du willst es hier in der Küche." flüsterte Mira ihm ebenso leise zu." Du hast Glück wir sind alleine Sofia ist wieder bei ihrer Mutter." brachte Hagen stöhnend hervor während er Hand in Hand mit Mira die Treppe hinauf ins Schlafzimmer verschwand.


" So junge Dame für dich wird es Zeit fürs Bett, und du musst noch dein Ranzen für Morgen packen." sagte Alex zu Sofia." Och Mama jetzt schon, warum können wir nicht noch eine Partie mit Onkel Gerrit spielen." antwortete Sofia und zog einen Schmollmund. Es war mittlerweile weit nach 20.00 Uhr, Gerrit, Alex und Sofia hatten nach ihrem Spiel noch zu Abend gegessen, Alex hatte Spaghetti Bolognese gekocht. Sofia rollte eine kleine Träne die Wange hinunter denn immer dann wenn Gerrit bei ihr und ihrer Mama war dann war nicht nur sie glücklich nein man konnte auch Alex anmerken das sie aufblühte wenn Gerrit in ihrer Nähe war. Gerrit kniete sich zu Sofia hinunter, wischte mit seinem Daumen die Träne fort." Hey Mäuschen was hälst du davon wenn wir drei am Samstag ins Kino gehen und danach noch Pizza essen." schlug Gerrit vor. Denn ihm tat es immer dann weh wenn er Sofia oder Alex traurig sehen musste. Ein kleines lächeln huschte über die Lippen von Sofia," super ich freu mich schon so darauf ich darf doch oder Mama?", fragend drehte sich Sofia zu Alex um.
" Klar meine Süße, das wird sicherlich klasse werden." antwortete Alex. Sie musste insgeheim zugeben das sie sich schon darauf freute gemeinsam mit Sofia und Gerrit ins Kino zu gehen, vor allem aber war da tief in ihrem innersten dieses warme Gefühl was sich immer dann ausbreitete wenn Gerrit in ihrer Nähe war.
" Ich geh dann mal meine Schultasche packen und dann ins Bett, tschüß Onkel Gerrit und schlaf schön." rief Sofia ihrem Patenonkel lächelnd zu. Am Treppenabsatz blieb die 13. jährige allerdings nochmal kurz stehen und drehte sich zu beiden um. In diesem Moment musste sie ein bisschen schmunzeln über ihre Mama und Gerrit." Oh man Erwachsenen" murmelte Sofia vor sich hin während sie die Treppe hinauf sprang.
Alex und Gerrit waren mittlerweile an der Wohnungstür angekommen, standen sich gegenüber." Danke das du da warst Gerrit Sofia ist Glücklich und das ist das wichtigste." meinte Alex. Ihr Blick traf den von Gerrit, ihre Rehbraunen Augen versanken förmlich in dem Ozeanblau von Gerrits Augen." Hey Alex das ist doch Ehrensache, du weist das ich immer für dich und Sofia da bin, und du mich jederzeit anrufen kannst wenn du Probleme hast zum Beispiel mit Hagen." Gerrit spielte damit auf die Meinungsverschiedenheit vom Nachmittag hin. Für einen Moment glaubte Gerrit eine Träne in Alex Augen gesehen zu haben. Doch auch jetzt versuchte Alex vor ihrem Kollegen stark zu sein, sie wollte nicht das Gerrit ihre Schwäche sah." Es ist wirklich alles gut Gerrit aber ich komme sicherlich darauf zurück, trotzdem danke." murmelte Alex unsicher vor sich hin. Vorsichtig berührte Gerrit die Wange von Alex mit seinem Daumen, ein kleines kribbeln durchzog den Körper von ihm, er versuchte es allerdings zu verdrängen." Wir sehen uns dann Morgen früh Alex, schlaf gut meine Lieblingskollegin." wünschte Gerrit noch ehe er die Tür öffnete und in das Dunkle Treppenhaus hinaustrat.
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