Wofür Freunde da sind

GeschichteDrama, Freundschaft / P12 Slash
Grace Cardinal Maya Matlin Miles Hollingsworth Tristan Milligan Zig Novak Zoe Rivas
29.08.2017
19.05.2018
31
95068
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Wofür Freunde da sind

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Anmerkung: Ich habe die FF auf Englisch geschrieben (ca. 30 Kapitel). Da sie auf S14 basiert, bin ich nicht sicher, ob es schon Sinn macht, sie jetzt zu posten. Deshalb bitte ich um Rückmeldung. Je nachdem übersetze ich dann jetzt so nach und nach weiter oder später.

Da die Ereignisse von Next Class hier keine Rolle spielen, ist Grace in dieser FF nicht krank.

Disclaimer: Dies ist eine Fangeschichte. Die Serien und die Figuren gehören Epitome/DHX Media. Sie haben nur bei mir vorbei geschaut um mit meiner Fantasie zu spielen.
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Die Schule hatte wieder angefangen und Maya hatte so einige Pläne. Mit Zig an der Hand ging sie durch den Schulflur und versuchte ihn zu überzeugen, als Tristan zu ihnen aufschloss. Maya war erfreut, ihn zu sehen. "Hey, Tristan, sag, dass du mit uns noch ein Musical machen wirst."

"Klingt nach Spaß, welches?"

"Naja", begann Maya, "ich dachte, wir machen es komplett selbst. Suchen jemanden, der uns ein Stück schreibt und ich möchte selbst die Musik schreiben, vielleicht... mit etwas Unterstützung." Sie sah bittend zu Zig. Der seufzte. "Ich habe das noch nie gemacht."

"Versuch es wenigstens, bitte... bitte, bitte."

Zig schüttelte den Kopf. "Ich bin gerne beim Singen dabei oder mit der Gitarre."

Maya setzte ihren Hundeblick auf und er musste grinsen. "Okay, ich versuche es. Aber sei nicht sauer, wenn es nicht klappt."

Maya grinste. "Das werde ich nicht. Versprochen."

"Was ist mit diesem Typ, Jonah oder so?", schlug Tristan vor, "macht der nicht Musik?"

Zig sah zur Seite. Er hatte seine erste Begegnung mit Jonah nicht vergessen. Er würde später mit Maya darüber sprechen müssen.

"Ich werde ihn fragen", sagte Maya an Tristan gewand, "also, was ist mit dir?"

"Bin dabei", erwiderte Tristan, "naja, zumindest, wenn ich die Hauptrolle bekomme."

Maya grinste. "Wir wissen ja noch nicht einmal, wie die Hauptrolle sein wird. Nebenbei: Kennst du jemanden, der schreiben kann?"

Zoe schloss zu ihnen auf und hakte sich bei Tristan ein. "Jemand, der schreiben kann?"

"Wir machen ein Musical - komplett selbst", erklärte Tristan, "jemand muss mir eine interessante, glamouröse Hauptrolle schreiben."

Zoe hob die Schultern. "Vielleicht solltet ihr Grace fragen."

Alle sahen überrascht auf. "Sie schreibt?", fragte Maya.

"Habt ihr sie noch nie tippen gesehen? Ich denke schon, dass sie schreibt. Aber ich habe nie gefragt."

Maya und Zig wechselten einen Blick. Sie hatten Grace an ihrem Notebook schreiben gesehen, aber sie hatten gedacht, dass es irgendwelche IT Sachen waren.

"Ich kann sie fragen", bot Zoe an. Das würde ihr zumindest einen Grund geben, nach Grace zu suchen. Sie wollte sie wirklich sehen. Und erfahren, was passieren würde, wenn sie sie fand.

"Das kann ich selbst machen", sagte Maya, "ich habe später einen Kurs mit ihr."

Zig sah, wie Zoes Gesichtsausdruck fiel und musste grinsen. "Warum überlässt du das nicht Zoe?", schlug er vor. Maya sah ihn verwirrt an und er zog die Augenbrauen nach oben. Ihr ging auf, was er meinte. Natürlich. Sie hatten alle den Kuss gesehen. Peinlich berührt, weil sie nicht selbst daran gedacht hatte, sah sie zu Zoe. "Es wäre nett, wenn du sie fragen könntest."

Zoe lächelte dankbar. "Danke. Ich sage euch später Bescheid." Sie wollte in einem anderen Gang verschwinden, als Mayas Stimme sie zurück hielt. "Zoe? Machst du beim Musical mit?"

Das überrascht Zoe jetzt wirklich. Natürlich wäre sie zum Casting gegangen, aber sie hatte nicht damit gerechnet, dass Maya sie fragte, ob sie von Anfang an dabei sein wollte. Sie begegnete Mayas Blick und lächelte. "Mache ich." Dann bog sie in den Gang zu ihrem Kurs ab.

"Ich hätte nie gedacht, dass sie mal hinter einem Mädchen her sein würde", sagte Tristan, "ich muss definitiv noch die schmutzigen Details aus ihr heraus holen."

Maya grinste. "Ich hätte nie gedacht, dass Miles mal auf dich stehen würde." In dem Augenblick, in dem Tristan sich umdrehte um ihrem Blick zu begegnen, wusste sie, dass sie etwas gesagt hatte, das sie besser nicht gesagt hätte. "'Tschuldigung", murmelte sie und wechselte das Thema. "Ich muss noch zu Pill, um das Musical genehmigen zu lassen. Kommt ihr mit?"

"Jetzt?", fragte Zig.

Maya nickte. "Ich will die Genehmigung so schnell wie möglich haben."

"Okay", sagte Zig.

Tristan räusperte sich. "Ich denke, ich muss noch was nachsehen, bevor die Stunde anfängt, sry." Damit verschwand er in einem der Flure.

Zig sah erstaunt zu Maya. "Er steht immer noch auf den Geldbeutel?" Maya hob die Schultern. "Keine Ahnung. Vielleicht sollte ich mit ihm sprechen."

"Wenn du meinst", sagte Zig, "aber jetzt sollten wir zu Pill, wenn wir pünktlich im Unterricht sein wollen." Maya nickte. Sie dachte immer noch an Tristan, während sie den Flur hinunter gingen.

***

In der Mittagspause fand Zoe Grace an einem Fenster im Flur sitzend. Sie straffte die Schultern und ging zu ihr. "Hey."

Grace sah von ihrem Notebook auf. "Hey." Sie wussten nicht, was sie sonst sagen sollten, also setzte Zoe sich zu ihr. "Maya sucht jemanden, der das nächste Musical schreiben kann. Und ich dachte... Du schreibst oft an deinem Notebook. Ich meine... schreibst du Geschichten oder so was?"

Mit dieser Frage hatte Grace nicht von Zoe gerechnet. "Ich schreibe nichts tolles zum Lesen für andere."

"Aber du schreibst... Geschichten?"

Grace seufzte. "Ja."

"Aber dann...", begann Zoe.

Grace schüttelte den Kopf. "Hör zu. Vielleicht ist das schwer für dich zu verstehen, aber ich mache das nicht um Aufmerksamkeit zu bekommen."

Zoe öffnete den Mund und schloss ihn wieder, bevor sie fragte: "Du denkst, ich bin Schauspielerin um Aufmerksamkeit zu bekommen?"

"Bist du nicht?" Grace begegnete ernsthaft ihrem Blick.

Zoe presste die Lippen auf einander.

"Du weißt, dass du immer noch damit anfangen kannst, das nur zum Spaß zu machen", sagte Grace etwas versöhnlicher.

Zoe hob etwas ratlos die Schultern, bis ihr eine Idee kam. "Wenn du einfach aus Spaß das Schreiben übernimmst."

Grace musste lächeln. "Einverstanden. Aber erwarte keine kitschige Romanze."

Zoe lächelte. "Kein Problem." Sie begegnete Graces Blick. Stille. Zoe räusperte sich. "Also..."

Grace seufzte. "Das ist wohl der Punkt zu sagen, dass wir darüber sprechen sollten."

"Ich denke."

Grace schloss ihr Notebook und stand auf. "Triff mich nach der Schule am Haupteingang." Zoe nickte und folgte Grace mit ihren Augen, während diese den Gang hinunter ging.

***

Zig und Maya saßen mit Tiny beim Mittagessen. Bei Pill die Erlaubnis für das Musical zu bekommen war einfach gewesen. Tiny dazu zu bekommen, mit zu machen, war es nicht.

"Aber es muss etwas geben, das du gerne machst", sagte Maya, "es gibt so vieles, das man bei einem Musical tun kann."

"Ich bin aber kein Künstlertyp", antwortete Tiny.

"Was ist mit der Technik", schlug Zig vor.

"Nicht hilfreich, Mann", sagte Tiny, "ihr seid die Musical Profis. Ich mag Sport."

"Und wenn wir ein Sport Musical machen?", fragte Maya.

Tiny sah sie an. Langsam wurde es echt unterhaltsam. "Ich stehe nicht auf Cheerleading."

Zig lachte und Maya sah mit einem Grinsen zu Tiny. "Ach, wirklich? Ist ja nicht so, als hättest du es nicht schon mal ausprobiert..."

"Vorsicht", sagte Tiny und erwiderte ihren Blick, "kein Musical für mich, definitiv."

Maya sah auf ihren Teller hinab. Wenn Tiny erwartete, dass sie aufgab, dann lag er absolut falsch.

***

Später fand Maya Tristan alleine im Innenhof der Schule und setzte sich zu ihm. "Tut mir leid wegen heute morgen", sagte sie, "ich hab gedacht, das wäre endgültig vorbei."

Tristan seufzte. "Ich auch."

"Aber?", fragte Maya.

Tristan schüttelte den Kopf. "Er ist wieder viel mehr derjenige, mit dem ich befreundet war... für den ich was empfunden habe."

"Er hat einiges durchgemacht, während ihr zusammen ward", sagte Maya. Tristan sah sie irritiert an und sie fügte hinzu: "Nicht wegen dir. Wegen seinem Vater."

"Aber die haben sich auch schon davor non-stop gestritten", sagte Tristan.

Maya seufzte. "Ist nicht an mir dir das zu erzählen."

Tristan sah verletzt aus. "Also hat er mit dir gesprochen, aber nicht mit mir."

Maya schloss die Augen und erwiderte dann seinen Blick. "Es war ein Zufall. Er hätte es mir nicht erzählt." Er schwieg und sie legte eine Hand auf seinen Arm. "Warum sprichst du nicht mit ihm?"

Bitter schüttelte er den Kopf. "Manche Dinge, die vorbei sind, sollte man auch so lassen. Erst stand er wieder auf dich und dann hatte er was mit Zoe. Ich glaube nicht, dass ich mehr wissen muss. Wenn ich ihn einfach nur aus dem Kopf bekommen würde."

"Vielleicht brauchst du jemand neues. Bei mir hat das geklappt." Maya grinste, Tristan ebenfalls. "Von wegen. Zig war schon immer deine erste Wahl."

Maya sah grinsend zu Boden. Dann hob sie wieder den Kopf. "Ja. Stimmt."

Tristan schlug ihr spielerisch auf die Schulter. "Glückskind." Er klang neidisch.

Maya legte ihm einen Arm um die Schultern. "Was ist mit diesem Gage Typen?"

Tristan hob die Schultern. "Er war den ganzen Sommer über weg und hat jemand neues kennen gelernt. Er war ohnehin nur jemand, mit dem es einfach war zu reden. Darüber in der Schule geoutet zu sein und so."

"Es muss da draußen einfach einen netten Typen für dich geben", sagte Maya, "halt einfach die Augen offen."

Tristan versuchte zu Lächeln. "Ich habe wohl kaum eine andere Wahl."

***

Maya saß bereits im Klassenraum, als Zig sich zu ihr gesellte. Sie hatten noch ein paar Minuten bis zum Beginn der Stunde. "Ähm, Maya, wegen Jonah...", begann Zig.

Sie sah ihn musternd an. "Was ist mit ihm?"

Zig räusperte sich. "Vince hat mich gezwungen, Geld von ihm einzusammeln, das er der Gang geschuldet hat. Keine Ahnung, ob es eine gute Idee ist, mit ihm an dem Musical zu arbeiten."

Maya runzelte die Stirn. "Aber vielleicht ist es eine Chance sich bei ihm zu entschuldigen?"

Zig war erleichtert, dass Maya ihm sein Verhalten nicht übel nahm. "Möglich."

"Was hältst du davon, wenn wir zusammen mit ihm sprechen?"

Zig konnte nicht anders, als zu lächeln. "Okay." Maya nahm seine Hand und erwiderte sein Lächeln.

***

Nach der Schule sah Maya Jonah auf dem Gang und griff nach Zigs Hand, um ihn zu Jonah zu ziehen, bevor dieser verschwinden konnte. Jonah sah nicht begeistert davon aus, Zig zu sehen, aber das war Maya gleichgültig. "Hey", sagte sie, "du bist Jonah, oder? Ich bin Maya." Sie hielt ihm ihre Hand hin und er sah von ihrer Hand mit einem misstrauischen Blick zu Zig.

Maya sah auffordernd zu ihrem Freund und Zig seufzte. "Hör zu, tut mir leid, wegen neulich. Die Sache mit der Gang ist endgültig vorbei."

Jonah verschränkte die Arme. "Okay."

Maya beschloss schnell das Thema zu wechseln. "Wir machen ein neues Musical und wir beide werden die Musik dafür schreiben. Wäre cool, wenn du mitmachen würdest."

Das irritierte Jonah jetzt wirklich. "Ist das irgendeine Art von Falle? Ich bin durch mit Drogen und habe meine Schulden bezahlt." Er würde ihnen bestimmt nicht sagen, dass er sie mit dem Geld und dem Vertrauen seiner Freundin gezahlt hatte.

"Nein", protestierte Maya, "überhaupt nicht. Wir wollen einfach nur Spaß zusammen haben." Sie dachte einen Augenblick nach, dann nahm sie ihren Rucksack vom Rücken und durchsuchte ihn. Schließlich hielt sie Jonah ein Blatt Papier hin. "Wir haben sogar schon Pills Erlaubnis."

Jonah überflog das Blatt. Er war noch nicht völlig überzeugt, aber es hörte sich nach einer guten Ablenkung an - jetzt, da Becky nicht mehr da war. "Ich denke darüber nach."

Maya lächelte. "Du musst uns nichts versprechen. Wir können einfach mal zusammen Jammen und sehen, was passiert."

"Hört sich gut an", sagte Jonah, "aber jetzt muss ich los." Damit verschwand er zwischen den anderen Schülern.

Maya und Zig sahen sich kurz an und machten sich dann auf den Weg aus der Schule. "Okay", grinste Maya, "Zoe hat mir schon Bescheid gesagt, dass Grace dabei ist. Wen fragen wir als nächstes?"

"Warum machst du kein Plakat?", schlug Zig vor.

Maya hielt an. "Ich dachte, wir machen das als Freunde. Schließen mit dem Oomphchat und dem Gang Zeug endgültig ab. Sorgen dafür, dass ein paar Leute wieder miteinander sprechen..."

Zig grinste. "Du hast also so eine Art Masterplan."

Sie grinste verschmitzt. "Er funktioniert, oder? Du hast dich entschuldigt und ich denke, Jonah ist dabei."

"Also gehe ich mal davon aus, dass du Tiny auch noch nicht vom Haken gelassen hast", erkannte Zig.

Maya stieß ihn mit dem Ellenbogen in die Seite. "Darauf kannst du wetten. Und lass dir ja nicht einfallen, ihn zu warnen."

Zig nahm ihre Hand und ging mi ihr zu einem Platz im Schatten, um sie dort zu küssen. "Danke, dass du mir das mit Jonah nicht übel genommen hast."

Maya lächelte und küsste ihn wieder. "Danke, dass du ehrlich gewesen bist."

Sie nahmen sich an der Hand und gingen weiter. "Es ist gut zu wissen, dass du mir den Rücken frei hältst", sagte Zig ernsthaft.

Maya hielt wieder an und sah ihn ernst an. "Das tust du doch auch für mich."

Er legte seine andere Hand auf ihre, so dass er sie zwischen seinen beiden Händen hielt. "Werde ich immer."

Sie lächelte und er wechselte das Thema. "Tiny hat mich gezwungen heute Abend zu kochen. Kommst du auch?"

"Gerne", antwortete sie.

***

Zoe saß auf der Treppe vor der Schule. Nervös sah sie auf, als sie Grace Stimme vernahm, die sie grüßte. Langsam stand sie auf. Sie begegnete Graces Blick, ohne zu wissen, was sie sagen sollte.

"Komm." Grace deutete auf die Bänke im Schatten und Zoe folgte ihr schweigend. Nachdem sie sich gesetzt hatte, räusperte Zoe sich. "Das ist seltsam."

Grace grinste schief. "Das ist es." Sie machte eine kurze Pause. "Okay, Rivas, du hattest recht - ich mag dich. Aber du bist es zu sehr gewohnt den Leuten das zu geben, was du denkst, das sie von dir wollen. Du musst nicht versuchen mir zu gefallen, indem du mich küsst."

Zoe runzelte die Stirn. "Ich habe nicht..."

Grace lächelte sie an. "Ich weiß noch nicht mal, ob ich auf Mädchen stehe." Sie begegnete Zoes Blick. "Und du auch nicht. Du hast da einfach zu sehr den Gedanken im Kopf, dass wenn dich jemand mag, er was von dir erwartet. Und dann das ganze Gerede darüber, dass ich lesbisch bin..."

"Warum hast du nie gesagt, dass du es nicht bist?", fragte Zoe.

Grace hob die Schultern. "Ich stehe auch nicht so sehr auf Typen. Mir sind Freundschaften lieber, als irgendwelche blöden Beziehungsdramen."

"Aber du wusstest, wie es sich anfühlt verknallt zu sein." Zoe war jetzt wirklich verwirrt.

Grace grinste. "Ja. Eine Fan Schwärmerei. Nichts wichtiges."

Zoe brauchte einen Moment, um ihren Kopf um diese neuen Informationen zu bekommen. "Vielleicht hast du recht damit, dass ich nicht auf Mädchen stehe, aber der Kuss hat mir schon irgendwie gefallen... und es fühlt sich auch nicht nur, wie eine Freundschaft an."

Grace lächelte und lehnte ihre Schulter gegen Zoes. "Vielleicht bist du einfach nur verliebt in den Gedanken, von jemandem so gemocht zu werden, wie du bist."

Darüber musste Zoe nachdenken. Durch Graces Berührung breitete sich ein warmes Gefühl in ihrem Körper aus. Es war wirklich verwirrend. "Vielleicht", sagte sie schließlich.

Grace warf ihr einen mitfühlenden Blick zu. "Verliebtheit ist verwirrend."

Zoe musste lächeln. "Ja, ist es."

Grace lehnte sich zurück. "Wegen dem Küssen. Freunde können sich auch küssen. Die meisten machen es nur nicht, weil sie Angst haben, als lesbisch oder schwul bezeichnet zu werden."

"Und du hast keine?"

Grace hob die Schultern. "Ich mache einfach, was sich richtig anfühlt. Ist mir egal, was andere darüber denken. Aber du hast mich wirklich überrascht, dass es dir so egal gewesen ist, dass uns alle sehen konnten."

Zoe lächelte. Sie dachte einen Augenblick nach und griff dann nach Graces Hand. "Also, ist das okay?"

Grace lächelte und warf einen Blick auf ihre Hände. "Ja, ist es. Bin´s nur nicht gewohnt."

Zoe grinste. "Ich sorge dafür, dass du dich schnell daran gewöhnst."

"Habe nichts anderes erwartet." Grace begegnete ihrem Blick mit einem Lächeln. Sie war wirklich froh darüber, dass Zoe kein Drama daraus gemacht hatte, wie sie es eigentlich etwas erwartet hatte.

Aber dann sah sie auf ihre Uhr und ließ Zoes Hand los. "Ich muss los." Sie stand auf und Zoe folgte ihr. "Sollen wir noch was zusammen machen?"

Grace lächelte. "Du hast dafür gesorgt, dass ich ein Musical zu schreiben habe. Aber wir könnten später zusammen brainstormen."

"Ja, gerne." Zoe war voll dabei. Sie lehnte sich vor und gab Grace einen Kuss auf die Wange und dann machte Grace sich auf den Weg. Zoe hatte noch etwas Zeit übrig und wollte sich einen neuen Laden ansehen.

Sie war tief in Gedanken versunken, als ein Auto neben ihr hielt und sie Miles am Steuer erblickte. "Hey, Lust zusammen abzuhängen?", fragte er.

Zoe war sich nicht sicher. Da sie mit Grace weiterhin nur befreundet war, war sie frei, das mit Miles weiter laufen zu lassen, aber sie hatte nicht wirklich Lust darauf. "Hör zu...", begann sie.

Miles war ausgestiegen und lehnte sich an die Tür um sie anzusehen. "Grace, ich weiß", sagte er, "aber können wir nicht trotzdem zusammen abhängen?"

Zoe seufzte. Auf seinem Gesicht konnte sie Einsamkeit erkennen, die ihr nur allzu vertraut war. "Es geht nicht um Grace. Aber wir beide - wir haben einfach nur jemanden gebraucht..."

Miles konnte seine Enttäuschung nicht gut verbergen. "Und du brauchst das nicht mehr, weil du jetzt andere Freunde hast."

Zoe empfand wirklich etwas Mitleid mit ihm. "Das kannst du auch haben. Sie können vergeben. Maya hat mich sogar gefragt, ob ich das nächste Musical mit ihnen mache. Du könntest da auch mitmachen."

Miles schnaubte. "Als könnte ich singen."

"Musst du auch nicht. Da gibt´s noch mehr zu tun", sagte Zoe.

Miles senkte den Kopf, dann stieß er sich vom Auto ab. "Ich sollte los." Er wollte gehen, aber Zoe hielt ihn zurück. "Miles?" Er drehte sich um und sie lächelte. "Wie wär´s mit dem Dot?"

Miles warf ihr ein dankbares Lächeln zu und verschloss das Auto. "Klar."


*Ende Kapitel 1
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