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Poesie Das Menschelein

GedichtHumor, Poesie / P12 / Gen
27.08.2017
25.05.2021
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27.08.2017 271
 
Kennst Du noch diese Band Dreck Street Boys,
das sind die Kerle in den orangen Gigatoys,
Sie fahren durch Straßen und alle Gassen,
um alle Müllkübel rasch zu erfassen.

Ob Biomüll, Dreck oder Papier, mal weiß mal bunt,
sie grabschen es und versenken es im Höllenschlund.
Wir bestaunen sie, weil sie rasch und in großen Massen,
reinigen Gehwege, Straßen und auch enge Gassen.

Geschwind folgt ein zweiter Wagen mit Gewummer,
sie beseitigen den Restmüll ohne viel Kummer.
Täglich entleeren sie zigtausend Fuder Dreck,
räumen sie aus allen Höfen und von Straßen weg.

Der große Soundwagen folgt recht markant,
Leute springen heraus und werfen elegant,
Möbel in den riesen finstren Hydraulikschlund,
berstende Geräusche tun die Arbeit kund.

Alles was sie am Straßenrand erblicken oder stehen sehen,
schnappen sie und lassen es in der Presse vergehen.
Sie zerbrechen auch die Möbel im stählernen Gebiss,
mit einem gewaltigen Druck zerbirst alles, sei gewiss.

Nun kommt noch die Frau Müller angerannt.
Zu spät hat sie ihre große Dummheit erkannt,
Mit viel Tränen, Geheul und Gewimmer,
beklagt sie den Verlust vom Kinderzimmer.

Ihre über einhundert fein sortierten Umzugskartonagen
landeten auch in dem orangen Monsterwagen.
Bersten, Brechen, Poltern, Scheppern ist zu hören,
der Sound lässt erahnen, der kann sogar Beton zerstören.

Über die Wangen rinnen Tränen bis zum Kinn,
das Porzellan ist in Trümmern und alles ist hin.
Voller Wut reckt sie die Hände zum lieben Gott.
Rette wenigstens meinen alten Suppenpott.

Und was lernen wir aus dieser kleinen Posse?
Stelle nichts neben die Straßen oder die Gosse.
Kommen erst die Dreck Street Boys mit ihren Wagen,
ist es viel zu spät, um Eigentum noch wegzutragen.
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