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Poesie Das Menschelein

GedichtHumor, Poesie / P12 / Gen
27.08.2017
08.03.2021
23
9.954
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01.01.2021 583
 
Hallo Spatz,
die Spatzen in Wien hungern nach Futter und Freiheit,
sie sind es Leid zu schweigen auf ihren blattlosen Ästen,
sie denken an die vielen Menschen und fehlenden Festen.
Nicht einzeln ist man stark, sondern nur mit Gemeinsamkeit.

Alle Leiden unter dieser Zeit der Stille.
für viele Menschen ist es eine bittere Pille.
Lieber würden sie zu Freunden reisen,
ins Kino gehen oder mit der Familie speisen.

Selbst die Kirchen sind leer, um Gott zu preisen.
Überall nur Schilder die auf den Abstand hinweisen.
Kein Lächeln eines Menschen sieht man mehr.
Über Nase und Mund hängt Stoff, quer.

Politiker sind ohne Kompass unterwegs,
erzählen uns jeden Tag vom goldenen Keks.
Jeder würde es besser machen in dieser Zeit,
immerhin, die Impfzentren sind bereit.

Jeden Tag gibt es viele Kranke und auch hunderte Tote
Die Kliniken rackern, aber sie ändern nichts an Quote.
Keiner fragt, wie das Virus sich im Volk verbreitet,
dabei ist doch klar, wer den Virus weiterleitet.

Die Kinder und Schüler sind es wohl kaum.
Die Senioren leiden und dürfen nur aus ihren Fenstern schaun.
Also, wer sind die Superspreder in diesem Land?
Wurden die Überträger  noch immer nicht erkannt?

Die Frage ist doch, warum die Zahlen explodieren
und der Virus kann Regional kann grassieren.
Die eine Sache mag Ignoranz oder Dummheit sein,
Hygienemängel sind sicherlich ein Baustein.

Mit Sicherheit kann man bisher sagen,
das Partygäste das Virus weitertragen.
Also sperre man bitte diese Gruppe ein,
dann wären viele Menschen nicht mehr allein.

Bleiben die Infizierten,  die nicht überwacht werden,
sie laufen durch die Orte und zwar in Herden.
Die Gesundheitsämter  müssen ohne Kontrolle versagen,
weil sie können die Last nicht alleine und ohne Personal tragen.

Wollen wir einen Blick in die Zukunft wagen?
Wir werden weiterhin Masken über Nase und Mund tragen.
Sechs Einwegmasken für alte Leute ist ein netter Witz in dieser Zeit.
Es ist nicht das Mittel, welches uns befreit.

Impfung, noch ein Weg, der beschritten werden soll.
Irgendwann werde auch ich an der Reihe sein, das ist toll.
Nur sie sagten nicht in welchem Jahr,
sie wissen es nicht, das ist mir inzwischen klar.

Werden wir wieder lachende Kinder spielend sehen?
Ich meine zusammen mit ihren Müttern, die spazieren gehen.
Darf ich mal wieder zum Arzt gehen können, wann ich es will?
Das ist für mich der echte Overkill.

Termine gibt es nur nach vorheriger Absprache mit dem Ärzteteam,
bis dahin muss man leiden und kann nur die Schnute verziehn.
Was machen die Kranken ohne Kliniktermin in einer Stadt.
viele sind bereits jetzt schon kränker und vor Erschöpfung ganz matt.

Urlaub wäre eine feine Sache, aber wohin soll man reisen?
Heute gebucht, schlägt das Virus neue Verbotsschneisen.
Auch in Gruppen darf man nicht zu Verwandten fahren,
lieber lässt man sich zum Friedhof karren.

Also wo liegt das Licht am Horizont verborgen,
also nach all dem Kummer und vielen existentiellen Sorgen.
Soll ich armer Tropf auf ein großes Wunder hoffen
oder bin ich auch irgendwann vom Ableben betroffen.

Manche Menschen lieben ihr Zuhause,
aber nur Zuhause ohne Ausgang und  Pause?
Die Decke hängt schon lange durch,
man denkt man lebe wie ein einsamer Lurch.

Wenn jemand einen guten Rat  mir geben kann,
so sauge ich ihn auf, wie ein Schwamm.
Nicht Atmen wäre sicherlich ein guter Weg,
aber was mache ich - wenn mir die Luft ausgeht?

Trotz allem, euch wünsche ich nun zum Feste,
vom Guten das Beste.
Glück, Gesundheit und frischen Wind,
so wie einen Besuch bei einem Kind.

Gruß Christian
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