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Der Kuss des Kjer Weiterführung eines großen Fans

von Raven95
Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Het
Ahmeer Haffren Lijanas Mordan Rusan
27.08.2017
13.01.2023
10
35.268
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12.03.2018 5.518
 
Seit dem Angriff waren inzwischen zwei Tage vergangen und doch fühlte Lijanas sich nach alledem noch immer schlecht. Sie hatten die Kjer Krieger verbrannt, die gleiche Zeremonie die sie in Cavallin bei Corfar angewandt hatten. Die Kjer hatten sich die Haare mit Bändern eingeflochten, auch Mordan trug diese, doch statt drei Farben, fehlte ihm die Farbe des Clans, etwas das er schon früher bemängelt hatte, nichts was in ihren Augen dazu beitrug das dieser Mannn weniger wert war als jeder andere hier. Auf die Augen der Gefallenen wurden Münzen gelegt, ein paar letzte Worte in ihrer Sprache und dann war auch schon die Fackel in das Holz gehalten worden. Die Flammen waren bis zu den Baumkronen angestiegen, hielten die Gesichter der Krieger in einem hellen Licht. Sie waren dort gestanden, bis das Feuer herunter gebrannt war, erst dann hatten sie sich langsam auf den Weg gemacht, nach Turas.
Lijanas wurde in das hier und jetzt katapultiert, als der Apfelschimmel unter ihr begann nervös zu tänzeln. Sie nahm die Zügel auf, bemerkte aber auch das die Pferde und Ashentai um sie herum das gleiche machten. Begeisterung stand in den Gesichtern der Krieger und als sie den Blick an hob, hörte sie Musik, Stimmen, ein Horn das geblasen wurde um ihre Ankunft anzukündigen, vermutete sie. Der Wald lichtete sich, Felder breiteten sich neben ihnen aus, Frauen die sie bestellten hoben die Köpfe an und sahen mit großen Augen zu ihnen auf.
Vor ihnen ragten die Felsmauern einer Stadt auf, dunkel, dunkler als die hellen Kalkwände die Anschara umgaben, diese hier waren aus massiven Felsen geschlagen, es musste Ewigkeiten gedauert haben sie fertig zu stellen. Eine Zugbrücke wurde herunter gelassen, dahinter öffnete sich ein Tor, offenbarte das Innenleben der großen Stadt.
Die Hufeisen der Ashentai Rösser klackerten über den gepflasterten Boden. Sie ritten durch das Tor, bahnten sich einen Weg durch die Menschenmassen. Lijanas war schon einmal hier gewesen, und doch hatte sie damals keinen Blick für die Stadt gehabt. Erst jetzt fielen ihr die vielen Händler auf, einer der Tongefäße verkaufte, Kräuter, Seide und andere kostbare Stoffe, ein Seifenhändler, ein Sattler der die Ausrüßtung ihrer Pferde kritisch beäugte, ein Kürschner der gerade das Fell eines Hirsches ausklopfte und inne hielt, als er sie vorbei reiten sah. Menschen drängten sich an den Rand, um ihnen Platz zu machen, Frauen in kostbaren Gewändern die sie kritisch beäugten, Krieger mit einem Humpen dunklen Bockbieres die ihren Kameraden zu prosteten. Wieder wurde sie daran erinnert welche Angst sie vor diesen Menschen hatte, und dabei hatten sie nichts bösartiges an sich, sie waren Mann und Frau wie die Nirvard auch.
Die schmale Handelsgasse öffnete sich, sie landeten auf einem großen Platz, Pferde wieherten aus den Stallungen ihren Freunden zu, einige der Ashentai antworteten, warfen ihre Mähne und tänzelten seitwärts.
"Willkommen zuhause, Heilerin.", hörte sie eine leise, sanfte Stimme neben sich, wandte sich dieser zu und sah mit einem leichten Lächeln zu Mordan herunter. "Zuhause.", murmelte sie, flog mit dem Blick ein weiteres mal über den Platz, ehe sie sich von ihm aus dem Sattel helfen ließ. Sanft kraulte sie ihr Pferd zwischen den Ohren, begann zu Lächeln, als es seinen Kopf gutmütig an ihrer Schulter rieb. "Ich kann mich überhaupt nicht mehr an das alles erinnern...", sagte sie, griff nach der Hand die ihr angeboten wurde und drückte diese sanft. "Das letzte mal war es auch dunkel und Jerdt hat dich ziemlich schnell zu Haffren gebracht, du hast nichts hiervon sehen können."
Mordan hatte recht, und trotz alledem wollte sie das alles hier sehen, sie wollte durch die Handelsgassen gehen, sich die Stallungen ansehen denn dies war nun ihr Zuhause. "Zeigst du mir alles?", fragte sie ihn, begann zu Lächeln als sie das unzufriedene Brummen seinerseits vernahm. "Natürlich, aber nicht jetzt."
Sichtlich zufrieden lehnte sie sich leicht an ihren Kjer, folgte ihm und Königin Naisee in das Innere der Burg, die Burg in der König Haffren Mordan verurteilt hatte, die Burg die nun ihr Zuhause sein würde. Als sie das Innere betrat, musste sie feststellen das sich schon einiges verändert hatte. Die Fenster waren von ihren dunklen Vorhängen befreit worden, helles Licht strömte in das Innere, das durch einige Feuerbecken in einen warmes Licht getaucht wurde. Es standen nur am Eingang Wachen, nicht an jeder der einzelnen Säulen wie bei König Haffren. Der kalte, eiserne Thron war durch einen aus hellem Holz ausgetauscht worden, ebenso die Banner des alten Königs waren durch neue ersetzt worden. Heller blauer Stoff wehte im leichten Wind, bestickt mit einer weißen Lilie, aus welcher ein Deflin sprang.  "Das ist das Banner von Königin Naisee.", erklärte Mordan ihr, er schien selbst überrascht zu sein. "Es ist viel schöner.", murmelte sie, legte ihm eine Hand auf die Schulter und sah zu ihm hoch. "Viel freundlicher, so sieht ein Zuhause aus."

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"So sieht ein Zuhause aus." Wie recht Lijanas doch damit hatte, und wie froh er darüber war, sie in dieses Telmahr gebracht zu haben. Naisee war eine weise Frau, er kannte sie zwar noch nicht gut, doch gut genug um zu wissen, das sich einiges verändern würde, dass das alte Telmahr, so wie Haffren es regiert hatte nicht mehr geben würde.
Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen, hielt er ihr die schwere Holztür am Ende des Flurs auf. Erwartungsvoll sah Mordan zu ihr herunter, wurde auch zu seiner Freude auch nicht enttäuscht. Die Augen der Heilerin wurden größer, sofort huschte sich an ihm vorbei in das Innere des Zimmers, drehte sich ein paar mal um die eigene Achse, ehe sie ihn fassungslos an sah. "Es ist riesig!", rief sie begeistert aus, ehe ein nachdenklicher Ausdruck ihre Züge veränderte. "Es ist zu groß."
Da war es wieder, ihr schlechtes Gewissen. "Lijanas..", murmelte er nur mit einem leisen Seufzen, folgte ihr in das Innere und legte die Hände locker auf ihre Schultern. "Ich bin ein Prinz, wenn du meine Gemahlin sein möchtest, musst du dich damit abfinden. Du bist eine Prinzessin, für mich ist das alles auch noch sehr neu, ich denke wir beide werden uns schon noch früher oder später daran gewöhnen."
Ein leichtes Lächeln stahl sich auf ihre Lippen, sie sah etwas zufriedener aus, zumindest für den Moment schien er sie zufrieden gestellt zu haben.  Sie ging durch das Zimmer, blieb vor dem gemeinsamen Ehebett stehen und fuhr mit dem Finger über den Stoff.  "Ich kann es noch glauben das wir hier sind.", sagte sie, setzte sich hin und faltete den Stoff ihres Kleides ordentlich in ihrem Schoß. "Ich bin froh das wir endlich hier sind, ich finde, zumindest ich für meinen Teil hab endlich mal etwas Ruhe verdient. Ich hatte schon eine Menge Ärger in letzter Zeit. Eine Heilerin entführen, die Seuche, Anschara, jetzt bin ich plötzlich ein Prinz.", sagte er, erntete dafür aber nur einen leicht giftigen Blick von der Seite. "Und ich?", fragte sie empört. "Ich hatte einen schlimmen Sturz mit Ired, die Seelenfresser und ich wurde von euch entführt! Denkst du für mich war das leicht?", fragte sie ihn, stemmte die Hände in die Hüften. Wie sollte er denn Angst vor einer Person haben, die so zart und winzig war?
"Natürlich nicht, ich denke wir beide haben in letzter Zeit genügend durchgemacht, wir beide haben es verdient hier in Ruhe leben zu können." Wieder schien er sie im richtigen Augenblick besänftigt zu haben.
Mordan drehte sich nun selbst einmal um, natürlich kannte er die Räume, schließlich hatte er hier lang genug gewohnt um dies zu wissen und doch war es anders. Der dunkle Schrank war wohl das letzte was von König Haffren geblieben war. Helle Gardinen wogen sich im Wind, schützten das Innere des Raumes vor neugierigen Blicken. Das Bett war deutlich heller als der Schrank, es sah neu aus, es war neu. Die Felle wirkten frisch, ebenso die Feuerbecken die im Zimmer standen.
"Kann ich dich alleine lassen? Ich bin bald wieder zurück", fragte er, streichelte ihr sanft eine Strähne hinter das Ohr, ehe er sie, nachdem sie genickt hatte, mit einem Kuss auf die Stirn zurück ließ.

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Brachan war hinter den Stallburschen in die Stallungen gegangen, hatte seinen Wallach und Ired abgesattelt, sie geputzt und ihnen etwas Heu in die Box geworfen, damit sie etwas zum fressen hatten. Sanft streichelte er über den gold schimmernden Hals seines Wallachs, kraulte ihn sanft hinter dem Ohr und steckte ihm noch heimlich eine Karotte zu. Er war diesem Tier unglaublich dankbar. Auch wenn er es ihm schwer gemacht hatte, hatte er niemals die Probleme gehabt wie Mordan mit Ired.  Egal um was es gegangen war, ob er ihn in einer Schlacht an seiner Seite gebraucht hatte, oder ob er seiner Tochter das Reiten beibringen wollte, Leihr hatte ihn niemals im Stich gelassen.
Mit einer Pfeife und etwas Tabak setzte er sich an das Stalltor, entzündete das Kraut mit einem Feuerstein und inhalierte den aromatischen Rauch mit einem gelassenen Seufzen. Auch wenn er immer hinter Mordan stand, war er doch froh endlich wieder zuhause zu sein, bei seiner Familie. "Du weißt doch das das Rauchen nicht gut für dich ist, alter Mann.", hörte er die Stimme seines Prinzen seitlich hinter sich. Halbherzig brummte er nur, sog wieder etwas Rauch ein und seufzte. "Vor dir hat man auch keine Minute Ruhe.", beschwerte er sich, reichte dem Dunkelhaarigen seine Pfeife und sah ihn nachdenklich an. "Was machst du denn hier? Solltest du nicht bei deiner Gemahlin sein?"
"Ja, eigentlich schon, du hast recht, ich wollte ihr nur etwas Zeit geben anzukommen. Sie hat sich über das Zimmer beschwert, du kennst sie ja. Ich hatte aber auch eine Frage an dich. Hast du einen Moment für deinen Prinzen?"
Brachan sah ihn mit leicht gehobener Augenbraue an, sah dem Prinzen dabei zu, wie er einmal an der Pfeife sog und nahm diese dann wieder entgegen. "Natürlich!"
"Ich hab noch keinen Ring für Lijanas, ich kann mir aber vorstellen das sie etwas schlichtes möchte, ich hab mir ja noch nie über so etwas Gedanken gemacht.", seufzte er und sah zu seinem Legaten.
"Darüber machst du dir Gedanken? Wahrscheinlich könntest du ihr einen aus Holz schnitzen und sie wäre zufrieden damit. Eine Frau wie Lijanas ist keine der du Geschenke machen musst, Mordan. Du kannst sie allein mit kleinen Gesten zufrieden stellen."
Sein Lachen wurde nur mit einem Schnauben quittiert. Er fand es doch recht amüsant, dass ausgerechnet der Blutwolf, einer der gefürchtetsten Kjer sich über solch einfach Dinge so viele Gedanken machte. Brachan klopfte ihm freundschaftlich auf die Schulter, reichte ihm nochmal die Pfeife und lächelte. "Vergiss deine alte Verlobte, Lijanas ist keine Kjer, sie ist eine Nirvard, die Frauen der Nirvard sind nicht so anspruchsvoll."
"Nicht anspruchsvoll? Manchmal wünschte ich sie wäre es. Sie ist klug, wahrscheinlich sogar klüger als wir beide. Das ist auch auf eine Art anspruchsvoll. "
"Kaufe ihr einen Ring, eine kleine Trauungsfeier und lebe mit ihr in Ruhe und Frieden, damit kannst du sie glücklich machen, mehr braucht es nicht Mordan."
Der Prinz begann leicht zu nicken, klopfte sich mit beiden Händen auf die Oberschenkel und stand nun viel zuversichtlicher auf. "Danke, alter Freund. Ich wüsste nicht was ich ohne dich wäre.", sagte er und hielt ihm den Arm entgegen. "Wahrscheinlich nicht vermählt.", neckte er ihn, griff nach dem Unterarm und drückte ihn in einem respektvollen Gruß von Krieger zu Krieger.


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Prinz Ahmeer  flog mit dem Blick über den jämmerlich kleinen Haufen seiner Soldaten der ihm noch geblieben war. Der Hinterhalt hätte funktioniert! Er hätte! Wäre da nicht der Blutwolf aufgetaucht und hätte seine Männer vor Angst gelähmt in die Flucht geschlagen. "Baut das Lager ab, kümmert euch um die Verwundeten und setzt sie auf die Pferde! Wir gehen nach Hause.", befahl er seinen Männern. Enttäuscht presste er die Lippen zusammen, als er einen Anflug von Erleichterung in deren Gesichtern sah.
Noch immer konnte er nicht verstehen wie der Kjer hatte überleben können. Er war tagelang am Kreuz gehangen, war gefoltert worden, von ihm! Er hätte nicht überleben dürfen!
Ahmeer zog sich den zerfetzten Umhang von den Schultern. Er drückte den weinroten Stoff in seinen Fingern zusammen, kniff die Augen zusammen und warf ihn achtlos auf den Boden. Er wusste es würde dem Fürsten nicht gefallen, vielleicht gefiel es ihm ja noch weniger wenn er erfuhr das der Blutwolf noch am Leben war und wusste das die Kjer sie getäuscht hatten? Ahmeer konnte es nur versuchen!
Wenige Tage später, war er auf seinem Kriegsross durch die Tore Anscharas geritten, kniete nun vor dem Thron, Rusan gegenüber. Zorn blitzte in den Augen des Fürsten auf, als er seinen Sohn vor sich knien sah. "Du missachtest meine Behehle Ahmeer!", knurrte er ihm leise entgegen, schüttelte den Kopf über solch jugendlichen Unsinn. "Wie viele Männer sind sinnlos deinetwegen gestorben? Wir haben sie ziehen lassen, sie haben für den Leichnahm ihres Heerführers mehr als gut bezahlt und du grei..." "Er ist aber nicht tot, Vater! Der Blutwolf lebt!", presste Ahmeer zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor. "Er lebt Vater! Ich habe es mit eigenen Augen gesehen! Er und Lijanas, sie haben sich vermählt."
Rusan rieb sich mit dem Daumen und dem Zeigefinger frustriert über den Nasenrücken. Natürlich konnte er seinen Sohn verstehen, die hübsche junge Frau war schließlich einmal seine Braut gewesen, aber deswegen jetzt einen Krieg mit den Kjer anzufangen? Den Sohn seines Bruders töten? Ihm war schlecht geworden als er es erfahren hatte.
"Steh auf mein Sohn.", murmelte er, erhob sich selbst von seinem Thron  und legte dem jungen Mann eine Hand auf die Schulter. "Ich kann deinen Zorn verstehen, Ahmeer, doch hast du nicht meine Befehle zu missachten, sie gar zu ignorieren! Männer sind sinnlos gestorben, haben Frau und Balg zurück gelassen." Seufzend schloss er für einen kurzen Moment die Augen.  "Mordan ist dein Vetter. Er wird immer ein Teil deiner Familie sein, ob du es willst oder nicht.  Ich werde nicht zulassen das man Kedars Sohn etwas antut, ich möchte mehr von diesem Mann erfahren, wer er ist. Er kann nicht grundauf böse sein, wenn sich eine gute Seele wie Lijanas in ihn verliebt." Ein bitteres schnauben folgte seinen Worten. "Er wird nie ein Teil meiner Familie sein."
Rusan wusste das das letzte Wort noch nicht gesprochen war, er spürte so viel Hass in seinem Sohn, wie noch nie zuvor. Mit einem Seufzen sah er ihm nach, setzte sich selbst wieder auf den Thron und sah aus einem der Fenster, der Sonne entgegen. Wie sollte er ihn nur von diesem Weg überzeugen?

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Die Sonne war schon weit hinter dem Horizont verschwunden, Lijanas hatte schon tief und fest geschlafen, als Mordan sich endlich zu ihr gelegt hatte. Am nächsten Morgen wurde sie durch die ersten Strahlen der Morgensonne geweckt, dehnte sich mit einem leisen Seufzen und drehte sich auf die andere Seite, nur um festzustellen, das Mordan nicht bei ihr war. Eine Kammerzofe klopfte leise an ihre Tür, öffnete diese und stellte überrascht fest, das sie schon wach war. "Guten Morgen, Prinzessin, ich hoffe ihr hattet eine angenehme Nacht?", fragte sie höflich, stellte eine Schale mit warmen Wasser auf den Tisch und eilte zu ihr ans Bett. Prinzessin... sie war doch überhaupt keine Prinzessin, oder? "Prinz Mordan fragt nach euch, ihr sollt euch sputen, er wartet in den Stallungen auf euch."
Mit einem Seufzen erhob sie sich aus dem Bett, wusch sich erst einmal, ehe sie sich langsam gemütlich über das Frühstück her machte und sich dann erst fertig an zog. "Prinz Mordan kann auch einige Minuten warten, wenn es ihm so wichtig ist.", sagte sie, lächelte die Kammerzofe an, die sie erst überrascht an sah, und dann ein leises Kichern hinter vorgehaltener Hand versteckte.
Natürlich hatte sie sich dann doch beeilt, stand so auch wenig später hinter ihrem Gemahl und verschränkte die Arme vor der Brust. "Der Prinz verlangt nach seiner Prinzessin?", fragte sie, eine spöttisch angehobene Augenbraue unterstrich das Grinsen auf ihren Lippen. "Hm... richitg.", sagte er, und drehte sich zu ihr herum, klopfte den Hals der schwarzen Stute. "Er hat ziemlich lange auf sie warten müssen, obwohl er die Zofe gebeten hatte, ihr zu sagen sie solle sich beeilen."
Er reichte ihr Ireds Zügel, griff selbst nach den des goldfarbenen Ashentais, Brachans Pferd, welches neben der Stute stand. "Ich wollte dir etwas zeigen, hättest du Lust auf einen kleinen Ausflug?"
Ein leichtes Lächeln zierte seine Lippen, er trug weder Kettenhemd noch Rüstung, einfacher Stoff, eine leichte Hose, in Stiefel gestopft, und ein Leinenhemd, dessen Schnüre lose in Höhe der Brust baumelten. "Ein Ausflug?", fragte sie überrascht. "Wohin denn?" "Das ist eine Überraschung."
Wenig später half er ihr auf den Rücken des Ashentais, schwang sich selbst leichfüßig in den Sattel des Wallachs und trieb sein Pferd in einem gemütlichen Schritt voran. "Du weißt das ich Überraschungen eigentlich nicht sonderlich mag?", fragte sie ihn, drehte sich noch einmal im Sattel herum um die Mauern Telmahrs bewundern zu können, ehe die Bäume des Waldes in welchen sie ritten, sie verschluckten. "Ich weiß, und wahrscheinlich genau deswegen ist es eine."
Ihr Fauchen brachte ihn nur zum Lachen, ein Lachen, das selbst sie dazu brachte zu Lächeln, denn noch nie hatte sie ihn so unbeschwert Lachen gehört. "Eine Überraschung also...", murmelte sie und atmete tief die frische Luft des Waldes ein. "Ich hatte mir Turas nie so vorgestellt.", gestand sie und sah zu ihm herüber, fuhr dann auch fort, als sie seine fragend gehobene Augenbraue bemerkte. "Man hat uns erzählt, es wäre kahles, totes Land, mit Steppenfeuern und unbewohnbar. ", meinte sie, klopfte den Hals der Stute, die daraufhin begann fröhlich unter ihr zu tänzeln. "Scheint als wären wir Kjer Monster in den Augen der Nirvard Eltern. Du hattest mir auch mal erzählt man hätte euch gesagt wir hätten Reißzähne, Klauen und Pferde die auf Befehl ihres Herrn töteten.", hörte sie ihn. "Nun ja, das stimmt ja so gesehen auch alles, nur... die Zähne könnt ihr gut verstecken.", fing sie an, denn wenn sie ehrlich zu sich selbst war, fand sie das ganze inzwischen auch sehr attraktiv an ihm. "Und Ired, die Ashentai, sie töten auf Befehl, doch können sie auch treue Begleiter sein, freundlich. Sie hat mir schließlich, sie hat uns das Leben gerettet." "Also, sind wir beide doch nur halb so wild wie die Erzählungen uns beschreiben?" Ein leichtes Lächeln legte sich auf ihre Lippen. "Nunja, wenn man über herrisch, bodenlos arrogant und ungehobelt hinweg schaut, ja, dann ist das alles kaum der Rede wert.", kicherte sie. Das Fauchen seinerseits, ließ diesmal einen deutlichen Blick auf seine Reiszähne zu, nichts was ihr jetzt noch Angst machte, sie wusste das er ihr niemals etwas tun würde, eher würde er sein Leben dafür lassen sie zu beschützen.
Sie wusste nicht wie lange sie nebeneinander her ritten, sich unterhielten, als die Bäume sich langsam lichteten, der Sonne Platz machten und sich in einer Wiese öffneten. "Das ist Terosa, ein kleines Dorf, nicht weit enfernt von Telmahr, wenige Seelen, Bauern, Ziegenhirten, Seidenhändler und vielleicht auch ein Kürschner.", erklärte er ihr, ritt dann voran und deutete ihr ihm zu folgen. Neugierig lenkte sie Ired geschickt durch die Menschen, lächelte den staunenden Bewohnern zu, ehe sie vor einer kleinen Hütte, etwas abseits hielten. "Es ist schön hier, ich könnte mir vorstellen das es hier viele Kräuter gibt die ich bräuchte um deine Wunden zu versorgen.", meinte sie, ließ es zu das er ihr aus dem Sattel half und sah sich neugierig um. "Naisee war nicht sonderlich begeistert davon, wir hatten lange miteinander gesprochen.", begann er, fuhr sich durch das kurze Haar und sah zu ihr herunter. Das erklärte natürlich auch, warum sie gestern abend so lange alleine gewesen war. "Das könnte unsere Hütte sein, Lijanas, wenn du das wolltest. ", sagte er, legte ihr eine Hand auf den Rücken und schob sie sanft vorwärts. "Ich mag die Großstadt nicht, ich werde, sobald ich regieren sollte, insofern ich regieren sollte, die halbe Zeit meines Lebens dort verbingen, aber ich hab mir gedacht, nunja... das wir eben hier leben könnten."
Überrascht drehte sie sich zu ihm herum, sah mit großen Augen zu ihm auf. Eine Hütte? hier? Nur er und sie? "Und wie willst du dann deiner Arbeit nachgehen? Willst du dir Ziegen kaufen?" Ein Schnauben folgte ihrer Frage. "Ich bin erster Heerführer und das werde ich auch bleiben Lijanas, ich hatte mir nur einfach gedacht, nachdem dir unser Gemach im Palast nicht zugesagt hatte, das dies hier unser Zuhause werden könnte."
Vorsichtig fuhr sie mit den Fingern über das Holz der Tür, drückte sie auf und biss sich auf die Unterlippe, als diese mit einem leichten Knirschen nach gab. "Das heißt, ich werde viele Kräuter brauchen um deine Wunden zu versorgen.", murmelte sie, sie ging schließlich davon aus, das er immer wieder zu ihr zurückkehren würde. "Es ist wunderschön! Ich würde es unglaublich schön finden hier mit dir zu sein.", sagte sie und drehte sich lächelnd zu ihm herum. Sie sah es schon vor sich, Mordan mit leicht ergrautem Haar, um ihn herum spielten seine Kindeskinder, ein Traum der wahr werden würde.

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Er hatte in Lijanas Gesicht sehen können, dass ihr der Gedanke hier mit ihm zu Leben mehr als nur deutlich gefiel, etwas das ihn erleichtert durchatmen ließ. "Also denkst du das es eine gute Idee gewesen ist, mit dir hier raus zu kommen und dir alles zu zeigen?", fragte er sie, erwiderte das Lächeln das sie ihm über ihre Schulter hinweg schenkte und folgte ihr in das Innere der kleinen Holzhütte. "Natürlich ist noch viel zu machen, das Dach ist undicht, der Kamin müsste gereinigt werden und neu durchbohrt werden, die Dielen müssten neu verlegt werden, ganz zu schweigen was die Türen in dieser Hütte betrifft.", meinte er nachdenklich und fuhr sich mit der Hand durch die viel zu kurzen Haare an seinem Hinterkopf. "Das wäre mir egal, es wäre einfach unsere Hütte, weißt du? Sie hätte etwas persönliches und das macht es nur noch besser.", sagte sie und fuhr mit den Fingern über das Holz eines Tisches, drehte sich zu ihm und Lächelte begeistert. "Und hinter dem Haus wäre ein kleiner Stall für Ired, und dem hübschen Apfelschimmel.. ich mein, ich werde doch mein eigenes Pferd haben, oder?"
Ein fragender Ausdruck lag in ihren Augen, natürlich nur so lange, bis Mordan ihr mit einem nicken zu verstehen gab, das dieses kleine, ziemlich hässliche graue Ding gerne ihres sein konnte, falls sie dies wollte. "Dann wirst du deiner Mutter beibringen müssen, das du nun nicht länger im Palast wohnen wirst, oder?" Ja, denn genau dieser Herausforderung müsste er sich noch stellen, denn er wusste nicht ob sie so begeistert davon sein würde, für gewöhnlich zogen Prinzen nicht aufs Land, nur war er nicht gewöhnlich. Mordan wollte dies hier, er wollte mit Lijanas sein Leben verbringen, ein Gefühl das dem ersten Heerführer noch immer einen Schauer über den Rücken jagen ließ, denn noch nie hatte er so gefühlt, noch nie bis er auf die Heilerin getroffen war , die sein ganzes Leben auf den Kopf gestellt hatte.


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Natürlich hatte Prinz Ahmeer den Mann bemerkt der ihm immer mal wieder seit Tagen auflauerte, sicherlich ein Spion seines Onkels. Ihm war klar gewesen, das Fürst Rusan nach ihrem letzten Gespräch mehr als nur besorgt war, Angst hatte er würde etwas dummes tun und doch nochmal einen Krieg mit den Kjer heraufbeschwören. Eigentlich war es ja auch genau das was er wollte, zwar keinen Krieg aber den Tod des Kjer und der Heilerin, der Seelenhexe, die ihn vor seinem ganzen Volk bloßgestellt hatte. War Rache denn zu viel verlangt? Einen Mann zu töten der zwar mit ihm verwandt war, aber kein Teil seiner Familie? Ein Monster, das hunderte, tausende Menschenleben auf dem Gewissen hatte? Nein!
Fluchend schritt Prinz Ahmeer aus den Stallungen, zog die Kapuze seines Umhangs über den Kopf und verschwand in kleinen Seitengassen, er kannte Anschara wie seine Westentasche und wusste genau wo und wie man einen lästigen Verfolger abhängen konnte. Die Gasse endete, eine andere fing an und machte eine scharfe Linkskurve, danach öffnete sie sich auf eine vielbewegte Pflasterstraße. Rasch bog er links ab, doch statt auf der Straße weiter zu gehen, verschwand er in der Schenke, ließ hinter sich die Tür zu fallen und lehnte sich neben eines der Fenster. Mit leicht angehobener Augenbraue beobachtete er den Mann in dunklem Gewand der vor der Schenke stehen blieb, sich ein paar mal im Kreis drehte und dann wie erwartet den falschen Weg einschlug. Ein leichtes gehässiges Lächeln zierte seine Lippen, als er sich selbst wieder auf die Straße wagte, in die entgegengesetzte Richtung los lief und sich in die ärmeren Viertel Anscharas wagte, sein Ziel schon vor Augen. Ahmeer hatte von den Kopfgeldjägern Astrachars gehört, ein Pack weniger Wert als ein Hund, Männer die für wenig Geld töteten ohne fragen zu stellen und sich nach getaner Arbeit auch nicht mehr blicken ließen, somit auch keine Spur legten die zu ihm führte.
Mit einem letzten prüfenden Blick vergewisserte er sich seinen Verfolger endlich los geworden zu sein, dann hob er die Hand und klopfte  mit dem Handrücken gegen die abgenutzte Holztür, die sich wenig später mit einem leisen knarzen öffnete um ihm Einlass zu gewähren.
"Willkommmen mein Prinz, wir haben Euch schon erwartet, habt ihr das Silber dabei? Ich hab gehört einen Wolf sollte man immer mit Silber erlegen."


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"Du willst mit ihr aufs Land ziehen, Mordan?" Königin Naisee wusste nicht so recht was sie von dieser Aussage halten sollte, ihren Sohn, den sie nach all den Jahren endlich wieder bekommen hatte wieder ziehen lassen zu müssen. "Hast du dir das auch gut überlegt? Du weißt das es hinter den Mauern Telmahrs sicherer wäre als außerhalb, was willst du machen wenn du wieder dein Heer führen sollst? Lijanas alleine dort draußen lassen?", fragte sie, die Sorge in ihrer Stimme schwang in einem deutlichen Ton mit. "Mutter...", hörte sie nur das Seufzen des schwarzhaarigen, ehe er sich aus seinem Schatten löste, ins Licht trat und behutsam nach ihren Händen griff. "Lijanas kann recht gut auf sich alleine aufpassen, außerdem hatte ich auch nicht vor sie in dieser Zeit dort zu lassen. Wir haben unsere Gemächer hier im Palast, und ich hab auch nicht vor einer Zofe mein Bett zu überlassen. Es war eine Überlegung, und die war es auch wert! Sie war begeistert davon, wir werden nach unserer Hochzeit in diese Hütte ziehen, wir werden sie aufbauen, von Grund auf und es zu unserem Heim machten. Du weißt das Brachan mit seiner Frau nur einen Katzensprung weg wohnt?"
Spöttisch hob sich die Augenbraue des Dunkelhaarigen, ja er zog sie auf, schon immer hatte sie es sich gewünscht ihren Sohn bei sich zu haben, sie hatte es sich vorgestellt wie er wohl heute sein mochte, wie er aussah, wie seine Stimme klang und die Farbe seiner Augen. "Du weißt... wenn du König bist, musst du im Palast leben, Mordan, es führt kein Weg daran vorbei.", sagte sie und legte ihm mütterlich eine Hand an seine stoppelige Wange. "Wenn ich König werde, ja... bis dahin ist aber noch etwas Zeit, du hast also nichts dagegen?" Hoffnung war deutlich zu hören, deutlich in seinen Augen zu sehen, weswegen sie auch nicht anders konnte als leicht zu nicken. "Nein, auch wenn ich dich lieber hier bei mir hätte, ich habe nichts dagegen, unter einer Bedingung.", sagte sie, drehte ihre Hände und drückte sanft die seinen. "Das du deine Mutter auch ab und an besuchen kommst. Wenn ich meinen Sohn schon endlich wieder habe, lebendig, dann möchte ich ihn auch wieder öfter bei mir haben."
Sein Lachen brachte sie selbst dazu leicht zu Lächeln, sie nahm es einfach als ein Ja, sie wünschte sich das Beste für ihn, er hatte lange genug gelitten unter ihrem Mann, unter Jerdt, er hatte es verdient! Jahrelang hatte er geglaubt jemand zu sein der er nicht war, er hatte es verdient! glücklich zu sein.


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Eine Hütte! Mordan hatte wirklich eine Hütte für sie beide ausgesucht, sie würden ein eigenes Heim haben, vielleicht auch eine Familie gründen! Bei dem Gedanken färbten sich ihre Wangen leicht rosa, und ein kleines Lächeln zierte ihre Lippen. Mordan im hohen Gras sitzend und zwei Kinder bei ihm, vielleicht ein kleines Mädchen, mit ihren Haaren und ein junge, wie sein Vater, die dunklen Haare, die sturmgrauen Augen, der seinem Vater auf den Rücken kletterte um ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen. "Prinzessin?", hörte sie, wurde aus den Gedanken gerissen und sah in das amüsierte Gesicht ihrer Zofe. "J - Ja?", fragte sie etwas verdattert nach, räusperte sich und blickte in die zwei fragenden Gesichter des Händlers und der Zofe. Sie war mit ihr auf den Markt gegangen, hatte sich Stoffe und neues Gewand kaufen wollen, eine Bürste für ihre Haare, vielleicht auch eine neue Seife.. und vor allem brauchte sie neues Sattelzeug für ihre Stute, Avari. "Der Händler fragte welches Leder ihr haben wolltet. Er meinte das einer Kuh wäre praktischer und stabiler, für eine Dame würde er aber Reh empfehlen, nicht ganz so strapazierfähig, aber weicher, schöner zu sitzen.", erklärte ihr die Zofe, deutete auf das helle, braune Leder und sah sie fragend an. "Ich denke das wäre auch eine gute Wahl, ich werde damit ja nicht durch den Schlamm oder sonst etwas, sie ist kein Kriegsross, wann hättet ihr Zeit ihn an zu fertigen?", fragte sie den Händler. "Ich könnte einen meiner Sattler bei Euch vorbei schicken, Prinzessin, noch heute, er würde das Pferd ausmessen und sich sofort daran machen Euren Sattel und die Trense zu fertigen. Ich denke er würde dafür einen halben Mondlauf brauchen.", meinte dieser, kratzte sich den Bart und sah zwischen ihr und ihrer Zofe hin und her. "Sehr gut, gebt mir noch ein Lammfell dazu, ich möchte nicht das sie Scheuerstellen bekommt, und schickt nach mir, sollte er fertig sein, ich möchte ihn selbst abholen.", entschied sie, nickte dem Sattler zu und lief langsam weiter.  "Es war sehr großzügig von euch, den Sattler der Stadt zu fragen. Ihr wisst, Ihr hättet auch dem der Königin einen Auftrag geben können?"
Lijanas nickte bedächtig, machte dann aber eine wegwerfende Handbewegung und blieb neben einem Seifenhänder stehen. "Natürlich wusste ich das, nur war er sich seinem Auftrag und seinem Silber schon so sicher. Außerdem finde ich es gut dem Volk Arbeit zu geben, sie brauchen das Geld mehr."
Interessiert griff sie nach einer blauen Seife, roch neugierig an dieser und rümpfte etwas die Nase. "Meeresalgen, mit Salz Prinzessin.", murmelte die alte Frau hinter dem Stand und lächelte sie freundlich an. Sie griff nach einer grünen, reichte ihr diese. "Ich denke diese könnte Euch etwas besser gefallen.", murmelte sie, nickte ihr aufmunternd zu. "Moos, die Blüten einer Akelei und etwas Fruchtfleisch der Teichrose, macht die Haut geschmeidig und riecht sehr angenehm.", sagte sie. Lijanas griff nach der Seife, hob sie an ihre Nase und begann zu Lächeln. "Was bekommt Ihr dafür?"
Etwas mehr Kupfer als verlangt, aber dafür eine wohlig duftende Seife, und eine dankbare Frau. Sie hoffte ihre Haare würden heute danach duften, auch das Mordan der Duft zusagte.
Mit einem leichte Lächeln sah sie ihre Zofe an, nickte ihr zu und machte sich mit ihr auf den Weg zum Seidenhändler. Der letzte Stopp für heute, sie würde heiraten und dafür brauchte sie noch ein ordentliches Gewand, ein Kleid, sie wollte eines das ihre Haare betonte, vielleicht auch etwas ihre Figur, sie wollte an diesem Tag der Mittelpunkt sein, und genau das sagte sie auch dem Schneider.
Nach gefühlten Stunden war sie fertig. Das Kleid war weiß, hing glatt an ihrem Körper herunter. Die Schultern waren frei, dafür aber mit leichten Blumenmustern bestickt,  das bis hinab zu ihren Handgelenken ging. Ein kleines kordelförmiges Band zog sich ihren Rücken hinab, zeigte dort etwas von ihrer Haut, wurde dann um ihre Hüfte gewickelt und baumelte an dieser hinab. Ihre Haare würde sie offen tragen, so, dass sie in schweren Wellen an ihrem Rücken hinab fielen, ein starker Kontrast zu dem hellen Kleid, so wie sie sich das gewünscht hatte. Bequeme, helle Schuhe, passend zu dem cremefarbenen Band waren das letzte das sie heute noch ausgewählt hatte. Es war ein erfolgreicher Tag gewesen, sie war bereit, bereit die Prinzessin der Kjer zu werden.
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