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Der Kuss des Kjer Weiterführung eines großen Fans

von Raven95
Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Het
Ahmeer Haffren Lijanas Mordan Rusan
27.08.2017
13.01.2023
10
35.268
9
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29.08.2017 2.869
 
Noch immer war sie fasziniert von der Schönheit, Größe und Anmut der Ashentai Rösser, selbst nach all der Zeit die sie inzwischen mit ihnen verbracht hatte, erstaunten sie diese Pferde aufs Neue. Sanft kraulte sie Ired unter der dichten, schwarzen Mähne und wurde mit freundlich blickenden Augen dabei beobachtet. Ihre Schuppen flammten im Licht der Sonne rot auf, etwas an das sich die junge Heilerin noch immer gewöhnen musste.
Brachan war heute Morgen zu ihr gekommen, hatte ihr gesagt, dass sie das flammenfarbene Ashentai reiten sollte. Es wäre zu auffällig wenn ein Mann auf ihr sitzen würde, Mordan selbst, würde zu seinem missfallen auf dem kleinen Apfelschimmel reiten, der, der auch damals im Lager der Kjer auf sie beide gewartet hatte. "Komm, ich helfe dir rauf.", sie spürte seine Hand an ihrer Taille, hörte die leisen Worte hinter sich. Seine Stimme klang  rau, sie hörte ihn mühsam Schlucken und als sie sich zu ihm drehte, wurde sie mit einem warmen Lächeln belohnt. Er sah besser aus, seine Lippen waren nicht mehr so rau, die Wangen nicht mehr so eingefallen und sein sturmgraues Auge blickte sie mit erstaunlicher Klarheit an. Er hatte nicht auf sie hören wollen. Als Brachan am Vortag aus dem Zelt verschwunden war um ihm Stiefel, Kettenhemd und Wams zu bringen, war zwischen ihnen ein Streit entbrannt. Sie war wütend auf ihn, alle Argumente die sie angebracht hatte, hatte er nur mit einer wegwerfenden Handbwegung und einem. "Du  kannst mich gesund pflegen sobald wir in Turas angekommen sind! Ich will nicht einen weiteren Tag hier bleiben.", quittiert. Nun stand er hier vor ihr, lächelte Verzeihung heischend und streichelte ihr eine Strähne, welche sich aus ihrem Rosschweif gelöst hatte hinter das Ohr.
"Ich weiß, du würdest mich lieber in einem Bett liegen sehen, glaub mir, ich würde mir auch nichts sehnlicher wünschen, als mich deiner Obhut zu übergeben und mich von dir gesund pflegen zu lassen."
Seine Hand wanderte in ihren Nacken, fand dort die angespannten Muskeln mit einer erschreckenden Genauigkeit, massierte diese bis sie unter seiner Berührung weich wurden. "Mordan..", seufzte sie und legte ihm eine Hand auf den lederumspannten Unterarm, wollte ihn mit einem letzten Versuch zu Besinnung rufen, als sie auch schon seine Lippen auf ihren spürte. Der Kuss war sanft, zart, ganz anders als jener in Cavallin.
"Steig auf, sobald wir eine Rast einlegen, darfst du dich wieder um mich kümmern.", flüsterte er gegen ihre Lippen, ließ ihr keine Sekunde Zeit zu antworten, schwang sie auf Ired und sah mit einem siegessicheren Lächeln zu ihr hinauf. "Du weißt das ein Mann es mag, wenn seine Frau das macht was er möchte."
Mit einem spöttischen Grinsen tätschelte er ihr Bein, wich dem angedeuteten Tritt ihrerseits aus und schüttelte mit einem belustigten Funkeln in den Augen den Kopf. "Ich dachte du wolltest mich gesund pflegen?", fragte er sie. Sie konnte das mühsam unterdrückte Lachen seinerseits deutlich hören.
"Hat dir schonmal jemand gesagt das du bodenlos arrogant bist?", gab sie zuckersüß zurück, nahm die Zügel ihres Ashentai auf und grinste ihn von oben herab an, ja, sie war ihm verfallen und das war auch mehr als nur offensichtlich.

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Der Streit zwischen ihm und Lijanas war ihm nicht aus dem Kopf gegangen. Er war wütend gewesen, die Tatsache das er diesen Karrengaul und nicht sein eigenes Kreigsross reiten sollte hatte alles nur noch verschlimmert. Seufzend sah er in die fragenden Augen des kleinen, dunkelgrauen Tieres, klopfte ihm ein paar mal den Hals, bevor er es an einem Baum fest band. Es war gut gewesen das er vorhin nochmal zu ihr gegangen war, er hatte ihr deutlich angesehen das sie noch immer nicht zufrieden war mit der Situation, aber der Kuss und die leichte Massage hatten ihr dabei geholfen sich zu entspannen. Noch immer schlug ihm sein Herz fest gegen die Rippen, wenn er daran zurück dachte, wie viel Liebe in ihrem Blick gelegen hatte, so bemerkte er nicht einmal, dass sich ein leichtes Lächeln auf seine Lippen stahl. Ein weiteres mal überprüfte er das Sattelzeug, zog den Gurt nach und schwang sich dann, nachdem er die Zügel über den Hals geworfen und sich einen schwarzen Umhangum die Schultern gelegt hatte,  auf den Rücken des Tieres.
Er lenkte den Apfelschimmel neben den Wallach von Brachan, sah mit einer skeptisch gehobenen Augenbraue zu dem älteren Krieger herauf, der nur amüsiert vor sich hin grinste. "Sie kommt recht gut mit Ired zurecht, findest du nicht auch? Sie schafft es aber auch wirklich jeden um ihre hübschen Finger zu wickeln, was Jungchen?", fragte er, wurde dann aber mit einem mal ernst. "Wie fühlst du dich? hast du noch große Schmerzen?"
"Ja, erschreckend wie schnell sie jeden von sich überzeugt, mir geht es gut, mach dir keine Sorgen, ich hab schon schlimmeres überstanden, auch das werde ich überleben.", murmelte er, sah über seine Schulter zurück. Sobald Anschara außer Sichtweite war, nach ihrer ersten Rast, würde er es sicht nicht mehr nehmen lassen, sein eigenes Kriegsross zu reiten. Sein Blick flog über die junge Heilerin vor sich, beobachtete sie dabei wie sie den Hals der Stute täschtelte, sich dann wieder auf setzte und über ihre Schulter zu ihnen zurück sah. Sie würde ihn im Auge behalten, das hatte sie mehr als deutlich klargestellt.
Wie viel Zeit vergangen war, nachdem sie los geritten waren wusste er nicht, doch war er mehr als nur froh darüber, als verkündet wurde, dass sie eine Rast einlegen würden. Erschöpft glitt er von seinem Pferd, führte es mit kurzen Schritten an den Bach, ließ es trinken und band es wie die anderen an einen der Äste. Er spürte den Blick der Heilerin nur zu deutlich in seinem Rücken, dann die Hand auf einer Schulter und ließ zu, dass sie ihn auf ihre Felle in den Schatten zog. Ein Brett mit Brot und Braten, warmen Wein und einem Speisedolch worde vor ihn geschoben, dann hörte er wie sie ihren Arzneikasten öffnete und eine Phiole heraus zog. Ergeben griff er nach dem Wein, trank einen Schluck, bevor er sich etwas von dem Braten ab schnitt und darauf herum kaute, schluckte und erst da bemerkte wie groß sein Hunger eigentlich gewesen war. Brot und Braten waren schnell verspeist, der warme Wein linderte das brennen in seinem Hals und hinterließ eine wohlige Wärme in seinem Inneren, das er eingeschlafen war, bekam er überhaupt nicht mit.

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Schweigend sah sie dem jungen Prinzen dabei zu, wie er Braten, Brot und Wein langsam verzehrte, die Müdigkeit stand ihm deutlich ins Gesicht geschrieben, genauso wie ihr ein Spruch auf der Zunge lag, welchen sie sich aber mehr oder weniger verbiss, seinetwillen. Sie wusste ja das Mordan stur war, sie hätte nicht gedacht das er auch wirklich überhaupt nicht auf sie hörte, rein gar nicht. Schwer Seufzte die junge Heilerin, breitete eines ihrer Felle über ihm aus, bevor sie ihm das weiche Leinen von seinem verletzten Auge zog, das alte, schon krümelig gewordene Wundbalsam behutsam abtupfte und sich sein Auge darunter genauer an sah. Der Schnitt im Lid, war nun fast zur Gänze zusammen gewachsen, und das Auge, früher hatte es rot und wütend darunter hervor geleuchtet, war zu einem leichten rosa herunter geschrumpft, sicherlich hatte er noch immer Schmerzen, sie durften nur inzwischen bei weitem nicht mehr so groß sein wie er sie gewohnt war. Selbst die Pupille hatte sich wieder daran gewöhnt sich bei Helligkeit zusammen zu ziehen. Mordan würde wieder sehen können, dafür sorgte sie schon, nie wieder diese Klappe tragen müssen, nie wieder.
Gerade hatte sie den frischen Balsam auf sein Auge getupft, hatte es wieder frisch verbunden, als jemand hinter ihr ihren Namen rief.

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Königin Naisee stand im Eingang eines kleinen, recht mittig in ihren Reihen liegendem Zelt, lächelte von dort freundlich zu ihr her, sie war es die nach ihr gerufen hatte. Lijanas stand mit einem letzten Blick auf den jungen Mann an ihrer Seite auf, raffte ihr Kleid und stieg durch das knöchelhohe Gras auf die Königin der Kjer zu.  "Mein Kind, kommt herein, ich würde gerne mit euch reden, Brachan hat mir viel von euch erzählt, aber seit wir euch aus Anschara geholt hatten, sind wir nicht wirklich dazu gekommen ein Wort zu wechseln.", meinte sie, ließ hinter ihnen die Decken über den Eingang fallen und sperrte so alle neugierigen Blicke der Krieger aus. "Ihr habt recht, ich muss gestehen das auch all das hier noch recht neu ist für mich, auch was in Anschara passiert ist, mit Prinz Ahmeer, ich war selbst etwas erschrocken von meiner Reaktion, es war meine Heimat, ich werde nie wieder zurück können, wisst ihr?", murmelte sie leise, zupfte an einem losen Faden ihres Kleides herum, zupfte diesen ab, bevor sie sich auf einen Wink der Königin auf einen der Stühle setzte.
"Ihr wart dem Prinzen versprochen, richtig?", fragte die Ältere, goss in einen der Kelche eine tiefrote Flüssigkeit, stellte ihr diesen hin, bevor sie das gleiche mit einem  zweiten machte. "Ja, er hatte mich gefragt, das ist richtig, ich dachte ich würde ihn lieben, aber... ich wusste nicht was liebe ist, bevor ich Mor... Euren Sohn kennen gelernt hatte.", erklärte sie, nahm den Kelch zwischen ihre Finger und trank einen Schluck des süßen, leicht angewärmten Weines, eine wohltat nach dem langen Ritt. Als sie den Blick hob, in das leicht faltige Gesicht, umrundet von grauen Haaren sah, das leichte Lächeln das sich um ihre Lippen spielte, konnte sie nicht anders als auch zu Lächeln, froh darüber in ihren Augen die richtige Entscheidung getroffen zu haben, Mordan zu begleiten.
"Nun... Mordan hat mir erzählt das er euch gebeten hat ihn zu begleiten, seine Gemahlin zu werden...", fing sie an, drehte den Kelch zwischen ihren Fingern, allein das sie sie in diesem Moment nicht an sah, ließ die Nervosität in ihr aufsteigen, war sie etwa nicht zufrieden mit ihr? Weil sie keine Kjer war, sondern eine Nirvard, eine Heilerin? Die dazu noch einer Göttin gedient hatte, welche sie nicht huldigten? "Ich bin froh das er euch gefunden hat, Lijanas, ihr seid ein gutes Mädchen, und Ihr macht ihn glücklich, das sehe ich... Ihr bedeutet ihm wirklich sehr viel.", sagte sie, lächelte sie wieder mit diesem mütterlichen Lächeln an, ein Lächeln das sie nur erwidern konnte. Der Knoten der sich in ihrer Brust gebildet hatte, löste sich, hinterließ lediglich wohlige Wärme, sie war ja so froh darüber, akzeptiert zu werden, von ihr, Brachan, den Kriegern und natürlich von Mordan. Königin Naisee war verrückt, so hieß es, doch in den klaren Augen der alten Frau, den warmen Zügen in ihrem Gesicht und der offenen Körperhaltung die sie stet trug, konnte Lijanas nichts sehen was kein reiner Geist mit sich brachte, sie war nicht verwirrt, ihr Verstand war genauso klar wie der jedes anderen!

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Die Kjer waren abgezogen, gestern schon, und heute waren die Wachen zu ihm gekommen und hatten es ihm gesagt, heute! Sie hatten in Ruhe ihre Zelte abgebaut, alles verstaut und waren gemütlich los geritten, ohne das er davon auch nur ein Wort erfahren hatte. Wütend lief Prinz Ahmeer in seinem Gemach auf und ab. Er hatte mit seinem Onkel gesprochen, er hatte sie verfolgen wollen, wenigstens bis zur Grenze, das er ihnen weiter nachreiten würde, musste niemand erfahren, doch dieser hatte ihm befohlen nichts dergleichen zu tun, die Königin hätte für den Leichnahm des Blutwolfs mit Juwelen und Gold bezahlt, dann hatten sie noch herausgefunden das er der Sohn seines Bruders war und dann hatten sie ihn verbrennen dürfen, als wäre alles was er getan hatte verflogen.
Ahmeer konnte nicht vergessen was in den letzten Tagen passiert war, Lijanas die ihn vor seinem Volk hatte bloß gestellt, die Kjer, die ihn vor seinem Volk bloß gestellt hatten, er konnte das einfach nicht akzeptieren, und wenn er alleine los reiten musste, nachts, er würde es tun! Er würde sich rächen, auch wenn er den Blutwolf dafür nicht mehr bezahlen lassen konnte, die Seelenhexe würde noch merken das man einen Prinzen nicht verhöhnte, nicht ihn... auf gar keinen Fall!

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Die Müdigkeit hing noch schwer an ihm, als er das Auge aufschlug. Lijanas hatte sich neben ihm in einem der Felle zusammen gerollt, hatte es bis zur Nasenspitze hoch gezogen und sich an ihn gekuschelt, um der Wärme die sein Körper ihr spendete näher zu sein. Tau war auf dem feuchten Gras um sie, dichter Nebel waberte über den Boden und die Kälte die der aufkommende Blattfall mit sich brachte lag schwer auf ihnen. Leichte Wolken stiegen aus seiner Kehle auf, als er sich mit einem Seufzen aufsetzte und dem leisen treiben seiner Männer zu sah.  Er hatte gestern Abend natürlich mitbekommen das sie aufgestanden und in dem Zelt seiner Mutter verschwunden war, war selbst aber liegen geblieben und sich der tröstenden Müdigkeit hingeben. Wann sie wieder gekommen war wusste er nicht, er ließ sie schlafen, warf seine Felle über ihres und stand mit fast der selben  raubtierhaften Geschmeidigkeit auf, die er eigentlich besaß.  Leise zog er sich sein Kettenhemd an, darüber den ledernen Wams, schnürte sich sein Kereshtai um die Hüften und schritt auf leisen Sohlen von ihrem Schlafplatz zu seinen Männern. Mordan war noch immer der Meinung das alles zu einfach passiert war, das die Nirvard zu leichtgläubig gewesen waren, er traute dem ganzen nicht, es wäre ihm lieber sie würden sofort wieder weiter reiten. "Brachan!", rief er seinen Legaten, sah zu dem grauhaarigen Mann, der gerade dabei war, zwei junge Soldaten eine Predigt darüber zu halten, wie wichtig es doch war die Schwerter ordentlich zu halten, man sollte sie behandeln wie sein Weib, nicht wie eine Trosshure waren seine Worte gewesen.
"Sag allen sie sollen noch etwas essen und dann zusammen packen, ich werde Lijanas bald wecken, wir sollten so schnell wie möglich aus Astrachar verschwinden, ich bin erst wieder ruhig wenn wir unseren Boden unter den Füßen haben.", murmelte er leise, legte eine Hand  locker auf den Knauf seines Schwertes. Das leichte Nicken mit welchem der Ältere seine Worte quittierte, bestätigte ihn nur in seiner Theorie, denn auch ihm war dies hier nicht ganz geheuer. "Allein das wir noch keiner einzigen Patrouille, keinem Händler begegnet sind finde ich eigenartig.", gab dieser zu bedenken und rieb sich durch den inzwischen fast weißen Bart. "Ich traue dem Prinzen nicht, ich würde meine Hand dafür ins Feuer legen."
Der Prinz, er war rasend gewesen, Mordan hatte es gesehen, er hatte es geträumt, wie er Lijanas gepackt hatte, sie ihm gesagt hatte wer sie war, der Ekel und der Hass in seinen Augen war unübersehbar gewesen. Er hatte ihr gedroht, er hatte ihr gedroht ihr etwas anzutun, allein dies ließ ihn die Hand vor Wut zur Faust ballen. "Kümmere dich darum das es schnell passiert, ich möchte hier weg sein wenn die Sonne aufgeht.", befahl er, machte kehrt und ging mit deutlich energischeren Schritten zurück zu seiner Geliebten. Wenn Brachan recht hatte und Ahmeer wirklich hinter ihnen her war, mussten sie zusehen nach Turas zu kommen, so schnell wie möglich, er wollte Lijanas in größt möglicher Sicherheit wissen wenn es soweit sein sollte, Ahmeer war nicht dumm, und er war wütend, wer wusste schon was dieser Irre sich alles einfallen lassen würde, würde er sie... nein das ließe er nicht zu! Solange er lebte würde niemand an sie heran kommen!
Sanft rüttelte er an ihrer Schulter, ignorierte das protestierende Brummen welches sie von sich gab und legte ihr ein paar der kalten Haferkekse auf die Decken. "Steh auf, es ist Zeit.", sagte er nur und strich ihr sanft eine Strähne ihres  Haares zurück. "Ist es schon soweit?", hörte er das verschlafene Murmeln und begann zu lächeln. "Iss, ich kümmere mich um die Pferde, komm zu mir wenn du fertig bist.", sagte er leise, fuhr sanft mit dem Daumen über ihre Wange und richtete sich auf. "Wir reiten weiter, es wird Zeit das wir nach Hause kommen."

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Gerade als sie die Haferkekse mit etwas kaltem Wasser herunter gegossen hatte, kam Mordan auch schon wieder, in einer Hand den Apfelschimmel, in der anderen hielt er sein Kriegsross. Der Schild, sowie ein kleineres Schwert und eine Axt waren an dem Sattelzeug des Ashentais befestigt, anscheinend würde er es sich nicht nehmen lassen sein eigenes Pferd zu reiten. Sie rollte die Felle zusammen, schob sie in die Taschen an der Seite des Schimmels und sah über den gescheckten Rücken des Pferdes zu Mordan. "Ist etwas passiert?", fragte sie neugierig nach, überprüfte selbstständig das Sattelzeug und schwang sich ohne seine Hilfe auf den Rücken des Tieres. "Ich mein wir, wir hätten doch sicherlich noch etwas Zeit gehabt.", fügte sie an, als er sich neben ihr auf den Rücken seines Pferdes schwang, fühlte sie sich nun doch etwas unwohl. "Nein, Brachan und ich sind nur der selben Meinung. Je schneller wir in Turas sind, desto besser.", sagte er, schenkte ihr ein beschwichtigendes Lächeln. Sie hätte es ihm gerne geglaubt, gerne gelaubt das er sich um nichts sorgte, aber der harte Zug um seinen Mund und die Waffen die Griffbereit in seinem Sattelzeug hingen stimmten sie um.
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