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Knight Rider 2.0 - Digital Age

GeschichteAbenteuer / P12 / Gen
"RC3" Reginald Cornelius III April Curtis Bonnie Barstow Knight Industries 2000 / KI2T Michael Knight Mike Knight / Mike Traceur
24.08.2017
26.04.2018
27
59.667
2
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7 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
29.08.2017 1.883
 
Update 29.08.17: Heute an meinem Geburtstag bekommt ihr sogar wieder was zu lesen.
Und ich würde mich wahnsinnig über Reviews freuen. Wäre ein tolles Geburtstagsgeschenk :-)

*************

Kapitel 2

*****
RC ließ sein schweres Motorrad langsam die Straße hinunter gleiten.
Unter dem Visier seines Helms hervor, die Vorgärten der Gegend analysierend.
Jeden Strauch sich einprägend.
Vielleicht war dies später noch von Vorteil.
Das von Kitt angegebene Haus lag unauffällig an einer Wegkreuzung.
In der Hofeinfahrt, die etwa 10 m von der Straße hinter dem Gehsteig zum Haus führte, stand der alte Familienwagen von Jacks Frau.
Es war einer dieser alten Station Waggons mit Holzlook.
Nichts deutete auf eine Geiselnahme hin.
Der Rasen breitete sich akkurat gestutzt vorm Haus aus.
Eine Reihe Rosen verliefen die Hofeinfahrt bis zur geschlossenen Garage hinaus.
Es lag ein roter Ball auf dem Rasen. Und unter dem Basketballnetz über dem Garagentor, sah RC einen anderen Ball am Rand liegen, und ein Dreirad stand einsam vor der Veranda.
Alles, als wäre es gerade noch genutzt worden, und es dann eilig liegen gelassen worden.
Er umrundete das Viertel um dann außerhalb der Sichtweite der Fenster, verdeckt von einigen Büschen und Bäumen,  stehen zu bleiben.
Das Bike auf den Ständer stellend, und seinen Helm vom Kopf ziehend um ihn sachte auf den Tank vor sich abzulegen.
Motorräder waren schon immer seine Liebe gewesen.
Doch während er früher seine Maschinen vom Schrott geholt hatte, und sie mühselig restauriert und repariert hatte, konnte er sich heute ein aktuelles leisten.
Er hatte eine kleine Sicherheitsfirma unter sich, die gut lief.
Nach dem die Foundation geschlossen wurde, hatte er sich mit Nachtwächter Jobs und anderen kleinen Arbeiten über Wasser gehalten, bis er die Möglichkeit für eine Bodyguard Stelle bekam.
Und das war dann das Sprungbrett für seine eigene Firma gewesen.
Doch für seine alten Freunde machte er gerne auch mal einen kleinen Nebenjob. War die damalige Detektivarbeit auch sehr abwechslungsreich und interessant gewesen.
Sich wieder zurück auf das Haus konzentrierend nahm er eine leichte Bewegung an einem der Fenster wahr.
Die Vorhänge wurden kurz zur Seite gehalten.
Hatten sie ihn gesehen und Verdacht geschöpft?
Doch wenig später fuhr ein schwarzer SUV vor, und zwei Männer in Anzügen betraten die Einfahrt.
Waren das etwa Regierungstypen?
Mit welchen Gegnern hatten sie es hier zu tun? Womöglich saßen die Drahtzieher recht weit oben.
RC setzte seinen Helm wieder auf und tippte den Verbindungsknopf seiner im Helm eingebauten Freisprecheinrichtung an.
Nur wenige Sekunden später hörte er eine männliche Stimme aus den Helmautsprechern.

“Kitt?” fragte er.

“Ja, the one and only.” klang es leicht amüsiert aus dem Äther.

Es war nicht seine  altbekannte Stimme. Die hätte RC selbst nach über 30 Jahren jederzeit wieder erkannt.
Doch sie war der alten nicht unähnlich.

“Also. Nun ja.”
Er musste sich kurz räuspern.
Kitt wartete geduldig.

“Ich kann nicht viel erkennen. Mindestens eine Person ist im Haus. Was würde ich nun für deinen früheren Scanner geben. Und gerade ist ein Fahrzeug der Regierung vorgefahren. Zwei Anzugtypen sind darauf ins Haus. Mir scheint, dass dies hier aus einer höheren Ebene gesteuert wird, wie es bisher den Anschein hatte. Auf keinen Fall sind es feindliche Hacker. Eher aus den eigenen Reihen.” RC klappte das Visier nach unten, als besagte Anzugtypen wieder aus dem Haus traten.

“OK RC. Für die weitere Lagebesprechung, würde ich sie bitten, nun zu Michael zu fahren.”

******
Michael wartete ungeduldig auf die beiden Frauen, die bald eintreffen sollten.
Er schaute gerade zum wiederholten Male zum hinteren Fenster hinaus, als er ein Fahrzeug vorfahren hörte.
Eilig durchschritt er die kleine Wohnung und umrundete die Veranda, um dann verblüfft auf den großen dunklen GMC Van neben seinem BMW zu schauen.
Er war komplett verkleidet. Kein Logo oder Verzierung war darauf zu sehen.
Und aus dem Fahrerhaus stieg keine andere als Bonnie Barstow persönlich.
Als sie ihn erblickte erschien ein strahlendes Lächeln auf ihrem Gesicht.
Genauso erfreut überbrückte er die kurze Distanz mit wenigen Schritten, und nahm die einen Kopf kürzere Frau wie selbstverständlich in seine Arme.

“Wie schön dich mal wieder persönlich zu sehen. Das ist schon viel zu lange her.”
Er lächelte auf sie hinab.

Bonnie war nicht klein. Aber er überragte mit seinen über 1.90m die meisten Menschen.

“Du weisst, ich habe immer viel zu tun.” sie zwinkerte ihm zu.

“Nun als Professorin bei MIT auch kein Wunder. Aber mit was bist du denn da angekommen? Hast du da deine Werkstatt drin?”

Er machte einen Schritt von ihr weg, um dann an die hintere Klappe zu treten.
Als er diese öffnete, sah er erstaunt auf zwei Computer Reihen, ähnlich wie sie die Regierung zum Abhören von Verdächtigen hatte.

“Ist es das, was ich vermute?”
Er drehte sich zu Bonnie um, die ihn mit vor der Brust verschränkten Armen an grinste.

“Oh es ist viel mehr, als du vermutest. Wie du noch erkennen wirst, wenn April hier eintrifft.”

Ein geheimnisvolles Lächeln huschte über ihre Lippen, dass Michael versucht war, schon zu fragen.
Doch in dem Moment bog ein weiteres Fahrzeug um die Ecke im Schlepptau ein Anhänger mit einem verhüllten Gegenstand.
Michael konnte anhand der Umrisse ein schnittiges Gefährt erkennen. Nicht unähnlich eines Sportwagens. Jedoch waren die Ausmaße größer, als dass Kitts alte Karosserie darunter Platz gehabt hätte.
Bonnie lief an dem Chevrolet Suburban vorbei, dem Gespann entgegen, und blieb dann neben der Fahrerseite stehen.
Als diese aufging konnte Michael ein paar lange Hosenbeine erkennen.
Der Rest folgte, und dann glitt sein Blick an seiner anderen ehemaligen Kollegin hinauf.
Sie hatte einen eng anliegenden blauen Hosenanzug mit einer Kurzen Jacke an.
Ihre rotblonden Haare umrahmten, wie in der Vergangenheit, ihr liebliches Gesicht aus dem ihm ein strahlendes Lächeln entgegen schien.
Um ihr Augen waren ein paar Falten hinzugekommen, und ihr Gesicht strahlte jetzt nicht mehr im jugendlichen Glanz sondern der einer gereiften Frau. Doch sie war ebenfalls wie Bonnie noch schön anzusehen.
Er schaute von einer Frau zur anderen. Verglich sie im Stillen.
Bonnie war ebenfalls noch immer schlank. Jedoch hatte sie wie schon früher eher eine weiblichere Figur.
Ihre brünetten Haare trug sie noch immer offen und Schulterlang.
Sie hatte sich für einen legeren Look aus einer braunen Hose und einer hell beigen Bluse entschieden.

“Als mich dein Anruf erreichte, hatte ich schon eine Vorahnung, worum es sich handeln könnte.”

Michael wurde von Bonnies Worten aus seiner Gedankenwelt gerissen.
Sie wechselte ihren Platz neben ihm und April zum Heck des Anhängers, wo sie zwei Schienen herab ließ, die zum Be- und Abladen des Hängers gedacht waren.

“Und nachdem du mich kontaktiert hattest, dachte ich, es wäre von Vorteil unser Studienobjekt mal für Feldzwecke auszuleihen. Es kann als recht vorteilhaft sein, Professorin bei MIT zu sein.”

Mit diesen Worten zog Bonnie die Plane von dem Objekt runter.
Michael konnte nun mit jedem Stück in dem sie das Fahrzeug darunter sichtbar machte, erkennen, dass es sich tatsächlich um einen Sportwagen/Musclecar handelte.
Er war wuchtiger als ein europäischer Sportwagen, aber nicht so wie die aktuellen Modelle von Dodge, Ford und Chevrolet. Am ähnlichsten kam er dem Camaro. Jedoch verlief die Front viel tiefer.

“Das ist ein selbstentworfener Prototyp meiner Studenten in Fahrzeugdesign. Die Technik ist mit dem neuesten Komponenten zusammengestellt. Er ist für autonomes Fahren ausgelegt. Ein Computer steuert das Fahrzeug selbstständig auf Wunsch des Fahrers. Die Eingabe erfolgt ähnlich wie bei einem Navigationssystem. Dabei hat es auch eine Stimmerkennung. Die benötigten Daten bekommt er übers Internet und verschiedenen Sensoren und Kameras an der Karosserie.
Somit hat Kitt uneingeschränkten Zugriff auf das Fahrzeug.
Zu den Forschungs Spezifischen Spielereien habe ich noch ein paar geheime Anwendungen eingebaut. So wie eine Wärme - und Infrarot Kamera.

“Was ist mit dem Turbo Boost und dem Eject Seat?”
Fragte Michael darauf mit fast kindlicher Begeisterung.

“Übertreib es nur mal nicht. Für den Anfang ist das schon mal nicht schlecht.”
April war neben ihm getreten und grinste ihn an.

“Alles mit der Zeit. Sollte es noch benötigt werden. Du bist ja auch nicht mehr der Jüngste. Und sollte Kitt wirklich wieder in den Einsatz gehen, brauchen wir jemand der uns finanziell unterstützt. Fürs erste haben wir hier, was uns MIT freundlicherweise zur Verfügung stellt.”
Antwortete ihm Bonnie vom Fahrersitz des Fahrzeugs.

Sie beugte sich vor, worauf der Motor mit einem tiefen Brummen an sprang.
Eindeutig ein V8. Dachte sich Michael im Stillen.
Wenigstens etwas altbekanntes.
Langsam lies Bonnie das mattschwarze Gefährt die Rampe runter gleiten.

“Wie sieht es mit dem MBS aus?”

Ein letzter Versuch konnte nicht schaden.
April stöhnte neben ihm auf.
Doch Bonnie nahm es ihm nicht übel.

“Die Formel wurde von Knight Industries beschlagnahmt. Ich habe leider keinen Zugriff auf deren Daten.”

Ein bedauernder Ausdruck glitt über ihr Gesucht, während sie die Türe öffnete und nun Michael Platz machen wollte.

“Da kann ich vielleicht etwas dagegen machen.”
Klang es jedoch überraschend aus dem Fahrzeuginneren.

Michael machte einen Satz rückwärts als er den Satz hörte. War er auch schon im Begriff gewesen den Platz mit Bonnie zu tauschen. Nun beugte er sich lediglich in das geöffnete Fenster.
Das Armaturenbrett sah futuristisch aus.
Hatte eine breite Mittelkonsole in deren Mitte ein großer Bildschirm eingelassen war.
Verschiedene Bedienfelder mit Tasten zogen sich darunter bis zum Automatikgetriebe.
Hinter dem Lederlenkrad konnte er groß den Tacho und den Drehzahlmesser sowie eine weitere kleine Infofläche erkennen, die in einer Multicolor Anzeige leuchteten. Ähnlich wie auch in seinem BMW und anderen zeitgenössischen Fahrzeugen.

“Kitt bist du das?”

“Ja Michael. Und ich muss sagen, dieses Fahrzeug behagt mir sehr wohl. Fühle mich sogar noch besser darin, wie im alten. Der hier hat viel mehr Potenzial, und ist Ausbaufähig.”
Antwortete Michael wieder die sanfte Männerstimme, welche ihn so sehr an seinen alten Kumpel erinnerte.
Der neuen Wagen sah anders aus. Aber die Stimme ließ Kitt wirklich und wahrhaftig real erscheinen. Hatte Michael auch  das Gefühl, sein alter Kumpel stände nun wieder bei ihm.
Rein instinktiv strich er über das kühle Metall des Daches.

“Wenn sie also wünschen, dass ich die Formel des Molecular Bonded Shell aus dem Speicher der Knight Industries hole, werde ich mich darum kümmern.”
Bonnie schüttelte den Kopf.

“Danke Kitt. Doch vorerst konzentrieren wir uns erstmal darauf deinen Fall zu lösen. Ich habe mir die verschiedenen Protokolle der Datentransfers vorgenommen. Bisher halten deine Sicherheitsvorkehrungen. Aber Jack scheint von mal zu mal aggressiver vorzugehen.”

“Da haben sie Recht Bonnie. Jedoch besteht sein Ultimatum nur noch zwei Tage. Wir sollten uns also beeilen, seine Familie aus den Händen ihre Peiniger zu befreien.”

Michael richtete seinen Blick, den er nach innen gerichtet hatte, auf die zwei Frauen die ihn nachdenklich und besorgt an schauten.

“Wie weit ist RC von uns noch weg?”
Fragte Michael in das Innere des Fahrzeugs.
Sofort bekam er die erwartete Antwort von Kitt.
Doch kein Synthesizer visualisierte Kitts Stimme.
So gab es keine drei roten Balken mehr über dem Gullwing. Der dort platzierten Voicebox.

“Er ist auf dem Weg, die Zufahrtsstraße zu ihrem Grundstück zu befahren. Voraussichtliche Ankunftszeit 4 Minuten 36 Sekunden.”
Kam es wieder so gewohnt ausführlich von Kitt zurück.

Und fast auf die Sekunde genau bog ein schwarzes Motorrad um die Böschung und bremste neben ihnen ab.
Mit einer einzigen fließenden Bewegung nahm der durchtrainierte Mann in Motorradkleidung seinen Helm ab, und grinste ihnen allen freundlich zu, während er den Helm am Lenker seiner Maschine aufhängte  und dann elegant abstieg.

******

So ich hoffe, es hat euch bis hier her gefallen. ;-)
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