Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Knight Rider 2.0 - Digital Age

GeschichteAbenteuer / P12 / Gen
"RC3" Reginald Cornelius III April Curtis Bonnie Barstow Knight Industries 2000 / KI2T Michael Knight Mike Knight / Mike Traceur
24.08.2017
26.04.2018
27
59.667
2
Alle Kapitel
7 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
27.10.2017 1.892
 
Update 27.10.17

****
Kapitel 13

Nachdem Mike Bonnies Van vom Haken gelassen hatte, und den verblüfften Männer und Frauen aufgetragen hatte zu warten, legte er den Rückwärtsgang ein, und wirbelte den Truck herum.
Das Sicherheitsfahrzeug der Institution hatte schon einen zu großen Vorsprung.
Hatten sie auch viel Zeit mit der Rettung von seines Vater Freunden gebraucht.

„Kitt, wie weit ist es noch bis zum Highway?“

Dort könnte er auf Kitts spezielle Fähigkeiten zurück greifen.
Im Attack Modus erhoffte er sich, das Fahrzeug von Miss Flynn und ihren Verfolgern einholen zu können.

„Ungefähr 5 Minuten.“ Antwortete ihm Kitt darauf.

Mike presste das Gaspedal noch weiter nach unten.
Dieses Mal fuhr er, auf der ihm zugewandten Innenseite.
So störte ihn nicht die Aussicht in den Abgrund, als er um die Felsvorsprünge mit teils halsbrecherischem Tempo herum manövrierte, und sich Geröll unter den Reifen löste und in den Abgrund stürzte.

„Mike.“ Klang auf einmal Kitts Stimme alarmiert aus den Lautsprechern.

Vor ihnen erschien eine Wand.
Eine Gerölllawine versperrte den Weg vor ihnen.
Mike trat auf die Bremse.
Schlitternd kam der Pickup mit wippender Schnauze knapp vor dem Größten der Felsbrocken zum Stehen.
Mike öffnete die Türe und sprang aus der Fahrerkabine herunter, um sich das Hindernis vor sich zu begutachten.

„Verdammt.“

Es gab kein Herum, noch darüber oder darunter.
Sein Blick glitt den Hang hinauf.

„Das sieht mir nicht nach natürlichem Ursprung aus.“

Er schaute zurück zu seinem Partner.

„Da haben sie Recht Mike. Ich kann Schmauchspuren feststellen. Es muss mit etwas ähnlichem, wie einem Raketenwerfer ausgelöst worden sein.“

Er stieg wieder in das Cockpit ein und schloss die Türe hinter sich.

„Ich vermute, zum darüber springen ist zu wenig Platz?“

„Das Problem ist eher, dass ich ohne freie Sicht nicht kalkulieren kann. Und ohne Satellitenunterstützung kann ich nicht hinter das Hindernis schauen.“

„Siehst du eine Möglichkeit das Zeug aus dem Weg zu räumen?“

„Mit meiner üblichen Munition, ist die zu erwartende Wirkung gleich Null. Der Laser würde nur die Form verändern aber nicht frei räumen. Dazu ist der Energieaufwand zu hoch. Als einzige Möglichkeit sehe ich den Einsatz meiner an Bord befindlichen Missiles. Wenn hierbei auch das Risiko hoch ist, dass noch mehr Geröll herunter kommt. Ich müsste eine genaue Analyse berechnen, um das minimalste Risiko zu erreichen. Und selbst dann verbleibt ein Restrisiko von 35%.“

Mike hatte auf Kitts Head-Up Display die verschiedenen Waffensysteme, sowie eine Simulation des Erwähnten beobachtet.
Die Letzte war recht beeindruckend.
Die Sprenggewalt der Missiles beförderten nicht nur die Felsbrocken aus dem Weg.
Es barg noch eine weitere Gefahr.
So verschlungen wie der Pfad war, wäre es sehr wahrscheinlich, dass sie die dahinter liegende Wand trafen, und dann womöglich abgeschnitten, oder sogar verschüttet wurden.
Und zu der Gefahr eine neue Lawine auszulösen, könnte neues Felsgestein aus der alten sich lösen.
Doch sie hatten keine andere Möglichkeit.
Die Uhr tickte.

„Tu es.“ presste er durch seine zusammen gebissenen Zähne hindurch.

Ohne sein Zutun, sprang der Motor unter ihm an, und Kitt rollte einige Meter zurück.
Brachte sich in Position.

Sein Äußeres verwandelte sich leicht als er seine Nanopartikel auf besonders gefährdete Fahrzeugteile konzentrierte.
Er musste seine schon vom letzten Einsatz beschädigte Außenhülle berücksichtigen.
Dann klappten die beiden Raketenwerfer auf dessen Dach aus.
Ein kurzes Zischen erklang, welches kurz darauf von einem Zweiten begleitet wurde.

Vor ihnen krachte es.

Eine riesige schwarzgraue Wolke breitete sich rasend aus.
Steine krachten auf Kitts Windschutzscheibe und Ruß und feinster Steinstaub überzogen die Karosserie des Wagens.
Im gleichen Moment setzte sich Kitt in Bewegung.

Für das menschliche Auge nicht sichtbar, machten es ihm seine technischen Geräte möglich, den Weg durch die undurchdringliche Wolke zu finden.

„Kitt, bist du dir sicher?“ Mike war es doch etwas mulmig bei der Aktion.
War es um ihn herum auch nichts zu sehen.
Kurz darauf konnte er ein dreidimensionales Bild vor sich aufpoppen sehen, dass ähnlich wie ein Infrarotbild die Felsbrocken sichtbar machte.
Nur dass das Bild immer wieder leicht pulsierte, und Wellen über die Landschaft hinweg glitten.
Es war surrealistisch. Wie von einem anderen Planeten anzusehen.

„Ich nutze den Ultrasound Synthesizer, um die Umgebung sichtbar zu machen.“

„Ah, ähnlich wie eine Fledermaus, oder?“

„Positiv Mike.“

Wenig später tauchte Kitt aus der Geröllwolke auf.

„Ab hier übernimm ich wieder.“

Mike griff grimmig nach dem Lenkrad und trat wieder aufs Gaspedal.
Die letzten halbe Meile bis zum Highway in kürzester Zeit zurücklegend.

****
Endlich konnte Mike Gas geben.
Die letzten Meter schlingerte er über den sandigen Weg, dass der Kies nur so hoch gespritzt wurde.
Eine Staubwolke zeigte den Weg, von wo er zuvor gekommen war.
Noch immer schwebte sie in der Luft. Hatte es bei dem Tempo, welches er hingelegt hatte, noch keine Zeit gehabt, sich nur einen Millimeter zu senken.
Vor sich konnte er die vormittägliche Sonne am Horizont erkennen, die schon ihre unbarmherzigen Strahlen auf die Wüste schickte.
Noch eine letzte Kurve und endlich setzten Kitts Reifen auf festem, geteerten Untergrund auf.

„Kitt, Attack Modus.“ Stieß Mike mit einem erleichtertem Seufzen aus.

Wieder änderte sich die Karosserie.
Mikes Sitz senkte sich wie von Geisterhand.
Seine bisherige erhöhte Sitzposition glitt in die bodennahe eines Sportwagens.

Und im nächsten Moment schoss der Wagen nach vorne.
Dabei hatte der Pickup schon ein unglaubliches Tempo an den Tag gelegt, doch nun in Form des umgewandelten Mustangs rasten sie nur so an den anderen Verkehrsteilnehmer vorbei.

„Kannst du Miss Flynn und das andere Fahrzeug schon ausmachen?“ fragte Mike, während er ein Auto nach dem anderen, mal rechts und mal links überholte.

„Nein. Noch sind sie nicht in meinem Ortungsbereich. Jedoch dürfte ihr Abstand sich nun rapide verringern.“

Wütendes Hupen folgte ihm. Jedoch konnte er darauf keine Rücksicht nehmen.

Kitt stellte im weitesten Sinne keine Gefährdung für die Menschen dar.
Notfalls würde der Computer mit seinem schnelleren Reaktionsvermögen eingreifen.

So wie einige Minuten später, als vor Mike ein Kleinwagen ausscherte, um einen LKW zu überholen.
Die äußerste Spur war ebenfalls von einem LKW besetzt.
Ohne groß auf einen Befehl zu warten, spürte Mike, wie Kitt die Kontrolle übernahm, und noch mehr beschleunigte.

„Kitt?“ schrie er nur noch. Doch sein Schrei ging im Tosen des Turbo Boost unter.

Mike wurde in den Sitz gepresst.
Sah im nächsten Moment das Blau des Himmels über sich, und nur einen Bruchteil einer Sekunde später, wurde er nach vorne geschleudert.

Die unsichtbaren Gurte des Spezialfahrzeugs hinderten ihn daran, mit dem Kopf gegen das Lenkrad zu knallen.
An diesen Turbo Boost würde er sich wohl nie gewöhnen.

Er drehte sich im Sitz herum.
Es war niemand zu Schaden gekommen, jedoch hatten die Fahrzeuge hinter ihm, zu bremsen begonnen, und nun staute es sich beginnend von den beiden LKWs und dem Kleinwagen.
War es auch nicht verwunderlich, wenn ein Auto über einem hinweg flog.

Jedoch galt sein Interesse den beiden Fahrzeugen, und so wendete er seine Aufmerksamkeit wieder der Straße zu.

„Wie sieht es aus? Kannst du sie jetzt orten?“ fragte er wieder.
Auf Kitts Windschutzscheibe poppte ein virtueller Straßenverlauf auf, an dessen Ende zwei Punkte die gesuchten Fahrzeuge darstellten.

„Bingo.“ Knurrte Mike zu sich selbst und ergriff wieder das Lenkrad, welches ihm Kitt bereitwillig überlies.

****
Sally schaute verzweifelt wiederholt in ihren Rückspiegel.
Ihre Verfolger verringerten immer mehr ihren Abstand, welchen sie mühevoll und mit riskanten Überholmanöver aufgebaut hatte.
Sie konnte den schwarzen SUV erst 5 Fahrzeuge die Spuren wechseln sehen, dann war er nur noch zwei Autolängen hinter ihr.

Beim nächsten Blick in den Rückspiegel erschrak sie fast zu Tode, als die gesamte Heckscheibe von den monströsen Ausmaßen des Kühlergrills ausgefüllt wurden.
Sie stand ein weiteres Mal auf das Gaspedal, doch der kleine Chrysler holte mittlerweile keinen weiteren Kilometer mehr aus seinem Motorblock heraus.
Im nächsten Moment wurde sie durchgeschüttelt.
Ihr Gurt straffte sich, als sie nach vorne geworfen wurde.
Verängstigt schaute sie immer wieder zwischen der Straße und dem Rückspiegel hin und her.

Als sie wieder nach einem Blick auf die Straße vor ihr, nach hinten schaute, war ihr Rückspiegel leer.
Nur kurz musste sie sich fragen, wo ihre Widersacher abgeblieben waren, da verdunkelte sich die Straße auf ihrer Seite.
Ein großer Schatten schob sich vor, die noch tief stehende Sonne.
Sie schaute zum Seitenfenster und konnte nur die untere Seite einer Türe sehen.
Das Fenster des SUVs befand sich oberhalb ihrer Fensterkante.
Der Lauf eines Maschinengewehrs richtete sich auf sie.
Sie wusste, die Scheibe ihres Wagens würde den Kugeln nicht stand halten können.
Verzweifelt schaute sie sich um.
Als sie wieder hinüberschaute, bewegte sich die Waffe richtungsweisend zu einer Ausfahrt.
Sie sollte die Abfahrt nehmen.
Um diese Aufforderung zu unterstreichen drängte sie der größere Wagen dann auch seitlich darauf zu.

****

Mike kam den beiden Fahrzeugen immer näher.
Es trennten sie nur noch 20 Meter, als der große SUV nach seinen lebensgefährlichen Überholmanöver hinter dem Fahrzeug von Miss Flynn einscherte.

Mike konnte nur gefrustet mitansehen, wie dieser den kleinen Wagen touchierte, und dann kurz darauf zum Überholen ansetzte.

Auf Höhe des Seitenfenster öffnete sich dann dessen Fenster und der Lauf eines Gewehres wurde sichtbar.
Mike beschleunigte Kitt um ein weiteres Mal, um ihren Abstand nun gänzlichst zu verringern, als Miss Flynn von seinen Kontrahenten zur Ausfahrt abgedrängt wurde.
Er riss Kitts Lenkrad auch herum, und raste ihnen hinterher.
Kurz hinter dem SUV bremste er ab.
Die Männer hatten ihr Feuer auf das kleinere Fahrzeug eröffnet, und Sally musste schlingernd am Straßenrand halten, nachdem sie ihr die Reifen zerschossen hatten.
Noch hatten sie ihn nicht bemerkt, denn sie hatten ihre Aufmerksamkeit allein auf die Frau gerichtet.

„Kitt mach ihr Fahrzeug unschädlich. Und, dass der eine nicht auch noch aussteigen kann.“

Mit einem elektronischen Impuls legte Kitt darauf das andere Fahrzeug lahm, und verriegelte dessen Türen.
Jedoch war einer der beiden Männer schon aus dem Geländewagen ausgestiegen und zerrte Sally gerade aus dem Auto.
Er sah, wie ihr Kopf in seine Richtung herum schwang. Hoffnung leuchtete ihn ihren Augen auf, als sie bemerkte, dass er nicht zu ihren Verfolgern gehörte.
Sie hatte ihn zuvor bei ihrer Flucht aus der Wüste schon erkannt.
Ihr Angreifer hatte ihren Blick bemerkt und wirbelte nun selbst herum.
Die Waffe schwang von ihr auf die Windschutzscheibe vor ihm.

„Das würde ich an ihrer Stelle nicht versuchen.“ Lies er sich über Kitts Außenlautsprecher vernehmen.

Der Typ machte kurz ein verständnisloses Gesicht, dann schwang die Waffe zurück auf Sally.

Jedoch war das große Gewehr viel zu unhandlich um eine Person in direkter Nähe zu bedrohen.
Diese riss auch überraschend, den Lauf nach unten, hieb ihrem Peiniger noch eine gehörig in die Magengegend, dass er sich krümmte und spurtete dann auf Mike zu.
Jedoch war diese Richtung nicht die geschickteste Wahl.
Nun geriet sie wieder ins Schussfeld der Waffe.
Er hieb den Gang des Getriebes rein, und driftete in einen Bogen, um die auf ihn zustürmende Frau herum.
Sie mit der Fahrerseite ihn Deckung nehmend.
Gerade rechtzeitig bevor die erste Kugelsalve über Kitts Breitseite hagelte.
Noch in der Drehung öffnete Kitt die Beifahrerseite und Mike lehnte sich mit seinem ausgestreckten Arm der Frau entgegen.

Sie stürzte mehr oder weniger in das ihr Sicherheit versprechende Innere, wo sie Mike den Rest noch herein zog, bevor er sich wieder aufrichtete, und die Türe automatisch hinter ihr zuschlug.

Mit durchdrehenden Reifen rasten sie darauf in die entgegen gesetzte Richtung.
Zurück zu dem Ort, wo er die anderen zurückgelassen hatte.
Im Rückspiegel konnte er noch ihren Verfolger vergeblich an der Türe des Geländewagens rütteln sehen.
Mike grinste leise in sich hinein.

****
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast