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7. Einzbern Puppenkiste

OneshotMystery, Schmerz/Trost / P16
24.08.2017
24.08.2017
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Ok, ok eines vorweg. Auch wenn dies noch zum Spukevent gehört, bezweifle ich, dass sie gruselig ist. Doch sie ist irgendwie unterhaltsam und hat auch einen süßen Moment. Hoffe dass sie euch trotzdem gefällt, auch wenn es wahrscheinlich wenig Grusel geben wird.
Alles klar; Kerze anzünden; Leute hinsetzen; und los.

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‚Hmm. Was….ist passiert‘ Langsam öffnet Charlotte ihre Augen. Obwohl es Nacht ist, findet sie, dass alles blendet. Im nächsten Moment erschrickt sie: „Wo bin ich!?“ schreit sie im Geiste heraus! Sie versucht sich umzudrehen, doch es ist zwecklos; kein Muskel rührt sich. Einzig ihre Augen nehmen ein bisschen was war. Charlotte versucht ihre Atmung zu beruhigen, damit sie in Ruhe herausfinden kann, was passiert ist.

Es begann, als sie nach Fuyuki kam. Sie hörte, dass der Gralskrieg begonnen hat, deshalb wollte sie es selbst sehen. Als zweite Generation einer Magierfamilie zu leben ist bei weitem nicht leicht. Deshalb wollte sie den Gralskrieg erleben oder zumindest einen Kampf sehen. Lord El-Melloi II wollte dies verhindern, doch sie hat sich klamm und heimlich aus dem Staub gemacht.
Vor wenigen Tagen ist sie in Fuyuki angekommen und hat sofort die Spurensuche begonnen. Durch ein spezielles Gen sind ihre Magiekreisläufe in ihren Augen extrem ausgeprägt, weshalb sie auch die kleinsten Fetzen Magie in der Luft wahrnehmen kann. Als Ausgleich muss sie eine Brille tragen, da ihr Hirn ansonsten mit Informationen überflutet wird.
Es vergingen Minuten, Stunden und sogar ein, zwei Tage und doch hat sie nichts gefunden. Enttäuscht setzt sie sich auf eine Bank bei einem Spielplatz; zuvor kaufte sie sich noch ein Bento in der Kneipe Koppenhagen.
Während sie die Mahlzeit genoss bemerkte sie ein Mädchen, welches ausgelassen um die Gerätschaften hüpfte. Die Kleine hatte durchaus Charme; weiße Haare, violette Kleidung. Sie war schon sehr niedlich. Sie folgte dem Mädchen mit den Augen, bis sie verschwand. Trotz ihrer Neugierde beschloss Charlotte zuerst ihr Bento zu essen.
Sie drehte sich nur kurz zur Seit um die Box wegzuwerfen, da stand das Mädchen vor ihr! Voller Schreck fährt sie zurück! „Oh. Hab ich dich erschreckt? Entschuldige Schwesterchen.“ Schwesterchen? Naja wenn sie so will. Verwirrt blickt die Kleine sie an: „Was machst du hier Schwesterchen?“ Es konnte ja nicht schaden ein bisschen was zu verraten: „Ich bin hier auf der Suche nach etwas. Hab’s aber nicht gefunden.“ Daraufhin kommt das Mädchen etwas näher an sie heran: „Willst du dann mit mir spielen?“ Ist das ihr ernst? Entweder ist sie sehr mutig oder die unbekümmertste Seele die sie je getroffen hat. Sie macht auf Charlotte einen zu freundlichen Eindruck; dem kann sie nicht wiederstehen: „Ok. Ich hab noch etwas Zeit. Spielen wir.“
Voller Freude springt die Kleine auf und klettert Charlotte auf den Schoß: „Wirklich du spielst mit mir! Ok, dann spielen wir.“ Sie kommt mit ihrem Gesicht immer näher. Charlotte erkennt ihre roten Augen; ungewöhnlich fast wie bei….bei! Weiter kam sie nicht mehr mit ihren Gedanken, denn ihr Verstand vernebelte sich und sie verlor das Bewusstsein!

„Wie lange ist das jetzt her?“ So viele Gedanken, so viele Fragen und keine Antwort. Ihre Augen wandern nach unten und entdecken eine unangenehme Wahrheit; SIE IST ZU EINEM STOFFTIER GEWORDEN!!!!! Wie? Wieso? Warum?
Plötzlich hört sie eine Tür aufgehen. Es ist wieder das Mädchen vom Park; diesmal hat sie ein Nachthemd an und schleicht durch das Zimmer. Ein schwarzer Vogel, vielleicht eine Krähe oder ein Rabe folgt ihr. Sie konzentriert sich um zu hören, was sie vor hat oder ob sie etwas sagt. Und tatsächlich sagt sie etwas: „Beeil dich und hilf mir suchen. Wir müssen es finden, bevor mein großes Brüderchen aufwacht. Aber sei leise.“ Auch wenn Charlotte nicht sehen kann, was hinter ihrem Rücken vor sich geht, so kann sie die Plüschtiere heranfliegen sehen! Wie viele hat sie denn? Dass sind mehr als sie selbst besitzt!
Auf einmal flattert der Vogel vor ihren Augen und landet vor ihr. Er sieht sie eindringlich an; in ihrem Kopf kam dann ein Gedanke: „Ein Familiar!“ In dem Moment krächtzt er kurz und das Mädchen eilt herbei. „Gut gemacht. Schnell zurück mit dir und sei ruhig.“ Der Vogel tut wie ihm geheißen.
„Man. Du bist ganz schön laut. So weckst du mein großes Brüderchen auf. Er hat lange und hart gekämpft und will schlafen also lass ihn.“ Gekämpft? Der Gralskrieg! Sie hat also einen Teilnehmer getroffen oder zumindest einen Anhänger von ihm! Innerlich freut sie sich, doch im nächsten Moment kommt die Angst zurück, denn das Mädchen blickt finster drein! „Ich hab doch gesagt du sollst leise sein. Du bist nicht brav also muss ich dich bestrafen.“ Von einem Moment auf den anderen verdreht das Mädchen sämtliche Gelenke des Stofftieres und lässt mich innerlich schreien!
„So ungezogen! Nun leider hab ich keine Zeit also wirst du fliegen lernen.“ Ihre kurze Verwirrung legt Charlotte schnell wieder ab, als sie bemerkt, dass sie zum Fenster geht. Auch wenn es niemand hört, bettelt sie um hilfe!
„ILLYA!!!“ Das Mädchen zuckt plötzlich zusammen und sieht etwas eingeschüchtert zur Tür. Dort steht ein Mann. Er ist mindestens dreimal so groß wie sie, wobei es schwer einzuschätzen ist als kleines Stofftier. „Ich hab dir gesagt, dass du diesen Blödsinn lassen sollst!“ „Ich wollte es ja beheben!“ „Das ist ein Mensch und kein Spielzeug.“ Er riss mich aus ihren Händen. Und hält mich vor sein Gesicht. Einige weiße Haarsträhnen hängen ihm ins Gesicht: „Sorry aber das wird etwas Wehtun.“ Mit einem Ruck verdreht er mich vollends und lässt zeitgleich Magie einfließen! Um Charlotte wird wieder alles Schwarz.
Im nächsten Moment erwacht sie wieder; in einem Hotel in der Stadt. Zuerst denkt sie es sei ein Traum gewesen, doch als sie aufstehen will, brennen sich Bilder in ihren Kopf, wie sie mehrfach von Lanzen und Speeren durchbohrt wird! Die Szenerie ist ihr so makaber, dass sie sofort zur Toilette rennt und sich übergibt! Sie hat genug erlebt! Keine Selbstmordkommandos mehr; sie nimmt den nächsten Flieger nach London zurück!


Im Schloss gibt es eine kurze Auseinandersetzung. „Mensch großes Brüderchen! Warum hast du das gemacht?“ „Weil es falsch ist Menschen so zu behandeln.“ „Sie war eine Magierin.“ „Dann gilt dies umso mehr.“ Bockig wie immer mault sie ihn an, während sie in sein Bett klettert: „Wie hat so jemand mir Berserker wegnehmen können? Du bist schwach.“ Ihm überkommt ein leichtes lächeln: „Vielleicht. Trotzdem gehört dein Servant nun mir. Was heißt ich bin stärker als du.“ Mit einem ‚Hmpf‘ dreht sie sich zur Seite. Auch als er sich und sie zudeckt, bleibt sie stur. „Ich ersetzt dir deinen Stofffreund. Doch als Antwort bekommt er nur ein: „Idiot.“
Trotz ihres Temperamentes und ihrer kalten Art ist sie ein sehr gebrochenes Wesen. Erich wird dies von Tag zu Tag mehr bewusst. Auch jetzt, da sie noch immer beleidigt ist, klammert sie sich wieder an ihn und er glaubt sogar Tränen zu erkennen. Er streicht ihr über den Kopf und fragt sich ob der Kampf den er führt, es weiterhin wert ist?

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So das war meine Geschichte. Hoffe sie hat euch gefallen.
Wie gesagt nicht das gruseligste was ich habe; mir geht der Saft aus.
Dennoch hoffe es hat euch gefallen. Dann lösch ich mal wieder die Kerze.

Bis denne
Aeric
 
 
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