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Dunkle Zukunft

von Dead Man
GeschichteMystery, Fantasy / P16 / MaleSlash
OC (Own Character)
23.08.2017
25.03.2018
2
1.796
 
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23.08.2017 1.324
 
Vorwort

Ich bin Live - Rolllenspieler im Fantasy Genre und möchte die Geschichte meines Spieler - Charakters, welchen ich nun schon über 4 Jahre spiele, hier niederschreiben. Später folgende Geschichten, die ich vorhabe zu schreiben, sind also wirklich auf Veranstaltungen und Treffen (CONs) geschehen. Diese Erzählung dient nur als Vorgeschichte meines Charakters und ist frei erfunden, basiert aber zum größten Teil auf seiner Hintergrundgeschichte.
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Die Gläser klirren und das Besteck scheppert. Krüge geben beim Anstoßen einen dumpfen Ton von sich. Korken verlassen mit einem lauten Plop - Geräusch die Flaschen. Verschüttete Flüssigkeiten tropfen auf Tische und Stühle. Das laute Lachen und das wilde Grölen der feiernden Leute. Der Lärm einer guten Tarverne ist Gondo durchaus bekannt, aber er nahm das alles in diesen Moment nicht war. Er sitzt nur die ganze Zeit auf seinem Stuhl und starrt aus dem Fenster.  Er starrt hinaus in die Dunkelheit, hinaus in die schwarze Nacht und obwohl seine Augen sich nicht bewegen, sucht sein Bick nach etwas. Was ist da draußen? Diese Worte gehen ihm immer wieder durch den Kopf.  Gondo erwartet nicht das er ein Zeichen oder etwas ähnliches aus dem Dunklen der Nacht heraus bekommen wird, aber er weiß das dort draußen etwas ist und das es sich bewegt. Doch da ist nichts. Nicht das Geringste. Er kann einfach nichts erkennen und genau das bereitet ihm Angst.
,,Hey Galmar, was ist denn mit dir los?" Eine Hand schlägt Gondo freundschaftlich auf die Schulter und reißt ihn somit schlagartig und viel zu plötzlich aus seinen Gedanken. Er zuckt etwas zusammen und dreht sich dann um  ,,Was?" ,,Ich sagte, was ist denn mit dir los?" , erwiderte Tarrek nochmal. Er war schon stark angetrunken und lallte deutlich hörbar. Tarrek verträgt nicht besonders viel und hat eine schwäche für Metbrand, welchen es in dieser Taverne in rauen Mengen und zu einem guten Preis gibt. Der etwas untersätzte Alchemist hat seine Hand immer noch auf Gondos Schulter, seine andere Hand hält den Krug mit Metbrand schwankend in die Luft, während er ein bisschen auf seinem Stuhl hin und her wackelt. ,,Hattest du für heute nicht schon genug Tarrek?" , meldet sich Gondo endlich zu Wort. Er weiß das sein Freund und Kollege aus der Akademie nicht einschätzen kann, wann er zu betrunken ist und wann es Zeit ist aufzuhören. ,,Du hast meine Frage nicht beantwortet." Tarrek grinst ihn schelmisch an und seine Augen schielen etwas an Gondos vobei. Er ist wirklich kein schöner Anblick und schon gar nicht in dieser Verfassung. Genau dieser Anblick lässt Gondo sich wieder fragen, warum er sich eigentlich mit diesem kleinen dicken Trottel abgibt. Tarrek ist auch ein Gelehrter der Akademie und leistet seinen Teil bei, aber sein Verhalten ist mehr als nervig. Er ist einer dieser Menschen, welche ständig andere Leute mit ihrer guten Laune und ihren schlechten Sprüchen und Witzen nerven müssen. Optisch machte Tarrek auch nicht besonders viel her, er ist vielleicht gerade einmal 1,70m groß, was für einen Mann keine stadtliche Größe ist, hat kaum mehr Haare auf seinen Kopf, nur noch ein paar lichte Büschel von blonden kraftlosen Haaren bedeckt sein Haupt, was für ein Mann mitte 30 doch schon recht bitter ist und er hat für seinen kleinen Körperbau mindestens 10 Kilo zuviel auf den Rippen. Sein Gesicht präsentiert einige Pickel und lauter Unebenheiten. Das alles widert Gondo an und er schiebt Tarreks Hand schnell von seiner Schulter. ,,Nichts ist los. Geh jetzt nach Hause Tarrek, du hast schon wieder zu viel getrunken. Mach dich nicht noch mehr zum Narren, als du es jetzt schon bist." ,,Ach komm schon", Tarrek schlägt ihm wieder auf die Schulter, ,,warum bist du den so ernst in letzter Zeit?" Wie immer reagiert er mit einem dämlichen Grinsen und mit seiner flapsigen Art auf Gondos ernst gemeinte Aussage. Er ist genau das alles, was Gondo nicht ist. ,,Du hast ja kaum dein Krug angerührt. Trink doch noch was, dann bist du nicht ganz so genervt." ,,Nein, ich will nichts mehr." Gondos Miene verfinstert sich zunehmend und sein Blick wird ernster. Genau in diesem Moment kommt die Tarvernen - Prostituierte an den Tisch der beiden Gelehrten vorbei. Tarrek dreht sich schnell zu ihr um und versucht ein charmantes Lächeln aufzusetzen, was bei ihm aber eher wie ein hirnloses Schmunzeln aussieht. Das leichte Mädchen schenkte dem besoffenen Alchemisten keine Aufmerksamkeit. Zum Glück ist sie auf Leute wie ihn nicht angewiesen und kann sich ihre Kundschaft selber aussuchen. Bei Gondos Stuhl bleibt sie jedoch stehen und sieht sich den wieder in Gedanken versunkenen jungen Mann mit ernsten Blick, welcher nicht einmal ihre Anwesenheit bemerkt hat, genau an. Ihr gefällt was sie sieht: 1,86m groß, blond - braune mittellange kraftvolle Haare, welche nach hinten gelegt sind, ein ebenmäßiges Gesicht, welches von einem schwachen Drei - Tage - Bart geziert wird und eine sehr schlanke aber trotzdem leicht athletische Figur. Die recht einfache schwarze Gelehrten - Uniform, welche Tarrek auch trägt, sieht an ihm besonders schnittig aus. Er wiegt vielleicht zwischen 75 und 80 Kilo, schätzte die Frau ungefähr ab. Gondo bemerkt inzwischen ihre Anwesenheit und blickt zu ihr hoch. ,,Nicht schlecht" , dachte er sich. Sie ist schlank, hat langes schwarzes Haar, glatte dunklere Haut, ein schönes Gesicht und einen anschaulichen Vorbau. Auch die Rundungen stimmen genau, ihre Taillie ist dünn und ihr Po ein wenig ausladend. Ein schlichtes grünes Kleid schmückte ihren Körper. ,,Oder brauchst du endlich mal wieder eine Frau?" Tarrek hatte sich zu ihm rüber gebeugt und brach die Stille. Mit diesem ewigen dummen Grinsen im Gesicht wollte man ihn auch einfach nur ignorieren. Weder Gondo noch die Prostituirte beachten seine Frage. Beide betrachten weiterhin den Körper des jeweils anderen, bis sich irgendwann ihre Augen finden. ,,Na Süßer, hast du Lust auf etwas Spaß?" die Frau fährt mit ihrer Hand sanft an Gondos Arm entlang, bleibt bei seiner Schulter stehen und knetet dort leicht den Stoff seiner Uniform. Dazu schenkt sie Gondo ein verführerisches Lächeln und ein kurzes, aber eindeutiges Augenzwinkern. Der junge Gelehrte genießt diese Geste und ihre Berührung für einen kurzen Augenblick, bevor er dann ihre Hand grob wegstöß ,,Kein Interesse, verschwinde !" Sichtbar erstaunt und etwas perplex von seiner Reaktion, bleibt das Tarvernen - Mädchen kurz stehen, fasst sich dann wieder und verlässt empört ihren Tisch. ,,Was sollte das denn?" Tarrek sieht ihn verwundert an. So sehr Gondo die Berührung des Mädchens gefiel, genauso sehr stößt sie ihn in diesem Moment, auf eine merkwürdige Art, die er selber nicht wirklich verstand, ab. Er hatte dafür jetzt überhaupt keine Zeit und auch sein Kopf ist ganz woanders. Er muss jetzt los.
,,Ich gehe jetzt, trink nicht mehr so viel und mach keinen Schwachsinn." Gondo erhebt sich von seinem Stuhl und verlässt den Tisch. ,,Was? Nein, du kannst doch noch nicht gehen." , Tarrek will sich ebenfalls erheben um Gondo festzuhalten und zurück zu holen, reagiert aber viel zu spät und als er aufgestanden ist, hatte Gondo schon mehrere Schritte hinter sich gebracht. Er steuert auf die große Eingangstür zu, vorbei an den anderen Tischen, an welchen sich die Leute weiterhin betrinken und an jeder anderen Vergnügung, die man in einer Tarverne bekommen kann, teilhaben. Alkohol, Glückspiel und Frauen. Viele weitere Gelehrte von der Akademie sind auch hier. Gondo kann beim vorbei gehen einige von ihnen erkennen, es waren ein paar Kräuterkundige, mehrere Heiler, einzelne Kleriker und der ein oder andere weitere Alchemist ist auch mit dabei. Ansonsten bestand die Kundschaft aus dem üblichen Haufen, Stadwachen, Handwerker, Händler und sonstigen einfachen Leuten. Gondo erreicht die Tür, er nimmt noch einmal den Lärm und das Geflüster der Tarverne war, das Lachen und Grölen der Leute, der Klang von vielen verschiedenen Gegenständen und Tarrek, welcher versucht ihm etwas zu folgen, damit er Gondo wieder an den Tisch holen kann. Jedoch bewegt er sich durch den vielen Metbrand so langsam und unbeholfen, das Gondo schon die Schwelle überschreiten kann und die Tür hinter ihm ins Schloss fällt.
Stille. Gondo atmet durch.
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