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Auch in Trakt 5...nur Deppen!

GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Mitsuba Kiji Samon Gokuu Yozakura Kenshirou
22.08.2017
28.08.2017
4
8.033
1
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
22.08.2017 2.333
 
Hallo :D Die Serie Nanbaka hat mich infiziert xD und obwohl ich ihn am Anfang irgendwie doof und nervend fand, ist Samon mittlerweile mein Lieblings Charakter der Serie.
Die Geschichte hier wird keine feste Story haben, es ist einfach nur ein Geschreibe aus Spaß.
Die Verhältnisse zwischen den Charakteren sind etwas OOC.
Es wird hier KEINE Shonen-Ai oder irgendwelche Inzest Pairings geben. Romanze wird sehr wahrscheinlich sowieso kaum auftauchen.

Ich würde mich gerne an die Story vom Manga halten, das ist aber nicht leicht weil es ja nur sehr wenige Kapitel übersetzt gibt. Die Bilder schaue ich mir immer auf der Comico App an, aber da ist alles Japanisch, deswegen kann ich im Moment nur vermuten was da abgeht (und kann am Tag immer nur ein Kapitel "lesen")
Also wird hier einiges falsch sein und ich interpretiere da eher meine Gedanken. Also, evtl. Spoiler Warnung, aber ohne Gewähr dass es auch wirklich Spoiler sind ;)
Das Rating ist zur Sicherheit, wegen Kraftausdrücken, evtl. ärgeren Gesprächsthemen und Handlungen.

Naja ich wünsche euch erst mal viel Spaß dabei :D lasst mir doch eure Gedanken und Anregungen zur Geschichte da wenn ihr wollt. Das würde mich sehr freuen.

PS: So wie ich das hier sehe scheint Samon in der deutschen Fan Gemeinde ja ziemlich beliebt zu sein xD hätte ich nicht gedacht.




Kapitel 1: Machtkämpfe der Sinnlosigkeit

Wir kennen alle den chaotischen Alltag, der sich immer im berühmt berüchtigten Trakt 13 abspielt. Es wird Zeit das Augenmerk auch einmal auf den Alltag anderer Trakte zu legen. Sehr interessant dabei? Trakt 5.
Durch das Chinesische Design wirkte dieser Trakt schon immer sehr luxuriös und durch den Ehemaligen Chefwärter Enki Gokuu, hielten sich auch weiterhin hartnäckig die Gerüchte, dass es hier sehr streng zuging.
Dem war allerdings nicht mehr so. Wo Enki darauf setzte, den Insassen den Respekt einzuprügeln, ging sein kleiner Bruder und neuer Chefwärter Samon, den friedlicheren Weg. Er ging mit vermeintlichen Kleinigkeiten, die für die Insassen aber viel mehr als das waren, auf sie zu. Er erarbeitete sich ihr Vertrauen und half ihnen wieder auf die Beine um ein normales Leben außerhalb von Nanba anfangen zu können.
Im Gegensatz zu vielen seiner Arbeitskollegen, wurde Samon von den Sträflingen respektiert und geschätzt.
Aber trotz der ganzen Strenge und der schlimmen Vergangenheit dieses Teiles von Nanba, verlief der Alltag in Trakt fünf nicht weniger Chaotisch als der in Trakt dreizehn. Ausgenommen von ständig ausbrechenden Insassen.
Trotzdem, nicht selten fühlte Samon sich eher wie ein Kindergärtner und das galt auch im Bezug auf seine Wärter Kollegen.
An erster Stelle stand da sein längster Mitarbeiter, der faule Inori. Von zu spät kommen über Arbeitsverweigerung bis hin zu spielen während der Arbeit war alles dabei. Und Samon musste ihm ständig hinterher sein. Fast als wäre Inori der schlimmste Insasse in diesem Trakt.
Die beiden kannten sich schon Ewigkeiten. Eigentlich war Inori damals ein guter Freund von Enki gewesen. Er hatte diesem erst kürzlich ja auch zum Ausbruch verholfen.
Früher hatte Samon ihn immer benutzt und sich auf seine Schultern gesetzt um sich durch den Trakt tragen zu lassen. Der Chefwärter war kleiner als so ziemlich alle seine Kollegen und dementsprechend gab es ihm ein gutes Gefühl mit anderen auf Augenhöhe, beziehungsweise sogar noch höher als sie zu „stehen“.
Mit Enkis Verrat hatte sich aber auch diese Eigenheit erledigt. Und nach Inoris kürzlichem Verrat musste wieder einiges in ihrer zwischenmenschlichen Beziehung aufgearbeitet werden.
Enki saß wieder hinter Gittern, sicher verschlossen. Da Inori irgendwann noch während dem Verrat Einsicht gezeigt hatte, hatte Samon sich dafür eingesetzt, dass er seinen Job weiter durchführen durfte. Gleiches galt für den „Neuen“, Houzuki.
Das erleichterte auch den Wiedereinstieg in den Gefängnis Alltag.
Ja...Alltag...

„Gib mir das!“
„Nein!“
„Ich...beiße dir...gleich die Hände ab!“
„Vergiss es!“
Kamen Rufe aus dem Pausenraum. Man hörte die Stimmen von Samon und Kiji durch den ganzen Gang.
„Was ist denn hier schon wieder los?“, fragte Kenshirou, als er die Tür zum Pausenraum öffnete. Er sah wie Samon und Kiji sich hartnäckig an etwas klammerten und darum stritten, doch er konnte nicht erkennen was es war.
„Lass jetzt los!“, schrie der Chefwärter von Trakt drei.
„Das gehört mir!“
Verzweifelt klammerte Samon sich an den dubiosen Gegenstand und versuchte Kijis Griff zu lockern und durch alles mögliche ziehen und zerren die Oberhand zu gewinnen.
„Okay! Okay! Ich gebe dir noch welche! Aber die restlichen gibt es erst wann anders. Deal?“, schlug Kiji schließlich vor.
Samon nickte, ließ aber nur misstrauisch und langsam ab, immer bereit schnell zu reagieren, falls sein Arbeitskollege sein Versprechen nicht einhalten würde.
Zum Vorschein kamen zwei angebrochene, zerknüllte Rollen Mentos. Die eine schon fast leer, die andere noch ziemlich voll.
Kiji drückte dem jüngeren die weniger gefüllte Rolle in die Hand.
„Und iss nicht wieder alle auf einmal!“
„Sag mir nicht was ich zu tun habe!“, keifte Samon und zog sich mit einem wütenden Blick auf seinen Platz zurück. Wie so oft saß er auf einem der bunten Sofas, Papierkram lag vor ihm auf dem Tisch.
„Was war das schon wieder?“, fragte Kenshirou seufzend.
„Ach! Er hat mal wieder den Mentos Vorrat entdeckt und frisst das ganze Zeug ohne Kontrolle in sich rein! Du kennst ihn ja. Später meckert er wieder wenn er Bauchschmerzen hat.“
„Wie immer...aber weißt du, da bist du selbst mit dran Schuld. Du trägst ihm das ja alles noch schön an den Arsch!“
Tatsächlich, und unter anderem deswegen hatte Kiji auch den Nicknamen „Nanba-Mutti“ bekommen, stimmte diese Anschuldigung.
Der Chefwärter von Trakt 3 war schon immer sehr fürsorglich gewesen. In Samons Fall hatte sich das aber ein bisschen mehr ausgeprägt. Erstens, weil der hitzköpfige Chefwärter sich nicht selten wie ein kleines Kind benahm und zweitens, weil er ziemlich alleine da stand seit Enki Nanba verraten hatte.
Hartnäckig hielten sich viele noch in dem Glauben, dass er in die Fußspuren seines großen Bruders treten würde. Immerhin hatte er ihm schon sein ganzes Leben lang hinterher geeifert.
Daran, dass er ein Individuum war, und durchaus seine eigenen Gedanken und Verständnisse für 'Recht' besaß, dachte anscheinend niemand.
Und so waren es schlussendlich Kenshirou und vor allem Kiji, die sich auf Samons Seite geschlagen und trotz aller internen Rivalitäten eine gewisse Freundschaft mit ihm aufgebaut hatten.

Mit den fertig ausgefüllten Berichten gesellte sich Samon wieder zu den beiden.
„Hast du jetzt alle schon leer gefressen?!“, fauchte Kiji direkt.
„Nein!“, konterte Samon. „Das ist das Päckchen was du mir eben gegeben hast!“
„Gut. Du musst dir mal angewöhnen was richtiges zu essen.“
„Ja, ja, Mama.“, sagte Samon gleichgültig und zog an Kiji und Kenshirou vorbei. Immerhin musste er den ganzen Papierkram jetzt auch abgeben gehen.

Als das erledigt war, musste der Chefwärter wieder in seinen Trakt und seiner normalen Arbeit weiter nach gehen. Inori bei der Wache ablösen. Der einzige Grund, wieso Samon seine Pausen mit Papierkram verbringen musste war, weil Inori es einfach nicht schaffte diese Dinge ordentlich und zuverlässig abzugeben.
Und auch diesmal überraschte es ihn nicht, seinen faulen Arbeitskollegen schlafend auf einer Bank im Pausenraum vorzufinden.
„Inori! Wach auf du fauler Hund!!!“, schrie er verärgert, griff nach dem erst besten Gegenstand den er finden konnte, eine fast leere Küchenrolle, und warf diese direkt auf Inoris Kopf.
Dieser schreckte aus seinem Schlaf hoch.
„Hey! Was soll das schon wieder?!“
„Du bist zum Arbeiten hier, und nicht zum Schlafen!“
Prompt kam die Küchenrolle zurück geflogen, aber Samon konnte ausweichen.
„Trotzdem musst du mich nicht immer mit Sachen bewerfen.“, nörgelte Inori.
„Ich kann dich auch gerne jedes Mal wach prügeln wenn dir das lieber ist!“ Der Chefwärter nahm die Küchenrolle wieder auf und stürzte sich auf seinen Arbeitskollegen.
„Das ist unfair! Warum wirst du immer gleich so aggressiv?!“ Der Vize Chefwärter sprang auf und eilte zum nächsten Küchenschrank um sich selbst mit einer Küchenrolle zu bewaffnen.
„Schlag mich noch einmal und du bekommst das hier zu fressen!“, drohte er seinem Chef. Samon sah ihn unbeeindruckt an. Er wusste, dass Inori oft die Reflexe einer toten Katze hatte, besonders wenn man ihn beim Schlafen gestört hatte. Mit einer schnellen Bewegung entwaffnete er seinen Kollegen und schlug dann erst recht wieder auf ihn ein.
„Bah! Das ist so unfair! Es steht nirgends in den Regeln, dass du mir das einfach abnehmen darfst!“
„Es gibt diesbezüglich keine Regeln in denen irgend etwas steht, du Trottel!“
„Gib mir das zurück!“ Schnell griff Inori nach einer der Küchenrollen, doch Samon hielt sie immernoch fest im Griff.
„Jetzt hab ich dich.“, freute sich Inori, versuchte seinem Vorgesetzten den Arm zu verdrehen, nahm ihn sogar auf den Rücken und zog wie ein Irrer an der Rolle. Bis Samon sich ohne größere Mühe wieder befreien konnte.
Entsetzt, und stark schnaufend sah Inori ihn an.
„Jetzt fange ich wegen diesem Unsinn an zu schwitzen. Und was mich am meisten daran aufregt, ist dass du nicht los gelassen hast! Du hast einfach nicht los gelassen!“
„Na so ein Pech aber auch. Jetzt bist du wenigstens wach!“, sagte Samon lachend und triumphierend.
Gerade wollte er gehen, als Inori noch einen drauf setzte.
„Warte mal kurz, Chef.“
„Was denn noch? Ich muss gleich nach den neuen Insassen sehen.“
Der Vize Chefwärter stellte sich seitlich neben seinen Vorgesetzten, sodass sie in die jeweils andere Richtung sahen. Weil er in Samons Augen schon eine Niederlage erlitten hatte, dachte er nicht schnell genug nach, und ehe er sich versah, hatte sein Kollege ihn so im Griff, dass er ihn mühelos auf den Kopf drehen konnte.
„Wah?! Lass mich sofort runter!“, schrie der Chefwärter und versuchte sich zu befreien, ohne dabei auf den Kopf zu fallen. Nach nur wenigen Augenblicken setzte Inori ihn lachend wieder ab.
„Das musste jetzt sein....ähm...alles in Ordnung Chef?“
Samon stand krumm vor ihm, mit Schmerzverzerrtem Gesicht und die Hand am Rücken. Die Küchenrollen hatte er fallen lassen.
„Lass mich bloß in Ruhe!“, schnauzte er seinen Kollegen an und hinkte davon, während er noch wütende Blicke über die Schulter warf.
„Es tut mir leid.“, lachte Inori.
„Überleg dir das nächstes Mal früher, bevor du mich fast umbringst!“
„Übertreib es doch nicht. Du hast so rum gezappelt, deswegen musste ich dich fest halten sonst wärst du runter gefallen.“ Aufrichtiges Beileid sah anders aus, da Inori durchgehend grinsen und lachen musste. Besonders angesichts der Tatsache, dass sein Chef von ihm weg hinkte wie ein geprügelter Hund.
„Hattest du wenigstens eine schöne Aussicht von dort unten?“, setzte er noch einen drauf.
„Oh ja! Eigentlich wäre das die perfekte Chance gewesen, dir mal so richtig was in die Eier zu donnern! Aber hätte ich das gemacht, hättest du mich ja los gelassen.“
„Was?! Krass, oh nein, das hättest du nicht machen dürfen.“
„Mach dich jetzt an die Arbeit! Wie gesagt, ich muss zu den neuen Insassen. Die kamen heute Morgen hier an.“ Vorbei mit dem Spaß, dachte Samon. Solche kleinen Machtkämpfe waren zwischen den beiden normal. Sie liefen oft sehr laut und mit viel Geschrei ab, dauerten aber meistens nur ziemlich kurz an.
„Ja richtig. Was haben die denn verbrochen?“
„Wir haben einen Stalker, der anfängt so ziemlich jede Frau zu verfolgen, die ihm über den Weg läuft. Und wir haben einen psychisch labilen, der kein Geheimnis daraus macht auf welche Art und Weise er bestimmte Leute umbringen möchte. Beide sind schon in ihren dreißigern und hatten anscheinend nie wirklich Hobbys oder ein Leben. Der Psycho war sogar über ein Jahr lang Arbeitslos und sein Verhalten hat sich in dieser Zeit verschlimmert.
Der andere ist weit harmloser. Wir haben kaum Frauen hier im Trakt. Dürfte ein leichtes sein ihn fern zu halten.“, erklärte Samon.
„Na das sind ja mal wieder tolle Aussichten...“

In der Tat erwiesen sich die beiden neuen Insassen als nicht gerade einfach. Aber Samon musste natürlich auch ihnen wieder auf die Beine helfen.
Der Stalker, Nummer 66, auch Hanpatsu genannt, war tatsächlich nervender als Samon sich das gedacht hatte. Es waren nie Frauen in seiner Nähe, und doch gab es für 66 fast kein anderes Thema. Dazu kam seine laute Stimme, eine Selbstverliebtheit die völlig unbegründet war und ein starker Analphabetismus der es manchmal fast unmöglich machte den Mann zu verstehen.
Er war klein, hatte kurze dunkle Haare, keine richtigen Proportionen und eine schlechte Körperhaltung. Mit einem drei Tage Bart sah er aus wie ein waschechter Penner.
Die anderen Insassen sagten immer, er sehe aus wie ein Pädophiler und sie waren überrascht zu hören, dass dies nicht der Grund für sein Einsitzen war.
Der andere, Nummer 89, Ben, war noch eine Spur schlimmer. Als Bezugsperson hatte er sich Samon ausgesucht, mit anderen Wärtern oder Insassen sprach er kaum oder äußerst ungerne. Er war auch relativ klein, sehr kräftig und machte oft einen auf niedlicher unschuldiger Junge, dem man nie etwas zumuten würde. Genau das machte ihn ja auch so zum Psycho. Während dem Freigang hing er oft an Samons Färsen und bequatschte ihn mit Dingen, von denen sich der Chefwärter immer wünschte diese niemals erfahren zu haben.

„Chefwärter Samon!“, rief es eines Nachmittags, während die Insassen einiger Zellen ihr Sport Programm machen mussten. Ben kam angelatscht, unmotiviert und schwer keuchend.
„Nummer 89, du bist gerade eine halbe Runde gerannt. Was ist los?“
„Jemand hat mich angepöbelt.“
Samon seufzte innerlich. Das würde sicher wieder eine tolle Story geben.
„Und ich weiß, dass es mir galt. Ich bin gerade an einem anderen Insassen vorbei gerannt.“
Eher gekrochen, dachte Samon.
„Da hat er solche Würgegeräusche gemacht, als müsse er sich bei meinem Anblick übergeben. Ich wollte ihn jetzt nicht verprügeln, weil hier überall Wärter stehen. Aber er wurde für schuldig befunden und hat sein Leben damit verwehrt.“
Was für ein dummer Spruch...
„89...hör einfach auf so eine Scheiße von dir zu geben. Wenn hier einer jemanden verprügelt, dann bin ich das, und zwar wenn ihr euch alle noch weiter wie im Kindergarten verhaltet. Du hast noch nie jemanden umgebracht und du wirst auch niemanden umbringen. Dafür werde ich höchstpersönlich sorgen. Und jetzt schwing die Hufe und lauf deine Runden weiter!“
Etwas beleidigt befolgte Ben den Befehl des Chefwärters. Und Samon konnte nur genervt seufzen.
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