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Neuanfang

von MissLisi
GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P12
Evie Frye Henry Green Jacob Frye OC (Own Character)
22.08.2017
09.09.2020
9
7.766
 
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25.08.2017 641
 
PoV Charlie

Mein Magen knurrte. Als ich meine Augen öffnete, blendete mich die Sonne. Ich drehte mich um. Mein Herz zerbrach in diesem Moment. Er war wieder nicht da, nach alldem was er mir gestern versprochen hat.
Ich ging die Treppe runter. Ein Geruch von frischen Toast stieg mir in die Nase und ich hörte, wie etwas gebraten wurde. Ich war überrascht, als ich in die Küche kam, sofort fing ich an zu lächeln. Jacob stand tatsächlich am Herd und kochte. Das hatte ich noch nie gesehen. Er hatte mich noch nicht bemerkt.
Ich ging von hinten auf ihn zu und umarmte ihn. Sein nackter Oberkörper war warm und seine Haut so weich. “Guten Morgen. Tut mir leid, dass wir nicht zusammen aufgewacht sind, aber dein knurrender Magen ist lauter als ein Wecker.” Lachte er und drehte sich in meiner Umarmung. Ich sah ihn entschuldigend an. Er küsste meine Stirn und schob mich zum Esstisch.

Wie ein Gentleman rückte er mir ein Stuhl zurück. Ich lachte und bedankte mich. “Ich bin sofort wieder bei Ihnen, mon cher.” Verabschiedete er sich mit einem gespielten, französischen Akzent.
Ich grinste vor mich hin, bis ich mich anfing zu fragen, wo Evie und Henry sind. Ich sah auf die Uhr. Es war kurz nach halb neun, eigentlich müssten sie schon lange wach sein. “Jacob? Wo sind Evie und Henry?” Jacob drehte sich mit einem Teller auf der Hand zu mir. “Ah keine Sorge die sind unterwegs. Hier ein frisches Spiegelei.” Er stellte den Teller vor mich. Ich bedanke mich lachend.
Jacob beobachtete mich immer wieder und er schien etwas nervös. Er wollte wohl unbedingt, dass alles perfekt wird, aber selbst das gemeinsame Frühstück war schon fast perfekt.
Als ich den Teller wegschob, fragte er, ob ich satt wäre. Ich nickte. Er bestand darauf den Tisch allein abzuräumen. Ich war erstaunt, wie viel sich Mühe er sich gab.

“Und was machen wir jetzt?” Fragte ich als er wieder zu mir kam. Er zog mich von meinem Stuhl hoch, umfasste sanft mit der einen Hand meine Hüfte und mit der anderen meine Wange. Jacob kam mir näher, ich schloss schon meine Augen, dann hörte ich nur: “Du sollst dich überraschen lassen!” Und schon ließ er mich los. Was ein Idiot, doch ich musste trotzdem lachen. “Wie wäre es, wenn wir erstmal einen kleinen Verdauungsspaziergang machen?” Schlug er vor und ich stimmte ihn zu.

Wir zogen uns an und schlenderten Hand in Hand Richtung Park. Die Stimmung war ruhig und entspannt. Immer wenn ich zu Jacob hoch sah, lächelte er mich so liebevoll an, dass mein Herz immer wieder ein kleinen Hüpfer machte. Es kam mir so vor wie am ersten Tag. Er ist in den letzten Jahren viel reifer geworden, es endete nicht mehr alles im Chaos oder mit einer Explosion.
Die Sonne schien und wir setzten uns auf eine Parkbank. Redeten über alles mögliche, so wie wir es schon so oft gemacht haben. Dann kam ein kleiner Junge zu uns “Mr. Frye! Mr. Frye! Kommen Sie schnell!” Er schien ein Problem zu haben und zog an seiner Hand. Jacob sah mich verunsichert an. “Geh schon.” Sagte ich mit einem Lächeln. “Ich bin sofort wieder da Charlie, versprochen!” Schon verschwand er mit dem Jungen. Ich seufzte und stand auf um mir den Ententeich anzusehen. Eigentlich hatte er jetzt schon sein Versprechen gebrochen. Ich hätte ja gehofft das es wenigstens ein Tag länger dauert, aber was will man machen? Es ist sein Job.

Ich sah mir knapp eine Viertelstunde die Enten an und wollte zurück zur Bank. Als ich mich umdrehte stand Jacob vor mir, in der Hand hielt er eine rote Rose. Ich fing wieder an zu lächeln. “Ich hoffe ich hab dich nicht zu lange warten lassen?” Fragte er und übergab mir die Rose. “Nein, schon ok.” Er nahm meine Hand und wir gingen weiter.
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