Neuanfang

von MissLisi
GeschichteRomanze, Familie / P12
Evie Frye Henry Green Jacob Frye OC (Own Character)
22.08.2017
09.09.2020
9
7.766
 
Alle Kapitel
6 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
22.08.2017 1.101
 
Die Sonne schien durch mein Fenster und warf ihre warmen Strahlen auf mich. Ich streckte mich ausgiebig, als ich meine Augen öffnete. Ich drehte mich zur anderen Seite, wo ich eigentlich erwartete, dass er dort lag. Doch er war nicht da. Mal wieder. Ich weiß er muss viel machen, Menschen helfen und die Rooks anführen. Wir waren nun seit 3 Jahren ein Paar und es war so selten, dass wir mal zusammen aufwachen.
Etwas getrübt stand ich auf, zog meine Kleidung an und machte sogleich das Bett. Als ich die Treppe runter ging, sah ich Evie in der Küche stehen. “Na, Charlie. Willst du Frühstück?” Fragte sie mich und legte Toast auf einen Teller. Sie und Henry waren seit Gestern zu Besuch. Nach ihrer Hochzeit vor 2 Jahren gingen sie nach Indien. Ab und zu besuchen sie uns oder wir sie. Eigentlich hätte ich, als Gastgeber Frühstück machen sollen aber ich schlaf halt lieber aus.
Ich setzte mich mit an den Esstisch. Gegenüber von mir saß Henry, der Zeitung las und irgendwas vor sich hin murmelte. Evie setzte sich zu uns. “Sag mal Evie, wo ist Jacob?” Fragte ich und nahm mir ein Toast. “Er ist bei Karl Marx. Er soll ein kleinen Auftrag für ihn haben.” Nickend nahm ich es zur Kenntnis. Können diese kleinen Aufträge nicht bis nach dem Frühstück warten? Ich hab das Gefühl ich sah Jacob gar nicht mehr. Er kam meist nur zum Essen und Schlafen nach Hause, wenn überhaupt. Oft war er auch mal den ganzen Tag lang weg und ich sah ihn erst nächsten Abend wieder. Jedes Mal machte ich mir Sorgen und es tat mir weh nicht mehr so viel von ihm zu haben.

Zusammen mit Evie bereitete ich schon das Mittag vor. Henry beschäftigte sich irgendwelchen Plänen. Dann hörte ich endlich die Tür aufgehen. Schon hörte ich Jacob Henry begrüßen. Ich stellte mich in die Tür zum Wohnzimmer, wo Henry grade Jacob die Pläne zeigte. Als ich räusperte, sahen die beiden zu mir. “Schön dich heute auch mal zu sehen, Jacob!” Sagte ich mit einem leicht wütenden Unterton und ging zurück in die Küche. Als Jacob die Küche betrat, drehte ich mich von ihn weg. Ich hörte ihn seufzen. “Charlie…” Fing er an. Evie verließ der Zeit die Küche. “...es tut mir leid. Ich hab gestern ein Brief von Karl-” Wollte er fortfahren aber ich unterbrach ihn. “Ich weiß, er wollte deine Hilfe für was auch immer.” Sagte ich kühl und schnitt Lauch für die Suppe. Als er nichts sagte, legte ich das Messer beiseite. “Jacob, ich weiß, dass du es liebst eine Assassine und Anführer der Rooks zu sein. Die Leute brauch ja auch deine Hilfe. Nur ICH brauch dich auch.” Als ich das sagte, lehnte ich mich gegen die Küchenzeile und sah ihn kopfschüttelnd an. “Ich bin doch da.” Er klang so unbeholfen. “Ach ja?! Ich kann doch nur Zeit mit dir verbringen wenn du schläfst. Und selbst das ist manchmal nicht möglich, weil du nicht nach Hause kommst. Weißt du, was ich mir eigentlich für Sorgen mache?” Ich wurde immer lauter. “Das geht schon seit Monaten so. Nie seh ich dich. Wann sind wir das letzte Mal ausgegangen? Wann haben wir einfach mal ein Abend hier ZUSAMMEN zu Hause verbracht? Wann hatten wir das letzte Mal Sex?” Er stand einfach nur Sprachlos da. Mir wurde klar, dass ich ihn angeschrien hab. Ich bereute es aber es brach einfach so aus mir heraus. Er fehlte mir doch so.
“Es tut mir so leid…” Stammelte er. Er ging ein paar Schritte rückwärts und verließ wieder die Küche. So hab ich ihn noch nie gesehen. Er ist sonst immer so Standhaft, mal etwas trocken aber nimmt vieles mit Humor und jetzt war er so geschockt. Ich hätte mit ihm in Ruhe darüber reden sollen und ihn nicht anschreien. Er macht halt seinen Job, auch wenn ich den manchmal hasse. Ich hielt mir die Hände vor das Gesicht. Evie und Henry mussten sich auch noch alles anhören. Etwas beschämt ging ich ins Wohnzimmer.

“Evie ist Jacob hinterher. Willst du reden?” Sagte Henry bevor ich mich überhaupt umsehen konnte. “Nein...Tut mir leid.” Kam es nur von mir und ich ging die Treppe zum Schlafzimmer hoch. Ich warf mich auf das Bett und starrte an die Decke. Jetzt hab ich ihn auch noch selbst vergrault. Ich merkte, wie sich Tränen in meinen Augen sammelten.

PoV Evie

Jacob ging sturen Schrittes an mir und Henry vorbei. Nachdem was ich aus der Küche hörte, ging ich ihm hinterher.
Er rannte draußen los, kletterte auf die Dächer. Es war gar nicht einfach ihn einzuholen, doch er blieb von selbst auf einem der Dächer stehen. “Jacob?” Fragte ich vorsichtig. “Ich hab alles falsch gemacht, oder?” Fragte er mich während er stur nach vorne sah. “Nein hast du nicht. Es ist momentan hier viel los und es brauchen viele deine Hilfe.” Er dreht sich um “Ja aber sie braucht mich auch… sie hat völlig recht.” Er setzte sich auf das Dach und stützte sein Kopf auf seine Hände. Ich kniete mich zu ihm. Ich weiß ,dass er Charlie sehr liebte. “Dann nimm dir wieder Zeit für sie. Sollte das so weiter gehen, so glaube ich, dass sie irgendwann nicht mehr kann und geht.” Er sah mich geschockt an. “Nein, das will ich nicht!” Er erzählte mir, dass er schon länger vorhabe ihr einen romantischen Abend oder gar Tag zu schaffen, nur kam immer etwas dazwischen. Er bat mich ihm zu helfen, so etwas vorzubereiten. Ich hatte Jacob noch nie so gesehen. Also stimmte ich zu. Wir machten schon ein paar Pläne, dann meinte er aber los zu müssen, um etwas für den Abend zu besorgen. Ich ging wieder zurück zu Henry und Charlie.

PoV Charlie

Ich lag zusammen gekauert im Bett, als es an die Tür klopfte und ich von draußen Evies Stimme hörte. “Charlie? Kann ich hereinkommen?” Ich sagte nichts, doch sie kam rein und setzte sich auf die Bettkante. “Ich hab mit Jacob geredet.” Ich drehte mich zu ihr. “Es tut ihn leid. Er will sich mehr Zeit für dich nehmen.” Sagt sie und ich setzte mich auf. “Mir müsste es leid tun. Wo ist er?” Fragte ich. “Er wollte noch ein bisschen allein sein.” Sagte sie darauf. Ich nickte. “Gib ihn nicht die Schuld. Er will nur alles richtig machen.” Wieder nickte ich. Ich weiß, dass er nur das beste wollte, auch wenn dies manchmal in Explosionen endete. Aber er war mittlerweile überarbeitet und bräuchte Urlaub. Aber Assassinen haben kein Urlaub.
“Sag mal, ihr habt mir noch nie erzählt wie ihr zusammengekommen seid.” Fragt sie plötzlich
Review schreiben