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Lügen haben kurze Beine

von VickyPlus
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Caboose OC (Own Character) Rusty
19.08.2017
17.11.2017
2
2.445
 
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
19.08.2017 1.090
 
Super dass ihr meine Story aufgerufen habt. Vorhandene Rechtschreib- oder Grammatischefehler tun mir leid. Falls ihr einen findet schreibt es mir einfach, ich verbessere ihn dann.
Jetzt viel Spaß beim lesen und Reviews sind natürlich immer willkommen!

Es regnete in Strömen als ich aus dem U- Bahn Schacht trat und mich erstmal umsah, bevor ich meinen Schirm aufspannte, meine Tasche schulterte und mich in Richtung Ahornkamp 7 aufmachte. Die Adresse meines früheren Zuhauses wo jetzt mein Vater mit seiner neuen Frau und der gemeinsamen Tochter Rose wohnt. Ich bin jetzt das erste mal seit 11 Jahren in Bochum. Als ich 6 Jahre alt war haben sich meine Eltern scheiden lassen, da sie sich andauernd stritten. Den genauen Grund dafür kenne ich selbst nicht genau, da ich ja noch so klein war. Doch immer wenn ich danach gefragt habe, bekam ich nur ausweichende Antworten oder Gestotter. Also lies ich es irgendwann bleiben. Ich musste damals umziehen und dass nicht nur ein paar Orte weiter, sondern gleich in eine andere Stadt. Nach Hamburg, um genau zu sein. Die ersten Tage dort habe ich nur geheult da ich nicht nur unser gemeinsames Haus und Papa, sondern auch meine damaligen besten Freunde Jona, Luca und Clara unheimlich doll vermisste. Sie habe ich jetzt seit 11 Jahren nicht mehr gesehen. Ob ich sie wohl sehen werde und wenn ja, werden wir uns immer noch so gut verstehen wie damals? Wohnen sie überhaupt noch hier? Ich werde Papa nachher mal nach ihnen fragen. Vielleicht....BUMM.
Ich war so in Gedanken vertieft, dass ich den jungen Mann vor mir garnicht bemerkt und bei meinem Glück natürlich gleich in ihn rein gerannt war. Zum Glück reagierte er schnell und bewahrte mich gerade noch davor den Boden zu Küssen.
Ich blickte auf und direkt in zwei tiefseeblaue Augen. Außerdem hatte er wuschelige blonde Haare die größtenteils unter einer roten Cap steckten und eine feine Narbe, neben dem rechtem Auge. Dazu trug er ein rotes T-Shirt, eine Schwarze Lederjacke, ziemlich ausgewaschene, abgewetzte schwarze Jeans und rot-schwarze Turnschuhe. Dass ich ihn anstarrte bemerkte ich leider erst, als er anfing zu grinsen und sagte „ nochmal Glück gehabt! Warst wohl in Gedanken, was?"
Oh man, wie peinlich! Ich merkte wie ich knallrot anlief.
„ ehm ja... kann man wohl sagen."
Was ist denn mit mir los?! Ich bin doch sonst nicht so schüchtern. Ganz im Gegenteil, eigentlich bin ich sogar ziemlich vorlaut. Als ich mich wieder gefasst hatte wand ich mich aus seinen Armen und streckte ihm die Hand entgegen.
„Ich heiße übrigens Mara. Mara Winter."
„Was?" Geschockt wich der blonde vor mir zurück und starrte mich aus nun geweiteten Augen an. „Mara Winter? Das kann doch nicht sein. Nach all den Jahren sehen wir uns ausgerechnet so wieder!"
Hää? war er etwa auf den Kopf gefallen und litt nun einer Gehirnerschütterung? Oder verwechselte er mich einfach mit wem? Vielleicht war er ja auch nicht mehr so ganz richtig im Kopf. Wer weiß? Ich war jetzt doch etwas verunsichert durch diese skurrile Aussage. Außer Papa, Clara, Jona und Luca kannte ich in Bochum doch niemanden mehr. In dem Moment vielen mir seine unnatürlich Blauen Augen und diese Narbe wieder ein und ich bekam so eine Ahnung, um wem es bei meinem Gegenüber handelte.
Langsam sah ich dem Blondem wieder in die Augen.
„Luca, bist du das?", flüsterte ich vorsichtig.
„Ja,  richtig erkannt." Er schien sich vom Schock erhohlt zu haben und grinste mich jetzt frech an.
Fassungslos starrte ich ihm entgegen. DAS sollte Luca sein!?! Ich weiß auch nicht was ich erwartet habe aber irgendwie habe ich mich auf den mir gerade bis zur Schulter reichenden und Mega frechen Jungen eingestellt, den ich noch von früher kannte. Erst jetzt wurde mir unser Altersunterschied von 2 Jahren so richtig bewusst, da er nun gut einen Kopf größer war als ich.
Kurz herrschte peinliche Stille, da keiner wusste was er sagen sollte, bis es mir dann doch zu unangenehm wurde und ich rief:
„ Luca! Ich bin so froh dich wieder zusehen." Dabei fiel ich ihm um den Hals. Da er nicht mit so einer Reaktion gerechnet hatte, taumelte er kurz unter meinen Gewicht so dass wir nach rechts schwankten und ausversehen ein paar Passanten anrempelten, die uns daraufhin finstere Blicke zuwarfen. Am liebsten hätte ich ihn noch etwas länger umarmt aber das wäre nach all den Jahren wohl etwas unangemessen. Also löste ich mich wieder von ihm.
„ Hast du eigentlich noch Kontakt zu Jona und Clara? Ich würde die beiden so gerne sehen!"
Verwundert sah er mich an. „Ja klar, wir wohnen doch alle zusammen im Bahn- ähhm ich meinte alle in der Nähe des Bahnhofes."
Plötzlich setzte er sich ohne etwas zu sagen in Bewegung.
„ Hey, was soll dass? Du kannst jetzt doch nicht einfach so weggehen!" Empört stemmte ich meine Arme in die Hüften. Luca ging lachend weiter, also bleib mir nicht anderes übrig als mitzugehen.
„ Na, wir müssen unser Wiedersehen doch feiern!"  Er grinste mir fröhlich zu. Kurz starrte ich ihn einfach nur entgeistert an, bis ich sein grinsen erwiderte. „Du bist echt unmöglich!" Er zuckte immer noch grinsend mit den Schultern bevor er meine Hand ergriff und mich vorwärts zog. „ Komm schon!"
Das Klingeln meines Handys drückte ich einfach weg, ohne groß nachzusehen wer da was von mir wollte.
Ist bestimmt nur meine BFF Alex (Alexa) um zu quatschen. Ich rufe sie einfach heute Abend zurück und erkläre ihr alles.

Nach ner guten Viertelstunde kamen wie vor einem Orange gestrichenem Haus in der nahegelegenen Fußgängerzone zum stehen.  Über dessen Eingang in großen, grünen Leuchtbuchstaben: PIZZERIA LUIGI prangte. Mein Magen begann zu Knurren. Ich war ja so hungrig. Eine Pizza würde mir jetzt sicherlich guttun! Ich betrat zusammen mit Luca das kleine Geschäft und wurde auch gleich von einem freundlich lächelndem Kellner in Empfang genommen.
„Einen Zweiertisch für das junge Paar?" Ich lief rot an und lies blitzschnell Lucas Hand los, die immer noch mit meiner verflochten war. Mist, ich hatte gar nicht bemerkt dass er meine Hand nicht mehr losgelassen hatte! Peinlich berührt senkte ich den Blick während dieser nur ganz cool„ nein, wie sind nur Freunde. Zweiertisch wär trotzdem gut", antwortete. Wie kann der in einer so peinlichen Situation bloß so gelassen bleiben? An dem gewünschten Tisch angekommen setzen wir uns gegenüber und warteten schweigend auf den Kellner.

Wenn ich gewusst hätte, was mein Gegenüber mir noch alles einbrocken und sich mein Leben dadurch grundlegend ändern würde, wäre ich vermutlich niemals mitgegangen...
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