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Fee der magischen Energie

von Seilix
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
OC (Own Character) Palladium
18.08.2017
23.02.2021
94
415.867
41
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20.09.2017 3.376
 
Während wir uns weiter um die Vorbereitungen für die nächste Schlacht kümmerten, unterhielten sich die Direktoren und Professoren über die weitere Vorgehensweise.
Wir mussten schneller und präziser agieren.
Sie konnten nicht ständig bis zu unserer Schule vordringen.
„Wir könnten einen Wall errichten“ schlug Musa vor.
„Dazu fehlt uns die Zeit“ entgegnete ich „Außerdem denke ich nicht, dass der gegen Kreaturen der Finsternis lange standhalten würde“.
„Schon gar nicht gegen so viele“ pflichtete Flora mir bei, die mir half einige Fläschchen zu sortieren.
Musa griff nach ein paar Kisten, sie hinaus zu tragen „Hey, was ist denn da los?“.
Wir folgten ihrem Blick und entdeckten in der Mitte des Hofes eine Art Portal.
„Das ist eine atmosphärische Störung!“ rief ich erschrocken.
Flora und ich ließen alles stehen und liegen und rannten mit Musa hinaus.
Kaum waren wir dort angekommen entdeckte ich etliche Mädchen in Umhängen. Hexen!
Auch Miss Griffin war bei ihnen und…
„Stella!“ brüllte Musa glücklich nach ihr.
Sie und Brandon kamen zusammen auf uns zu gelaufen.
Knut den Ogel hatten sie auch wieder dabei.
Wir umarmten unsere Freundin.
„Ich freue mich euch wohlauf zu sehen“ Direktorin Pharagonda war ebenfalls schnell vor Ort.
Griffin trat auf sie zu.
Pharagonda begrüßte sie „Willkommen in der Feen-Schule, wie ich sehe sind Ihre Schülerinnen mitgekommen“.
Die Hexe lächelte wohl gesonnen „Ja, aber wir haben es unseren mutigen Begleitern zu verdanken, dass wir uns aus den Fängen dieser machtbesessenen Hexen befreien konnten“.
„Hauptsache Sie sind hier, den Rest der Geschichte können Sie mir später erzählen. Bis dahin tun wir alles um Ihnen zu helfen“ Pharagonda schien wirklich überglücklich.
„Ich habe den Eindruck, dass auch Sie Hilfe gebrauchen könnten“ kam es von Griffin und unsere Direktorin „Und ich habe den Eindruck, dass ich soeben diese Person gefunden habe, die Hilfe bringt“.
Diese Direktoren verband doch mehr als ich anfänglich geglaubt hatte.
Dann fiel es mir auf „Wo ist Bloom? Und der Drachenquäler?“.
Stella sah betrübt zur Seite weg „Leider wissen wir weder wo sie, noch wo Sky ist. Wir haben die beiden das letzte Mal auf dem Dach des Wolkenturms gesehen. Sie haben die Monster abgelenkt, damit wir entkommen konnten“.
Ich ergriff ihre Hände „Oh Stella“.
Auch Brandon wurde von Teiz und den anderen Kameraden ausgiebig begrüßt.
Und dann fiel mir noch einer auf „Oho, seht nur, der andere Drachenquäler“.
Der Kerl mit seinen dunkelroten, aufgestellten Haaren stand grimmig alleine in der Gegend herum.
„Ja, Riven hat uns geholfen. Er war auch ein Gefangener der Hexen“ erklärte Stella.
Musa war sofort interessiert „Oh nein…“.
Ich seufzte „Willst du nicht hin gehen und mit ihm reden?“.
„Was?“ fragte sie panisch „W-Wieso denn ich?“.
Wir mussten kichern, jeder wusste warum.

Der Abend brach heran und von den beiden vermissten fehlte noch immer jede Spur.
Die Direktoren überließen uns das Schlachtfeld und berieten sich im Geheimen weiter.
Irgendwann musste das ja mal ein Ende finden, aber wohl nicht so früh.
Bis in die Nacht hinein zu kämpfen zehrte an unseren Kräften.
Mehr und Mehr Feen sah ich zu Boden fallen.
Selbst Amaryl traf es irgendwann, doch ich war rechtzeitig zur Stelle um sie mit einem Energiestrahl zu retten.
„Ich danke dir“ sie war äußerst erleichtert, als ich ihr hoch half.
„So kann ich mich immerhin revanchieren“ lächelte ich.
Wir stellten uns aneinander und schossen erneut mit unserem Energiestrahl mehrere Monster um.
Jedoch war das nicht von langer Dauer.
Diese Bestien erholten sich viel schneller, als noch in den ersten Schlachten.
Also auf ein neues.
Die Stunden dauerten viel zu lange hin und irgendwann war es so weit, dass sie nicht einmal mehr in sich zusammen fielen.
Ich schlug einen Schnitt mit meiner Energieklinge in es hinein, doch es wuchs sofort wieder zu.
„Es wird immer schlimmer“ Amaryl verlor die Kontrolle.
Ich sprang zu ihr „Bleib nah bei mir!“
Von diesen Bestien umzingelt konzentrierte ich mich auf meine innere Mitte.
Die leuchtende Barriere breitete sich um uns aus und ich spürte das Prickeln auf meiner Haut.
Ich schlug die Arme von mir.
„Vara! Übernimm dich nicht!“ warnte meine Freundin, die sich nah an mich drückte.
„Keine Sorge“ ich biss die Zähne aufeinander und weitete das Kraftfeld aus.
Ich musste mich sehr darauf konzentrieren meinen Kräften nicht einfach freien Lauf zu lassen, sondern sie einzudämmen.
So etwas wie beim ersten Angriff wollte ich nie wieder erleben.
Mich so schwach zu fühlen, so verwundbar… nie wieder!
Ich dämmte meine Kräfte ein.
Dieses Mal hielt sich das Prickeln in Grenzen.
Das grüne Licht loderte und man hörte nur die Bestien in sich zusammen fallen.
Einige versuchten hinein zu laufen, verbrannten jedoch durch die Energie die ich ausstrahlte.
Ich bemerkte weitere Feen, die zu uns in die Barriere flüchteten.
Die Fee der Sonne und des Mondes flog über uns hinweg.
„Stella! Hilf ein bisschen nach, dann können wir das Kraftfeld vergrößern“ forderte ich sie auf.
„Eine super Idee!“ sie landete neben mir und erhob ihren Stab „Sonnenmeer“.
Das Licht breitete sich weiter aus.
Wieso sollte ich mich für ein großes Kraftfeld verausgaben, wenn man mit anderen viel mehr erreichen konnte.
„Tecno-Schild!“ hörte ich Tecnas Stimme.
Ein grünes-technisches Netz legte sich um die Barriere, wodurch der Strahlungseffekt plötzlich verdoppelt wurde.
Ich entdeckte die Fee in meiner Nähe.
Sie zeigte uns den Daumen hoch „Ich erleichtere euch die Arbeit“.

Mehr und mehr Feen fanden sich in die Barriere mit ein.
Die, die es konnten vergrößerten das Kraftfeld mit uns, der Rest griff weiter nach draußen an.
Irgendwann stiegen selbst die Hexen und Spezialisten auf den Dampfer auf.
In dem Licht waren wir sicher.
Wir hielten die Basis bis zum Morgengrauen.
Mit den ersten Sonnenstrahlen zogen sich die Kreaturen wieder zurück.
Erschöpft fielen wir zu Boden.

Ich versuchte auf den noch übrigen Grasflecken die nicht verwüstet waren etwas Ruhe zu finden.
Flora tat es mir gleich und Tecna setzte sich auf einen Stein.
Stella entdeckte ich mit Brandon an einer Hauswand sitzen.
„Ich kann nicht mehr“ seufzte Flora.
„Jeder Angriff wird härter…“ stimmte ich zu.
Niemand von uns hatte richtig geschlafen seid dieser Krieg vor ein paar Tagen begonnen hatte.
Teiz trottete auf uns zu, ließ seine Waffe fallen und klatschte sich auf seinen Allerwertesten.
Auch er sah alles andere als fit aus.
„Na, alles klar soweit?“ fragte ich.
Er rieb sich über die Augen „Wie man‘s nimmt“.
„Hey seht mal“ Tecna deutete auf die beiden verliebten.
Stella hatte Brandons Hand zu ihrer Wange geführt „Es ist mir egal ob du ein Prinz bist oder nicht. Meine Eltern sind der König und die Königin von Solaria und das hat sie auch nicht zusammen gehalten, also was soll‘s?“.
Wir flogen zu den beiden herüber.
„Hey, Turteltäubchen. Was macht ihr denn da?“ neckte Musa als erste „Man darf euch ja wirklich keine Sekunde aus den Augen lassen“.
Ich musste Kichern, ebenso Flora „Ach lass sie doch, die Beiden sind so süß zusammen“.
Stella erhob grinsend ihren Finger und wirkte einen Zauber „Habt ihr eigentlich nichts Besseres zu tun?“.
Plötzlich schrie Musa auf und fiel zu Boden.
Ein Kissen hatte sie eiskalt erwischt „Sag mal spinnst du? Ich hätte mich verletzen können“.
Amüsiert half ich ihr wieder auf die Beine.
„Flauschiges Kissen schlägt Fee K.O.“ lachte Brandon.
„Sei bitte nett zu meinen Freudinnen“ ermahnte Stella „Ich bin hier die Einzige die sie ärgern darf“.
„Natürlich Stella“ ich verdrehte die Augen.
Kurz darauf war sie aber in Gedanken „Ich wünschte Bloom wäre hier“.
Sofort verfinsterte sich unsere Stimmung.
Bloom… sie hätte schon längst wieder hier sein müssen.
„Sie ist bei Sky, es geht ihr gut“ beruhigte Brandon uns „Glaub mir, ich bin sicher, dass sie aus dem Wolkenturm entkommen konnten“.
Ich seufzte „Das hoffe ich sehr“.

„Da sind sie ja“.
Überrascht sahen wir nach hinten und entdeckten die Spezialisten.
Riven, Timmy und Teiz kamen auf uns zu.
„Jungs, was ist los?“ fragte Tecna sofort allarmiert.
Timmy rückte sich wie so oft die Brille zurecht „Pharagonda hat uns zu sich gerufen“.
Wir sahen ihn alle erschrocken an und begaben uns auf dem schnellsten Weg vor die Haupthalle.
Die Direktoren warteten allesamt bereits auf das Eintreffen sämtlicher Feen, Hexen und Zauberer.
In unseren Schulgruppen verteilt sahen wir zu unseren Vorgesetzten auf den obersten Stufen der Treppen hinauf.
„Ich habe euch etwas zu sagen“ verkündete Pharagonda mit ernst zu nehmender Stimmlage.
„Jeden Moment könnte der nächste Angriff folgen. Wir müssen unsere Kräfte vereinen. Das ist der einzige Weg uns aus dieser Lage zu befreien“.
„Vergesst nicht, dass die Trix vom Hass getrieben sind“ ermahnte Griffin „Sie wissen nicht welche Macht in der Verbundenheit liegen kann“.
Erneut nahm ich die ersten Schreie der Bestien wahr und drehte mich um.
Diese fliegenden Mist-Viecher nutzten wirklich jede Gelegenheit.
Die anderen Schüler waren ebenfalls in Aufruhr.
„Das ist ja unglaublich, das sind bestimmt Tausende!“ rief Amaryl neben mir schockiert.
„Solaria!“ Stella hatte sofort ihr magisches Zepter zur Hand „Okay, ich würde sagen unsere Teamarbeit von vorhin hat ziemlich gut funktioniert“.
Ich nickte „Mädels, seid ihr dabei?“.
Die Winx stimmten zu.
„Amaryl, such Alice und Katy und komm dann nach“ forderte ich sie auf.
Meine Freundin nickte „Ist gut“.
„Los, mir nach!“ ich flog voraus, Stella, Flora, Musa und Tecna folgten.
„Okay“ Tecna begann die Gegend zu analysieren „Hier hat der Zauber seinen größtmöglichen-Effekt. Vara, du wirst wie letztes Mal die Basis schaffen. Stella und ich vergrößern dann das Licht-Spektrum und Flora und Musa, ihr vernichtet die Blindgänger“.
„Okay!“ ich schlug meine Arme nach oben und sah das Grün das mich umgab.
Das Prickeln auf der Haut und die Barriere die sich vergrößerte.
Dann hielt Stella ihren Stab in die Höhe.
Durch das Lichtermeer konnte ich selbst kaum noch etwas sehen.
Tecna die uns Rücken an Rücken stand verstärkte ebenfalls wieder durch ihr technisches Netz.
Flora und Musa flogen in Kreisen um uns herum und ließen ihre Attacken nach draußen wirken.
Auf diese Weise hielten wir die Flugbiester von den Bodenkämpfen ab.
Sie wurden angezogen wie die Motten vom Licht.
Doch es wurde langsam brenslich.
„Seht nur!“ rief Flora und deutete auf einen der Türme, die von den Kreaturen der Dunkelheit belagert wurden.
Ein Riese kletterte hinauf und schlug sämtliche Fenster ein.
Er zerstörte den Ostflügel!
„Wir müssen ihn aufhalten, bevor er noch mehr kaputt macht!“ rief Musa entsetzt.
Ich verengte die Augen „Kein Problem“.
Ich nahm meine Hände herunter und zog mit den Fingern eines Arms zurück, als würde ich einen Bogen spannen.
Ich konzentrierte mich und kniff ein Auge zusammen.
„Was ist das?“ entfuhr es Stella, die langsam die Umrisse eines Pfeils zwischen meinen Fingern erkannte.
Ich bündelte meine Energie in der Hand und hielt den Bogen der erschien auf Augenhöhe.
Den Pfeil direkt auf den Riesen gerichtet, visierte ich ihn an und neigte den Kopf ein Stück.
Dieser Angriff musste sitzen.
Das Biest hielt triumphierend Brüllend seinen Kopf in meine Richtung.

Spannung, Spannung, noch ein kleines bisschen… Abschuss!

Der Pfeil flog in Windeseile über den Hof.
Er veränderte sich und schoss wie ein Blitz auf den Turm zu.
Ein Knall wie Donner, gepaart mit dem gleißenden Licht flutete den Ostflügel.
Der Riese zerfiel in die kleinen Käfer aus denen er entstanden war zu Boden.
Gejubel machte sich breit.
„Man, Vara!“ Stella legte mir eine Hand auf die Schulter „Ich wusste gar nicht, dass du sowas drauf hast. Das war ja ein Blitz“.
„Nicht ganz“ antwortete ich „Ich habe mich immer so sehr bemüht die Kräfte des Wetters zu erlernen, dass ich sie irgendwann mit meinen Fähigkeiten imitiert hab“.
„Da sind noch mehr!“ rief Musa warnend und deutete auf die West-Türme, die ebenfalls belagert wurden.
Ich fackelte nicht lange, sondern spannte erneut meinen unsichtbaren Bogen.
Mit der Konzentration meiner inneren Kraft wurde er wieder sichtbar, ebenso wie der nächste Pfeil, der sich nun bereits spannend zu einem Blitz wandelte.
Ich schoss ihn ab und erneut erwischte ich das Biest.
„Der Wahnsinn!“ jubelte Tecna „Mach weiter so“.
Ich nickte und spannte wieder.
Die Monster hatten es auf die Schule abgesehen.
Sie wollten sie in Schutt und Asche legen.
Je weiter ich zielen musste, umso unsicherer wurde ich mit dem Anvisieren.
Schließlich brach ich einen Angriff ab „Ich muss näher ran“.
„Okay, wir begleiten dich“ entschied Flora.
„Nein“ hielt ich sie auf „Ihr müsst die Barriere weiter aufrecht erhalten oder die fliegenden Dinger schaffen es auch auf den Hof“.
„Aber du kannst dich nicht ohne Rückendeckung in die Höhle des Löwen begeben“ kam es von Stella.
„Keine Sorge, ich kenn da jemanden der nur zu gern auf mich aufpasst“.

*

Teiz schwang seinen Stab durch eines der Monster, sprang in einem Überschlag nach hinten und erwischte dabei mit den Füßen dessen Kopf.
Die Kreatur fiel zurück auf eine andere und zerfiel.
Zufrieden mit seiner Arbeit, wollte er sich nach ein paar hilfesuchenden umsehen, als jemand auf ihn zugeflogen kam „Teiz!“.
Er erkannte die Fee sofort, die bei ihm Rücken an Rücken landete.
„Das waren super Schüsse“ lobte er sie.
„Danke, kannst du mir Rückendeckung geben?“ fragte sie sofort.
Der Spezialist musste grinsen „Nichts leichter als das, Euer Hoheit“.
Am liebsten hätte er sich verbeugt, doch ein anderes Biest um das er sich kümmern musste kam ihm in die Quere.
„Sehr gut, ich verlass mich auf dich“ Varanda ging aus ihrer Kampfhaltung und spannte die Luft zwischen ihren Fingern.
Teiz sah einen Moment gespannt dabei zu, wie sich Pfeil und Bogen zwischen ihren Händen materialisierten und sie den grün leuchtenden Pfeil abschoss.
Ein weiteres Monster, das sich an der Schule zu schaffen machen wollte, fiel zu Boden.
Der Spezialist nickte zufrieden und sprang auf die nächste Bestie um ihn herum zu.
Vara vertraute ihm blind.
Sie hatte nichts mehr im Blick was um sie herum passierte.
Sie stand mitten auf dem Schlachtfeld und visierte unbehelligt die Kreaturen der Dunkelheit an, die anfangen wollten die Türme zu erklettern.
Sie hielt jeden einzelnen davon ab auch nur ein Fenster einzuschlagen.
Ein Pfeil nach dem anderen flog durch die Luft und jeder erzeugte einen ohrenbetäubenden Knall des Donners.
Teiz sprang nur so um sie herum.
Einer Bestie, die Vara ergreifen wollte, zog er mit seiner Peitsche die Füße vom Boden weg.
Eine andere, die von der Seite auf sie zu rannte, kam er zuvor und stellte sich dem Vieh in den Weg.
Grinsend holte er aus und wirbelte den Stab über seinem Kopf, worauf er den Hals der Kreatur durchtrennte.
Varanda rührte sich kein Stück.
Sie wusste, dass sie bei Teiz in sicheren Händen war.
Auch wenn es nur Zentimeter waren, die die Prinzessin von den Kreaturen trennte.
Ihr Schutzherr zerlegte dennoch jede einzelne von ihnen, bevor sie sie erreichten.
Vara spürte nur mal einen kleinen Luftzug von den kaum entfernten Fingern eines Monsters, ehe es brutal von ihr weg gezerrt wurde.
Nichts von all dem brachte sie aus der Ruhe.
Wie paralysiert schoss sie einen Energiepfeil nach dem anderen, bis sie eine Kreatur aus den Augenwinkeln entdeckte, die Teiz ergreifen wollte, während dieser mit einer anderen parierte.
Innerhalb eines Wimpernschlags wechselte sie ihren Zielpunkt und schoss das Biest zu Boden.
Der Spezialist drehte sich erschrocken um, wo das Vieh nur noch in sich zusammenfiel.
Seine Prinzessin bereits das nächste Monster auf den Türmen anvisierend, machte keine Anstalten sich auch nur annähernd auf etwas anderes zu konzentrieren.
Teiz grinste durchschauend.
Auch sie passte auf ihn auf.
Mit Peitsche und Stab bewaffnet, sprang er nur so von einem Feind zum anderen.
Seine Vorgehensweise war präzise und logisch durchdacht.
Keinem würde er gestatten Varanda auch nur ein Haar zu krümmen.
Er bemerkte eine erneute Kreatur, die sich der Fee von hinten näherte.
Die Prinzessin voll und ganz auf ihre Pfeile konzentriert.
Das Biest war weit genug weg, dass Teiz ihn locker würde erreichen können.
Er sprang und schlug seinen Stab brüllend auf den Gegner vor sich und gab ihm mit einem Seitenhieb den Rest.
Es stürzte in sich zusammen.
Der Spezialist drehte sich um und wollte bereits mit der Peitsche in Händen zu dem Angreifer laufen, als ihn plötzlich etwas am Bein griff.
Erschrocken sah er hinab und bemerkte, dass das Monster bereits wieder aus den Tiefen der Käfer auferstand.
„Was zum?!“ doch bevor er reagieren konnte, zog es ihm den Fuß vom Boden weg.
Teiz stürzte und verlor seine Peitsche.
Mit Entsetzen sah er die Kreatur, die bereits nach seiner Prinzessin griff.
„Varanda!!!“ brüllte er, doch die Fee war zu sehr in ihrer Konzentration.
Mit weit aufgerissenen Augen sah der Spezialist bereits seinem Versagen entgegen, als etwas passierte.

„Lichtschwert-Technik vierter Schwierigkeitsgrad!“.

Die Kreatur fiel in sich zusammen.
Nun doch erschrocken von diesem Eingreifen drehte sich Vara um.
„Professor Palladium!“ entfuhr es ihr, als sie den Ernst der Lage erkannt hatte.
Der Elf stand keinen Zentimeter vor ihr entfernt und hatte gerade noch das Schlimmste verhindert.
Noch immer in Kampfhaltung war seine Stimme ernster und entschlossener als sie ihn jemals gehört hatte „Keine Sorge, meine Liebe. Mach weiter, wir kümmern uns um den Rest“.
Sie sah sich schnell nach Teiz um, der sich mit einem Fußtritt nach seinem Angreifer bereits wieder befreite.
Zudem halfen ihm eine Magiekugel des Sternenstaubs und zwei andere Feen, die ihm wieder auf die Beine halfen.
Amaryl, die ebenfalls bei ihnen landete hatte Alice und Katy gefunden.
„Mit vereinten Kräften meine Feen, Hexen und Spezialisten“ Palladium bereitete bereits seinen nächsten Angriff vor.
Blaue, schwebende Schwerter entstanden vor ihm, die mit nur einer Armbewegung los schossen.
Auch die Kraft ihres Professors war gewaltig wie Varanda feststellte.
Sie sah noch einmal zu Teiz um ja sicher zu gehen, dass alles in Ordnung war.
Dieser nickte ihr in mitten ihrer Freundinnen leicht zu und ging wieder in Kampfhaltung.
Vara atmete tief ein und aus und wandte sich wieder den Schulgebäuden zu.
Einen kurzen Augenblick sammelte sie erneut Energie aus der Luft und spannte den Bogen.
Sie visierte den nächsten Riesen auf dem Dach des Haupthauses an.
Spannung… Abschuss!

Lange würden sie das nicht mehr durchhalten.
Varanda fiel es zunehmend schwerer das Tempo in dem sie die Pfeile erschuf aufrecht zu erhalten und sie bemerkte auch, dass ihre Freundinnen schwächer wurden.
„Nicht nachlassen Mädchen!“ spornte Palladium sie an.
Varanda konzentrierte sich noch einmal auf das Maximum den nächsten Pfeil abzuschießen, als sie eine Hülle entdeckte sie sich über den Schulhof erstreckte.
Sie leuchtete und war voll kraftvoller Magie.
„Was ist das?“ fragte Amaryl verunsichert.
„Das sind die Direktorinnen“ rief Teiz, der den Ausgangspunkt der Magiekuppel entdeckt hatte.
Pharagonda und Griffin stellten ihre sämtliche Macht zur Verfügung und zogen die Kuppel über das gesamte Schulgelände.
„Schülerinnen der Feen-Schule!“ rief Pharagonda „Die Zeit ist gekommen, vereinen wir unsere Magischen-Kräfte!“.
Auch Griffin war zu hören „Schülerinnen von Schloss Wolkenturm, zeigen wir welche Kraft in unserer Magie liegt!“.
Durch die Kuppel zogen magische Blitze.
Vara drehte sich zu ihren Freundinnen und nahm Amaryl an die Hand.
Alice und Katy taten es ihnen gleich.
Auch Palladium fügte sich in den Kreis ein „Also dann Mädchen, gebt alles was ihr habt“.
Die Feen konzentrierten sich.
Varanda kniff die Augen zusammen und stellte ihre magischen Kräfte zur Verfügung.
Um sie herum gaben auch sämtliche andere Feen und Hexen ihre Kraft hin.
Teiz konnte das Geschehen nur beunruhigt und beeindruckt beobachten.
Die Kreaturen in dem Kraft-Feld brüllten auf vor Schmerzen und begannen zu verschwinden.
Ihre Körper zerfielen nicht, sie lösten sich in Luft auf.
Als er keine der Kreaturen mehr sehen konnte, löste sich die Magie um ihn herum auf.
Diese Barriere war um ein vielfaches stärker gewesen, als Varandas oder die der Winx.
Unfassbar, was man mit vereinter Magie erreichen konnte.
Einen Augenblick war es still auf dem Hof.
Alle blickten sich suchend nach den Monstern um, doch die Kreaturen der Dunkelheit waren verschwunden.
Es dauerte einen kurzen Moment, bis die ersten endlich in schallendes Gejubel ausbrachen.
Sie hatten es ein wiederholtes Mal geschafft!
Alice fiel Vara vor Freude um den Hals und auch Amaryl war so aus dem Häuschen, dass es ihr beinahe nicht auffiel, dass sie Teiz vor Überschwänglichkeit umarmte.
Dieser etwas überrumpelt, konnte schließlich nichts tun als etwas verlegen zu lachen.
„Ich bin stolz auf euch“ stimmte auch Palladium mit ein.
„Das haben wir nur Ihnen und den anderen Professoren zu verdanken“ sprach Vara es einfach aus „Sie haben uns darauf vorbereitet“.
Palladium wurde einen Moment überrascht rot „Aber nicht doch…“.
Die Mädchen begannen zu lachen.
Doch trotz dieses Triumphes wussten sie alle, es war noch lange nicht vorbei.
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