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Fee der magischen Energie

von Seilix
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
OC (Own Character) Palladium
18.08.2017
23.02.2021
94
415.867
41
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09.02.2021 3.730
 
So hatte er es sicher nicht geplant, so konnte es keiner planen.
Ich spürte den Zug in den Ohren und die Schwerkraft zog an meinem ganzen Körper.
Ich versuchte etwas mit den Augen zu erkennen und sah wie sich Conver konzentrierte.
Er wollte seine Flügel beschwören, das musste ich verhindern!
Mit aller Kraft lehnte ich mich in die Böen um mich und ließ mein ganzes Gewicht gegen ihn prallen, während ich seine Schultern mit bloßen Fingernägeln ergriff und versuchte herum zu reißen.
Mit angestrengtem Gebrüll wollte er mich von sich zu schütteln, drehte sich auf den Rücken und griff nach meinem Hals.
Geschickt wich ich der Hand aus und kratzte ihm stattdessen über die noch nicht verbrannte Gesichtshälfte.
Das hier hatte inzwischen zu persönliche Ausmaße angenommen als dass ich auch nur versuchte mich zu beherrschen.
Durch die vorbeirauschenden Winde spürte ich meine Schnappatmung, dabei schoss mir bei dem Anblick nach unten das Adrenalin in die Venen.
Conver, der weiter irgendwie versuchte mich abzuschütteln um sich in seine Paladingestalt verwandeln zu können, musste es genauso gehen.
Auch ohne Waffen krallten und schlugen wir nur so aufeinander ein.
Er erwischte mich am Arm und zerriss mir damit den Ärmel meiner Reiseuniform die ich noch seit dem Pilgerpfad zur Kammer der Könige trug.
Zeitgleich griff er weiter nach meinen Hals, bekam jedoch nur meinen Kragen, während er mit meiner Hand in seinem Gesicht zu kämpfen hatte und ich ihn mir so doch auf Abstand hielt.
Wie lange konnte man noch fallen?!
Dieselbe Frage schien sich Conver zu stellen, als er hasserfüllt knurrte und mich plötzlich widerwillig von sich stieß um einen Blick hinab zu erhaschen.
Dabei entging mir der Aufwind in den er mich stieß und uns sofort voneinander trennte.
Der Boden kam unweigerlich näher und ich sah die Tannen unter uns.
„Shit!!!“ hörte ich den König nur brüllen, als ich das Leuchten sah und er, wie ich, zwischen den hochgewachsenen Bäumen verschwand.
Ich streifte einige Äste und versuchte mich irgendwie daran zu halten, rutschte jedoch unweigerlich tiefer und tiefer.
Zumindest fing ich meinen Fall so ein wenig ab und kam nur mit einem halb so schlimmen Krachen auf dem Rücken am Boden auf.
Mir blieb die Luft weg, ehe ich panisch aufatmete und den üblen Schmerz spürte.
Ein Teil meines Rückens vertaubte einen Moment und meine Ohren klingelten.
Aufsetzen konnte ich mich nicht, also gab ich mir den Moment und verschnaufte, nicht doch noch zu hyperventilieren. Ich war zwar eine Fee, aber keine Superheldin.
Erst nach quälend langen Minuten gelang es mir mich unter Schmerzen aufzusetzen.
Das Taubheitsgefühl verschwand und ich konnte mich langsam orientieren.
Obwohl alles wehtat konnte ich jedes meiner Gliedmaßen bewegen. Nichts war gebrochen… doch die nächsten Tage würden sicher ein paar üble Hämatome sichtbar werden.
Der Aufprall machte mir das Atmen noch immer sehr schwer, doch ich war mir sicher: Soweit ging es mir gut.
Ich robbte zu dem nächsten Baum herüber und versuchte mich mit voller Konzentration daran hoch zu ziehen. Ich atmete tief ein und aus um die Beschwerden zu unterdrücken und trotzdem schaffte ich es erst beim dritten Mal wieder auf die Beine zu kommen.
Bereits danach brauchte ich eine Pause und lehnte gegen den Stamm.
Am liebsten hätte ich mich gleich wieder hingesetzt und überhaupt nicht mehr bewegt.
Wo war ich hier überhaupt gelandet? Irgendwo im Wald der Stille… dieser machte sich in diesem Moment alle Ehre. Ich hörte rein gar nichts.
Keine Vögel und kaum ein Rauschen der Zweige, dabei waren die Böen während des Fallens enorm gewesen.
Ich sah nach oben und konnte nichts sehen.
Das Blätterdach war hier so dicht, dass kaum Tageslicht hindurch kam.
Mein Glück im Unglück. Ohne diese Masse an Ästen hätte ich das niemals überlebt.
Ich sah mich vorsichtig um. Keine Spur von Conver, dabei musste er ganz sicher in der Nähe sein.
Ein weiteres tiefes ausatmen und ich löste mich von meiner Stütze am Rücken.
Nur vorsichtig konnte ich ein paar Schritte gehen.
Wenn der Adrenalinschub jetzt bloß nicht nach ließ. Ich war so aufgekratzt als hätte ich als Tee-Trinker 10 Tassen Kaffee hintereinander vernichtet.
Trotz allem würde ich mich kaum laufend weiter fortbewegen können… da blieb nur eine Möglichkeit: „Magische Verwandlung!“.
Mich von meinen Flügeln tragen zu lassen war das einzige Fortbewegungsmittel das mir gerade zur Verfügung stand. Zwar ließen die Schmerzen nur langsam nach und mit genauem Blick auf meine nackten Arme erkannte ich wirklich üble Kratzer, doch Conver jetzt entkommen zu lassen stand außer Frage.
Nicht mit den Fähigkeiten die er nun besaß.
Er war eine zu große Gefahr für alle magischen Wesen.
Das Katz-und-Maus-Spiel konnte beginnen.

*

„Vara!!!“ Cinder war die Erste die sofort aufsprang und an den Rand zum Abgrund lief.
In Palladium pumpte das Adrenalin, sodass er seine Schulterwunde kaum spürte.
Er sah nur das Blut um zu wissen dass sie da war und das mit seinem Blut getränkte Messer am Boden, welches Varanda zuletzt mit ihrem Sprung Conver aus der Hand gerissen hatte.
Sie hatte ihn mit sich in die Leere genommen. In die Tiefe.
Erst als er Cinder zum zweiten Mal verzweifelt nach ihrer Schwester brüllen hörte, realisierte er, dass Varanda nicht in ihrer Feen-Gestalt gesprungen war.
Sie hatte keine Flügel die sie auffingen! Sofort rappelte er sich auf, spürte doch sogleich einen stechenden Schmerz.
„Nicht bewegen Palladium“ stürzte plötzlich Tine an seine Seite die ebenfalls in ihrem Feen-Kostüm angeflogen kam.
Sofort überprüfte sie die Wunde „Das müssen wir behandeln“.
„Hat Varanda es geschafft?“ konnte er jedoch zunächst nur an die Prinzessin denken.
Amaryl, Alice und Katy waren ebenfalls zum Abgrund geflogen, insbesondere um Cinder davon weg zu ziehen.
Die vollkommen fertige Prinzessin fiel Amaryl weinend in die Arme.
Dann hörte er Katy irritiert rufen „Sie sind weg. Sie sind einfach weg!“.
„Sie sind sicher irgendwo in den Wald gestürzt“ kam Pluma ebenfalls prüfend dazu.
„Was bedeutet das?“ fragte Alice, die neben dem Estrella wieder landete.
„Dass sie hoffentlich leben“ kam ein grimmiges Knurren von der anderen Seite des Saals.
Der Fürst mit seinen gewaltigen Engelsflügeln hielt noch immer den ehemaligen Obergeneral in Schach „Ich hoffe du bist zufrieden mit dem was du angerichtet hast!!! Sollten der König von Sarcas und die Kronprinzessin von Callisto nicht mehr leben, bist du dafür verantwortlich!!!“.
Dragomir war so rasend vor Wut wie es nach Erfahrungen aller nur Vara schaffen konnte ihn so aus der Haut fahren zu lassen, nur griff er zu allem Überfluss Enzo pausenlos an.
Während einem Augenblick in dem Enzo die Angriffe mit einem Schild abwehrte, gestand er „Das hat so nicht laufen sollen… das war so nicht geplant…“.
„Wieso konntet ihr es nicht einfach auf sich beruhen lassen?!“ brüllte Dragomir „Ich habe die vergangenen Jahre alles getan um euch zufrieden zu stellen! War das nicht genug?!!“.
Der Obergeneral gewann schnell an Abstand, als der Fürst ihm einen weiteren mächtigen Angriff entgegen schmetterte.

Enzo ließ die Augen im Raum umher schweifen.
Es war klar ersichtlich, dass sie verlieren würden.
Nora war bereits verwundet und stand noch immer der Estrella und den beiden Spezialisten entgegen die sie vor ihrem tiefen Fall bewahrt hatten. Sie würden sicher nicht klein bei geben.
Espen war von Mathis und Lia bereits bezwungen.
Die letzten seiner kampffähigen Krieger wurden von dem anderen Estrella und ihrem eigenen Prinzen in Schach gehalten.
Callistos Kronprinzessin hatte seinen König mit sich in die Tiefe gerissen und er selbst stand nun dem Fürsten gegenüber.
Die drei Enchantix und die Prinzessinnen nicht zu vergessen.
Selbst der Elf war noch am Leben und wurde bereits von Priester Athmos versorgt.
Alles in allem sah es sehr schlecht für Sarcas aus.
Innerhalb weniger Minuten hatte sich ihr Vorteil zu ihrem klaren Nachteil entwickelt und das alles nur wegen dieser einen Frau!
Enzo biss die Zähne aufeinander. Er hatte keine Wahl. Diesen Weg oder keinen. Sie konnten hier nicht verlieren, dafür hatte er zu viel riskiert und war zu weit gegangen.
Sein Platz an Callistos Hof war nun Geschichte und es würde sich nie wieder eine Möglichkeit ergeben um ihren Plan in die Tat umzusetzen.
Wenn er nur an Prinzessin Cinder und Prinz Ilias gelangen könnte wäre es noch zu retten… und dafür gab es nur einen Weg! Er musste SIE beschwören.
Aus dem Impuls seiner Gedanken zog er die Arme vor sich hinweg um eine Barriere zu erschaffen.
„Was tut er da?!“ hörte er diese Amaryl rufen, ehe er sich im Schneidersitz zu Boden setzte und die Fingerspitzen jeweils aufeinander legte.
Der Fürst, als auch der Elf waren in Alarmbereitschaft, welcher erklärte „Das ist eine Barriere!“.
„Ja, aber wozu?“ fragte Dragomir.
Enzo schloss indessen die Augen und begann den Psalm zu sprechen.
„Das ist ein Zauber!“ warnte Palladium „Er bereitet etwas vor!“.
Sofort schoss der Fürst eine Energiekugel auf die Kuppel, welche jedoch abprallte und zu ihnen zurück geschleudert wurde.
Sie schoss dicht zwischen den Enchantix hindurch und zerstörte damit die letzte heilgebliebene Glaswand der Volliere.
Auf Dragomirs Stirn bildete sich eine Krampfader „So wird das nichts, das ist kein gewöhnlicher Zauber“.
„Aber irgendetwas müssen wir doch tun können!“ rief Alice fürchtend die mit ihren Freundinnen wieder im Dreieck über Enzo flog.
„Professor Palladium, was sollen wir machen!?“ richtete sich Katy an den einzigen verbliebenen des Raumes dem sie eine Antwort zutraute.
Enzo wiederholte den Psalm dabei wieder und wieder und ließ sich nicht von seinen Angreifern stören.
Der Elf kramte tief in seinem Kopf. Zwischen all den Sprüchen, Zaubern und Tränken die er in seiner Ausbildung und beruflichen Laufbahn gelernt hatte, musste es doch irgendetwas geben. Irgendetwas das ihnen half Herr über die Lage zu bleiben.
Er schloss einen Moment die Augen, als ihm eine Idee kam „Mädchen! Eine Konvergenz! Nutzt euren Feen-Staub!“.
„Feen-Staub?“ fragte Alice glatt irritiert an ihre Freundinnen.
Sie wechselten die Blicke, ehe Amaryl die Fäuste ballte und nickte „Alles klar. Zeigen wir, was wir in Alfea gelernt haben! Konzentriert euch Mädels!“.
Alle drei schlossen die Augen und begannen über Enzos Barriere zu rotieren.
Nie zuvor hatten sie eine ihrer neuen Fähigkeiten eingesetzt die sie seit nicht einmal 2 Tagen besaßen.
Niemand hatte ihnen bislang beigebracht was eine Enchantix alles mit sich brachte. Die Feen kannten nur die Theorie aus ihren paar Stunden Unterricht des Anschlussjahres und doch waren sie heilfroh diese zu haben.
Während die Winx mit ihrem Enchantix in deren letztem Unterrichtsjahr Sonderunterricht erhalten hatten um Valtor zu besiegen, mussten sie all ihre Möglichkeiten nun selbst erproben und hatten dabei nur eine Chance.
Doch auch hier wurden sie nicht allein gelassen.
Palladium war ein herausragender Professor der seine Schülerinnen niemals sich selbst überlassen hätte. Stattdessen leitete er sie an „Spürt die Magie eurer Flügel! All die magische Energie steckt in ihnen und in euch, ihr müsst sie nur fühlen. Konzentriert euch auf sie. Seht den Feen-Staub vor eurem inneren Auge!“.
Je weiter er sprach, umso heller begannen die Flügel der Feen zu glänzen. Mit jeder kleinen Bewegung der Schwingen begannen sich kleine Partikel zu lösen die langsam durch die Rotation der Feen wie ein kleiner Strudel auf Enzo und die Barriere hinab regneten.
Tine begann zu staunen. Nie zuvor hatte sie ein solches Phänomen gesehen und auch Cinder war von dem Anblick wie gefesselt „Zu sowas sind Feen im Stande?“.
Palladium lächelte zufrieden und voll Stolz „Zumindest die Absolventinnen Alfeas“.
Auch Dragomir beobachtete alles genau, wenn auch in Alarmbereitschaft, als er sah wie Enzos Barriere zu flackern begann „Es funktioniert!“.

Auch der einstige Oberbefehlshaber bemerkte, dass etwas vor sich ging und öffnete die Augen, doch davon ließ er sich nicht weiter stören.
Diese kleinen Feen schafften es tatsächlich seine unzerstörbare Barriere zu überlisten, allerdings zu spät.
Es war derselbe Moment als sich sein Schutzwall auflöste.

Der Moment auf den Dragomir nur gewartet hatte und sofort einen weiteren Energieball auf seinen einstigen Berater los ließ.
Der Angriff traf explosionsartig. Die daraus entstandene Staubwolke blockierte die Sicht, doch der Fürst war sich zu 100 % sicher getroffen zu haben.
Nachdem es ein paar Sekunden ruhig blieb entspannte er sich schließlich mit einem überlegenen Lächeln und öffnete bereits den Mund diese Auseinandersetzung als „Erledigt“ zu erklären, doch rechnete er nicht mit dem plötzlich bebenden Boden.
Das ganze Schloss erschütterte, wodurch selbst die Krieger ihren Halt verloren und allesamt umfielen.
„Was um alles in der Welt geht da vor sich?“ rief Amaryl panisch die mit Alice und Katy an Abstand gewann, um sich von der Staubwolke in der Luft weiter zurück zu ziehen von der das Beben ausging.
„Hey, seht mal! Da ist irgendwas“ warnte Katy plötzlich die glaubte etwas schlängelndes in dem Staub erkannt zu haben.
„Was?“ Amaryl sah ebenfalls genauer herab und bemerkte was sie meinte.
Ein gebogener Körper auf dem sie… Schuppen? Erkannte…
Wie mit dem Moment als sie diesen Gedanken erfasste, schoss es plötzlich mit aufgesperrtem Maul aus der Staubwolke hinauf in ihre Richtung.
Die spitzen Zähne jagten einer jeden Fee Angst ein, die sofort schreiend flüchteten.
Das Maul der Bestie verfehlte Alice nur knapp die kreischend das Gleichgewicht verlor und direkt vor das schlängelnde Etwas fiel.
Sofort versuchend sich zu retten, wurde sie jedoch von den gelben wie durchdringenden Augen fixiert.  
Das Vieh zischte bedrohlich und machte sich bereit seine bereits verschreckte Beute in sich aufzunehmen.
„Alice!“ hörte sie ihren Namen aus allen Richtungen brüllen.
Das Maul schnellte herab, als die Enchantix im letzten Moment von einem über sie hinweg fliegenden Paladin ergriffen wurde.
Als der Mann sie außerhalb der Gefahrenzone absetzte erkannte sie erst mit dem zweiten Blick, dass der Fürst sie gerettet hatte.
Wie alarmiert und fürchtend hatte er sich neben Palladium platziert und warnte „Das sind Basilisken!“.
„Basilisken?!“ fragte der Elf ungläubig nach und beobachtete wie sich der Staub langsam verzog.
Dragomir hatte recht!
Die schneeweißen Kreaturen glichen einem Drachen, nur ohne Flügel und Beine.
Drei dieser Sorte erhoben sich machtvoll in die Höhe und ließen ein ohrenbetäubendes Kreischen hören.  
Diese Schlangen waren gewaltig und meterhoch und auf dem Kopf einer von ihnen thronte schweratmend der ehemalige General.
Er sah wie ausgelaugt aus, als habe ihm diese Beschwörung alles seiner Kraft abverlangt.
Doch hielt er noch immer seine Stimme aufrecht, wenn er auch vor Anstrengung pausieren musste „Ich hoffe… euch gefallen meine Tiere… sie stammen aus einer ganz besonderen… Dimension… dem Limbo!“.
„Seht ihnen nicht in die Augen!“ warnte Palladium sofort lautstark „Oder ihr erstarrt zu Stein!“.
Zur Vorsicht gerufen senkten die Feen und Spezialisten ihre Blicke.
Doch kaum gesagt, schossen die Schlangen los.
Eine nach der anderen auf ihre Feinde zu.

„Achtung, Jared!“ hörte er David gerade noch brüllen und sprang sofort nach hinten.
Einer der Basilisken hatte es auf ihn abgesehen.
Ohne aufzusehen hatte der Spezialist keine Ahnung wo er angreifen konnte, geschweige denn was das Vieh als nächstes tun würde.
Doch zum Glück reagierten Pluma und Zillah geistesgegenwärtig.
Der Kerl warf ein elektromagnetisches Seil um die Schlange und versuchte so sie zu halten.
Die Kriegerin sprang indessen auf den Schwanz und kletterte das Vieh hinauf bis zum Kopf, um ihm direkt durch die Schädeldecke den Garr aus zu machen, wurde jedoch mit einem kräftigen Kopfschütteln hinab geschleudert und auch Pluma war nicht stark genug. Mit einem gezielten Schlag der Schwanzspitze schlug der Estrella gegen die massive Steinwand zum Schlossinneren.

Der zweite Basilisk nahm noch immer Kurs auf die Feen die ihm wie Fliegen um den Kopf herum schwirrten und versuchten ja nicht zu nah an den Augen vorbei zu kommen um doch versehentlich einen Blick hinein zu riskieren.
„Verdammt, irgendwas müssen wir doch dagegen tun können!“ rief Amaryl, doch Katy die neben ihr her flog schüttelte nur den Kopf „Ich hab keine Ahnung wie“.
„Lasst es uns zusammen versuchen!“ kam Tine hinzu. Die beiden Freundinnen wechselten einen überlegenden Blick und nickten dann „Okay“.
Die drei Feen platzierten sich um den Basilisken, während Tine warnte „Schließt die Augen“.
Die anderen folgten, während Amaryl mehr zu sich selbst flüsterte „Wenn wir nichts sehen haben wir keine Möglichkeit auszuweichen“.
Daher gewann sie etwas weiter an Abstand, bemerkte jedoch nicht wohin sie flog, bis sie hinter sich plötzlich ein weiteres Gebrüll hörte und sich mit aufgerissenen Augen erschrocken umdrehte „Da sind ja noch mehr!!!“.
Viel zu überrascht von einer weiteren Bestie, griff diese sie mit einem Strahl purer Dunkelheit an, welchem sie nur überrumpelt mit einem schwachen Abwehrzauber begegnete, sie allerdings doch davon zu Boden gebracht wurde.
Tine und Katy hatten indessen ihre Angriffe abgeschossen, doch der Basilisk erlitt kaum einen Kratzer. Die Schlange schüttelte sich nur und griff auch sie weiter an.
„Das darf doch nicht wahr sein!“ fluchte Katy aufgebracht und flog mit Tine in Sicherheit „Was sind das bloß für Dinger?!“.
„Ich wünschte, ich könnte dir das sagen“ gestand die Prinzessin.

Auch Lia und Mathis wurden nicht von den Basilisken verschont. Für beide war Espen kurzerhand Nebensache, als sich zwei dieser weißen Bestien ihnen näherten.
Der geschwächte Lord hingegen grinste nur zufrieden „Seht ihr, Enzo ist nicht zu besiegen“.
Lia wagte es nicht den Blick zu heben „Wie konnte er es schaffen sie zu kontrollieren?!“.
Espen erhob sich indessen so selbstlos als habe er nichts mehr zu befürchten „Das weiß ich nicht, aber Hauptsache ist, dass es funktioniert. Achja, wir stehen hier übrigens nur einem Bruchteil dieser wunderbaren Tiere gegenüber. Der Rest den er beschworen hat befindet sich gerade in der Stadt. Sie werden einen jeden Bewohner finden und in Stein verwandeln, denn das ist ihre Aufgabe im Limbo!“.
„Was?!“ brüllte Mathis schockiert „Das könnt ihr nicht machen!“.
„Glaub mir mein Freund…“ verschränkte Espen zufrieden die Arme „Diese Tiere können alles machen was sie wollen“.
Plötzlich nahm er die Beine in die Hand und verschwand zwischen den Bestien.
„Hier geblieben!“ versuchte Lia ihn daran zu hindern und schickte ihre Ketten in seine Richtung, doch eine der Schlangen warf sich dazwischen, sodass die eisernen Glieder abprallten. Beim Aufschlagen der Schuppen tat es zudem ein Geräusch als wären sie soeben gegen eine harte Rüstung geschlagen.
Mathis wich der Vorsicht einen Schritt zurück „Das glaube ich jetzt nicht…“.
Auch Lia sah sich einem nicht zu überwindenden Problem entgegen.

Enzo konnte sich nur langsam von diesem Kraftakt erholen und hielt sich daher weiter auf dem Schlangenwesen, das sich langsam auf den Fürsten, sowie Palladium, Cinder und Athmos zu bewegte.
Auch weiterhin warnte Palladium bestimmt „Seht ihr nicht in die Augen“.
„Großvater“ kam Cinders von Respekt und Angst erfüllte Stimme „Du kennst diese Bestien, oder? Was tun wir dagegen?“.
Doch selbst Dragomir musste sich eingestehen, dass er es nicht wusste „Ich habe schon oft von ihnen gelesen, aber ich hätte niemals geglaubt, dass ich einmal vor einem stehen würde“.
„Wenn wir nicht aufpassen war es das“ musste auch der Professor zugeben.
Oberhalb des Basilisken begann es nur zu lachen „Ich bitte euch. Ihr könnt überhaupt nichts tun. Macht euch einfach bereit eurem Untergang ins Auge zu sehen“.
Die Schlange begann den Kopf zu senken und sich weiter zu nähern.
Palladium wich mit den anderen ein wenig zurück, doch es würde nichts nützen.
Sie waren Unmengen dieser Wesen wie ausgeliefert.
Zumindest glaubten sie das, bis jemand dazwischen ging mit dem keiner hätte rechnen können.
Nicht einmal mit einem Drachengebrüll kündigte sich das Tier an, doch es stürzte durch die Scheiben und riss den Basilisken samt Enzo zu Boden.
Es war sofort zu sehen, dass er ganz schön wütend war.
„Daro!!!“ erkannte Cinder den Drachen ihrer Schwester, worauf dieser die Flügel des unvorhersehbaren Angriffs erstmals senkte und mit einem weiteren gefährlichen Brüllen den Blick auf jemanden frei gab.
Der kräftige Spezialist tätschelte triumphierend den Hals des Drachen „Sehr gut mein Junge“.

„Teiz!!!“

Der grinsende Kerl tat eine Begrüßungsgeste „Hey Leute, sieht aus als könntet ihr ein wenig Verstärkung brauchen“.
Für kurze Zeit wurde dabei sogar der Mann übersehen der sich hinter dem Spezialisten auf Daros Rücken befand, jedoch kurzerhand von dem Drachen herab rutschte „Ihr seid wirklich ein tolles Team geworden Teiz. Aber das hier mache ich jetzt zu meiner Angelegenheit“.
Der Angesprochene senkte nur ehrerbietend den Kopf „Jawohl“.
Der Mann mit dem schulterlangen, hellblonden Haar trat vor ohne jemanden genauer zu beachten bis auf Enzo. Er trug alte, zerrissene Klamotten als hätte er ein Bettler sein können.
Mit langsamen, doch festen Schritten trat er auf den danieder liegenden Basilisken zu vor dem noch immer der überrumpelte Obergeneral lag.
Enzo versuchte mit aller Kraft sich aufzusetzen, bemerkte jedoch noch immer nicht die sich ihm nähernde Person.

„Wer ist dieser Mann?“ fragte Cinder vorsichtig, doch auch Palladium konnte ihr diese Frage nicht beantworten.
Stattdessen trat Athmos vor, der sofort die Hände faltete als bete er „Bei Tyrian… er ist es…“.
„Was? Wer?“ Cinder verstand nicht und sah zu ihrem Großvater hinauf, erschrak jedoch als dieser wie erstarrt die Augen geweitet, schlucken musste.
Zwar öffnete er den Mund um ihr zu antworten, doch kein Ton entrang seiner Kehle.
Stattdessen blieb der Unbekannte plötzlich stehen. Kein Muskel bewegte sich, als mit festem Stand plötzlich ein paar Flügel auf seinem Rücken hervor schossen.
Sie leuchteten und erstrahlten dem puren Gold „Hier kann ich meine Kräfte wieder spüren“.
Von der Stimme aufgeschreckt sah auch Enzo erstmals den vor ihm platzierten Mann an, doch dieser erhob bereits die vor Magie strotzenden Hände.
Mit aufeinander gebissenen Zähnen und lauter, wie wütender Atmung konzentrierte er seine volle Kraft.
Die Partikel schossen umher, als er plötzlich um die Basilisken, die durch seinen Zauber in eine Ecke zusammen rutschten, ein Kraftfeld legte um sie einzusperren.
Auch Enzo hinter der Barriere platziert, entgleisten sämtliche Gesichtszüge „Nein! Nein! Das ist unmöglich! Ich habe euch verbannt! Wie konntet ihr zurückkommen?!“.
Der blonde Mann ließ die Augen durch den Thronsaal schweifen „Nun, wenn ich mich hier so umsehe glaube ich, dass du mit deiner Beschwörung nicht nur die Basilisken nach Callisto geholt hast, sondern absolut jeden den du ins Limbo gesperrt hast. Du kannst diese Zauber nicht vollständig kontrollieren. Perfektion… du hast sie nie erreicht… das war schon immer deine Schwäche Enzo und die bricht dir heute das Genick“.

Vollkommen überwältigt und begeistert von dieser Macht die der Fremde verbreitete, realisierte die Prinzessin zunächst überhaupt nicht was Dragomir zu ihr sagte. Erst einige Sekunden später erstarrte ihr eigener Körper, als seine Worte in ihrem Kopf ankamen:

„Er ist… dein Vater, Cinder. Der König von Callisto, Calum“.



Noch 4!

Teiz und Calum sind zurück! Wer freut sich so sehr wie ich darüber? Und so gemein wie ich bin, haben sie Vara natürlich knapp verpasst die nun ihre Jagd auf Conver beginnt. Ein Leben wird bald sein Ende finden, aber von wem? Oder vielleicht sind es auch zwei? Lasst euch überraschen ^^

LG Seilix
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