Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Fee der magischen Energie

von Seilix
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
OC (Own Character) Palladium
18.08.2017
23.02.2021
94
415.867
41
Alle Kapitel
207 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
18.09.2017 3.212
 
Ich hasste dieses Gefühl herum zu sitzen und nichts tun zu können.
Mit dem Blick hinaus aus dem zerstörten Fenster sah ich einige Feen in der Luft.
Selbst Amaryl war mit Katy und Alice auf Erkundungstour um den nächsten Angriff abschätzen zu können.
Viele Feen waren verletzt und die Versorgungskräfte der Professoren und Sanitäter reichten kaum aus.
Ich seufzte und sah zu Mirta, die wie die ganze Zeit auf dem Couchtisch stand.
Ich hatte die Beine übereinander geschlagen und hing auf dem Fenstersims.
„Ich würde dir so gerne helfen, aber ohne Flora schaff ich das nie… außerdem habe ich das ausdrückliche Verbot mich auch nur zu bewegen“.
Diese Griselda hatte mich einfach abgesetzt und befohlen nichts anzustellen, nichts anzufassen und mich schon gar nicht anzustrengen.
Natürlich konnte Mirta mir nicht antworten, aber trotzdem war es besser mit ihr zu reden als einfach weiter zu versauern.
Mirta sah mich an.
Vermutlich hätte sie mir zu gern etwas gesagt.
Ich seufzte und stand auf „Ich kann doch nicht hier rum sitzen und absolut nichts tun… vielleicht kann ich ja wenigstens ein paar Wunden versorgen“.
Ich sah noch einmal zu Mirta und kniete mich auf ihre Augenhöhe „Keine Sorge, ich komm bald wieder und dieses Mal übertreib ich‘s nicht, versprochen“.

„Professor Palladium?“.

Der angesprochene drehte sich zu mir um, als er die Wunden einer Feen versorgt hatte.
„Varanda, du solltest dich doch ein wenig ausruhen“ belehrte er mich sofort.
„Das habe ich doch“ antwortete ich „Aber ich werde verrückt wenn ich rum sitze und nichts tue, ich will irgendwie helfen“.
Er lächelte mich mitfühlend an „Ich kann dich verstehen, aber du hast schon genug für uns alle getan. Es ist tiefste Nacht, du solltest ein wenig schlafen“.
Natürlich war es Nacht, aber ich konnte mich doch nicht als einzige ins Bett legen.
„Mir geht es wirklich gut“ versicherte ich „Lassen Sie mich Ihnen nur helfen. Zeigen Sie mir wie man Wunden heilt“ forderte ich ihn schließlich auf.
Sein Blick war verblüfft „Wunden heilen?“.
Damit hatte er wohl nicht gerechnet.
Ich bemühte mich meinen Hundewelpen Blick aufzulegen, wie ein kleines Kind das Süßigkeiten wollte.
Palladium seufzte „Na schön, setz dich her“.
Freudestrahlend sprang ich an seine Seite, während er die nächste Patientin zu uns bat.
„Die erste Fee, die nach Zusatzunterricht bittet“ das sagte er wohl eher zu sich selbst.
„Also gut Varanda, das hier würdet ihr eigentlich erst nächstes Jahr bei mir lernen, aber außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen“.
Er zeigte mir einen Zauber mit dem ich es tatsächlich schaffen konnte innerhalb von kürzester Zeit eine Wunde zumindest erträglich zu machen.
Ich übte ein wenig unter Aufsicht und wie immer gelang es mir erstaunlich schnell.
Nicht lange und ich konnte Palladiums Platz einnehmen.
Er begutachtete meine Arbeit noch ein wenig und schien deutlich zufrieden.
„In Ordnung Varanda, das sieht sehr gut aus. Aber achte darauf dich ja nicht zu überanstrengen. Ich habe das nur erlaubt, weil dieser Zauber im ersten Stadium wenig Kraft verbraucht“.
„Das weiß ich, vielen Dank“ ich lächelte ihn an.
Palladiums Herz war wirklich leicht zu erweichen und so sagte er auch nichts mehr.
Nur als er ging konnte ich ihn wieder zu sich selbst sagen hören „Dieses Mädchen macht mich langsam überflüssig“.
Ein kurzes Kichern konnte ich mir nicht verkneifen.
Ich schaffte es an diesem Abend noch mehrere Feen zu versorgen, ehe Direktorin Pharagonda sämtliche Schülerinnen in den Ballsaal rufen ließ.
„Mädchen, ich habe erschreckende Neuigkeiten für euch… die rote Fontäne-Schule ist gefallen“.
Ich riss die Augen auf. Gefallen?!
„Was Gefallen?“ brüllte Amaryl neben mir darauf los „Was bedeutet gefallen?“.
„Es bedeutet, dass sie nicht länger existiert, die Hexen haben sie zerstört“ ihre Stimme senkte sich bedrückt.
„Nein!“ entfuhr es mir.
Das konnte ich nicht glauben und wenn doch, was war aus Teiz geworden?
„Aber wir geben uns nicht geschlagen“ sprach die Direktorin weiter „Die Spezialisten sind auf dem Weg hier her. Wir werden ihnen in Alfea Unterschlupf gewähren und gemeinsam, Seite an Seite der Dunkelheit gegenüber treten“.
Ich konnte nicht glauben was ich da hörte.
Die Hexen waren wirklich so mächtig, dass sie eine Schule nach der anderen einfach übernehmen konnten?
Der Wolkenturm, die rote Fontäne und jetzt würden sie es auf Alfea abgesehen haben.

Es dauerte nicht lange, bis die erste Fee verkündete „Sie kommen!“.
Ich hatte mit einigen anderen Mädchen und den Professoren in dem Saal eine Art Arztstation eingerichtet.
Keiner wusste wie schwer sie verletzt waren.
Angespannt wartete ich auf den Einlass der jungen Männer.
Würde Teiz überhaupt unter ihnen sein?
Für diesen Gedanken hätte ich mich ohrfeigen können.
Wie konnte ich überhaupt daran zweifeln.
„Kommt nur herein“ Pharagonda öffnete schließlich die Tore „Wir werden euch so gut wie möglich helfen“.
Ich sah die ersten blauen Anzüge durch die Gänge in den Saal schreiten.
Sie sahen wirklich schlimm aus.
Allesamt mutlos, geschwächt und verletzt.
Ein Junge nach dem anderen trat herein, doch ich suchte lediglich nach einem, konnte ihn aber nicht entdecken.
Die Angst nagte an mir.
„Varanda“.
Das erst Mal nahm ich nicht einmal wahr.
„Varanda!“.
Erschrocken drehte ich mich um und sah zu Palladium herüber.
„Varanda, ich brauch dich hier“.
„Oh, natürlich“ überrascht hastete ich auf ihn zu, der bereits seinen ersten Patienten vor sich sitzen hatte.
„Kümmer dich um seine Verletzungen“ gab er mir die Anweisung, bevor er weiter hetzte.
Ich sah den blonden Jungen vor mir an und erkannte ihn sofort wieder.
Er sah etwas fertig zu mir hoch und lächelte „Hi, ähm Vara richtig?“.
Ich verdrehte die Augen „Ja“.
Ich setzte mich zu ihm.
Der Kerl war etwas verlegen „Ich glaube wir hatten einen schlechten Start, ich bin Sky von Eraklion, nicht Brandon um das klar zu stellen“.
Ich bemühte mich nicht einmal freundlich zu sein.
„Mhm, ich weiß“ entgegnete ich nur abweisend und griff nach seinem Arm um eine offene Wunde zu heilen „Der Drachenquäler“.
Ich merkte ihn schlucken „Ich hab erfahren, dass das dein Drache war, der uns etwas…“.
Ich schenkte ihm nur einen hasserfüllten Blick „Wenn es doch NUR das wäre“.
Er seufzte „Okay, wir hatten einen richtig miesen Start“.
„Das trifft es schon eher“ stimmte ich genervt zu.
„Du… du musst mir nicht helfen, das ist halb so schlimm und es gibt andere…“
Mit einem kräftigen Ruck seines Armes, der ihm beinahe Schmerzen zufügte bekam ich ihn ruhig.
„Es ist egal wer oder was du bist oder wie gut ich dich leiden kann. Jeder verdient Hilfe“ belehrte ich ihn.

„Vara?“.

Ich wandte sofort meinen Kopf.
Die Stimme erkannte ich zwischen singenden Chören „Teiz!“.
Sky sah mir nach, während ich auf sprang und vor Freude dem Spezialisten beinahe um den Hals fiel.
Er ergriff meine Hände und begutachtete mich beinahe panisch „Ist alles in Ordnung? Bist du verletzt?“.
Ich musste lachen „Eigentlich sollte ich das dich fragen“.
„Alles halb so wild“ er atmete erleichtert aus und drückte mich an sich.
Etwas überrumpelt fiel ich ihm in die Arme.
„Bitte erdrück mich nicht“ bat ich lachend.
Doch Teiz war plötzlich still.
Keine weitere Bewegung.
Er sah über mich hinweg und meinte leise „Vara…“.
„Ja?“.
„Ich hab versagt“.
„Was meinst du?“ ich war allarmiert.
„Daro ist weg… er ist panisch geflohen“ seine Stimme lag voll Reue.
Ich musste einen Moment ausatmen und legte auch meine Arme um ihn „Na wenn das alles ist“.
Erschrocken drückte er mich wieder von sich „Was? Wie kannst du das sagen? Daro ist dein ein und alles!“.
Etwas überrumpelt sah ich in seine wütenden Augen.
Doch diese Wut galt eher sich selbst als mir über meine Worte.
Ich erzwang mir ein Lächeln „Ihr seid doch beide heil aus dem Kampf raus gekommen, oder?“.
„Ja schon, aber…“.
„Dann ist es gut. Daro findet seinen Weg zurück, davon bin ich überzeugt“ ich bemühte mich beruhigend zu klingen.
Teiz sah mich an, als sei ich eine fremde Person.
Ich fasste ihm an die Wange „Ich weiß das er wieder kommt“.
Der Spezialist wich meinem Blick aus.
Trotz meiner Worte blieb er niedergeschlagen.
Er hatte das Gefühl versagt zu haben, das war mir bewusst.
Seine Schuldgefühle nagten tief.
Natürlich waren er und Sky sich nicht fremd.
Ebenfalls kamen zwei andere Spezialisten dazu, die sich mir nun als Timmy und der echte Brandon vorstellten.
Der andere Drachenquäler war nicht unter ihnen.
Ich war indessen mit anderen von ihren Kollegen beschäftigt.
Die Arbeit nahm kein Ende, bis ich einmal mehr unterbrochen wurde „Varanda…“.
Erneut der königliche Prinz „Dürfte ich dich fragen wo Bloom ist? Ich müsste wirklich dringend mit ihr sprechen“.
Ich drehte mich zu ihm um „Ich kann mir vorstellen, dass ihr zwei viel Redebedarf habt, aber im Augenblick wird das schwierig“.
„Was?“ er verstand natürlich nicht.
„Sie ist nicht in Alfea“ erklärte ich und lief weiter meine Tränke zu ordnen, die mir Palladium überlassen hatte.
„Wieso das?“ er folgte mir.
„Die Winx sind auf Domino, Blooms Heimatplaneten“.
„Bloom’s was?“ nun war auch Brandon aufmerksam geworden.
Ich drehte mich zu ihnen um „Jetzt hört mir gut zu“ alle drei traten zu uns in die Runde.
„Bloom ist die letzte Prinzessin von Domino, die Hüterin der Drachenflamme. Nach dem Vorfall in der roten Fontäne wollte sie Alfea verlassen und ist zurück auf die Erde. Dort haben sie die Trix angegriffen und ihr die magischen Kräfte geraubt. Darum sind die Hexen so stark. Sie sind jetzt im Besitz der Drachenflamme. Direktorin Pharagonda hat die Hoffnung, dass Bloom auf ihrem Heimatplaneten irgendetwas findet wodurch ihre Kräfte wieder erweckt werden, darum sind sie dort“.
„Du meinst, Bloom ist dort ganz ohne magische Kräfte?“ rief Sky erschrocken.
„Dann sind die Mädels in Gefahr“ stimmte Timmy zu, der sich seine Brille zurecht rückte.
„Ich konnte sie nicht begleiten, ich war zu geschwächt von dem letzten Kampf“ erklärte ich.
„Wir müssen da hin und sie unterstützen“ selbst Brandon.
Ich verschränkte amüsiert die Arme.
Die mussten ja alle ganz schön verschossen sein.
„Hey Jungs, allein mit dem Schiff kommt ihr da nie hin“ Teiz zerstörte all ihre Hoffnungen.
„Nein, allein mit dem Schiff nicht“ stimmte ich zu „Aber ich kenne da zufälligerweise jemanden, der euch hinschicken kann“.

„Alles klar Jungs?“ Palladium saß einmal mehr an dem Mischpult der Simulationskammer.
Die drei Spezialisten und Teiz, den ich dazu überredet hatte mit ihnen zu fliegen, saßen in ihrem Schiff und waren bereit nach Domino aufzubrechen.
„Ich werde euch jetzt an den Punkt schicken, an dem die Winx Koordinaten zufolge gelandet sind. Ihr müsst sie dann nur noch finden“ erklärte der Professor.
Brandon hinter dem Steuer zeigte seinen Daumen nach oben.
Teiz war sein Co-Pilot, sah jedoch nicht sonderlich glücklich aus.
Zu dumm nur, dass er einst einen Eid geschworen hatte der Königsfamilie Gehorsam zu leisten.
Mit ihrem Aufbruch war ich nun doch ein klein wenig beruhigter, dass sie die Winx heil zurück bringen würden.
Ich kümmerte mich indessen weiter um verletzte und Vorbereitungen, zumindest bis Griselda mich dabei erwischte.
Bis ich endlich meine offizielle Genehmigung bekam wieder einsatzbereit zu sein, hieß das: Bettruhe.

Durch eine letzte Untersuchung von der Direktorin am selben Abend bekam ich schließlich das ok.
Die Spezialisten hatten sich sehr schnell hier eingewöhnt und richteten sich beinahe schon häuslich ein.
Dazu fiel mir zum ersten Mal der Ogel auf, den Saladin mitgebracht hatte.
Amaryl ekelte sich vor ihm und ich wusste, dass er einst versucht hatte Stella zu überfallen, aber hier in Alfea schien es ihm tatsächlich gut zu gefallen.
Doch als ich einen weiteren Blick auf den Schulhof riskierte, bemerkte ich das Schiff.
Sie waren zurück!
Ich rannte sofort hinaus „Bloom! Mädels!“.
Natürlich entdeckten sie mich sofort.
Stella rannte mir ebenfalls in die Arme.
„Da riskiert man sein Leben für die eigene Prinzessin und kein Dank dafür“ Teiz gab sich extra Mühe, dass ich es hörte.
Bemitleidend legte ihm Brandon die Hand auf die Schulter „Glaub mir, das kenn ich zu gut“.
Pharagonda hatte die Winx bereits ins Bild gesetzt und aufgeklärt, dass die Spezialisten fürs erste in Alfea einziehen würden.
Das stellte natürlich für niemanden ein Problem da.
Ganz im Gegenteil.
Die nächsten Stunden zogen nur so an mir vorbei.
Es waren wenige ereignisreiche Momente die mir im Kopf geblieben waren.
Bloom und Stella machten sich mit Sky und Brandon auf zu ihrer nächsten Mission in den Wolkenturm.
Der Rest von uns sollte bleiben um die Schule zu verteidigen.
Alfea brauchte jeden Kämpfer den es kriegen konnte, während Bloom weiter nach ihren Kräften suchte.
Ich saß auf einem der Dächer der Schule und sah in den düsteren Himmel.
Ich konnte nicht aufhören an Daro zu denken.
Er war der Einzige von dem ich nicht wusste wo er steckte.

Ich hörte das Horn und wusste es war soweit.
Die nächste Welle rückte an.
Unter mir rannten die Spezialisten auf und ab über das Gelände.
Die Feen begannen sich zu verwandeln.
Der Wind pfiff durch mein Haar und ich wartete nur noch auf den Regen, der die Scharben ankündigte.
Dann sah ich die ersten Riesen am Horizont.
Die Kreaturen der Dunkelheit.
Dieses Mal durfte ich es nicht übertreiben.
Die ersten Schüsse fielen und einige der fliegenden Biester überwanden das Tor.
Nichts würde sie davon abhalten auch unsere Schule zu zerstören.

„Enchantix!“.

Ich schwang mich zu ihnen in den Kampf.
Die Winde nach denen ich mich richtete, trugen mich in wenigen Sekunden über den Campus.
Auch ich griff aus der Luft an.
Ich erschuf meine Energieklingen und zerstörte damit die Monster.
Irgendwann entdeckte ich Musa und flog zu ihr „Na, alles in Ordnung?“.
„Natürlich und in deinem Quartal?“ entgegnete sie und schoss einen Strahl zwischen die Bestien.
„Ich denke wir haben‘s unter Kontrolle“ meinte ich und schoss ebenfalls einen Energiestrahl.
„Hervorragend, kannst du mir hier mal helfen? Ich will das Problem bei der Wurzel packen. Wenn wir die Scharben vernichten, dann entwickeln sie sich nicht zu Monstern“ schlug sie vor.
„Okay, wie stellst du’s dir vor?“ fragte ich.
„Du hattest da so einen coolen Trick, damals in der Simulationskammer, erinnerst du dich? Die Scharben bewegen sich zu viel, ich kann keine Treffen“.
Ich überlegte einen Moment „Ich glaub, ich weiß was du meinst“.
Ich konzentrierte mich und hielt die Arme nach oben „Willensring!“.
Die Energie strömte aus und legte ein Kraftfeld um uns.
Ich erweiterte es weit genug, dass die Scharben darin gefangen wurden.
„Alles was in meinen Willensring gerät ist machtlos“.
„Den Trick musst du mir auch beibringen“ zwinkerte Musa und schoss eine leuchtende Kugel „Blitzgewitter!“.
Wie aus einer Discokugel schossen kleine Lichtkugeln auf die Scharben, die nun gezwungen waren still zu stehen.
Innerhalb von wenigen Minuten hatten wir gemeinsam ein ganzes Arial geleert.
„Gib mir 5!“ Musa hob die Hand.
Ich schlug lachend ein.
Auch bei den anderen sah es inzwischen wieder besser aus.

Die Invasion zog sich langsam wieder zurück.
Mit den Spezialisten an unserer Seite war doch alles ein klein wenig einfacher.
„Was glaubst du wann die zurückkommen?“ fragte ich.
„Hoffentlich nicht so bald“ Musa verwandelte sich zurück und setzte sich auf den Rasen „Ich bekomm das immer noch nicht in meinen Schädel, das hätte ein ganz normales Schuljahr werden können“.
Ich tat es ihr gleich und pflanzte mich zu ihr „Was ist hier schon normal?“.
Sie schnaubte „Wir stecken hier in einer fetten Kriese und müssen die Feenschule und Magix vor dem Untergang bewahren“.
Ich pustete mir eine Strähne aus dem Gesicht.
„Sieh es doch mal so. Durch dieses Abenteuer lernen wir viel mehr als durch den Theorie-Quatsch in der Schule“ Tecna kam auf uns zu gelaufen und setzte sich dazu „Wir sind Teil eines historischen Ereignisses. Wir dürfen magische Tricks anwenden die sonst nur für die Meister reserviert sind und wir kämpfen Seite an Seite mit den besten Feen und Magiern der ganzen Dimension“.
Sie war kaum noch zu bremsen, fast schon überbegeistert.
Und noch eine Fee mit blauem Haar schlich sich von hinten an „Du findest das alles auch noch aufregend, stimmt’s? Mir gefällt das gar nicht. Die ganze Sache macht mir Angst. Ich wäre lieber bei meinen Eltern“.
Alice setzte sich neben mich und senkte den Kopf betrübt.
Ich lehnte mich an sie und versucht sie zu beruhigen „Nimm‘s nicht so schwer, du bist ja immerhin nicht allein“.
Einen Moment gelang es mir auch sie aufzuheitern, bis Katy dazu kam „Ich weiß was du meinst, mir geht’s genauso. Der Gedanke, dass ich hier festsitze macht mich ganz krank. Ich will auch nachhause“.
Alice war den Tränen nahe „Ich wünschte das wäre alles nur ein böser Traum“.
Ich nahm sie in den Arm.
„Ja, das stimmt schon. Es sind schwierige Zeiten, aber wir müssen uns wehren und darauf vertrauen, dass wir am Ende gewinnen werden“ Flora legte Alice dabei noch eine Hand auf die Schulter.
Musa stand entschlossen auf und legte ihren Arm um Katy „Flora hat recht, wir sind sowas wie ein großes Orchester und jede von uns hat einen wichtigen Part zu spielen. Jeder einzelne von uns ist für die Verteidigung von Magix unentbehrlich, denkt nur daran was Bloom und Stella gerade durch machen“.
„Ich will gar nicht daran denken…“ überlegte ich „Die beiden sind gerade mitten im Zentrum des bösen und Bloom hat nicht mal ihre magischen Kräfte“.
Alice beruhigte sich langsam und sah von meinem Arm auf.
„Ja, aber ich glaube an die beiden“ rief Musa „Sie werden es ganz sicher schaffen“.
„Musa hat recht, wir müssen uns gegen die Hexen wehren“ Amaryl schmiss Alice und mich beinahe von hinten um, während sie uns umarmte.
Alice nickte immer noch ein wenig bedrückt, aber sie hatte ihren Mut zurück.
„Los, wir wischen den Hexen so richtig eins aus“ Musa kickte vor Überzeugung einen Stein durch die Gegend.
Flora stand ebenfalls auf „Zeigen wir, dass sie nicht einfach das gute auslöschen können, damit das Böse regiert“.
Sie hielt mir den Arm hin und zog mich hoch „So sieht‘s aus, wir machen das zusammen“.
Auch Tecna und Amaryl zogen Alice auf die Beine „Die werden noch ihr blaues Wunder erlegeben“.
Plötzlich begannen die anderen Feen um uns herum zu klatschen.
Was für eine Motivationsrede.
Plötzlich begann Tecnas Uhr zu piepsen.
„Was ist das denn?“ fragte ich interessiert und entdeckte das Bild von Timmy darauf.
Auch Musa war neugierig „Ist das Timmy?“.
„Ähm… ja“ entgegnete die Fee mit den pinken Haaren verlegen und versteckte schnell ihr Handgelenk „Wir entwickeln gerade etwas zusammen… eine Art Frühwarnsystem…“.
Sie druckste herum „Damit wir unsere Feinde… naja, schneller Orten können und so…“.
Plötzlich machte sie kehrt und lief davon „Bis später“.
Etwas verdattert sahen wir ihr nach.
Musa wechselte von Flora zu mir „So hab ich sie ja noch nie erlebt… so…“.
„So menschlich?“ Flora musste lachen „Ich auch nicht“.
Ich griff mir ans Herz „Und die nächste für einen hoffnungslosen Fall der Liebe“.
Ich ließ mich zurück ins Gras fallen.
Kaum lag ich sahen mehrere grinsende Köpfe auf mich herunter und tauschten einige Blicke miteinander aus.
Vor allem Amaryl und Katy sahen sich wie zwei durchschauende Honigkuchenpferde an.
„Was ist?“ fragte ich lächelnd, bis mir ein grüner Broccoli-Kopf von oben entgegen blickte und mir die Hand hin streckte „Hoch mit Euch, Euer Hoheit“.
Die Mädels begannen zu lachen und ich verstand ganz plötzlich.
„Oh nein!“ rief ich „Nein, nein, nein, das seht ihr ganz falsch!“.
„Ist schon klar Vara“ lachte Musa.
Teiz sah irritiert in die Runde und zog mich auf die Füße „Worum geht’s denn?“.
„Hört auf zu lachen!“ rief ich ebenfalls glucksend, worauf das Gegacker erst richtig los ging.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast